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Thema: Sehr wichtigen Brief am Schalter abgegeben, dieser soll erst 4 Tage später angekommen sein.

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von June Post
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    Ausrufezeichen Sehr wichtigen Brief am Schalter abgegeben, dieser soll erst 4 Tage später angekommen sein.

    Hallo liebe Forengemeinde,

    ich weiss, dass ich möglicherweise hier in diesem Forum nicht so ganz richtig bin mit meiner Frage, aber die "Google-Suche" nach einem Fachforum "Zustellung Deutsche Post" verlief leider ergebnislos.

    Es geht um folgendes:
    Ende Mai 2014 war ich aufgrund einer Fußverletzung krankgeschrieben mit ärztlich attestierter Reise- und Verhandlungsunfähigkeit.
    Da ich mein Haus nicht verlassen konnte, und den Empfänger für den die Krankmeldung bestimmt war, nicht erreichen konnte (er rief einfach nicht zurück),
    bat ich einen Bekannten, doch bitte meinen Brief mit der Krankmeldung und Reisunfähigkeit per Post abzuschicken.

    Das tat mein Bekannter auch am Montag, den 02.Juni 2014, und machte noch im Postamt ein Foto des bereits frankierten Briefes als Beweis, dass der Brief abgeschickt wurde.
    Darüber hinaus wurde auch das Landgericht noch angeschrieben.

    Termin zur Verhandlung vor dem Landgericht war Freitag, der 06.Juni 2014.

    Da ich nicht zum Termin erschienen konnte, habe ich den Prozess verloren.

    Mein Rechtsanwalt behauptet nun, den am 02.Juni 2014 abgeschickten Brief erst 4 Tage später am Freitag, den 06.Juni 2014 erhalten haben zu wollen, und teilte mir weiter mit,
    er hätte einen Vertreter zur Verhandlung geschickt.

    Mitlerweilen ist das Urteil rechtskräftig, und ich habe deswegen Schulden im 5 stelligen Bereich.

    Wie kann ich beweisen, wann der Brief zugestellt wurde?

    Ist es üblich, dass Briefe 4 Tage brauchen, um beim Empfänger zu sein?

    Beschwerden bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer Braunschweig verliefen ergebnislos (keine Antwort bislang),
    und eine weitere Beschwerde bei der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft verlief ebenso ergebnislos (die fühlen sich nicht zuständig, und haben die Schlichtung abgelehnt).

    Kann es wirklich sein, dass der Rechtsanwalt den Brief erst 4 Tage später am Freitag, den 06.Juni 2014 erhalten hat?

    Kann ich die Deutsche Post für die verspätete Zustellung dann verantwortlich machen, und den Rechtsanwalt als Zeugen benennen?

    Ich bitte um Antworten, denn ich weiss nicht mehr weiter!

    Danke!


    Bilder mit persönlichen Daten entfernt
    Geändert von Rainer Fuchs (08.06.2015 um 11:01 Uhr)

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Radio Philatelica
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    Ich denke, da ist nichts zu machen. Der Brief hätte mindestens als Einschreiben aufgegeben werden müssen.

  3. #3
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    So ist es wohl. Rechtssachen IMMER nur per Einschreiben mit Rückschein... notfalls als Express-Kurierpost. Leider sind Laufzeiten von Normalpost bis zu einer Woche inzwischen gang und gäbe. Es gibt keine Deutsche Bundespost mehr. Tut mir leid.

    Alles Gute!
    W.

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Wie kann man so einen wichtigen Brief mit einfacher Post verschicken? Das war wohl teures Lehrgeld.
    Übrigens sollen die meisten Gerichte und Anwälte Telefon- und auch e-mail-Anschlüsse besitzen.
    Da ruft man doch erst einmal an.

    Der Beweis für die Zustellung eines normalen Briefs dürfte nicht zu erbringen sein. Aber selbst wenn: wenn man den Termin verpasst ist es egal wann man den Brief eingeworfen oder gar mit Rückschein verschickt hat.
    Natürlich kann es sein, dass ein Brief ein paar Tage braucht. Es kann sogar sein dass er ganz verschwindet. Üblich ist das nicht, aber es kommt vor.

    Du hast einen folgenreichen Fehler gemacht, aber man kann doch nicht andere für seine eigenen Fehler verklagen.
    Geändert von fricke (06.06.2015 um 18:54 Uhr)

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von June Post
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    Zitat Zitat von Radio Philatelica Beitrag anzeigen
    Ich denke, da ist nichts zu machen. Der Brief hätte mindestens als Einschreiben aufgegeben werden müssen.


    Zitat Zitat von Welwitsch Beitrag anzeigen
    So ist es wohl. Rechtssachen IMMER nur per Einschreiben mit Rückschein... notfalls als Express-Kurierpost. Leider sind Laufzeiten von Normalpost bis zu einer Woche inzwischen gang und gäbe. Es gibt keine Deutsche Bundespost mehr. Tut mir leid.

    Alles Gute!
    W.
    Habe aber einen Zeugen, welcher den Brief am 02.Juni 2014 abgeschickt hatte.
    Ausserdem hat der Brief nach Bezahlung der 62 Cent sofort einen Aufkleber (Briefmarkenersatz) bekommen, und kam sofort in den Postverkehr.
    Der Beweis ist doch da, dass der Brief am 02.Juni 2014 abgeschickt wurde.
    Daher nochmals meine Frage an die Experten des Briefverkehrs:
    Ist es möglich, dass ein nachweislich in Niedersachsen abgeschickter Brief 4 Tage braucht, um beim Empfänger in Niedersachsen zu sein,
    oder ist das eher unwahrscheinlich.

    Oder kann man jetzt vielmehr davon ausgehen, dass der Rechtsanwalt nicht die Wahrheit vorgetragen hatte, und den Brief schon am nächsten Tage erhalten hat?


    Ist ist leider wirklich so, dass dieser Rechtsanwalt mir gegen über nicht ehrlich gewesen ist.,

    Zitat Zitat von fricke Beitrag anzeigen
    Wie kann man so einen wichtigen Brief mit einfacher Post verschicken? Das war wohl teures Lehrgeld.
    Übrigens sollen die meisten Gerichte und Anwälte Telefon- und auch e-mail-Anschlüsse besitzen.
    Da ruft man doch erst einmal an.

    Der Beweis für die Zustellung eines normalen Briefs dürfte nicht zu erbringen sein. Aber selbst wenn: wenn man den Termin verpasst ist es egal wann man den Brief eingeworfen oder gar mit Rückschein verschickt hat.
    Natürlich kann es sein, dass ein Brief ein paar Tage braucht. Es kann sogar sein dass er ganz verschwindet. Üblich ist das nicht, aber es kommt vor.

    Du hast einen folgenreichen Fehler gemacht, aber man kann doch nicht andere für seine eigenen Fehler verklagen.
    Mit dem Anwalt gab es schon Wochen vor dem Gerichtstermin des 06.Juni 2014 erhebliche Probleme.
    Nie oder nur ganz selten hatte er zurückgerufen, und wollte am Tel. nicht reden. Nur per E-Mail kommunizieren.
    Als ich ihm die Wahrheit zu dem Fall vorgetragen hatte, wollte er das dem Landgericht nicht vortragen, und hatte sogar meinem Entlastungszeugen (der auf meiner Seite war) "den Streit verkündet".
    Es gab ausserdem keine Absprachen hinsichtlich einer Verteidigungsstrategie.

    In einem später von mir angestrengten Berufungsverfahren hatte ein anderer Rechtsanwalt erhebliche Fehler des Rechtsanwalts Dr. I. festgestellt,
    die zu einer Verurteilung geführt hatte.

    Seit Juni 2014 kommuniziert dieser Anwalt gar nicht mehr, und hatte mich sogar aus der Kanzlei rausgeworfen.

    Seine Kollegen und Kolleginnen der Name entfernt hüllen sich ebenso in Schweigen und sagen nichts zu dem Fall.
    Es sieht so aus, als soll alles totgeschwiegen werden.
    Geändert von Rainer Fuchs (08.06.2015 um 10:59 Uhr) Grund: Namen entfernt

  6. #6
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Zitat Zitat von June Post Beitrag anzeigen
    Habe aber einen Zeugen, welcher den Brief am 02.Juni 2014 abgeschickt hatte.
    Ausserdem hat der Brief nach Bezahlung der 62 Cent sofort einen Aufkleber (Briefmarkenersatz) bekommen, und kam sofort in den Postverkehr.
    Der Beweis ist doch da, dass der Brief am 02.Juni 2014 abgeschickt wurde.
    Daher nochmals meine Frage an die Experten des Briefverkehrs:
    Ist es möglich, dass ein nachweislich in Niedersachsen abgeschickter Brief 4 Tage braucht, um beim Empfänger in Niedersachsen zu sein,
    oder ist das eher unwahrscheinlich.

    Oder kann man jetzt vielmehr davon ausgehen, dass der Rechtsanwalt nicht die Wahrheit vorgetragen hatte, und den Brief schon am nächsten Tage erhalten hat?
    Ja, es ist möglich, dass ein Brief 4 Tage bis zum Empfänger braucht, auch wenn über 99% schneller sind. Das ist für Deinen Fall aber nicht von Bedeutung. Es zählt nicht, wann etwas verschickt wurde und wie lange es üblicherweise dauert, sondern nur wann dieser Brief nachweislich beim Empfänger angekommen ist. Dieser Nachweis ist bei einer gewöhnlichen Briefsendung nicht möglich, also kannst Du die Behauptung des Anwaltes nicht widerlegen. Alles andere ist reine Spekulation.

    Wichtige terminierte Schriftstücke sollte man immer als Einschreiben versenden - am Besten mit Rückschein. So hat man für solche Fälle einen Nachweis. Dieser Tip nützt Dir in diesem Fall natürlich leider nichts mehr.
    Geändert von Harald Krieg (06.06.2015 um 21:26 Uhr)

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von June Post
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    Es ist nur halt alles so merkwürdig mit diesem Anwalt.
    Es gab erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten, und der Anwalt ist nicht ehrlich gewesen.

    Dem Anwaltsbüro wurde die Krankmeldung auch am Tel rechtzeitig mitgeteilt, jedoch hatte der Anwalt nicht zurückgerufen.
    Also wusste die Anwaltskanzlei von der Krankmeldung
    1.) durch den Anruf
    2.) durch den Brief

    warum hatte mich der Anwalt nur so reingelegt?

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von June Post
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    Ich erlaube mir einmal....

    .... zur allgem. "Verständigung" das Schreiben des Rechtsanwalts hochzuladen, welcher die Berufung durchführen sollte.
    Geändert von Michael Lenke (08.06.2015 um 07:15 Uhr) Grund: Bilder auf Wunsch gelöscht

  9. #9
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Wir sind hier kein Rechtsberatungsforum.
    Wie kommt jemand auf die Idee einen Brief fotografieren zu lassen, statt in einfach per Einschreiben zu versenden?
    Das gezeigt Bild sagt übrigens überhaupt nichts über den Aufgabetag aus. Der Label wurde am 2.6. erzeugt.
    Wie will man damit nachweisen, dass der Brief auch am 2.6. der Post übergeben wurde. Der Brief kann auch Tage danach erst eingeliefert worden sein.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von June Post
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    Zitat Zitat von Michael Lenke Beitrag anzeigen
    Wir sind hier kein Rechtsberatungsforum.
    Wie kommt jemand auf die Idee einen Brief fotografieren zu lassen, statt in einfach per Einschreiben zu versenden?
    Das gezeigt Bild sagt übrigens überhaupt nichts über den Aufgabetag aus. Der Label wurde am 2.6. erzeugt.
    Wie will man damit nachweisen, dass der Brief auch am 2.6. der Post übergeben wurde. Der Brief kann auch Tage danach erst eingeliefert worden sein.

    ml
    soweit ich weiss, darf die Post keine gelabelten oder mit Briefmarke versehenen und abgestempelten Briefe mehr aushändigen.
    Der Brief wurde noch im Postamt fotografiert, und dann dortgelassen und abgeschickt.

    Ansonsten danke @Michael Lenke für die Antwort.

    Habe vielleicht wirklich ein bisschen viel verlangt mit meinen Fragen, und bezüglich Rechtsberatung wirklich im falschen Forum.

    Mir ging es auch nur um die Frage bezüglich gewöhnlicher Postlaufzeiten.

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