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Thema: Privat Stadtpost München

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Privat Stadtpost München

    Ich habe eine Frage zum Text auf dieser Ganzsache der Privatpost München. Die Restbestände vieler solcher Bildganzsachen wurden nach Einstellung dieser Privatpostanstalt (31.3.1900) an Händler verkauft, die wiederum versuchten diese Ware an den Mann zu bringen. Die Abbildung zeigt ein solches Händlerangebot, das auf eine derartige Karte geschrieben wurde. Die Karte wurde mit dem Stempel des Letzttages gestempelt und am 13. Juni 1900 mit der Staatspost befördert.
    Ich habe nun Probleme den Text vollständig zu entziffern, da der Schreiber eine fürchterliche "Sauklaue" hatte. Wer kann mir hier helfen.
    Teilweise konnte ich es entziffern:

    Herrn Fritz Koch Cölleda München 30. Juni 1900
    Von dieser Karte, der Privat Post Courier abgestempelt, mit deren Stempel, der letzten Austragung 31/3/00 5 ½ Uhr, höchst feine, seltene Gelegenheitskarte habe sortiert in ___ 80 Dahs(????). – 6000 Stück vorräthig, die ich Ihnen bei Abnahme von 100 St à M2.- von 1000 “ à M9.- ab hier, per Nachnahme, oder vorheriger Einsendung des Betrages erlasse. Per Drucksache, sandte noch weitere 5 Stück als Muster. Werthen Auftrag erbitte baldigst. Hochachtend
    Leopold Rosenbaum
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    Geändert von abrixas (18.05.2005 um 13:29 Uhr)

  2. #2
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    ...circa 80 Dah(r)s(tellungen)

    Gab es denn soviele verschiedene Motive?

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  3. #3
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Super! Tja, wenn man Abkrzsn kennt!

    Zitat Zitat von deckelmouk
    ...circa 80 Dah(r)s(tellungen)
    Gab es denn soviele verschiedene Motive?
    Das klingt logisch! Danke! Ja, es gab sogar noch mehr Dahs! Weiß ich nicht auswendig, werde aber im Müller-Katalog nachschauen.

  4. #4
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Pfeil Privat Stadtpost - Bildganzsachen

    Zitat Zitat von deckelmouk
    ...Gab es denn soviele verschiedene Motive?
    Habe nachgesehen: Es gibt 123 verschiedene Motive! Die muss man erst einmal zusammen bekommen!

  5. #5
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Rendite!!!!!!

    Die im Posting #1 erwähnten sind wohl jetzt im Handel. Bei ebay beobachtete ich etliche dieser gefälligkeitsgestempelten Karten, wie oben beschrieben. Diese gingen weg wie warme Semmeln (Durchschnittspreis 35 EUROs).

    Ob dieses den heutigen "philatelistischen" Erzeugnissen heutiger Privatposten ebenso in 108 Jahren ergehen wird?
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  6. #6
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Unglücklich Das Sahnestück des Sammelgebiets!

    Ich wünschte ich hätte diese GA. Gestempelt wäre sie mir noch lieber!
    Aber leider, leider!
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  7. #7
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Noch mal zum besseren Verständnis

    Zitat Zitat von abrixas Beitrag anzeigen
    .......
    Teilweise konnte ich es entziffern:

    Herrn Fritz Koch Cölleda München 30. Juni 1900
    Von dieser Karte, der Privat Post Courier abgestempelt, mit deren Stempel, der letzten Austragung 31/3/00 5 ½ Uhr, höchst feine, seltene Gelegenheitskarte habe sortiert in ___ 80 Dahs(????). – 6000 Stück vorräthig, die ich Ihnen bei Abnahme von 100 St à M2.- von 1000 “ à M9.- ab hier, per Nachnahme, oder vorheriger Einsendung des Betrages erlasse. Per Drucksache, sandte noch weitere 5 Stück als Muster. Werthen Auftrag erbitte baldigst. Hochachtend
    Leopold Rosenbaum
    Das Angebot 100 Stück à 2,-- bzw. 1000 à 9,-- ist irritierend.
    "à" bedeutet normalerweise je Stück, es kann aber doch nicht sein, daß 1. Stückpreis damals 2 M. oder gar 9 Mark betrug, andererseits - sollte der Preis für das Paket gelten, dann sind 2 Pf pro Stück lächerlich wenig, 0,9 Pf noch unwahrscheinlicher - wie seht Ihr das?

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von klassiker
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    Du kannst "100 Stück à 2 Mk." auch interpretieren als
    "100 Stück zu 2 Mark" – doch, scheint mir realistisch, 2 Pf. pro
    Stück zu rechnen.

    Er sass ja damals auf einem Bestand von 6000 Stück, die mussten weg.

    Die Druckkosten dürften schon für den Auftraggeber sehr niedrig gewesen
    sein (sonst hätte sich eine Karte zu 1 1/2 Pfennig nie gerechnet), so dass er
    wohl für den ganzen Bestand sogar noch deutlich weniger bezahlt hat.

    40 Jahre vorher wurden schon Restbestände zu Spottpreisen "verramscht":
    Moens hat 1861 für den Restbestand von 300000 Bergedorf-Marken 266
    Taler bezahlt, Pelletreau 1867 600 Taler für 620000 Marken von Lübeck.
    Altes philatelistisches Zeug war einfach nichts wert ...

    Chris

  9. #9
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Lächeln Modern ist gut - klassische Privatpost gefällt mir besser!

    Eine P2AZ, abgestempelt am 30. AUG.1898, nur eben tat dies die Staatspost, und das letztendlich viermal, und, wenn man es ganz genau nimmt, sogar fünfmal.
    Die Antwortkarte wurde, möglicherweise aus Unkenntnis, nicht in einen Postkasten der privaten Stadtpost eingeworfen, sondern der Staatspost "ausgeliefert". Somit hatte diese Anspruch auf das doppelte Porto einer Ortspostkarte, und das waren immerhin 6 Pfennige.
    Die Staatspoststempel (vom Typ 30b) erzählen von der Behandlung dieses "Fremdgängers".Der erste Poststempel, links neben dem Wertstempel, dokumentiert den Eingang zwischen 6 und 7 Uhr nachmittags bei der königlichen, bayerischen Staatspost im Postamt München 5 (Theklastr. 3).
    Eine Stunde später belegt der Stempel MUENCHEN B.Ü. (Briefübernahme) den weiteren "Strafvollzug" im Postamt Müchen 1. Rechts unten wurde ein weiterer, ähnlicher Stempel des gleichen Typs in schwarz-blauer Farbe abgeschlagen und die Karte mit einer grossen, blauen "6" taxiert. Am nächsten Tag befindet sich die Postkarte der vom Staat ungeliebten Privatkonkorenz noch im BÜ-Postamt und wird mit einem waagrechten Paar der B10x frankiert und gegen 6 Uhr abgestempelt. Unklar ist die Bedeutung des schwarz-blauen, kleinen, pfeilähnlichen Abdrucks unterhalb der Portomarken.
    Der Briefträger besiegelt die ordnungsgemäße Zustellung in der Augustinerstrasse 4 mit seinem Fingerhutstempel mit der Nummer 17 (gehört auch zum Zustellbereich des Postamtes München 1).
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    Geändert von abrixas (20.06.2008 um 12:17 Uhr)

  10. #10
    AllesWasSchönIst Avatar von andreas-machner
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    Hallo!

    Hochinteressante Karten! Sind solche häufig mit Zusatz- oder Nachfrankatur? Eines meiner Lieblingssammelgebiete. Privatpostkarten verdienten bisher nicht meine Beachtung. Einfach tolle Stücke. Wäre eine Paar 10Ax drauf, müßte ich sie unbedingt haben.

    Ich werde in Zukunft darauf achten. Mit der Sauklaue frag doch Deinen Arzt oder Apotheker, die können so was lesen

    Gruß,

    Andreas
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