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Thema: Die Martin Schroeder Sammlung

  1. #1
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    Die Martin Schroeder Sammlung

    Guten Morgen,

    Herr Reinheimer beschreibt in seinem Buch "Kurzgefasste Beschreibung der Essays-Sammlung von Martin Schroeder" von 1903 die sehr umfangreiche Probedrucksammlung aus fast ganz Europa des Herrn Martin Schroeder, zusammengetragen zwischen 1893 und 1902. Vereinzelt Tauchen auch auf dem Markt Stücke dieser Sammlung auf.
    Weis jemand wie es zur Auflösung dieser Sammlung kam? Gab es eine grössere Auktion dieser Sammlung? Gibt es einen alten Auktionskatalog davon?

    noch einen schönen Sonntag

    Olivier

  2. #2
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    Die Literatur zu der Sammlung ist ja schon relativ teuer und selten.

    https://www.hipstamp.com/listing/kur...r-used/3822671

    Vielleicht wurde 1953 etwas aus der Sammlung versteigert.

    http://www.philabooks.com/pages/deta...ABC=E&ID=48864
    Geändert von Vastrapur (02.10.2016 um 12:21 Uhr)

  3. #3
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    besten Dank für ihre Antwort,

    genauer gesagt interessiere ich mich für die +/- 160 klassischen Probedrucke von Luxemburg, die sich in der Sammlung von Martin Schroeder befanden. In der 38. Ebelauktion war kein einziger Probedruck von Luxemburg, nur einige von Altdeutschland.
    Unter anderem war auch in der Martin Schroeder Sammlung der einzig bekannte schwarze Probedruck vom Sachsener Dreier, der vor einigen Jahren für über 20.000 EUR verkauft wurde. Dieser Probedruck war auch nicht in der 38. Ebelauktion.

    schöne Grüsse

    Olivier

  4. #4
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    Hallo Olivier,

    wann genau die Sammlung verkauft wurde, weiß ich leider auch nicht. Ich habe bis heute nirgends einen Hinweis auf den Verkauf der Sammlung gefunden, vermulich wurde sie nach und nach von den Erben aufgelöst.
    Kommerzienrat Martin Bernhard Schröder (geb. 1856) starb am 27. September 1913 in Leipzig, ein Verkauf dürfte wohl erst nach seinem Tod stattgefunden haben. Die Sammlung wurde damals ziemlich stümperhaft vom Kunstmaler Adolf Reinheimer (1843-1910) beschrieben, was Heinrich Fränkel (1853-1907) in einem sehr bissigen Kommentar 1904 in der DBZ schonungslos offen legte.

    Der schöne Luxemburger Probeabzug von 1859 (Nr. 179 bei Schröder, muss richtig heißen 197!) , der von Ludwig Kurz (1822-1897) stammt und von diesem auch signiert wurde, wurde 2012 auf einer Gärtner-Auktion angeboten. Leider kann ich nicht sagen, was er gebracht hat.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen.
    Beste Grüße
    Michael Ullrich

  5. #5
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    Besten Dank Michael, für diese Details.

    Der Luxemburger Probeabzug von Ludwig Kurz wurde in der 113. Soluphil Auktion (Melusina Sammlung) am 23. April 2010 angeboten. Vor zwei Wochen tauchte er in der 363. Köhler Auktion auf, und wurde für EUR 4.200 verkauft.

    In der Gaertner Auktion in 2012 war ein Probedruck der erste Luxemburger Marke von 1852, und nicht dieser von Ludwig Kurz aus der Schroeder Sammlung.

    beste Grüsse

    Olivier

  6. #6
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    Hallo Olivier,

    gerade eben kam die neue Phila Historica. Dort hat Wolfgang Maassen eine Biographie von Adolf Reinheimer verfasst, in der er auch auf die Essai-Sammlung von Martin Schröder eingeht. Diese sei 1907 an Paul Koch verkauft worden. Damit wäre ein weiteres Mosaiksteinchen gefunden. Ich hoffe, die Angabe hilft wieder etwas weiter.

    Beste Grüße
    Michael

  7. #7
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    Hallo Michael,

    nochmals besten Dank für diese wertvollen Informationen. Paul Kohl war ja auch ein Briefmarkenhändler aus Chemnitz, der damals schon Kontakte in der ganzen westlichen Welt hatte. Auf diesem Wege wurde die Martin Schroeder Sammlung wahrscheinlich aufgelöst.
    Wolfgang Maassen hat in dem erwähnten Artikel ja auch Referenz auf eine Beschreibung der Sammlung in "Der Philatelist" von 1908 gemacht. Glücklicherweise befindet sich diese Ausgabe in unserer Vereinsbibliothek, und werde sie mir morgen ausleihen,

    beste Grüsse

    Olivier

  8. #8
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    Guten Abend,

    soeben habe ich den Artikel über die Martin Schroeder Sammlung in "der Philatelist" von 1908 gelesen.
    Dabei handelt es sich über eine Beschreibung der Generalsammlung in 104 Bänden, und der Verfasser (vermutlich Alfred Moschkau) geht nicht auf den Teil der Essays Sammlung ein. Für Luxemburg gibt es leider nur folgende Beschreibung (Seite 149) : "Luxemburg ist eine kleine Spezialsammlung für sich".
    Der Artikel endet (Seite 195): " Wir sind am Ende unserer Besichtigung angelangt, bedanken uns bei dem liebenswürdigen Chef der Firma aufs herzlichste, bot uns doch die Durchsicht der uns von der Berliner Ausstellung her bekannten Sammlung einen hohen Genuss, der nur durch den Gedanken getrübt wird, dass all diese herrlichen, mit so vieler Mühe und Umsicht zusammengetragenen Schätze dem Lose verfallen, wieder vereinzelt zu werden"

    beste Grüsse

    Olivier

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