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Thema: 1875: Basel/Paketpost, Badischer Bahnhof, Wiechs b. Schopfheim = Nachnahme. Wer hilft?!

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Schmuggler44
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    1875: Basel/Paketpost, Badischer Bahnhof, Wiechs b. Schopfheim = Nachnahme. Wer hilft?!

    Guten Tag,
    der unten abgebildete Beleg aus der Schweiz, als Nachnahme von einer schweizer Paketpostaufgabe via Basler Bahnhof/Badischer Bahnhof nach Wiechs b. Schopfheim.
    Es ist mir bekannt, dass zu dieser Zeit die Nachnahme/Auslage noch nach dem Fahrpost-/Paketposttarifen berechnet wurden.
    Es ist mir bekannt, dass sich der Vorgang vermutlich im sog. Grenztarif (RL) bzw. Localtarif der Paketpost befindet.
    Kurz:
    - Wer kann mir die Taxierungen von schweizer oder auch deutscher Seite erklären?
    - Warum ist keine schweizer Portoberechnung von der Fahrpost -/Paketpostaufgabe bis zum Badischen Bahnhof erkennbar?

    Danke für Ihre Informationen!


    Name:  1875 28.IV.  Basel- Wiechs bei Schopfheim; ex E. Wickersheim.jpg
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  2. #2
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    Hallo Schmuggler44, ich habe erst heute den Beitrag gelesen. Vorab : ich bin kein Experte der Schweiz. Fahrpost, bin aber im Besitz der Tarifzusammenstellung vom 1.1.1870, die bis 30.8.1876 gültig war. Auf Grund dieser Aufstellung versuche ich, die roten Taxvermerke der Schweiz zu deuten: Grundtaxe für jedes Stück 10 Rp. + 20 Rp. Entfernungsstufe I ( bis 5 Wegstunden = ca. 25 KM ) + 5 Rp. Werttaxe ( bis 100 Fr. ins Ausland ) ergibt die notierten 35, die dann zum Nachnahmebetrag von 30 Cent. addiert wurden =rote 65. Damit war das Porto von Basel nach Wiechs abgedeckt. Der Stpl- Basel Badischer Bahnhof ist ein Schweiz. Duchgangsstempel, zu den Blauen Taxierungen in D kann ich nichts beitragen ( vielleicht Umrechnung von Rappen in Pfennige ). M.W. gab es bei der Fahrpost keinen Grenzrayon.
    Herzl. Grüße Briefefan

  3. #3
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    Guten Morgen Briefefan -

    erst einmal vielen Dank für den Beitrag.
    Ja, die schweizer Interessens- und Fahrpostunterlagen sind rar ...
    Wir sind auf preussischer Seite im Hintergrund auch etwas weiter gekommen. Ich melde mich wieder, wenn wir mehr wissen.
    Vorab: es gab zu dieser Zeit z.B. den vergünstigten "Local-Tarif", u. a. zwischen "den gegenüberliegenden Grenz-Postämtern" - sie sind namentlich genannt.

    Mail?!: R.1Linden@web.de

    Gruß aus dem Sonnenschein!

  4. #4
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    Guten Morgen Briefefan -

    da wir in der ArGe die schweizer Unterlagen zum Fahrpostvertrag nicht haben bzw. bisher nicht bekommen haben : könntest Du mir diese für das Jahr 1874/1875 scannen, speichern und senden?
    Die Email-Adresse habe ich im 2. Posting genannt.
    Kann ich Ihnen gegebenfalls mit den deutschen Unterlagen zum gleichen Zeitraum behilflich sein?!
    Dann bitte Ihre Email-Adresse.

    Wir waren bisher immer der ungeprüften Meinung, dass sich die beidseitigen Verträge/Vereinbarungen auch beidseitig identisch sind.
    Könnte sich als Irrtum herausstellen .... :-((

  5. #5
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    Guten Morgen - und einen angenehmen 3. Advent -

    dank der Unterstützung von @Briefefan wissen wir in der ArGe aktuell, dass es für eine Nachnahme-/Auslagen-Sendung zu dieser Zeit von schweizer Seite nach dem D.R.(?) möglich war, eine Nachnahme-/ oder Auslagen-Sendung per Briefpost oder Fahrpost zu senden. Die Regularien dazu "dürfen" wir jetzt suchen, da es von deutscher Seite solch eine Regelung nicht gibt; es ist im Auslandsverkehr immer der Paketpost-Tarif anzuwenden.
    Ferner wissen wir jetzt, dass Porto und Gebühr auf "5" gerundet werden müssen - bei dem Geld- oder Werth-Betrag aber immer exakt auf Pfennig-/und Rappen-genau gerechnet wird.
    Die teilweise schwindelerregenden Vermutungen und Veröffentlichungen zum "Badischer oder Basler Bahnhof", es war dem Postamt in Lörrach ZdA unterstellt, sind weniger spannend: es war ein nicht-selbständiges Verwaltungs-Postamt, welches den starken Durchgangsverkehr von und nach der Schweiz als auch in oder aus der Schweiz bearbeitete. Eine selbstständige Tätigkeit im Sinne einer Postschalter-Annahme und -Bearbeitung war nicht vorgesehen; nachträgliche Entwertungen mit dem Stempel sind möglich und meist nur als Zufall zu betrachten.

    So viel und wenig für heute - demnächst hoffentlich mehr.

  6. #6
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    Frohe Weihnacht! Überall ...

    Kann mir einer der Leser ein "Übereinkommen zwischen Baden und der Schweiz" vom 25. August 1874 zum Thema "Regulierung des Grenzpostverkehrs zwischen Baden und der Schweiz" benennen? Da das Übereinkommen beidseitig war, kann es auf schweizer Seite ebenso wie auf badischer Seite vorliegen bzw. bekannt sein.
    Wer kann liefern oder informieren?!

  7. #7
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    Auch das Postvertragsprojekt würde sich über eine Information freuen...

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  8. #8
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    Hallo Briefefan

    meines Wissen war die schweizer Währung der französischen "gleichgestellt". Damit dürften 3 f 70 = 3 Mark entsprechen.
    Werden die 30 Rappen in Pfennige reduziert ergibt sich 25 Pfennige und die 35 Rappen = 29 Pfennige, was insgesamt 54 Pfennige sind.
    Damit ist die Vermutung richtig, dass es eine Umrechnung ist.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf
    Suche Belege von/nach/durch Magdeburg bis 31.12.1867

  9. #9
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    Guten Morgen -
    Sind Alle wieder an Bord?!

    @Briefefan: Gestern Abend kam zu Deiner Frage eine weitere Info, welche die Darstellung von @Magdeburg bestätigt und ergänzt:

    "Der Rappen war die Untereinheit des Schweizer Franken. Der Centime war die Untereinheit des Französischen Franken. Die Lira oder Centesimi war die Untereinheit der italienischen Währung. Der griechische Lepton, der rumänische Bani und der serbische Para waren die Währungsuntereinheiten der genannten Länder. Alle hatten zur damaligen Zeit eines gemeinsam: Ihr Wert war gleich. Im internationalen Postverkehr wurde mit dem französischen Franken, d. h. bei kleinen Porto- und Gebührenbeträgen mit dem Centime gerechnet. Das Umrechnungsverhältnis aller genannten Währungen zur Reichsmark war 1,25 : 1, d. h. 1 Franken waren 80 Pf. bzw. 1,00 Mark waren 1,25 Franken." Das war der Stand von 1875 und für die nachfolgenden Jahre zur Frage "Der Unterschied zwischen schweizer Rappen und Cent?".

    Meine Anfrage von Gestern wegen der beidseitigen "Vereinbarung" liegt als Antwort aber noch nicht vor ....
    Geändert von Schmuggler44 (27.12.2015 um 11:12 Uhr) Grund: Fehler

  10. #10
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    Irgendwie schien der gestrige "Tatort" nicht so spannend zu gewesen zu sein - die Rückantworten häufen sich:

    "... dass mit der Schweizer Nachnahme bis 50 Franken und über 50 Franken steht im "Bundesgesetz über die Posttaxen vom 6. Hornung 1862", in Kraft ab 1. Juli 1862, revidiert am 13. Juli 1871 und 23. März 1876, beide in Kraft jeweils ab 1. September. Ab 1. September 1876 betrug die Mindestprovision dann nicht mehr 10 Rappen, sondern 30 Rappen - der Höchstbetrag wurde dann von 50 auf 300 Franken verändert."

    Hintergrund:
    Es wurde irgendwo und -wie behauptet, dass die schweizer NN-/Auslagen-Sendungen bis 50 Franken zu dieser Zeit NICHT der Fahrpost, sondern der Briefpost unterliegen. Diese Information würde die bisherige Vorgehensweise zwecks Rätsel-Auflösung in unserem Fall wesentlich verändern - und "wir" müssen neue Lösungsansätze suchen ...

    Es ist mir bis jetzt unverständlich, wie eine beidseitige Vereinbarung per Postvertrag von 1868 nur ca. 7 Jahre später so unterschiedlich gehandhabt wird.

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