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Thema: Erfahrungen mit Fälschungen auf Tauschtagen, Messen ect.

  1. #11
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    @Briefmarkentor
    Von Fälschungen finde ich im Ehrenkodex nichts. Wohl aber den interessanten Satz "nach bestem Wissen und Gewissen".

    @Harald Krieg
    Leider muss ich Dir zu 100% zustimmen, denn ich teile Deine Erfahrungen.
    Ein Händler, der bei einem Land 80% Fälschungen auf den Karten hatte und das auch beim nächsten Tauschtag nicht ausgesondert hatte, bringt jetzt einfach das ganze Land nicht mehr mit zum Tauschtag.

    Auch den Spruch "Sie sind kein Prüfer" hört man dauernd. Peinlich, wenn man den Prüfer als Begleiter dabei hat.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  2. #12
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    Hallo Harald Krieg,

    vielen Dank für diesen Beitrag, der sich auch mit meinen Erfahrungen deckt.

    Es ist und bleibt ein Trauerspiel. Das Thema Fälschungen / Verfälschungen scheint einem Teil der Sammler nicht bewusst oder egal zu sein. Tauschordnungen und Kodexe erweisen sich als stumpf und sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Sammler, die auf Missstände aufmerksam machen, werden wahlweise mit folgenden Sätzen abgebügelt:

    - Kenne mich mit dem Gebiet nicht aus.
    - Sind Sie Prüfer?
    - Wer sammelt denn das Gebiet überhaupt?
    - Wer außer wenigen kennt sich denn überhaupt mit diesem Gebiet aus?

    Die Ironie am Beispiel von Harald Krieg. Der Händler wusste sehr wohl, was er anbietet.

    Worin wir wenigen Beitragsschreiber uns einig zu sein scheinen, ist die Informations- und Prüfungspflicht des Käufers nach seinen Möglichkeiten. Diese Möglichkeiten sind aber gerade bei Neueinsteigern in das Hobby bzw. in ein Gebiet gering.

    Worin wir uns uneins sind ist die Sorgfalts- Informations- und Prüfungspflicht des Verkäufers, bzw. Tauschpartners.

    Bleibt für mich die Frage, ob sich allgemeine Aufklärungsarbeit zum Beispiel über Internetforen bei dem scheinbar großen Desinteresse überhaupt lohnt oder ob man diese besser gezielt für einen kleinen Kreis in den Veröffentlichungen entsprechender ARGEN leistet.

  3. #13
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Zitat Zitat von Briefmarkentor Beitrag anzeigen
    Bleibt für mich die Frage, ob sich allgemeine Aufklärungsarbeit zum Beispiel über Internetforen bei dem scheinbar großen Desinteresse überhaupt lohnt oder ob man diese besser gezielt für einen kleinen Kreis in den Veröffentlichungen entsprechender ARGEN leistet.
    Das ist eine gute Frage! Meine Antwort - Ja, auch allgemeine Aufklärungsarbeit lohnt sich!

    Allerdings muss man sich dabei im Klaren sein, dass man Du die recht kleine Gruppe erreicht, die sich dafür interessieren. Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass man die Sammler im Ganzen erreicht, oder auch nur die Hälfte. Meiner Meinung nach kann man noch den größten Anteil der Sammlerschaft über einen Artikel in der „philatelie“ erreichen. Bei einer Auflage von ca. 40.000 werden einen Artikel über Fälschungen je nach Gebiet nach meiner Schätzung zwischen 15 und 30% der Bezieher lesen. Man kann also immerhin im Idealfall um die 10.000 Sammler erreichen. In Internetforen erreicht man weniger, aber dafür noch andere und die Informationen sind über Suchmaschinen längerfristig verfügbar.
    Das effektivste wäre also eine ausführliche Veröffentlichung in einem Internetforum und dann ein kompakter Artikel in der „philatelie“.

    Neue Erkenntnisse sollten dann natürlich auch in der entsprechenden ArGe veröffentlicht werden, da erreicht man natürlich deutlich weniger Sammler, aber diese sind natürlich wesentlich interessierter.

  4. #14
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Ich denke wir sind uns einig, dass beide Seiten Sorgfalts- Informations- und Prüfungspflichten haben.
    Inwieweit, jeder das Wissen dazu hat und das Wissen, wie man danach ggf. suchen kann, sei dahingestellt.
    Den unbedarften Sammler, der nicht bis ins Detail recherchiert, weil ihn der Ansatz dazu fehlt, kann man mit Informationen unterstützen.
    Schlimmer sind die Schlitzohren, die das Wissen haben, aber trotzdem und gezielt versuchen den Müll an den Mann zu bringen.
    Da kann man niemandem verdenken, wenn er das angeprangert.

    Aufklärungsarbeit kann sich nicht danach richten, ob und wieviele man erreicht. Aufklärungsarbeit lohnt sich immer, weil Wissen gesammelt wird, was sonst im verbogenen verkümmert.
    Aufklärungsarbeit im Forum "BDPh-Fälschungserkennung" oder im Kompass kostet nichts und stört niemanden.
    Gerade im Forum kommt das gesammelte (Fälschungs-)Wissen rund um ein Gebiet zusammen und kann von Wissenden ergänzt werden.
    Allein schon die Möglichkeit, bei einem Hinweis an einen Verkäufer ein Link zum Thread anzuhängen, ist ein Grund dort zu dokumentieren - man spart sich unnötige Wiederholungen.
    Darum kann ich immer nur betteln, bitte teilt euer Wissen über Fälschungen durch Beiträge im Forum "BDPh-Fälschungserkennung" oder im Kompass.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
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  5. #15
    Deutschland 1933 - 1949 Avatar von Kontrollratjunkie
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    Zitat Zitat von Michael Lenke Beitrag anzeigen


    Aufklärungsarbeit kann sich nicht danach richten, ob und wieviele man erreicht. Aufklärungsarbeit lohnt sich immer, weil Wissen gesammelt wird, was sonst im verbogenen verkümmert.
    Aufklärungsarbeit im Forum "BDPh-Fälschungserkennung" oder im Kompass kostet nichts und stört niemanden.
    Gerade im Forum kommt das gesammelte (Fälschungs-)Wissen rund um ein Gebiet zusammen und kann von Wissenden ergänzt werden.
    Allein schon die Möglichkeit, bei einem Hinweis an einen Verkäufer ein Link zum Thread anzuhängen, ist ein Grund dort zu dokumentieren - man spart sich unnötige Wiederholungen.
    Darum kann ich immer nur betteln, bitte teilt euer Wissen über Fälschungen durch Beiträge im Forum "BDPh-Fälschungserkennung" oder im Kompass.

    ml
    Natürlich bringt Aufklärung in welcher Form auch immer in jedem Fall etwas. Und wenn nur ein unbedarfter Sammler vor einem gierigen Tauschtagbetrüger bewahrt wurde, hat es sich schon gelohnt.
    Leider muss ich in diesem Zusammenhang wieder auf die allseits bekannte Forenproblematik hinweisen. Es ist ja nicht so, dass es keine aufklärende Beiträge in diversen Foren geben würde. Auf Anhieb fallen mir mindestens zwei Foren und ein paar andere Seiten ein, auf denen schon entsprechend publiziert wird. Nur wenn man es nicht zulässt, miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig durch Verlinkungen auf bereits getane Arbeit zu verweisen, wird sich niemals eine hinreichende Aufklärungskultur entwickeln können. Und natürlich erreicht man mit Beiträgen im Internet zumindest derzeit nur einen Bruchteil der Sammler. Aber das Netz vergisst nichts und ich baue da auf die Zukunft und sehe heute in dieser Hinsicht geleistete Arbeit als lohnende Investition in die Zukunft an. In eine Zukunft, deren positive Gestaltung unser schönes Hobby bitter nötig hat !

    Nur zu "betteln" bringt da leider wenig, Kooperation ist gefragt. Nur ob das in dieser Forenlandschaft jemals gelingen wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Gruß
    KJ

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