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Thema: Tageslichtlampen zur Farbprüfung, Eigenbau, Erfahrungen & Empfehlungen

  1. #1
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Tageslichtlampen zur Farbprüfung, Eigenbau, Erfahrungen & Empfehlungen

    Das Thema wurde hier schon das eine oder andere mal diskutiert, möchte diese Diskussion aber wieder mal hervorholen und würde bitten dies NUR auf das Thema Tageslichtlampen zu beschränken.

    Ich möchte mir einen Farbprüfplatz mit lichtdichtem Vorhang und Tageslichtlampe bauen. Was ist da an Lampe empfehlenswert? Auf einige Euro rauf und runter kommt es mir weniger an, wichtig ist dass die Lampe gut ist und nicht zu sehr altert….

    Hat jemand einen zweckmäßigen Bauplan für so einen Kabine oder einfach eine halbrunde Vorhangschiene an die Decke, Vorhang und Lampe dran, fertig?
    Geändert von Rainer Fuchs (04.08.2015 um 12:19 Uhr)
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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Ben 11
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    Hallo Rainer,

    klare Frage, klare Antwort: Zitat aus ISO 3664 "Kriterien für die Abmusterung in der Reprografie und Drucktechnik"
    ... für die visuelle Farbabstimmung von Aufsichts- und Durchsichtsvorlagen ... wird eine Lichtquelle der Normlichtart D50 verwendet.
    Für die normale Anwendung in einer "Abmusterungskabine" können z.B. 2 x 20W Leuchtstoffröhren D50 (5000 Kelvin) eingesetzt werden. Zusätzlich ist eine 20W UV Leuchtröhre F20 T12 für optische Glanzmittel, Aufheller oder Fluoreszenzfarben möglich. Die Umgebung sollte neutral matt-grau sein (Chroma <2).

    Es gibt im Handel fertige "Abmusterungskabinen" in Schreibtischgröße und zusammen klappbar (wenn Geld kaum eine Rolle spielt). Man kann sich aber auch selbst eine Basteln.
    Auf einen Vorhang kannst Du also verzichten.

    Viele Grüße, Ben.
    stay curious.

  3. #3
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Hallo Ben,

    Danke, das ist doch mal eine Antwort.

    Als Hobbybastler kann ich mir so eine Kabine problemlos selbst basteln...., dann benötige ich nur noch Lampenfassung und Lampe..., kosten zusammen bei Eigenbau maximal 50 Euro!
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  4. #4
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Ich weiß dass es die Prüfer benützen, auch in Druckereien etc. findet es Verwendung, aber ich bis skeptisch gegen die LEUCHTSTOFFRÖHREN, besonders wenn diese für solche Zwecke verwendet werden sollen.
    Ich kenne zwar nicht die teuren Tageslicht-Leuchtstoffröhren, aber allgemein…
    U. a. habe ich auch von Leuchtturm die "Tageslichtlampe" "OTT-LITE". Aber alles andere als gute Tageslichtlampe! …
    Ich hatte mit Labor-Spetroskop das Licht betrachtet und die L-Röhren-typische "Aussetzer" im Spektrum gesehen. Sprich: Wenn das Spektrum nicht vollständig ist, ist es genau bei den bestimmten Wellenlängen für die bestimmten Farben nicht so ideal.

    Tageslicht-LED-Technik erscheint mir persönlich da besser durch dessen volleres Spektrum und bedeutend billiger. - Wo bitterschön soll zu den Röhren die Nachteile liegen? Sicher kaum bei den Wellenlängen und Farbtemperatur. ......

    Was meinen die Kenner unter euch dazu?

    Grüße

  5. #5
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Jurek,

    das habe ich dazu im Internet gefunden, ohne Garantie dass das so stimmt..., seriös kommt mir das aber schon vor...
    http://www.gtigmbh.de/index.php/de/a.../led-normlicht
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  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Ben 11
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    @ Jurek,
    Ott-Lite ist eine amerikanische Firma, die allgemein Leuchtmittel herstellt. Die Definition von "Tageslicht" kann insebsondere bei preiswerten Produkten relativ weit gefasst werden. Bei der Prüfung von Farben geht es jedoch um ein genaues einzuhaltendes Spektrum, was mit dem Begriff Normlicht (hier D50) definiert wird.

    @Rainer,
    falls Du noch Platz in Deinem Leuchtenkasten hast, kannst Du zusätzlich auch eine Dreibandlampe mit 4000K (z.B. OSRAM LUMILUX Cool White) unterbringen.
    Dieses zusätzliche Normlicht F11 ermöglicht die Unterscheidung von gleich aussehenden Farben bei Metamerie (bei D50 würden solche Farben z.B. keinen Unterschied zeigen).
    Metamere Farben sind Farben, die bei einer bestimmten Beleuchtung gleich aussehen, jedoch unterschiedliche Reflektionsspektren haben - sowenig schnell zur Theorie .

    VG, Ben.
    stay curious.

  7. #7
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Vielen Dank Rainer und Ben für die Infos.

  8. #8
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    Hallo Rainer,

    habe Dir einen Link per Mail gesendet.

    Liebe Grüße,
    Gerald

  9. #9
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Habe die vergangenen Tage viele Informationen erhalten, oft auch von Herstellern professioneller (Farb) Abmusterungskabinen. Die machen fast eine Wissenschaft daraus..., und bei Kosten von 1000 - 1800 Euro so einer Kabine muss ich erst mal passen, auch sind in den Kabinen viele Lampen verbaut die für die Farbprüfung von Briefmarken zunächst mal nicht wichtig sind.
    Die Überprüfung von Metamere Farben welche hier auch schon genannt wurden ist nur durch schnelle Umschaltung der einzelnen Lampen möglich und bei den kleinen Prüflingen wie Briefmarken sehe ich mal davon ab.

    Werde mir daher nur mal zwei 5000K (D50) Lampen beschaffen, die kosten ca. 12 Euro / Stück plus Fassungen... dazu etwas Holz, die genaue graue Farbe welche es auch zu kaufen gibt werde ich erst mal durch alternative graue Farbe ersetzen..., umlackieren kann och immer noch.
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  10. #10
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Das ist genauso oder ähnlich wie bei dem Thema "Mikroskop".
    Um wirklich was Gescheites zu haben musst du um 1000 Euro und oft weit darüber dafür investieren, um quasi in gewissen Kreisen mitreden zu dürfen.
    Die Frage ist aber, ob sich für den jeweiligen und rein persönlichen Zweck und Einsatz das alles lohnt?

    Ich dagegen kaufe mir einfach eine Tageslichtlampe mit 5500°K mit der ich was anfangen kann.
    Für mich kommen aber keine Röhren zum Einsatz, denn wie erwähnt (bis zur besserer argumentativen Widerlegung), ich habe die mir zugänglichen Röhren in ihrem längerem Einsatz mit Spektroskop gecheckt und bei bestimmten spektralen "Ausfällen", ist so eine Lampe für mich ungeeignet, weil sie nicht ausgewogen gleichwertiges Verhältnis zu den Farbenbereichen hat.
    Außerdem ich verwende verschiedene Spektren und Filter, da auch die Farben dann unterschiedlich reagieren und man kann oft die Unterschiede besser erkennen.

    Die andere Sache ist auch, ob ich damit mit anderen konkurrieren und vergleichen muss!?
    Klar ist, dass alle Prüfer im BPP aus einem Gebiet, die gleiche Art Lampe haben müssen (auch wenn sie scheinbar auch nicht gleiche Empfindlichkeiten ihrer Augen für die gleichen Farben haben und manchmal bei gleichen Licht was anderes sehen, was eine andere Geschichte ist…).
    Aber nur für mich ist doch völlig Wurscht ob 5000°K (Norm D50) oder 5500°K! Wichtig ist dabei doch die Qualität des Lichtes auf die es ankommt und nicht nur seine Temperatur (Wellenlängenbereich), bei dieser auch unterschiedliche Qualitäten gibt! D.h. ob möglichst gleichmäßige spektrale Intensität dabei vorhanden ist.
    MIR reicht das auch für günstiges Geld. Anderen eben nicht… (Aber wie erwähnt, das ist so auch bei Mikroskopen, UV-Licht und vielen anderen Sachen auch, wo manche brauchen eben mehr. Nun ja, die können sich das leisten…).

    Beste Sammlergrüße!

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