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Thema: Brief Schweiz-Südwestafrika 1918

  1. #1
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    Brief Schweiz-Südwestafrika 1918

    Hallo, liebe Sammler, ich bin leidenschaftlicher Destinations-Sammler und habe kürzlich diesen Brief von Bern nach Windhoek, Südwestafrika von 1918 erworben, hier vor und Rückseite des Briefes:

    Name:  H683 Windhoek, SWA Brief 1917 back.jpg
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Größe:  96,5 KBName:  H683 Windhoek, SWA Brief 1917.jpg
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Größe:  97,9 KB

    nun meine Frage: der Brief wurde weitergeleitet (mit rotem Stift) nach Post-Karib....., ich dachte zuerst an Kariba, aber Kariba am Lake Kariba entstand ja erst nachdem der Damm dort gebaut wurde, ca. 1955, auf der Rückseite des Briefes hat es noch einen Stempel welcher mit Ka... anfängt, leider ist der Stempel zu wenig deutlich, weiss jemand welcher Ort damit gemeint ist?

    schon mal besten Dank für eine Antwort und mit bestem Sammlergruess aus der Schweiz

    jass01

  2. #2
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Der Brief ging nach Karibib.

    Es handelt sich um einen Brief aus Deutschland, der über das Internationale Friedensbüro in Bern in das besetzte Deutsch-Südwestafrika ging. Das war eine der wenigen Möglichkeiten Briefe über die "Front" hinweg zu versenden.

  3. #3
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    Besten Dank Herr Krieg für die schnelle Antwort, ohne das Forum würde ich immer noch "hirnen" .....

  4. #4
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    Hallo,
    vielleicht noch zur Ergänzung. Der Brief trägt u. a. rückseitig den nicht häufigen Gummi-Ankunftsstempel "Klein Windhoek", der als Provisorium nicht sehr lange in Gebrauch war. Bemerkenswert ist auch die offenbar lange Laufzeit, denn der Brief wurde in Bern am 30.11.1917 abgeschickt, kam in Windhoek aber erst genau ein Jahr später an, nämlich am 30.11.1918 und in Klein Windhoek dann am 3. Dezember. Dort wurde er an eine nicht mehr aktuelle Postbox zugestellt, zurückgegeben am 4.12.1918 und nachgesandt nach Karibib, wo er am 5. Dez. 1918 ankam. Der Adressat war, obwohl er bei der Übergabe 1915 die Parole unterzeichnet hatte, im Jahr 1918 noch interniert im Offizierslager Okawayo, ca. 15 km von Karibib entfernt, dem ehemaligen Pferdedepot der Schutztruppe. Später war er auf Hausarrest in Etiro, ebenfalls in der Nähe von Karibib. Absender ist übrigens der Weltkriegsgeneral Albert Freiherr von Könitz, der stellvertretende Kommandant des 3. Bayerischen Armeekorps. Er wurde am 9. Nov. 1918, just 3 Wochen vor Ankunft seines Briefes von Soldatenräten im Rahmen des Militäraufstands entlassen. Aus dieser Korrespondenz sind mehrere sehr ähnliche Briefe bekannt, die alle sehr lange Laufzeiten aufweisen.

    Gruß

    W.
    Geändert von Welwitsch (10.06.2016 um 09:34 Uhr)

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