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Thema: Geerbte Briefmarken schätzen lassen

  1. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von Radio Philatelica
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    Hallo Raphaela - für den Start reicht sicher eine ältere Ausgabe des Michel-Deutschland-Katalogs. Kann ruhig 20 Jahre alt sein. Bei Ebay bekommst Du so einen Katalog recht günstig. Da die Michelpreise ohnehin alles Mondpreise sind, spielen die Wertangaben eher eine untergeordnete Rolle. Bzgl. der "echten" Preise kannst Du dann bei ebay nachschauen - das ist meist realistischer.
    Falls Du selbst sammeln willst, empfehle ich Dir wirklich einen Briefmarkenverein - die sind alle hilfsbereit und Du bekommst wahrscheinlich ohne grossen Aufwand weiteres Material. Wenn Du verkaufen möchtest: da hilft kein Suchen, da hilft nichts. Die Marken haben keinen echten Wert. Solche Alben findest Du auf Messen beinahe Container-weise mit einem Zettel "alles für 2 EUR" (sorry).
    Aber vergiss nicht: Briefmarkensammeln macht man aus Spass und nicht um Geld zu verdienen.

  2. #12
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    Hallo Raphaela,

    da die gezeigten Marken alle aus Deutschland kommen bietet sich der MICHEL-Deutschland-Katalog an. Ältere Exemplare bekommst Du bei ebay "Hinterher geschmissen" http://www.ebay.de/itm/Michel-Deutsc...item19ff7ba220
    Einfach einmal ein wenig stöbern, es muss kein neuer Katalog sein, die Preise sind zum grossen Teil seit Jahren unverändert.

    Gruß Rainer

  3. #13
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Die Einzigen , die das machten (Rat und Tat) waren drmöller-neuss und radio philatelica.
    Das gezeigte Material ist doch völlig wertlos. Wieso soll das arme Mädchen sich jetzt auch noch einen Katalog kaufen und nutzlos die Zeit auf Tauschtagen verbringen. Man sollte den Leuten bei solch wertlosem Material keine falschen Hoffnungen machen. Solche Empfehlungen sind doch unseriös.
    Ich würde noch nicht einmal einen Uraltkatalog kaufen, dessen Anschaffung den Wert der Sammlung wahrscheinlich bereits übersteigt.

  4. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von uli
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    Liebe Raphaela,
    die bisher gezeigten Marken sind alles "Mainstream" und nichts besonderes. Aufgrund deiner Äusserung "Nun würde ich mich natürlich freuen, wenn ich die Marken möglichst Gewinnbringend an einen Liebhaber veräußern könnte ..." gehe ich davon aus, dass du nicht wieder mit dem Sammeln beginnen willst, sondern die Sammlung verkaufen möchtest. Ich würde mir in dem Fall Zeit und Geld sparen, die Marken mit möglichst vielen, guten Bildern bei ebay einstellen und mich über jeden Euro freuen, viele werden es sehr wahrscheinlich nicht werden.
    Gruß
    Uli

    Suche Berlin, Bund, und Ideen für neue Sammelgebiete
    Sind in eurer Sammlung Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf? Tausche gegen gleiche Marke mit mindestens gleichwertigem Stempelabschlag plus "Dankeschön" oder fehlende Marken!

    Es gibt immer Marken, die man tauschen kann!

  5. #15
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    Hallo zusammen, Danke für die sehr zahlreichen Antworten!! Ein wenig Hoffnung hatte ich ja schon, dass Opa da etwas wertvolles aufbewahrt hat aber gut, ich muss sagen ich bin seit gestern selbst ein wenig "infiziert" und werde mich (wenn auch wenig erfolgsversprechend) mal mit den Serien auseinandersetzen... Vielleicht lerne ich ja noch was fürs Leben, danke schonmal allen hilfsbereiten Sammlern hier!!!

  6. #16
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    Hallo Raphaela,

    das Sammeln von Briefmarken ist eine entspannende oder auch spannende Freizeitbeschäftigung. Je nachdem, wie man dieses Hobby betreibt.

    Bei den von Dir gezeigten Briefmarken handelt es sich um solche, die in Massen gedruckt wurden. Bei vielen dieser unterscheiden Sammler nach verschiedenen Farben, Wasserzeichen oder Wasserzeichenstellungen, Zähnungen, Gummierungs- und Papiersorten. Die Unterschiede ergeben sich zumeist dadurch, dass einzelne Briefmarken immer wieder neu gedruckt, hierbei nicht immer gleichbleibende Farbe oder Papier zur Verfügung stand oder Teilauflagen in verschiedenen Druckereien gedruckt wurden etc. etc. Ferner gibt es Sammler, die im Speziellen nach bestimmten Stempeln suchen.

    Durchaus gibt es innerhalb von verschiedenen der gezeigten Marken kleine Teilauflagen oder Abarten, die von Sammlern sehr begehrt sind und mit hohen Preisen gehandelt werden. Jedoch ist es so, dass die Suche nach einer besonderen Marke in der Masse, der Suche nach der Nadel im großen Heuhaufen gleicht. Die Wahrscheinlichkeit, Sechs richtige im Lotto anzukreuzen, größer ist, als in der Masse eine Marke zu finden, die wenigstens einen Wert von hundert Euros hat (sprichwörtlich). Die Arbeit, nach einer solchen Marke zu suchen, wird Dir keiner abnehmen, kein Sammler, kein Auktionator und auch kein Händler. Oftmals bleibt nach einer Suche in der Masse die Erkenntnis, dass die Suche spannend, aber ergebnislos war.

    Die Anschaffung eines aktuellen Katalog, welcher auf die verschiedenen Spezifikationen der einzelnen Ausgabe eingeht, hier käme der Michel Deutschland Spezial in Frage (aktuell sind es zwei Bände, Anschaffungspreis Euro 168.-), wird wahrscheinlich in keiner Relation zum Wert der Marken stehen.

    Bei flüchtigem Überblick fällt mir bei Deinen Marken eine 20 Pfg Hindenburg-Marke aus dem Deutschen Reich mit Stempel aus GRAZ auf, sogen. Ostmark-Entwertung (bei dieser Marke zwar kein besonderer Handelswert, aber sie ist schön gestempelt), diese findet sich auf dem ersten von Dir gezeigtem Bild.

    Auf dem vorletzten Bild sind verschiedene Dienstmarkenserien aus der DDR zu ersehen, bei diesen handelt es sich, soweit am Bild beurteilbar, um Nachdrucke mit aufgedruckten Entwertungen. Unter solchen Nachdrucken eine teure Marke zu finden, ist nahezu aussichtslos.

    Auf dem letzten Bild findest Du Marken, die vom Alliierten Kontrollrat in 1946 verausgabt wurden. Die meisten dieser wurden zigfach neu aufgelegt und es gibt Sammler die versuchen, die verschiedenen Auflagen zu sammeln. Am Ende der dritten Zeile stecken zwei Marken zu 80 Pfg, welche sich in sehr unterschiedlichen "blauen" Farben darstellen (die Spannbreite reicht von lilaultramarin, über kobalt und graublau bis hin zu violettultramarin). Die gefühlt 40 verschiedenen Farbtönungen die es bei dieser Wertstufe gibt, sind in vier Gruppen katalogisiert. Je nach Erhaltung, ungebraucht oder gebraucht, schwanken die Katalogwerte zwischen 20 Cent bis zu 160.- Euros (für ungebraucht bzw. postfrisch) bzw. von 50 Cent bis 1.800.- Euros (für gebraucht, insofern der Stempelabschlag als ein echter bestimmt werden kann). Auch wenn sich diese beiden 80 Pfg-Marken in sehr unterschiedlicher Farbe darstellen, ist noch nicht gesagt, dass eine der beiden Marken zu einer Gruppe gehört, die einen besonderen Wert hat. Mit Sicherheit können Dir dies die zuständigen Prüfer der Arbeitsgemeinschaft Alliierte Kontrollrat sagen, ob es sich um eine teure oder eine billige Farbvariante handelt. Eine solche Prüfsendung ist jedoch mit einer Vergütung an den Prüfer verbunden und die mit einer Prüfsendung verbundenen Kosten können schon einmal höher ausfallen, als der Handelswert der Marken, die zur Prüfung gesendet wurden. Es ist also immer ratsam, möglichst genau zu Wissen, was man tut.

    Mir persönlich macht Briefmarkensammeln am meisten Freude, wenn ich dies völlig ohne Zwang nach Wertigkeiten tue. Selbstverständlich gibt es auch in meinem Sammelgebiet, Bären und Teddybären auf Briefmarken und in Stempeln, wertvolle Raritäten. Das kümmert mich aber nicht sonderlich. Im Vordergrund steht für mich, eine Briefmarke oder einen Stempel erhalten zu haben, die/der noch in der Sammlung fehlt und das ich mich an dem Markenbild oder Stempel erfreuen kann. Durchaus gibt es Sammler, die nur Raritäten sammeln oder auf der Jagd nach Raritäten sind. Hier bedarf es dann einem großen Wissen, auf dem jeweiligen Sammelgebiet, um diese zu Erkennen, auch deren Echtheit einschätzen zu können bzw. von Dritter Seite bestätigen zu lassen.

    Selbst gehöre ich also zu den Sammlern, die das Hobby zur Entspannung betreiben. Spannend genug sind Briefmarken für mich, wenn ich diese Handeln tue.

    Wünsche Dir, dass Du ein neues Hobby gefunden hast und Sammler findest, die Dir Deine Fragen beantworten und Dich am Anfang gut begleiten.

    Nebenbei, ein Interesse an den Album besteht meinerseits nicht.

    Mit besten Grüßen
    Markus

  7. #17
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    Wahnsinn, was man bei genauerem hinsehen alles entdeckt... Langsam wird es wirklich spannend hat einer von euch eine Erklärung für die gezeigten Farb-/ Designabweichungen bei der roten bzw. die Aufdrucke bei den blauen Marken?
    VG
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  8. #18
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    Hallo Raphaela,

    von Sammlerfreunden wurde ich (Vereinshäuptling vom Württembergischen Philatelistenverein Stuttgart 1882 e.V. (WPhV)) auf Deine Anfrage hingewiesen und habe jetzt Deinen Thread gelesen.

    Zum materiellen und ideellen Wert Deiner Sammlung hat Markus Pichl mit seinem tollen Beitrag #16 (http://www.bdph.de/forum/showthread....l=1#post134079) eigentlich alles gesagt.

    Mich freut aber Dein letzter Beitrag #17 ganz besonders, weil ich darin den von unserer Sammlergemeinde so geliebten und gelebten Briefmarkenvirus erkenne, der jetzt auch bei Dir so langsam auszubrechen scheint und so für uns die Hoffnung besteht, einen neuen Fan in unsere Reihen zu bekommen...

    Die von Dir oben gezeigten Marken aus der sogenannten Germania-Serie sind alle anders, obwohl man auf den ersten Blick meint, sie wären gleich. Kein Wunder, denn diese Serie war vom Jahr 1900 bis Anfang der 1920er Jahren im Umlauf, hatte also diverse Postreformen (z.B. Landesbezeichnung unten zuerst "Reichspost" und dann später "Deutsches Reich"), verschiedene Auflagen mit anderen Papieren und Farben in Friedens- und Kriegszeiten (mit dem Ersten Weltkrieg wie Du z.B. an der unteren mittleren Marke mit dem Aufdruck General-Gouvernement Warschau (von Deutschen besetztes Gebiet) erkennst) und den Beginn der Inflation "voll miterlebt". Wegen dieser Möglichkeit zur zeitgeschichtlichen Dokumentation einer sehr spannenden Epoche ist diese Serie für viele Philatelisten ein beliebtes Sammelgebiet, auch wenn die Marken selbst so unscheinbar wirken...

    Soviel mal auf die Schnelle zu Deiner Frage.

    Bei den Projekttagen vor den Sommerferien im Stuttgarter Hölderlin-Gymnasium bietet unser Verein immer wieder das Projekt "Erlebnis Briefmarken" an, wo es für die Kids (5.-8. Klasse) auch ein Arbeitspapier gibt, welches für Dich vielleicht auch zum Einstieg interessant sein könnte: http://www.hoelderlin-gym.s.bw.schul...riefmarken.pdf

    Und zu guter Letzt steht Dir natürlich unser Verein gerne auch persönlich mit Rat und Tat zur Verfügung. Wir treffen uns (außer August) einmal im Monat (und zwar am zweiten Mittwoch des Monats) in Gablenberg (um 17:30 Uhr unsere Jugend und ab 19:00 Uhr dann die Erwachsenen):

    Vereinstreff: Im Muse-0 (Gablenberger Hauptstr. 130 neben der Fußballl-Kult-Kneipe Alte Schule) im Vereinsraum im 2. Stock.

    Wie hinkommen mit ÖPNV? Kein Problem mit Bus 42 oder 45:

    Hier die Routenberechnung:
    http://www2.vvs.de/vvs/XSLT_TRIP_REQ...nst=verifyOnly

    Und hier der Kartenausschnitt:
    http://www2.vvs.de/vvs/XSLT_ROP_REQU...x_openDirect=1

    Weitere Infos über unseren Verein findest Du auf unserer Homepage www.wphv.de oder in Facebook (https://www.facebook.com/wphv1882?ref=hl).

    Nun freuen wir uns auf Deinen Besuch bei uns am 11. Juni 2015 ;-)

    Johannes
    (Erster Vorsitzender WPhV)


    -----------------------------------------------------

    Ceterum censeo conloquium http://www.bdph.de/forum/showthread....der-an-Vereine esse continuandum!
    Geändert von Rumpelstilzchen (25.05.2015 um 19:07 Uhr) Grund: Zeilenumbruch & Ergänzung

  9. #19
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    Hallo Raphaela,

    bisher hatte ich mich mehr nur auf die von Dir gezeigten Bilder konzentriert, aber Deinen Eingangsbeitrag erst jetzt gelesen.

    Du schreibst, dass die Sammlung aus mehreren Alben besteht. Gezeigt wurden aber nur Bilder, die wohl aus ein und dem selben stammen.

    In Deinem ersten Beitrag schreibst Du, dass auch Briefmarken aus China vorhanden sein sollen. Kannst Du uns die chinesischen Briefmarken hier zeigen? Diese könnten durchaus interessanter sein, als die bisher gezeigten deutschen Briefmarken.

    MfG
    Markus

    P.S. "interessanter" im Sinne der Werthaltigkeit.
    Geändert von Markus Pichl (25.05.2015 um 23:18 Uhr) Grund: P.S. hinzugefügt

  10. #20
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    Zitat Zitat von Rumpelstilzchen Beitrag anzeigen
    [...]

    Nun freuen wir uns auf Deinen Besuch bei uns am 11. Juni 2015 ;-) [...]
    Upps! Nur wer arbeitet macht Fehler. Natürlich ist nicht der 11. Juni 2015 unser nächster Treff, sondern Mittwoch, der 10. Juni 2015! ...


    -------------------------------
    Ceterum censeo conloquium http://www.bdph.de/forum/showthread....der-an-Vereine esse continuandum

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