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Thema: Privat Stadtpost München

  1. #131
    Vereinsmitglied Avatar von Cophila
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    Den Poststempel von 1890 hatte jemand mit "COBURG" verwechselt.
    Mit freundlichen Grüßen

  2. #132
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Heute mal ein kleiner Ausflug nach Nürnberg, bzw. Deggendorf

    Eine außergewöhnliche Verwendung eines Nürnberger Privatpost-Kartenbriefes aus dem Jahr 1897
    Zuerst die postalische Behandlung:
    Abgangsstempel (Typ 30b) von DEGGENDORF mit Datum 27. JUN 97 mit Uhrzeit in doppelter Stunde (Vor 10-11).
    Ankunftsstempel (Typ 30b) von MUENCHEN B.Ü. (Briefübernahme des PA München 1 in der Residenzstraße) mit Datum 27. JUN 97 mit Uhrzeit in doppelter Stunde (9-10 Nm).
    Die Zeitangaben in den beiden Stempeln dokumentieren eine Laufzeit, die heute bei der Deutschen Post AG. unerreichbar erscheint.
    Abgeschlagen wurde auch der Briefträgerstempel mit der Nummer 172. Diese Nummer war dem folgenden Zustellbereich des in der Theresienstraße gelegenen Postamt 4 zugeordnet (oranger Kreis): Unter anderem Schellingstraße, Augustenstraße, Theresienstraße, Barerstraße und Karlstraße.
    Die Umwandlung eines Kartenbriefes in eine Postkarte
    Was hat nun der Absender des Kartenbriefes aus demselben gemacht? Nun, er hat nur die Adressatenseite verwendet; wohl aus Kostengründen. Er erklärt mit einem Federstrich den Kartenbrief zur Postkarte, und er unterstreicht auch noch zur Verdeutlichung den Wortteil „Karte“, „nbrief“ überklebt dieser einfach mit der Freimarke (Mi.Nr.61x). Facit 5 Pfennige gespart! Ähnlich verfuhr er bei der Korrektur mit „Courier“, Privat Stadtpost und „Nürnberg“. Die Empfängeradresse wurde mit einem violetten Stempel abgeschlagen.
    Die wichtige Mitteilung an die Advokatenstochter (toller Genitiv von anno dazumal) war in Gabelsberger Kurzschrift geschrieben. Wer kann das heute noch?
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  3. #133
    Heimatsammler + Luxemburg Avatar von heku49
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    Ein super Teil.
    Danke fürs zeigen.

    Gruß Helmut

  4. #134
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    Wenigstens ein Treffer?!?

    Zitat Zitat von abrixas Beitrag anzeigen
    Der untere Querstrich im "E" von "COURIER" ist unterbrochen. Die dünne Stelle oben am Kopf des "P" in "PFENNIG" ist eher ein FM.

    Sehr gut lässt sich die Entwicklung des PF's von links nach rechts verfolgen. Schade, dass die Stempel so schwer zum lesen sind, sonst könnte man auch eine Zeitspanne angeben.
    Nach Durchsicht aller 25 Marken hier evtl. ein PLF 19 in einem frühen Stadium. Das E in CouriEr ist fast gebrochen. Die Einkerbung am Ring auf Höhe des "P" im Wort Privat ist m. E. ein Feldmerkmal, weil alleine bei mir noch drei weitere Marken mit diesem FM ohne gebrochenes "E" in Courier vorliegen.
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    Geändert von Zuchering (13.08.2012 um 20:51 Uhr)

  5. #135
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Beitrag Umschlag Formular

    Umschlags-Formular*) der Münchener Privat Stadtpost COURIER, das auf Privatbestellung gedruckt wurde.
    Der nebengesetzte, eingedruckte Vermerk ’N.B.! Durch die Privatpost "Kurier“ (blauer Briefkasten) zu befördern’ wurde nicht beachtet und in den amtlichen, postalischen Briefkasten geworfen. Dies führte folglich zu einer Nachtaxierung in doppelter Höhe eines Ortsbrief-Portos von 6 Pfennigen, nachdrücklich dargestellt durch die mit Blaustift angebrachte "6". Das Paar der Portomarke zu 3 Pfg (10Bx) mit der Entwertung durch den Einkreiser (Typ 30b) des Postamtes MUENCHEN 2 (Bahnpostamt) rundete die Bearbeitung der Sendung am 11. September 1898 ab.
    Eigentlich ist es ein Beleg, der weder im Sinne der privaten Stadtpost COURIER , noch im Sinne des k. Bezirksarztes der Stadt München befördert und abgegolten wurde.
    Unter anderem ist auch interessant, dass die Privatpost mit „Kurier“ und nicht mit „COURIER“ auf dem Formular beschrieben wurde. Das läßt nicht auf einen Druckauftrag seitens der privaten Postanstalt „COURIER“ schließen.

    Aus den angebrachten Poststempeln läßt sich auch Einiges zum Thema ’Bearbeitung’ und ’Weiterleitung’ schließen. Die Stempelabfolge:

    • Einkreiser vom Typ 30b des Postamtes MUENCHEN XII (Schrenkstraße) mit Datum 11. SEP. 1898 Vor. 9-10
    • Einkreiser vom Typ 30b des Postamtes MUENCHEN 2 (Bahnpostamt) mit Datum 11. SEP. 1898 2-3 Nm.
    • Einkreiser vom Typ 30b des Postamtes MUENCHEN 1 (Hauptpostamt) mit Datum 12. SEP. 1898 Vor.4-5


    Der letzte dieser drei Stempel belegt eine Bearbeitung zu sehr früher Stunde, eine Uhrzeit, zu der es noch dunkel ist. Laut postgeschichtlicher Aufzeichnungen kam es zu einem erstaunlich hohen Postaufkommen anfangs des 20. Jahrhunderts. So mag man sich leicht die Notwendigkeit von schneller, effizienter Postbeförderung innerorts vorstellen. Möglicherweise ein Grund für die Einrichtung einer Poststraßenbahn.
    Ab dem Sommer 1905 erfolgte ein Postbetrieb mit drei umgebauten Trambahnwagen (Schuckert) zur Beförderung von Brief- und Paketpost zwischen den angeschlossenen drei Postämtern. Am 22.Juni 1959 fand die letzte Fahrt der Münchner Poststraßenbahn statt. Der öffentliche Abschied von der Posttram wurde am 2. Juli zelebriert: Die gelbe Poststraßenbahn ist seitdem aus dem Münchner Straßenbild verschwunden. Geschmückt mit Girlanden, hat sie die letzte Fahrt zwischen dem Postamt an der Bayerstraße und dem Postgebäude an der Arnulfstraße zurückgelegt und ist für immer eingerückt. Wie die Post mitteilte, war die Bahn wegen sehr hoher Instandhaltungskosten unrentabel geworden. Auch war sie stark verkehrsbehindernd."

    *) Als ein „Formular“ wird eine Ganzsache ohne eingedrucktem Wertstempel verstanden.
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    Geändert von abrixas (04.11.2012 um 17:56 Uhr)

  6. #136
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    Evtl. sollte ich doch mal meine paar Marken durchsuchen, die seit Jahren bei mir schlummern.

    beste Grüße nach Pbg.
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  7. #137
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Zitat Zitat von heku49 Beitrag anzeigen
    Hallo abrixas,
    ich kann nur petzlaff zustimmen, mach ein Buch daraus.
    Eventuell mit einer eigenen Nummerierung arbeiten.
    Bei Interesse kann ich per PN einen Drucker nennen, der Bücher in Einzelauflage druckt zu einem vernünftigen Preis. Keine hohe Auflage von 100 oder mehr.

    Gruß Helmut

    PS: mein Buch habe ich auch dort drucken lassen.
    Hallo Helmut,
    die Sache reift allmählich. 44 Seiten sind inzwischen zusammengetragen. Das überarbeitete Werk ist gerade bei der Durchsicht (via ArGe-Mitglieder). Mal sehen ob es gefällt. Wenn ja, könnte es gedruckt werden.

    Gruß
    Klaus
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  8. #138
    Registrierter Benutzer Avatar von Juergen
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    Lächeln Ein Start up - mit der 2. Auflage

    es ist immer wieder sehr schön wenn ein Sammler ein philatelistisches Wissen für die Nachwelt festhält.
    Dem Heft wünsche ich viel Erfolg (=schnellen Ausverkauf) und auch etliche Rückmeldungen der Käufer, was m. E. ja das Salz in der Suppe ist und zur weiteren Forschung animiert.

    Viele Grüße

    Jürgen

  9. #139
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Kaum sind 5 Jahre vergangen.....

    Zitat Zitat von petzlaff Beitrag anzeigen
    @abrixas

    auch wenn es nicht mein Gebiet ist - bitte mach ein Buch daraus.

    Ich selbst habe so etwas vor mehreren Jahren auch gemacht (ging damals um ein numismatisches Thema) - heute stehen meine Bücher weltweit in einigen der bedeutendsten Bibliotheken der Welt.
    Im nächsten März ist es soweit. Gut Ding will Weile haben!

    Bis dann.
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  10. #140
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Beitrag Neue Entdeckung bei den Ganzsachen mit Zudruck

    Eine noch nicht katalogisierte P4Z2!
    Gut zu erkennen sind die Aufdruck mängel am Wertstempel.
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