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Thema: Königreich Bayern 20 Pfennig gestempelt 1877 - allerdings nur 1 Löwe und hellbraun ??

  1. #21
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    Nachdruck der 20 Pfennig Stempelmarke mit neuem Wasserzeichen

    Hallo,

    Nachdruck der 20 Pfennig Stempelmarke mit neuem Wasserzeichen

    Laut Literatur war Ende 1879 die 20 Pfg. Marke fast vollständig aufgebraucht. Für den notwendigen Nachdruck wurde ein neues Papier mit Wasserzeichen senkrechte Wellenlinien genommen. Dieses Papier mit dem Wasserzeichen enge senkrechte Linien wurde auch für die neue bayerische Freimarkenausgabe, Staatswappen (Löwe) auf Ornament mit dem Ausgabe-Datum Oktober 1881 (Michel-Katalog-Nr. 47 bis 53) verwendet.

    Name:  WZ  a 700.jpg
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    Name:  Wz 2sm11 xab.jpg
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    Quittung über fünfzehn Mark und fünf Pfennig - Gradationsstempel
    „.. wurden dem Unterzeichnetem … für Buchbinderarbeiten für die Gemeinde … zur Zahlung angewiesen“ entwertet mit Dienstsiegel Ebermannstadt und ausgestellt am 30.12.1881

    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal

  2. #22
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    Bayerisches Stempelpapier mit Gebührenmarke

    Hallo,

    ein Schuld und Hypothekenbrief ausgestellt 1846 auf Stempelpapier und die Gebühr für die Löschung im Hypothenbuch im Jahre 1877 wurde mit einer 20 Pfg Gebührenmarke kassiert.


    Name:  6 Kr plus 20 pfg  1000 vsa.jpg
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    Auszug- Schuld u. Hypothekenbrief über 60 Gulden mit vier Prozent verzinst.( ausgestellt 15. Januar 1846)
    Herrgottsruhstiftung Mickhausen für die Beleihung der Besitzungen der Eheleute Glas.
    Die Gemeinde Mickhausen gehört zum Regierungsbezirk Schwaben.
    Die Ländereien gehörten seit 1843 dem schwäbischen Grafengeschlecht Albert v.Rechberg-Rotenlöwen.
    Erkennbar an der alten Namensgebung -Rechbergisches Herrschaftsgericht- des Briefkopfes
    Gebühren nach Gradationstabelle (50 bis 99 Gulden = 6 Kreutzer Gebühr)
    Die Gebühr wurde “cassiert“ mit der Verwendung eines 6 Kreutzer Stempelpapier der Ausgabe von 1825.
    Innen sind die Unterschriften, Datum, Dienstsiegel vom bayerischen Rentamt Mickhausen.


    Name:  6 kr plus 20 pfg a1000.jpg
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    Gebührenberechnung: für die Löschung der Schuld im Hypotheken-Grundbuch- am 12. März 1877 nach Gradationsstempel- Tabelle (Stempelgesetz von 1.1.1876) für die Eheleute Rädier.
    Info: am 1.1.1876 wurde die Reichswährung Mark und Pfennig in Bayern eingeführt
    Die Stempelmarkenausgabe vom 1876 ersetzten die Stempelpapiere-ausgabe von 1825
    Um-/Berechnung der Gegenstandssumme : 60 Gulden X 1,71 = 102,60 Mark
    Damit sind laut Stempel- Gesetz im Bereich von 50 bis 199 Mark = 20 Pfennig Gebühr zu “cassieren“.

    Die Gebühr wurde durch die Verwendung und Entwertung der Gebührenmarke „cassiert“ (Schmitt Notar/Schwabmünchen/Schwaben)
    Der Vorgang wurde amtlich beglaubigt mit dem Abschlag des roten Dienstsiegels vom bayerischen Rentamt Mickhausen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal

  3. #23
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    Infos zur Entwertung von bayerischen Stempelmarken

    Hallo,

    Infos zur Entwertung der Stempelmarken.

    Name:  Entwertung 1000.jpg
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    Name:  Entw 20 Pfg 1877 Präsentiert.jpg
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    Siehe Hinweis in der VO Punkt a





    Verordnung zur Entwertung (VO liegen alle vor)


    Name:  entwertung vorschrift 1000.jpg
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    Hier eine häufige nicht in den VO definierte Strichentwertung mit rotem Revisionsstrich (Marke und Gesamtbetrag)
    Damit sind lose Marken mit dieser Entwertung zu erklären.

    Name:  Revsion 1000 xb.jpg
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    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal
    Geändert von Bayern Fiskal (13.12.2016 um 13:16 Uhr)

  4. #24
    Registrierter Benutzer Avatar von Ludwig
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    Hallo Bayern Fiskal,

    mir liegt eine Quittung vor (Empfangsbestätigung über einen Geldbetrag von einer kgl. bayrischen Druckerei an einen Pfarrer in Bayern von 1875).

    Innen links oben klebt eine 10 Pf. Stempelmarke, die mit einem roten Strich entwertet ist. Leider nicht mit einem Dienststempel, weshalb ich mich frage, ob die Marke nicht nachträglich aufgeklebt wurde (von Sammlerhand?).

    Kann es sein, dass die Druckerei dem Pfarrer Bücher/Zeitungen geschickt hat, die irgendeine "Gebühr" beinhaltete, die mit der Zahlungsquittung verrechnet wurde?

    Vielen Dank für eine Antwort.

    Freundlichst grüßt Ludwig

  5. #25
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    Quittung mit einer 10 Pfennig bayerischen Stempelmarke der Ausgabe von 1876

    Hallo Ludwig,

    Infos zu deiner Empfangsbestätigung/Quittung einer Druckerei an einen Pfarrer (Auftraggeber) mit einer 10 Pfennig bayerischen Stempelmarke von 1876 (= Gradationsstempel).


    Laut den Vorschriften unterlagen alle Zahlungen einer öffentlichen Kasse der Stempelpflicht.
    Das heißt der Pfarrer hat dieser gesetzlichen Vorgabe entsprechend nach der Höhe des Geldbetrages eine zehn Pfennig Stempelmarke verwendet.
    Frage: die Quittung deines Dokumentes ist doch von 1875. Ist diese noch in der alten Währung Kreuzer/ Gulden ausgestellt?

    Folgend ein Beispiel aus meiner Sammlung mit der Rechnungsstellung 1875 in der alten Währung Gulden/Kreuzer und der Kassierung der Gebühr mit der neuen Stempelmarke in Mark/Pfennig-Währung.
    Das interessante ist, das dies ein Vordruck/Formular ist – oben die Rechnung und unter die Quittung

    Name:  Bamberg xcbc 100xa.jpg
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    Eine Quittung des Bamberger Tagblattes über den Erhalt einer Zahlung aus der Gemeindekasse Daschendorf (ca.18 km von Bamberg entfernt) - für Inserate in der Zeitung Bamberger Tagblatt.
    Die Inserate wurden am 21.November 1875 veröffentlicht und waren daher noch in der alten Währung Gulden berechnet und in Rechnung gestellt.
    Ab dem ersten Januar 1876 wurden auch im Königreich Bayern die Währung Mark und Pfennig eingeführt.
    Am 27. Januar 1976 wurde die Zahlung mit dieser Quittung vom Bamberger Tagblat bestätigt und an die Gemeindeverwaltung gesendet
    Unten ist handschriftlich von der Gemeindeverwaltung notiert: Zahlungsanweisung bestätigt.

    Diese Zahlung aus der Gemeindekasse war stempelpflichtig und die Gebühr betrug 10 Pfennig (Gradationsstempel = Gebühr nach Geldsumme). Nach dem Erhalt der Quittung mußte die Gemeindeverwaltung die entsprechenden Gebühren der Staatskasse zuführen Mit dem Verwenden und Entwerten der beim Staat gekauften Stempelmarke mit einem Strich wurde die Gebühr kassiert und endgültig der Staatskasse zugeführt
    Info zur amtlichen Umrechnung: 1 Gulden gleich 1,71 Mark.
    Die Umrechung: 2 Gulden x 1,71 =3,40 Mark = 10 Pfg Gebühr
    Der rote Querstrich ist ein Revision -Merkmal (Überprüfung der Richtigkeit der Zahlung durch eine Kontroll-/Revisionsstelle)



    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal

  6. #26
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    Zitat Zitat von Bayern Fiskal Beitrag anzeigen
    Hallo Ludwig,
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    Laut den Vorschriften unterlagen alle Zahlungen einer öffentlichen Kasse der Stempelpflicht.
    Das heißt der Pfarrer hat dieser gesetzlichen Vorgabe entsprechend nach der Höhe des Geldbetrages eine zehn Pfennig Stempelmarke verwendet.
    Frage: die Quittung deines Dokumentes ist doch von 1875. Ist diese noch in der alten Währung Kreuzer/ Gulden ausgestellt?

    Bayern Fiskal

    Ja, denn die Drucksache wurde mit einer 1 Kr. Marke frankiert. Der Entwertungsstempel zeigt keine Jahreszahl ist aber vom Monat Dezember. Wenn es interessiert, kann ich einen Scan einstellen.

    Das Prozedere mit den Stempelgebühren lässt also den Schluss zu, dass der Pfarrer in seiner Diensteigenschaft handelte und nicht als Privatperson (aus dem Inhalt geht nicht hervor welche Gegenstände gekauft wurden).

    Die Stempelgebühr betrug wenn ich richtig gelesen habe von 5 - 49 Mark - 10 Pf. Nach der Umrechnung von 8 Gulden = 13,68 Mark?

    Vielen herzlichen Dank nochmals für diese interessanten Informationen. So ist meine Drucksache auch innen eine kleine Besonderheit aus dem Übergang von der Kreuzer-/Gulden-Währung zur Pf.-/Mark-Währung 1875/76 im Königreich Bayern (und offensichtlich noch keinem Vorbesitzer aufgefallen).

    Ludwig

  7. #27
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    Tabelle Gradationsstempel

    Hallo Ludwig,

    gerne würde ich deine Drucksache mit der Stempelmarke sehen, bitte stell doch den Scann ins Forum

    Hier die Gradationstabelle und ein Beispiel was wertemäßig passen könnte - aber es ist leider nur ein abgeschnittenes Markenteil.


    Name:  gradationstabelle 1876 700xa.jpg
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    Name:  Beispiel Gradationstabelle 700.jpg
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    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal

  8. #28
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    Zitat Zitat von Bayern Fiskal Beitrag anzeigen
    Hallo Ludwig,

    gerne würde ich deine Drucksache mit der Stempelmarke sehen, bitte stell doch den Scann ins Forum

    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal
    Hallo Bayern Fiskal,

    hier der Scan.

    Leider nicht sehr beeindruckend wie der gezeigte Markenteil.

    Freundliche Grüße
    LudwigName:  Scan616.jpg
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    Name:  Scan617.jpg
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    Geändert von Ludwig (14.12.2016 um 16:34 Uhr)

  9. #29
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    Stempel auf Gebührenmarken

    Hallo Ludwig,

    vielen Dank für die Scanns.

    Deine Drucksache - als Rechnung und mit Stempelmarke – wie kann man den Währungswechsel 1875/1876 besser zeigen/ belegen. Mein Glückwunsch zu deinem Fund.

    Selber bin ich auch ein Fan der Wappenausgabe - von 1888.

    Folgend einige Stempel

    Name:  Stempel STM 1876 1000.jpg
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    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal

  10. #30
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    Gültigkeit der ersten bayerischen Stempelmarkenausgabe von 1876

    Hallo,

    Infos zur Verwendungszeit der bayerischen Stemelmarkeausgabe von 1876.

    Name:  1882_Seite_1 1000.jpg
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    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal

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