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Thema: BPP Zusatz

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von philophilia
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    BPP Zusatz

    Hallo,

    ich hätte mal eine Frage aus aktuellem Anlass. Falls zu elementar, bitte ins entsprechende Forum verschieben.

    Ich habe gesehen, dass bei eine meiner Marken, die ich seinerzeit bei einem Händler auch mit Zusatz " geprüft" erstanden hatte, der Zusatz BPP hinter dem kleinen Prüfstempel fehlt ( PICKENPACK ) . ( Abb steht bei Eisenbahnmarken im Bereich Fiskalmarken )

    Deshalb hier meine Fragen

    1) Ist der BPP eigentlich die einzige authorisierte Prüforganisation bei uns ?
    2) Muss der BPP Zusatz auf dem Püfstempel vorhanden sein, damit es erkennbar authentisch ist ( weiss jetzt nicht, wie ich das korrekt formulieren soll, aber Ihr wisst sicher was gemeint ist :-)

    Ist jetzt nicht so entscheidend, weil war keine so teure Marke, aber wäre auch für zukünftige Kauferwägungen ganz hilfreich, so etwas zu wissen.

    Danke schonmal !

    LG R.
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  2. #2
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    "Authorisiert" ist keine Prüforganisation. Jeder dazu befähigte Mensch auf der Erde darf Briefmarken prüfen. Die Frage ist, was vom Prüfergebnis zu halten ist. Unabhängig vom Prüfergebnis ist der Kaufvertrag zu erfüllen, d.h. "echt" ist dann "echt", wenn die Marke echt ist, und nicht der Prüfer das so bestimmt hat.

    In Deutschland gibt es zwei Prüfverbände, deren Prüfungen allgemein anerkannt sind: der BPP (Bund Philatelitsischer Prüfer) und der VP (Verband Philatelistischer Prüfer).

    Das sind eingetragene Vereine, die neue Prüfer nur nach einer strengen Aufnahmeprüfung aufnehmen. Ausserdem legen die Verbände gewisse Mindeststandards fest, z.B. eine Prüfordnung und eine Versicherungspflicht für jeden Prüfer. Näheres siehe Webseiten der Verbände.

    Die in den Verbänden organisierten Prüfer dürfen dann auch den Zusatz "BPP" bzw. "VP" verwenden. Nun kann es passieren, dass ein Prüfer aus dem Verband ausscheidet, z.B. aus Altersgründen. Natürlich darf er als "privater Prüfer" weiterprüfen, aber den Zusatz nicht mehr verwenden.

    Die Erfahrung zeigt, dass man den Prüfergebnissen im allgemeinen trauen kann. Es gibt natürlich immer Einzelfälle, wo Prüfer daneben lagen, aber Prüfer sind auch nur Menschen, die Fehler machen können.

  3. #3
    Deutschland 1933 - 1949 Avatar von Kontrollratjunkie
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    Der Zusatz "BPP" für "Bund der philatelistischen Prüfer" wurde m.E. erst Mitte der Siebziger des letzten Jahrhunderts eingeführt. Vorher signierten die Verbandsmitglieder nur mir ihrem Namen. Da kommt es dann darauf an, ob die Signatur echt ist. In erster Linie ist natürlich die Echtheit des Prüfstückes entscheidend....
    Die genannte Marke des Generalgouvernementes trägt m.E. eine authentische Signatur von Werner Pickenpack und wurde vor dieser Festlegung signiert.

    Hier noch der Link zum genannten Prüfverband: https://www.bpp.de/de/

    Gruß
    KJ

  4. #4
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    Eine andere Frage ist, ob die gezeigte "Feldeisenbahnmarke" überhaupt ein Postwertzeichen im Sinne der Prüfordnung ist. Nur diese fallen unter die Prüfordnung und dürfen mit dem Zusatz "BPP" oder "VP" signiert werden.

  5. #5
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    Ein Prüfstempel ist glaube ich, nicht immer verpflichtend für eine Prüfung, weil manche Sammler möchten das lieber ohne Stempel. Zu diesem Thema Briefmarkenprüfung gibt es inzwischen einen guten Wikipedia-Artikel und auch einen für BPP. Damit sollte klar werden, dass es noch andere Prüfungsorganisationen gibt.
    Es gibt aber auch Briefmarkenprüfer die von der Handelskammer als Sachverständige gelten, das ist aber nur ein kleinerer Teil dieser BPP-Prüfer.
    Geändert von thmsfrst (10.06.2016 um 14:03 Uhr)

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von philophilia
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    Danke sehr !

    LG R.
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