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Thema: 10-Fach oder einfach Spass an der Freude ???

  1. #1
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    10-Fach oder einfach Spass an der Freude ???

    Hallo zusammen,

    ich bin´s mal wieder. Haben diese Belege einen Sinn oder Nicht ???

    BILD 01

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    Prüfen lassen kann ich ja auch nicht Alles

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von VDB
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    Hallo Sven,
    das die Belege philatelistisch inspiriert sind, steht wohl in allen drei Fällen außer Zweifel. Alle sind 10-fach Frankaturen West und die Marken 1-2 Tage später postalisch nichts mehr wert. Den Sammlern die diese Belege gemacht haben, waren sie wohl allemal etwas wert. Sonst gäbe es sie ja nicht. Ob jemand die Belege sammeln möchte, ist dann echt Geschmackssache. Dem einen gefällts, der andere lehnt alles ab was nicht dem reinen Bedarf entstammt. Wichtig fände ich erstmal festzustellen, ob die Belege denn portogerecht sind. Da kann auch schon mal der eine oder andere Pfennig oder Zehntel-Pfennig drüber sein, da es manchmal kaum anders ging, wenn z.B. jemand unbedingt den einen oder anderen Sondermarkensatz verkleben wollte. Ob das dann noch akzeptabel ist, muß jeder Sammler selbst für sich entscheiden. Wenn die Einschreiben- und Eilboten-Belege denn auch einen Eingangsstempel des Empfängerpostamtes haben, kann man in aller Regel davon ausgehen, dass sie auf jeden Fall postalisch befördert wurden. Wenn deine beiden Belege 2 und 3 portogerecht sind und einen Eingangsstempel besitzen, ist doch alles gut. Dann ist es nur noch Geschmackssache. Von Beleg 1 kenne ich noch einen in meiner Sammlung und einen weiteren, je mit auf gleiche Art, komplett verklebtem Bogen Nr. 912. Alle drei Belege sind nach meiner Einschätzung postalisch befördert worden. Der verwendete Sonderstempel lag zu der Zeit im Postamt Hameln zur Entwertung von Postsendungen vor und auch die Art und Weise der Entwertung und die Beförderungsspuren lasasen kaum einen anderen Schluß zu. Alle drei Belege hat der Herr Beier wohl sich selbst zugesendet aber nicht darauf geachtet, dass diese auch portogerecht sind. Alle drei sind als Ortsbriefe der 1. Gewichtstufe überfrankiert und vom Gewicht her eigentlich schon Portostufe 2. Interessant aber ist, dass hier ein kompletter Bogen verklebt wurde, was wirklich sehr selten zu finden ist. Belege wie der Beleg 2 hat Herr Oberwimmer wohl mehrere gemacht. Einige davon hab ich schon gesehen und besitze glaub ich auch noch 1 oder 2 Ähnliche. Beleg 3 ist als Einschreiben-Eilboten-Ortsbrief der 2. GS. innerhalb Hannovers portogerecht und mit Ankunftstempel ( Bitte nicht vom gleichen Postamt mit gleichen Daten!) wegen der verklebten Sondermarken-Bogenteile durchaus sehr interessant. Besonders da hier auch der VZd 2 verklebt wurde.
    Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Zeilen ein wenig helfen.
    Viele Grüße,
    Bernhard

  3. #3
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    Danke VDB,

    leider ist beim Beleg 3. nur VZd 1 verklebt worden. Hier noch der Ankunftstempel.

    Name:  20160824_132353.jpg
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    Also: Einschreiben-Eilboten-Ortsbrief der 2. GS. innerhalb Hannovers portogerecht mit Ak.

    Was wäre hier eigendlich hierfür die Preisfindung, circa ungefähr


    Da wir gerade bei €€€ sind was ist mit der 944 ndgz gestempelt, werden da die Preise gewürfelt ?

    Da im MICHEL Spezial nicht viel steht.


    Danke schon mal im Voraus.

  4. #4
    www.Briefmarken-Museum.de Avatar von Wanderer
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    Hallo @Sven84, die €€€ Frage ist immer die Schönste .......

    also Probieren geht über Studieren, überleg Dir bitte einen einstelligen € Startpreis bei Ebay.de und dann Warten, ob was passiert ....

    mein Tipp: in der dunklen Jahreszeit, wenn die Gartenparties vorbei sind, die Auktion starten.
    Mit Sammlergruß & Glückauf
    Jochen

    Besucht doch mein Briefmarken-Museum

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von VDB
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    Zitat Zitat von Sven84 Beitrag anzeigen
    Danke VDB,

    leider ist beim Beleg 3. nur VZd 1 verklebt worden. Hier noch der Ankunftstempel.

    Also: Einschreiben-Eilboten-Ortsbrief der 2. GS. innerhalb Hannovers portogerecht mit Ak.

    Was wäre hier eigendlich hierfür die Preisfindung, circa ungefähr


    Da wir gerade bei €€€ sind was ist mit der 944 ndgz gestempelt, werden da die Preise gewürfelt ?

    Da im MICHEL Spezial nicht viel steht.


    Danke schon mal im Voraus.
    Hallo nochmal Sven,

    der Tip von Wanderer ist zwar sicher nett gemeint aber so wirst du nie einen reelen Preis für diese Briefe erzielen.
    Ebay ist zum reinen Schnäppchenmarkt verkommen und in der Kategorie Kontrollrat / Alliierte Besetzung gibt es im Schnitt nur noch etwa ein Dutzend echte Käufer,
    von denen der Großteil Wiederverkäufer sind. Von den wirst du also niemals einen guten Preis erhalten. Ich selbst sammel und forsche intensiv im Bereich Kontrollrat,
    bin seit Anbeginn der eBay-Zeit dabei (also schon zu Beginn nur eBay.com) und seit vielen Jahren Fachhändler genau und fast ausschließlich für dieses Sammelgebiet.
    Da kann ich mir eine solche Aussage mal erlauben
    Aber gehen wir deine drei Briefchen mal im Detail an und bewerten nur die einfachsten Details. Bedenke aber bitte, dass es sich hier je um Briefe handelt, die nur der, der solche Art gemachter Briefe auch zu schätzen weiss, kaufen und bezahlen möchte. Die sind halt nicht jedermanns Geschmack! Für die solltest du Zeit einplanen, bis derjenige kommt, der Sie auch zu schätzen weiss.
    Beleg 1) Hier bewerte ich mal nur den gestempelten Bogen. Gestempelte Komplettbögen sind in den Nachkriegsjahren sehr, sehr selten! Die gestempelte HAN kostet schon.
    Den Bogen auf überfrankiertem Brief kann man bestimmt mit 50,- bis 80,- € Startpreis ausrufen. Wenn zwei Liebhaber beim bieten aufeinandertreffen ist sicher noch Luft nach oben.
    Beleg 2) Ich habe einen fast identischen Brief mit der Einschreibezettelnummer 107. Allerdings als Orts-Einschreiben mit 1080 Pfennig doch ein wenig überfrankiert )
    Der Brief hat allerdings 6 Plattenfehler (!),die Nr. 948 ist sicher b-Farbe und die Nr. 964 tendiert sehr stark zu b-Farbe. Meiner geht also zu Herrn Bernhöft in die Farbprüfung.
    Beleg 3) Hab ich schon einiges zu gesagt und so will ich mich nicht wiederholen. Mit Ankunftsstempel(n) ist doch alles bestens. 10-fach West, im Ort, portogerecht, mit schönen größen Einheiten ein Schmankerl. Der Michel-Briefkatalog erfasst mehrere Dienste zusammen erst gar nicht und taugt auch sonst nicht die Bohne.
    Die immer noch uneingeschränkte Bibel des Briefesammlers ist der alte Götz-Bedarfsbriefe-Katalog. Der hatte damals (1980) bereits Handeslspreise notiert und nicht Katalogpreise von denen dann gewisse Prozentsätze den Handelspreis wiederspiegeln. Die Werteinschätzungen sind in Fachkreisen auch heute noch gültig, allerdings in Euro die Hälfte und mit ca. 20% geringer angesetzt. Manche Preise sind aber mittlerweile auch überholt und diverse Portostufen werten heute bereits deutlich höher.
    Deine Portostufe wertet im GÖTZ, bei einem Bedarfsbrief(!), 1500,- DM, also 750,- € minus 20% = 600,- € !!!
    Das ist aber hier nicht wirklich ein reiner Bedarf, sondern philatelistisch inspiriert. Wieviel man da in der Einschätzung runter geht, muß jeder selbst wissen. Wären aber manche Sammler damals nicht weitsichtig gewesen, solche Briefe zu versenden, würde es heute vieles gar nicht erst geben.
    Aber du kannst die Briefe ja immer noch ab 5,- € bei ebay einstellen. Das bleibt dir unbelassen

    Viele Grüße,
    Bernhard

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Man kann es auch vernünftig angehen. Es gibt ja auch bei ebay nicht nur dunkelschwarz und hellweis. Man muss nicht alles für einen € einstellen.
    Es gibt durchaus vernünftige Wege, auch bei ebay gute Stücke zu ordentlichen Preisen zu verkaufen ohne bei Nichtverkauf einen müden Cent zu zahlen.
    Beispiel: Man stellt zu einem Preis ein der auch deutlich über der Schmerzgrenze liegen kann und macht das Angebot des Preisvorschlags, den man bei einem Angebot nicht annehmen muss.
    Meistens kommen da vernünftige Angebote.

    Bei den Götz-Bewertungen ist zu beachten, dass die Preise aus 1980 stammen und die Tendenz war seither bekanntlich nicht immer nach oben.
    Außerdem bewertet Götz auch Belege, die noch nie einer gesehen hat (auch er nicht) - da wäre dann Luft nach oben. Unikate und Neu-Funde bisher unbekannter Belegarten gehen leicht durch die Decke.

    Einfach mal zu einem dicken Preis einstellen und Preisvorschlag zulassen. Kostet nichts, aber man weiß dann oft was die Sachen wert sind.
    Ein völlig kostenloser Wert-Check!
    Geändert von fricke (29.08.2016 um 22:31 Uhr)

  7. #7
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    Guter Vorschlag von Fricke!
    Aber Sven, du solltest auch bedenken, dass man dann nur die Wertvorstellungen einiger eBayer erhält. Das bedeutet noch lange nicht, dass deine Belege das auch wert sind
    Wenn du den ungefähren Wert einer Sache kennst, kannst du ja selbst entscheiden, ab wann dir ein Verkauf Spaß macht. Wenn man günstig eingekauft hat, kann man ja auch mal unter dem regulären Wert/Handelspreis anbieten.

    Nur noch eine Antwort bezüglich GÖTZ-Bewertungen. Die allermeisten Einschätzungen liegen auch heute noch richtig. Für die Verwendung von Kontrollratswerten und die der Bizone konnte man in den letzten 10 Jahren massenhaft Auktionszuschläge verbuchen, die über meiner vorherigen Berechnung lagen. Sehr oft wirklich zu Liebhaberpreisen, dass selbst ich nur den Kopf schütteln kann. Aber wenn da nicht nur ein Interessent ist und mehrere Bieter ein Stück unbedingt wollen, ist nach oben häufig kein Limit. Solche Belege bewertete Herr Götz natürlich, aber dann meist mit LP (Liebhaberpreis) oder wenn monetär, dann im Verhältnis zu anderen Preisen vergleichbarer Stücke. Anders gehts nunmal nicht.
    Bei nie oder fast nie gesehenen Belegen, könnte ich allein aus meiner Sammlung einige nennen, deren Bewertung auch mir schwer fällt. So zum Beispiel: Einschreibe-Ortsbrief über 500 Gramm, Eilboten-Einschreiben-Landzustellung, Eilboten-Einschreiben-Rückschein 1. GS MeF, Eilboten-Einschreiben-Rückschein 2. GS, Eilboten-Einschreiben-Rückschein-Landzustellung, 10-fach Massenfrankatur von über drei Bögen (310 Marken) als Orts-Einschreiben Berlin oder Ganzsache P950 als Auslandskarte per Eilboten-Einschreiben in einer Erbschaftssache.
    Sowas und ähnliche Belege sind doch Dinger, die siehst du im Leben wenn du Glück hast einmal. Da ist jede Preisbewertung eine reine Momentaufnahme der Nachfrage. Wenn überhaupt.

    VG,
    Bernhard

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