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Thema: Privatpostmarken um 1900 "Aufbewahrung unter Folien"

  1. #1
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    Privatpostmarken um 1900 "Aufbewahrung unter Folien"

    Hallo Zusammen,

    habe einige Privatpostmarken und wollte die Spezialisten hier fragen,
    ob eine Unterbringung dieser Ausgaben unter "PVC" Folie gefahrlos möglich ist oder gibt
    es Erfahrungen zu diesen Ausgaben, dass die Marken sich verfärben. Hoffe, es gibt hier auch "Privatpost-Sammler"?
    In den verschiedenen Foren wird darauf hingewiesen, dass sich verschiedene Ausgaben dieser Zeit, sich unter den Folien verfärben würden. (Bleisulfidschäden)

    Da ja alle Ausgaben der Privatpost vor 1900 gedruckt wurden, würde mich die Erfahrungen von Sammler dieser Ausgaben interessieren.

    Nachstehend 3 Bilder von Marken unter Folien.

    MfG, Petz die KleineName:  img892.jpg
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    Name:  img893.jpg
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    Name:  img891.jpg
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  2. #2
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    Hallo Petz,

    da bin ich mal gespannt, ob es noch Spezialisten gibt, die Dir raten, Deine Marken unter PVC aufzubewahren :-)
    In erst, Du hast von der Problematik gehört und es gibt keine Grund anzunehmen, das Deine Marken davon ausgeschlossen sein sollen.

    LG Volker
    Meine Seite: openPhila.de - Und hier suche ich Stempel: Stempeldatenbank

  3. #3
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    Hallo Volker,

    danke für die Antwort. Ich habe 2 Alben (von diesen Marken) von meinem Opa bekommen und teilweise sind die Marken unter Folie
    bzw. auf Blätter aufgeklebt. Opa sagte mir, dass Folien nicht gut sind und die Marken sich unter diesen verfärben können.
    Ich glaubte ihm dies nicht, und deshalb die Frage hier. Die anderen Alben, welche er mir geschenkt hat, sind alle Marken
    unter diesen Folienblätter und die Marken sind auf den Blätter teilweise in schwarz und auch in Farbe abgebildet.

    Nachdem anscheinend Niemand hier im Forum Erfahrungen dazu hat, werde ich einfach meinem Opa glauben.

    Trotzdem danke und schöne Grüße, Petz die Kleine

  4. #4
    Armenien, Batum Avatar von brfmhby
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    folien schlecht ist korrekt. dein opa hat recht. nimm die suche, es gibt dazu threads wie sand am meer.
    "Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Es kommt auf die Druckfarben an und auf die Folien.
    Wenn die Druckfarben Metallpigmente enthalten und die Folien z.B. Weichmacher (PVC-Folien) kann es zu chemischen Reaktionen kommen.
    Z.B. kann dann aus bleihaltigen Pigmenten (weiß, rot, orange) schwarzes Bleisulfid entstehen.
    Die gezeigten Marken sehen aber sehr gut aus.
    Entweder es ist eine Folie, die keine Stoffe abgibt oder die Marken wurden nicht mit Metallpigmentfarben gedruckt.
    Es gibt hier wohl keinen Grund zur Sorge.

    Eine sehr interessante Sammlung. Aufheben!!

  6. #6
    Oberschl., DR, Privatpost Avatar von Pete
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    Zitat Zitat von Petz die Kleine Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    habe einige Privatpostmarken und wollte die Spezialisten hier fragen,
    ob eine Unterbringung dieser Ausgaben unter "PVC" Folie gefahrlos möglich ist oder gibt
    es Erfahrungen zu diesen Ausgaben, dass die Marken sich verfärben.

    ...

    MfG, Petz die Kleine


    Auf die o.g. Frage hin schrieb ich einen Sammlerkollegen an, welcher sich sehr intensiv mit den Briefmarken der klassischen Privatpost befasst. Seine kurze und prägnante Antwort:

    "Was für andere Briefmarken schlecht ist, ist auch für Privatpostmarken nicht gut. ... durch das Bestreben nach Kostenminimierung sind Papier und Farben bei Privatpostmarken eher noch empfindlicher."

    Gruß
    Pete

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Gerade das stimmt nun eben nicht.
    Im wesentlichen sind manche der relativ teuren metallhaltigen Pigmente empfindlich (vor allem rot und gelb, bei weitem nicht alle), die billigen organischen Farben meist nicht.
    Allerdings gab es in der "Klassik" noch kaum organische Pigmente die für Druckfarben verwendet wurden.
    Die gezeigten Marken enthalten also wahrscheinlich keine organischen Pigmente.

    Die gleichmäßige Farbfrische der gezeigten Marken ist aber ein Hinweis, dass es sich bei den verwendeten Folien nicht um weichmacherhaltige PVC-Folien handelt.
    Ich nehme doch an, dass die Dinger schon Jahrzehnte in den Alben stecken - und wenn bis jetzt nichts erkennbar ist wird auch nichts mehr an Verfärbungen kommen.

    Ich würde mal ermitteln, ob es sich bei den benutzten Folien um PVC handelt. Wenn ja, dann kann man ja vorsichtshalber wechseln.
    Geändert von fricke (20.06.2015 um 12:22 Uhr) Grund: Ergänzung

  8. #8
    Armenien, Batum Avatar von brfmhby
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    Man kann sich intensiv damit beschäftigen und eine eigene Meinung bilden. Wenn man sicher gehen will, verwendet man den Mist nicht. Wer einmal geschädigt ist, hat meist die Lust auf Experimente verloren. (Ich z.B.) @Fricke, du hast technisch vermutlich Recht, mir ging es um die "Management Summary". Die Scans erinnern mich an einen Hersteller und ein Produkt, dass ich für schädlich halte.

    Am besten / sichersten ist:

    Säurefreies Albumpapier und dazwischen pergament. Besser geht nicht. z.B. Peter Ashfords Sammlung war so aufgebaut (recht preisintensives Papier vom englischen Markführer) aber die Marken waren in Top Zustand!
    "Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Juergen Kraft
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    Hallo,

    bei der Bleisulfidproblematik geht es nicht um Weichmacher. Eine wissenschaftliche Abhandlung von Dr. Udo Groß ist hier veröffentlicht. Eine experimentelle Rasterelektronen-Mikroskop (SEM)-Untersuchung mit energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDX).

    Da geht es um:

    Blei-Ionen reagieren mit Sulfid-Ionen in saurer Lösung in einer trivialen Fällungsreaktion unter spontaner Bildung eines schwerlöslichen braun-schwarzen Niederschlags von Bleisulfid. (Diese Reaktion ist keine Oxidation, da kein Elektronentransfer und damit Wechsel der formalen Oxydationsstufen stattfindet im Gegensatz zur Reaktion von Gl.2 mehr ... )

    in dem Beitrag ist der Vorgang am Beispiel einer: PREUSSEN NR 1—FARBEN und PIGMENTE gezeigt. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Farben die bestimmte Stoffe enthalten, färben sich unter bestimmten Folien, durch Reaktionen der Bestandteile der beiden Komponenten, bis hin zu schwarz. Die betroffenen Farben wurden keineswegs nur bis 1900 verwendet, sondern kamen auch nach 1945 noch auf deutschen Briefmarken zum Einsatz und könnten schon in der nächsten Neuerscheinung, aus irgend einem Gebiet, wieder auftauchen.
    Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Tenerife-Sur - Spanien
    Projekt Stempeldatenbank, Stampswiki, Linkdatenbank
    Mitglied BDPH, AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques)

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    [QUOTE=Juergen Kraft;134501]Hallo,

    bei der Bleisulfidproblematik geht es nicht um Weichmacher. Eine wissenschaftliche Abhandlung von Dr. Udo Groß ist hier veröffentlicht. Eine experimentelle Rasterelektronen-Mikroskop (SEM)-Untersuchung mit energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDX).

    Da geht es um:

    Blei-Ionen reagieren mit Sulfid-Ionen in saurer Lösung in einer trivialen Fällungsreaktion unter spontaner Bildung eines schwerlöslichen braun-schwarzen Niederschlags von Bleisulfid. (Diese Reaktion ist keine Oxidation, da kein Elektronentransfer und damit Wechsel der formalen Oxydationsstufen stattfindet im Gegensatz zur Reaktion von Gl.2 mehr ... )

    Darum geht es hier bestimmt nicht. Was hat eine furztrockene Druckfarbenschicht mit einer Reaktion in saurer Lösung zu tun und wie sollte hier ein Niederschlag entstehen?
    Hier geht es um gasförmige Einwirkungen die in den Farbschichten die Pigmente von z.B. weißem Bleisulfat/Karbonat in schwarz/braune Oxide/Sulfide oder ein wildes Gemisch davon überführen.
    Richtig ist, dass die gasförmigen Ausdünstungen wohl meist aus den Stabilisatoren stammen und nicht aus den Weichmachern.

    Farben die bestimmte Stoffe enthalten, färben sich unter bestimmten Folien, durch Reaktionen der Bestandteile der beiden Komponenten, bis hin zu schwarz.
    Die Farben "färben" sich nicht - sie werden chemisch verändert - es entstehen neue Verbindungen in anderer Farbe.
    Geändert von fricke (21.06.2015 um 21:42 Uhr)

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