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Thema: Finanzielle Situation der bislang von der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte geförderten philatelistischen Bibliotheken

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von maystersammler
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    Finanzielle Situation der bislang von der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte geförderten philatelistischen Bibliotheken

    Liebe Sammlerkolleginnen und -kollegen,

    die Stiftung hat für das Jahr 2015 keine (?) Stiftungsmittel für die philatelistischen Bibliotheken zur Verfügung gestellt. Offenbar ist mindestens die philatelistische Bibliothek Hamburg dadurch in akute Bedrängnis geraten. Es sollen 50 % des Etats für 2015 fehlen. Wie sieht es bei den anderen Bibliotheken aus?


    Frage an den Vorstand:
    Wie verhält sich der BDPh als Interessenvertreter der Sammlerinnen und Sammler in Deutschland zu dieser Sachlage? Während andernorts emsig diskutiert wird, kann ich weder im Forum noch auf der Homepage Substantielles dazu finden.


    Die philatelistischen Bibliotheken in Deutschland sind eine erstklassige Errungenschaft! Die jetzige Situation ist nach meiner persönlichen Einschätzung eine echte Katastrophe für die deutsche Philatelie.

    Mit freundlichem Gruß

    maystersammler

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Jens
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    Moin,

    mich erinnert die Situation an den unrühmlichem Philatelistentag 2011 in Wuppertal an (zumindest schwingen die Ereignisse von dort mit). Es gibt Begehrlichkeiten und Forderungen - aber keiner sagt, wo das Geld dafür her kommen soll. Ja, es muß gespart werden - aber nur nicht bei mir!

    Mangelnde Kommunikation ist dabei ein zentraler Punkt und die Entwicklung war absehbar. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder brutal sparen. Wenn man dabei auf jeden gut gemeinten Rat höhrt, kommt man zu keinem Ergebnis - aber eine Diskusion wäre wünschenswert gewesen.
    Oder man schaut mal, wo denn die benötigten Einnahmen herkommen. Ein Bibliotheks - Soli von 1,50 Euro - tut der wirklich so weh? Und er würde die benötigten finanziellen Mittel für den Erhalt der Bibliotheken bereitstellen. Warum sollen derartige Einrichtungen und Veranstaltungen nur von Versandhändlern und Auktionatoren finanziert werden?
    Die Landesverbände, die seinerzeit gegen eine Beitragserhöhung stimmten, traten auch für eine zweijährige Ausrichtung der Philatelistentage ein. Der Vorwurf, dass sich dabei der eine oder andere ganz wesendlich von der Übernahme der Reisekosten hat leiten lassen, stand dabei auch im Raum ...

    Ich denke, dass man vielleicht auch mal auf der Einnahmenseite etwas bewegen könnte und sollte. Unpopulär wird die Entscheidung so oder so.

    Gruss

  3. #3
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    Mit dem Gesicht zum Volke. Nicht mit den Füßen in 'ner Wolke,....(Gerhard Schöne)

    Wer von den BDPh Mitgliedern im Kuratorium hat der Streichung der Zuschüsse in der Art und Weise zugestimmt?
    (Wer ist überhaupt aktuell im Kuratorium?)

    Warum haben Sie diese Entscheidung und dann so kurzfristig getroffen?

    Was haben Sie bisher unternommen, um die Bibliotheken weiter am Leben zu erhalten? Was werden Sie tuen?

    Warum halten Sie es nicht für nötig, die Öffentlichkeit sprich Sammler, Philatelisten usw. über so eine wichtige Entscheidung zu informieren?

    Aus meiner Sicht ist die Informationspolitik des BDPh wieder absolut grottig!
    Mittlerweile muss sogar befürchtet werden, dass solche wichtigen Diskussionen zu Ihrer Arbeit wieder von einem Moderator bewusst abgewürgt werden.
    Denken Sie ernsthaft, dass Sie so die Situation beruhigen können? Meiner Meinung nach steigt so der Frust noch weiter und die Gerüchteküche brodelt noch stärker.
    Ist dies in Ihrem Interesse?

    Fehldruck

  4. #4
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    Bei besserer Information und bei Wahrnehmung seiner Aufgaben sollten Rettungsmaßnahmen sofort und koordiniert und schnell vom BDPh ausgehen.
    Das würde ich von einem Verband erwarten, der alle Briefmarkensammler vertreten will und die Philatelie und nicht nur die "philatelie" im eigenen Interesse unterstützen.

    Wir alle können etwas tuen.
    Hier der Hilfeschrei der Hamburger Bibliothek (ich nehme mir mal im Sinne der guten Sache das Recht heraus, diesen Aufruf von einem anderen Forum zu kopieren- Herr Petry hat diese offizielle Post dort veröffentlicht)

    Hallo an alle Leser,

    folgendes Mail, als offizielle Verlautbarung der Philatelistischen Bücherei Hamburg, hat mich soeben erreicht:

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Zwei Wochen vor Jahresende teilte uns die „Stiftung zur Förderung von Philatelie und Postgeschichte“ mit, dass sie sämtliche Fördermittel für unsere Bibliothek zum 1.1.2015 gestrichen hat!

    Damit fehlen über 50% unseres Etats, ein Loch von 27.000,- €!! Uns ist somit die Existenzgrundlage entzogen worden. Wir können die bewährte, langjährig für uns tätige Bibliothekarin nicht mehr beschäftigen und wir können die derzeitigen Mietkosten nicht weiter tragen.

    Was wird aus den Beständen?

    Über 23 000 Bände sind archiviert, aus Ausstellungsführern und Jahresberichten wurden über 12 000 Aufsätze katalogisiert. Zusätzlich haben wir über 60.000 Artikel aus frühen Zeitschriften verzeichnet. Dies ist ein riesiger Fundus für jedes Sammelgebiet. Sollen diese Informationsquellen für immer unzugänglich in einem Keller verschwinden?

    Seit über 40 Jahren wird der kundige Auskunftsdienst geschätzt, nicht nur von Sammlern, Journalisten und Juroren, sondern auch von Auktionatoren und Händlern. Die Bestände der Bibliothek werden sowohl in der Orts- als auch in der Fernleihe, auch innerhalb von Europa genutzt – alles getragen durch die Mitarbeit vieler ehrenamtlicher Helfer.

    Um Lösungen zu finden, brauchen wir Zeit und finanzielle Mittel!

    Wenn Sie uns unterstützen wollen, werden Sie Mitglied!

    Sie finden ein Anmeldeformular für die Mitgliedschaft auf unserer Website. Bitte senden Sie dieses zusammen mit einer Kopie Ihres Ausweises (Vorder- und Rückseite) und der Anerkennung unserer Benutzungsordnung zu. Sie erhalten von uns Ihren Leseausweis und die Spendenbescheinigung über Ihren Beitrag.


    Wenn Sie spenden möchten, bitte auf folgendes Konto:

    Postbank Hamburg BIC: PBNKDEFF
    IBAN: DE09 2001 0020 0003 3612 03

    Nennen Sie uns für eine Spendenbescheinigung bitte Ihre vollständige Adresse.


    Gemeinsam können wir etwas erreichen. Vielen Dank!
    Ihr Bibliotheksteam aus Hamburg

    Mit freundlichen Grüßen

    Philatelistische Bibliothek Hamburg e.V.

    Hausanschrift:
    Schloßstraße 12
    22041 Hamburg

    Postanschrift:
    Postfach 702252
    22022 Hamburg

    Telefon: 040-2512340
    Internet: www.philatelistische-bibliothek.de
    E-Mail: auskunft@philatelistische-bibliothek.de

    Öffnungszeiten:
    Dienstag: 14 - 18 Uhr
    Donnerstag: 14 - 19 Uhr
    1. Samstag im Monat: 10 - 13 Uhr

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Beste Grüße aus Hamburg!

    Claus Petry


    Also spenden oder/und Mitglied werden. Zudem würde ich es gut finden, wenn das Thema in möglichst vielen philatelistischen Foren besprochen wird.
    Vielleicht finden sich Sponsoren, weitere Ideen und eventuell wird durch Meinungsbekundung die nötige Öffentlichkeit erzeugt, um weitere Entscheidungen zu beeinflussen und endlich einen transparenten Verband zu erzwingen.

    Ich spende.

    Fehldruck

  5. #5
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Es nützt ja nichts - die Stiftung nimmt wegen des gegenwärtigen Zinsniveau immer weniger Geld ein. Wenn weniger eingenommen wird, kann nur weniger ausgegeben werden.

    Also schließe ich mich Fehldruck an und mache ebenfalls eine Spende an die Philatelistische Bibliothek Hamburg e.V..

    Ich hoffe auf viele Nachahmer, dann sollte die Lücke doch geschlossen werden können!?
    Geändert von Harald Krieg (22.12.2014 um 19:23 Uhr)

  6. #6
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    Es waere doch schoen, wenn alles etwas "moderner" waere. Spende ueber Paypal waere toll. Dann einfach einen Spendenaufruf auf der BDPh-Homepage - man sollte es zumindest probieren.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Fehldruck Beitrag anzeigen

    Wer von den BDPh Mitgliedern im Kuratorium hat der Streichung der Zuschüsse in der Art und Weise zugestimmt?
    (Wer ist überhaupt aktuell im Kuratorium?)
    Fehldruck
    Im Frühjahr 2013, also ein halbes Jahr vor den Neuwahlen in Heidenheim, hat der alte Bundesvorstand turnusmäßig die vom BDPh zu benennenden Kuratoren der Stiftung mit den bisherigen Mandatsträgern wieder bestellt. Aktuell sind Dr. Eckhard Bergmann, Uwe Decker, Franz Fischer, Dr. Heinz Jaeger und Franz Karl Lindner für den BDPh, Holger Bartels, Oliver Brandes und Lutz Richter für die Deutsche Post, Dr. Andreas Hahn für die Museumsstiftung und Dr. Ulrich Teichmann für das Bundesministerium der Finanzen berufen.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Uwe Decker Beitrag anzeigen
    Im Frühjahr 2013, also ein halbes Jahr vor den Neuwahlen in Heidenheim, hat der alte Bundesvorstand turnusmäßig die vom BDPh zu benennenden Kuratoren der Stiftung mit den bisherigen Mandatsträgern wieder bestellt. Aktuell sind Dr. Eckhard Bergmann, Uwe Decker, Franz Fischer, Dr. Heinz Jaeger und Franz Karl Lindner für den BDPh, Holger Bartels, Oliver Brandes und Lutz Richter für die Deutsche Post, Dr. Andreas Hahn für die Museumsstiftung und Dr. Ulrich Teichmann für das Bundesministerium der Finanzen berufen.
    Das deckt sich aber - was die Besetzung durch den BDPh angeht - nicht so ganz mit der offiziellen (über die Homepage des BDPh aufrufbaren) website der Stiftung. Da sieht die BDPh Besetzung (Stand 22.12.2014 - 20:10 Uhr) wie folgt aus:

    Für den Bund Deutscher Philatelisten e. V. die Herren:

    Uwe Decker, Im Brühl 4, 72406 Bisingen
    Dr. Heinz Jäger, Turmringer Str. 228,79539 Lörrach
    Alfred Schmidt, Bornschestr. 10, 39340 Haldensleben (Designiert, wird auf der Kuratoriumsitzung 1/2014 bestellt)
    Werner Müller, Fliederweg 13, 44532 Lünen (Designiert, wird auf der Kuratoriumssitzung 1/2014 bestellt)
    Michael Fukarek, Wallstr. 11, 16321 Bernau b. Berlin (Designiert, wird auf der Kuratoriumsitzung 1/2014 bestellt)

  9. #9
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    Zitat Zitat von zensurpostsammler Beitrag anzeigen
    Das deckt sich aber - was die Besetzung durch den BDPh angeht - nicht so ganz mit der offiziellen (über die Homepage des BDPh aufrufbaren) website der Stiftung. Da sieht die BDPh Besetzung (Stand 22.12.2014 - 20:10 Uhr)
    Die auf der Homepage avisierte Änderung konnte aus formalen Gründen noch nicht umgesetzt werden.

  10. #10
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    Am 14. Dezember 2014 wurde von mir bereits hier im Forum veröffentlicht:
    (Auszüge)

    „Die Stiftung wurde 1966 von der Deutschen Bundespost und dem BDPh gegründet. Die Erlöse der Zuschlagsmarken sollen dabei für Ausstellungen, Bibliotheken, Literatur, Fälschungsbekämpfung, Forschung, internationaler Kontakte, Jugendphilatelie, etc. verwendet werden.

    Leider sind die Erträge aus Kapitalanlagen deutlich rückläufig und die Zuschlagserlöse der Ausgabe „Tag der Briefmarke“ ebenfalls.

    Bei den Empfängern der Fördergelder wird noch vor Weihnachten das blanke Entsetzen ausbrechen, wenn die für 2015 beschlossenen Zuwendungen bekannt werden. Alleine beim BDPh macht die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr einen sechsstelligen Betrag aus. Damit kein Missverständnis auftritt: Sowohl als Kuratoriumsmitglied, als auch als Vorstandsvorsitzender der Stiftung trage ich die Beschlüsse voll mit. Man kann nur das ausgeben, was unter dem Strich übrig bleibt und nicht über die Verhältnisse leben.

    Den BDPh trifft das nicht unvorbereitet und der Bundesvorstand hat gestern (Anm. 13.12.14) bei konstruktiven und durchaus kontroversen Diskussionen einen guten Haushalt mit Stiftungsmitteln vorbereitet, bei dem wir voll handlungsfähig sind. Wir freuen uns, diesen dem Verwaltungsrat bei der nächsten Sitzung vorzustellen. Auch wenn unser Reformeifer vielen zu schnell und zu weit geht, führt kein Weg daran vorbei. Dass wir bei einschneidenden Veränderungen auch für Kritik angreifbar sind ist selbstverständlich.“

    Das Mitleid mit dem BDPh hielt sich darauf in Grenzen, Spendenaufrufe wurde keine getätigt. Der BDPh ist von keinem der anderen Förderempfänger beauftragt öffentliche Stellungnahmen abzugeben und hat auch bei keiner Bücherei oder der DPhJ Detaileinblick in die Finanzen und nun anstehenden Entscheidungen. Was sollen wir veröffentlichen ?

    Selbstverständlich steht der BDPh in Kontakt mit der Bücherei in Hamburg und über den Nutzen dieser Einrichtung sind sich wohl alle einig. Weder Frau Schwanke noch ich fühlen uns berufen, über unser gestriges Telefonat eine öffentliche Erklärung abzugeben. Wir suchen nach umsetzbaren Hilfen und Lösungen.

    Ebenso selbstverständlich sind Spendenaufrufe hier im Forum und vor allem die Werbung von Mitgliedschaften erwünscht. Auch Diskussionen mit Ideen zur Mittelbeschaffung, letztendlich Geld, helfen. Dauerschuldzuweisungen bis hin zu persönlichkeitsverletzenden Äußerungen wie in anderen Foren sind allerdings unerwünscht. Den heutigen Aufruf der Bücherei werden wir morgen auf die Homepage stellen und da wird er bis ins neue Jahr an oberster Stelle stehen.
    Geändert von Uwe Decker (23.12.2014 um 00:45 Uhr) Grund: Fett und unterstrichen - getroffene Hunde bellen immer noch.

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