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Thema: Wirtschaftliche Probleme im Briefmarkenhandel ?

  1. #1
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    Wirtschaftliche Probleme im Briefmarkenhandel ?

    Offenbar ausgelöst durch überteuerte Akquisitionen und nunmehr ausbleibende Nachfrage aus Asien kämpft der börsennotierte Londoner Händler Stanley & Gibbons ums Überleben. Die letzte Hoffnung ist eine massive Kapitalerhöhung, die Entwicklung des Aktienkurses erinnert fatal an Neue Markt-Verhältnisse.

    http://www.telegraph.co.uk/finance/m...g-options.html

    Hoffentlich ist das kein böses Omen für den aktuell durch Akquisitionen wachsenden Gärtner-Konzern hierzulande.

  2. #2
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Ich denke das mit SG ist mehr hausgemacht. Das Ladengeschäft in der teursten Ecle von London kostet sicher Unsummen und Laufkundschaft kommt da kaum rein um die Unkosten zu decken. Als ich das letzte mal dort was waren 4 Verkäufer drin, an Kunden nur ich (und meine Frau)...
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  3. #3
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    @ Hugo

    Stanley Gibbons hat in den letzten Jahren in Bereichen ausserhalb der Philatelie zugekauft und sich dabei verhoben. Hier einige Beiträge aus den letzten Jahren:

    http://www.philaseiten.de/cgi-bin/in...ST=1345&page=0

    Zudem wurden Werterhaltungs-Garantien für verkaufte Briefmarken gegeben oder gar Rückkäufe von Briefmarken mit Mindestgarantien vereinbart. Basis waren die Marktpreise des eigenen Katalogs, die natürlich beeinflusst werden konnten. Dies erinnert sehr an die Briefmarken Wertpakete von H.C. Schwenn.

    Die Bilanz per 31.3.2016 ist auf der Seite der Börse London noch nicht veröffentlicht. Ich bin sehr gespannt, wie diese aussehen wird:

    http://www.londonstockexchange.com/e...628438JEGBXAIM

    Der Aktienkurs kann hier eingesehen werden:

    http://www.ariva.de/stanley_gibbons-aktie

    Schöne Grüsse, Richard
    Richard Ebert Philaseiten AG, 88299 Leutkirch
    Datenbanken Philastempel, Inflaseiten, Philawert, Briefmarken-Atteste
    Mitglied BDPh, AIJP (Internationaler Verband der Philatelie Journalisten)

  4. #4
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    Zitat Zitat von PhilaSeiten.de Beitrag anzeigen
    @ Hugo

    Stanley Gibbons hat in den letzten Jahren in Bereichen ausserhalb der Philatelie zugekauft und sich dabei verhoben.

    Zudem wurden Werterhaltungs-Garantien für verkaufte Briefmarken gegeben oder gar Rückkäufe von Briefmarken mit Mindestgarantien vereinbart. Basis waren die Marktpreise des eigenen Katalogs, die natürlich beeinflusst werden konnten. Dies erinnert sehr an die Briefmarken Wertpakete von H.C. Schwenn.

    Die Bilanz per 31.3.2016 ist auf der Seite der Börse London noch nicht veröffentlicht. Ich bin sehr gespannt, wie diese aussehen wird:
    Die Probleme bei SG rühren laut Pressemitteilungen der Firma nicht nennenswert aus diesen genannten Werterhaltungsgarantien, sondern aus den von mir bereits genannten Feldern.
    Die Bilanz zum 31. März wurde in den Vorjahren immer im Juni veröffentlicht, da sich aber dieses Jahr der bisherige Wirtschaftsprüfer geweigert hat, die Bilanz weiter zu testieren, könnte es dieses Jahr auch noch etwas länger dauern, denke ich.

  5. #5
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    Wirtschaftliche Probleme im Briefmarkenhandel ?

    Soll das was "Neues" sein ?
    Standartware geht "leider" im Prinzip gegen "null" ,mittlere Ware geht es fast ebenso!Einzige Ausnahme sind,wie so oft,die Prunkstücke und Raritäten als Sachsen Drei,Bayern Einser und möglichst auf Briefstück.
    Das China eine Ausnahme ist,kann darauf zurückgeführt werden das Briefmarken-und das Sammeln von Gegenständen der Vorrevolution allgemein als Bourgeoisie getadelt worden sind und dementsprechend hinterher ihren Markt fanden.Die Marktbereinigung weltweit wird weitergehen!!!

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Es erfüllt mich mit allergrößter Sorge, dass einige der Auktionatoren, die an jedem zugeschlagenen Stück fast die Hälfte an Provision einstecken wirtschaftliche Probleme haben sollen.
    Ich glaube, dass bei manchen Inhaber einiger großer Auktionshäuser solche Sorgen ein sehr mildes Lächeln auslösen würden.
    Die Bilanzen mancher dieser Firmen würden uns wohl in Ehrfurcht erstarren lassen.
    Wenn manche Firmen sich in ihrer Gier verzocken, stört mich das nicht im Geringsten.
    Die Serösen werden bleiben und weiterhin dicke Kohle machen.
    Vielleicht sollte man sich über wichtigere Dinge Sorgen machen als über die Pleite von Gierigen, die den Hals nicht voll bekommen können.

  7. #7
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    Zitat Zitat von fricke Beitrag anzeigen
    Es erfüllt mich mit allergrößter Sorge, dass einige der Auktionatoren, die an jedem zugeschlagenen Stück fast die Hälfte an Provision einstecken wirtschaftliche Probleme haben sollen.
    Ich glaube, dass bei manchen Inhaber einiger großer Auktionshäuser solche Sorgen ein sehr mildes Lächeln auslösen würden.
    Die Bilanzen mancher dieser Firmen würden uns wohl in Ehrfurcht erstarren lassen.
    Wenn manche Firmen sich in ihrer Gier verzocken, stört mich das nicht im Geringsten.
    Die Serösen werden bleiben und weiterhin dicke Kohle machen.
    Vielleicht sollte man sich über wichtigere Dinge Sorgen machen als über die Pleite von Gierigen, die den Hals nicht voll bekommen können.
    Aber hier wird wieder einmal der Gedankenfehler gemacht: Provision = Gewinn

    Leider haben auch Auktionshäuser keinen Goldesel, der ihnen die Kataloge und das Büro spendiert. Wer zahlt die Reisespesen zum Einlieferer? Und nicht jeder Hausbesuch führt gleich zu einer Einlieferung. Dann müssen die Kataloge gedruckt und verschickt werden, bei manchen Häusern in fünfstelliger Auflage und natürlich auch in das Ausland. Ein Büro muss auch besetzt sein, denn wenn Du anrufst, muss der fachkundige Philatelist sofort Zeit für Dein Anliegen haben. Ahnung muss der Philatelist auch haben, denn niemand möchte Fälschungen oder falsch beschriebene Lose in einem Auktionskatalog sehen. Solche Leute arbeiten nicht umsonst.

    Und Platz für Deine Einlieferung "Nachlass in zehn Bananenkartons" muss auch sein. Ein Wachdienst ist auch sinnvoll.
    Während der heissen Phase kurz vor der Auktion und nach der Auktion wird mehr Personal gebraucht, Dann willst Du Deinen Auktionator gerne auf der Messe sehen. Wer zahlt die Hotelspesen?

    transylvanier hat es im vorletzten Beitrag schon treffend geschrieben, worunter auch Auktionshäuser leiden: "Standardware geht leider im Prinzip gegen null".
    Vor 30 Jahren war einem Auktionator der Umsatz mit den Anfangssätzen Bund/Berlin eigentlich garantiert, eine postfrische Marienkirche brachte immer zwischen 200 und 250 DM. Heute kommt besseres Material als Beigabe in die Kartonposten, damit die überhaupt verkauft werden.

    Z.B. hat Rauhut bei Standard-Material (der typische Bund/Berlin/DDR-Nachlass) eine Abverkaufsquote von unter 20%. Natürlich kann man sich fragen, "warum schleppt er das Zeug überhaupt an?" Andere Kollegen betreiben vielleicht mehr Rosinenpickerei, oder rufen zum Schleuderpreis aus, damit die Ware garantiert verkauft wird. Dann geht aber wieder das Geschreie los, die Auktionatoren sind alles "Abzocker", die den Einlieferer übers Ohr hauen.

    Ich bin der Meinung, dass es der Briefmarkenhandel wirklich nicht einfach hat. Natürlich machen sich manche Händler das Leben unnötig schwerer, als es ohnehin ist. Ohne Handel ist aber die Philatelie nicht überlebensfähig.

  8. #8
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    Zitat Zitat von fricke Beitrag anzeigen
    Die Serösen werden bleiben und weiterhin dicke Kohle machen.
    Lieber Fricke - Das ist eine ganz schöne Unterstellung. "Dick Kohle machen." Das stimmt für kein Auktionshaus und ich verstehe nicht, was für eine Einstellung zu so einer Aussage führen kann. Das ist harte Arbeit und wir können alle froh sein, dass es noch immer so viele tolle Auktionatoren in Deutschland gibt.

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Ich habe nicht behauptet, dass ich den Auktionatoren ihr Geschäft nicht gönne und dass ich ihre Leistung nicht respektiere. Auch trägt der selbständige Unternehmer natürlich immer ein Risiko und hat den Stress.
    Ich denke aber es wird auch sehr gut bezahlt und die Herren Felzmann, Schlegel, Rauhut und co. werden über die beiden vorstehenden Beiträge doch sehr, sehr milde lächeln. Ich auch.

  10. #10
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Nachdem ich vor einiger Zeit mal einige Informationen über die Kosten und Aufwände eines Auktionshauses von einem Auktionator bekommen konnte, muss ich leider feststellen, dass ich das Gefühl habe, dass hier Biertisch- (Tauschtisch-) parolen gepflegt werden. Ich vermute, dass Fricke nicht ansatzweise Wissen darüber hat, über welche Zahlen er schreibt.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


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