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Thema: Rätsel: Welche Fehler machten die Fälscher?

  1. #1
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Rätsel: Welche Fehler machten die Fälscher?

    Dies ist ein Versuch: Ich möchte von Zeit zu Zeit einen Scan einstellen, der manchmal plumpe Fälschungen und manchmal Fälschungen zeigt, die nicht auf Anhieb als solche zu erkennen sind. Ich beschränke mich meinerseits auf bayerische Marken und Belege. Ich lade alle ein, sich mit Scans und Fragen aus anderen Sammelgebieten anzuschließen.

    Ich fange mit einem leichten Fall an. Was ist an diesen Marken falsch??

    Viel Spaß beim Knobeln wünscht
    abrixas
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  2. #2
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    Hallo abrixas,

    es fehlen schon einmal die obligatorischen Löcher in den Marken. Ab 1878 kann auch stattdessen eine zusätzliche Federzugentwertung vorkommen. Eine alleinige Entwertung nur mit Poststempel wäre schon seeeehr ungewöhnlich. Nun sind wir also bei den Poststempeln.... Ja wenn die blos echt wären. Ich halte den Bamberger Stempel auf jeden Fall für falsch und der Nürnberger Stempel sieht auch nicht koscher aus. Das passt alles nicht zusammen -> Stempelfälschungen zum Schaden der Sammler
    Geändert von wuerttemberger (06.03.2005 um 22:04 Uhr)

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von filamaxo
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    Also die zweite von links ist verkehrt rum reingesteckt , hehehe. Dafür ist der Stempel ganz toll gezeichnet.

  4. #4
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Idee Was nicht alles gekauft wird!

    Die Lösung zu dieser Frage ist folgende:

    1) Die Marken waren bis zum 31.12.1880 gültig. Süffisanterweise steht im MICHEL Bayern-Spezial-Katalog 31.12.1980!
    2)Der Zweikreiser vom Typ Braungardt taucht in Bayern erst Ende des 19. Jh. auf.
    3) Die Postagentur BAMBERG 6 wurde erst am 28.12.1907 eröffnet.
    4) Sterne in dieser Größe und Form gab es bei den Zweikreisern nicht.
    5) Der Einkreisstempel entspricht keinem damals in Verwendung befindlichen Stempeltyp, er sieht den Stempeltypen entfernt ähnlich (Nachzulesen bei Dr. Helbig BPP)

    Zu den "obligatorischen Löchern" zitiere ich wieder aus dem MICHEL:
    Die Telegrafenmarken in Markwährung wurden sowohl in den Telegrafenämtern als auch in Post-und Bahnstationen mit zusätzlichem Telegrafenbetrieb verwendet. Sie kommen daher mit Entwertungen mittels Telegrafenstempel der Telegrafenämter und mittels regulärer Poststempel vor. Laut Vorschrift mußten die Marken zusätzlich gelocht werden, ab 1878 konnte die Lochung auch durch Federstrich ersetzt werden. Es kommen auch Entwertungen mit Dienstsiegel und Durchlochung vor. Nur mit Dienstsiegel entwertete Marken dienten der Gebührenverrechnung. Bei allen gebrauchten Telegrafenmarken ist eine Prüfung dringend zu empfehlen!

    Dieses Los (o.O.) ging am 7.3.2005 über die "Ebay-Kante". Der Verkäufer hat auf meine Nachfrage hin den Sachverhalt bezüglich Stempel nachträglich hinzugefügt. Man beachte: Es gab danach auf dieses Los immerhin drei Gebote, und die Marken gingen für EURO 3,10 weg!

  5. #5
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Frage Rätsel: Welche Fehler machten die Fälscher? Nr.2

    Ich stelle mal diesen Scan kommentarlos ein. Nur soviel: Der Verkäufer erklärte diese Marke in diesem Zustand direkt vom Prüfer erhalten zu haben.
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  6. #6
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @abrixas:

    Extreme Frühverwendung eines Stegstempels. Nicht literaturbekannt und total selten. Über Stempelfarbe und Abdruck reden wir dann nicht mehr...

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  7. #7
    Pilstrinker Avatar von Oliver Graf
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    Eine Sensation! Bayern brachte bereits 1847 Dienstmarken heraus. Und dann in dieser Druckqualität. Von der Erhaltung dieses alten Stückes mal ganz abgesehen.

  8. #8
    D 45/49, Eire, RhB, Dernb Avatar von ralph
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    Es eröffnen sich also neue Sammlungsperspektiven.

    Es handelt sich um einen Vorläufer Berlin (West), siehe Stempel Berlin-Charlottenburg 2. Es kann jetzt die Theorie aufgestellt werden, dass bayrische Dienstmarken auch in Berlin gültig waren, dies war mir bisher unbekannt. In den einschlägigen Verordnungen steht jedenfalls nicht, dass diese Marken ungültig waren.

    Wer es nicht ganz so optimistisch sehen will, kann natürlich auch von einer reichlich ungeschickten Fälschung sprechen.

    Ralph.
    Viele Grüße aus Berlin, Ralph

  9. #9
    oldie
    Gast

    Dienstmarkenfrankaturen im "Ausland"

    Zitat Zitat von ralph
    Es handelt sich um einen Vorläufer Berlin (West), siehe Stempel Berlin-Charlottenburg 2. Es kann jetzt die Theorie aufgestellt werden, dass bayrische Dienstmarken auch in Berlin gültig waren, dies war mir bisher unbekannt. In den einschlägigen Verordnungen steht jedenfalls nicht, dass diese Marken ungültig waren.

    Wer es nicht ganz so optimistisch sehen will, kann natürlich auch von einer reichlich ungeschickten Fälschung sprechen.

    Ralph.

    Bayrische Dienstmarken waren auch in Berlin (ebenso wie im gesamten Reichsgebiet) frankaturgültig. Allerdings nur auf Antwortteilen von Postkarten mit bezahlter Antwort, die an einen zur Verwendung von Dienstmarken berechtigten Empfänger in Bayern gerichtet waren.

    So kenne ich eine größere Anzahl von mit Dienstmarken der Schweiz frankierten Antwortkarten des internationalen Verkehrs, die im Ausland bei der Augabe gestempelt wurden und an eine entsprechende amtliche Dienststelle in der Schweiz gerichtt sind.

    Ob meine Bayern betreffenden Überlegungen rein theoretischer Natur bleiben, kann sich erst klären, falls tatsächlich einmal eine derartige Antwortkarte auftauchen sollte. Im innerbayrischen Verkehr sind m.W. mit Dienstmarken frankierte Antwortkarten an Behörden bekannt.

    Was sagt eigentlich die ARGE Bayrn zu diesem Thema???
    Geändert von oldie (14.03.2005 um 00:50 Uhr)

  10. #10
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Frage Rätsel: Welche Fehler machten die Fälscher? Nr.3

    Mit der Nr. 2 hat es es ja recht amüsante Antworten gegeben. Ich habe mich nur gewundert, dass sich keiner zum Prüfstempel von Dr. Helbig BPP bzw. dem INFLA Prüfzeichen geäussert hat.

    Machen wir die Nummer 3 etwas schwieriger: Es handelt sich lt. Beschreibung des Verkäufers um eine 32c.
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