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Thema: Allierte Besetzung Block 1 als Mischfrankatur mit Berlin Mi 47 abgestempelt Berlin Charlottenburg 2 az

  1. #11
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    Zitat Zitat von Juergen Kraft Beitrag anzeigen
    An dem Brief gefällt mir alles.
    Mir gefallen die Stockflecken auf dem Block nicht so sehr, aber gut...

  2. #12
    Registrierter Benutzer Avatar von Juergen Kraft
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    Hallo Welwitsch,

    mich stören die Stockflecke überhaupt nicht. Ich sammle sicher nach sehr eigenen Maßstäben. Natürlich berücksichtige ich den Handelswert. Deshalb wurde ich ja nicht Höchstbieter. Mir ging es, unter anderem, um die Mischfrankatur Bizone/Berlin. Es ging mir auch um mehrere andere Kleinigkeiten, die mit dem Wert überhaupt nichts zu tun haben.

    Solche Belege sind auch nicht für die Ausstellungssammlung
    Jürgen Kraft, Apt. 17, 38612 El Medano, Tenerife-Sur - Spanien
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  3. #13
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    Hallo,
    Vielen Dank erst mal fuer die sehr ausgiebigen + sachkundigen Aussagen bezueglich des Briefes.
    Ich werde den Brief pruefen lassen, wobei mir der fehlende frz Ankunftsstempel etwas Sorgen bereitet.
    Kann sich dabei ein Problem ergeben, womoeglich nicht pruefbar oder als nicht echt gelaufen klassifiziert?
    Ich weiss leider nicht , wie die Pruefer das handhaben.
    Noch eine Anregung am Rande:
    Vielleicht waere ein erfahrener Sammler oder Experte in der Lage, eine Checkliste zu erstellen, an Hand derer man ganz methodisch Briefe auf deren Authentizitaet vorab pruefen koennte. so dass das Risiko eines Fehlkaufes reduziert waere.
    Nochmals vielen Dank + Gruesse Burkhard

  4. #14
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Zitat Zitat von Juergen Kraft Beitrag anzeigen
    ich sehe in dem Stempel genau zwei "N". Beide sind aus dem selben Typenguss. Durch den Einbau kann es zu winzigsten Abweichungen kommen. Trotzdem sind beide "N" einfach und eindeutig, als gleiche Typen zu erkennen. Welches "N" soll denn breiter sein?

    Das dir die unterschiedliche Stempelfarbe "persönlich nicht gefällt" halte ich für eine sehr befremdliche Aussage.
    Hallo Jürgen,

    das eine N in Berlin ist schmal, das andere N in Charlottenburg breit. Und die Stempelfarbe gefällt mir immer noch nicht. Was soll daran befremdlich sein? Das ist meine persönliche Meinung. 1950 ist jetzt nicht mehr die unmittelbare Nachkriegszeit. Von daher hätte ich eine eher schwarze Stempelfarbe erwartet.

    Um den Brief abschliessend zu beurteilen, muss man ihn im Original vorliegen haben.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    www.bdph.de und www.arge-belux.de

  5. #15
    Registrierter Benutzer Avatar von Juergen Kraft
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    Zitat Zitat von Lars Böttger Beitrag anzeigen
    ... das eine N in Berlin ist schmal, das andere N in Charlottenburg breit..Lars
    Hallo Lars,

    deine Aussage ist einfach falsch. Richtig muss es heißen: das eine N in Berlin scheint schmal, das andere N in Charlottenburg scheint breiter. Das Problem rührt daraus, Vergleichsmaterial zu ignorieren. Dazu können noch weitere, mir gut bekannte Probleme kommen. Fangen wir langsam an. Sehen die "N" auf diesem Abschlag auch so aus?

    Fahren wir fort. Stempeloberflächen sind nicht plan. Die stempelnden Teile stehen unterschiedlich hoch, werden aber auch von unterschiedlich hohen Unterlagen beeinflusst. Betrachte den Abschlag auf der roten Marke.

    Name:  gleiche-N.jpg
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Größe:  58,3 KB

    Vergleiche einmal das "N" in CHARLOTTENBURG auf allen Abschlägen. Auf dem Abschlag oben im Bild sieht man das "N" rechts, mit extremen Quetschrändern, Das "E" links davon satt eingefärbt. Die Ursache ist einfach. Bei dem Abschlag steht das "N" tiefer als das "E". Das Metall des "E" wird gar nicht in die Unterlage gepresst, sondern gibt, bevor das Metall selbst das Papier berührt, die Farbe ab. Wenn du meinen Stempellehrgang im Internet einmal verfolgt hast, scheitern viele Leser genau an diesem Punkt. Es geht darum, die Bandbreite möglicher individueller Abschläge, aufgrund von Gerätezustand und Gerätebeschaffenheit (was liegt in welcher Höhe?) und unebenen Unterlagen korrekt zu berücksichtigen.

    Im konkreten Fall muss man die beiden "N" auf Abschlägen vergleichen, die jeweils nicht verwackelt sind und deutliche Quetschränder zeigen. Spätestens dann sieht jeder, dass die beiden "N" aus dem selben Typensatz sind. Das "N" in BERLIN könnte auch minimal gekippt im Gerät stehen. Dadurch könnte eine der Senkrechten nach außen nicht vollständig abschlagen, nach innen aber zusätzlich Farbe aufgenommen haben und wieder abschlagen. Dann scheint es schmaler.

    Es geht also nicht darum, was scheint, sondern darum, was man aus immerhin vier Abschlägen, für Tatsachen erkennen kann. Sieht man noch die sechs Abschläge aus der Stempeldatenbank an, gewinnt man weitere Erkenntnisse.

    Zuletzt schreibe ich auch noch gerne, was auf mich befremdlich wirkt, obwohl ich es eigentlich schon ausgedrückt hatte. Das zu der Zeit, genau an dem Tag, genau dieses Stempelkissen nicht so eingefärbt war, ist nur eine nicht zutreffende Vermutung. Ich habe eben 200 Berlin-Briefe aus der Zeit durchgesehen, die zufällig hier neben mir liegen, um einen tiefschwarzen und solche grauen Abschläge nebeneinander zu sannen. Leider sind die meisten Abschläge unterschiedlich grau und fast keiner ist schwarz. Das geht noch bis 1953. Da war der Haufen dann zu Ende. Da hättest schwarze Farbe erwartet? Ja die gab es bei den Versandstellenstempeln "as", "ax" und ein paar Postämtern. Normal ist hell- bis dunkelgrau. Der "az" war in 1953 dann tatsächlich dunkler. Auf dem sauberen Abschlag aus 1953 vom "az" ist das Bild abgedunkelt. Die Farbe ist auch nicht schwarz.

    Zuletzt noch die Frage nach dem Ankunftsstempel. In Frankreich waren die zu der Zeit bei einem normalen Einschreiben nicht mehr überall üblich. Siehe Bild von einem Einschreiben aus Belgien nach Frankreich. Interessanter fände ich, ein Einschreiben um 1950, nach Frankreich, mit französischem Ankunftsstempel, aus diesem Ort, zu zeigen.

    Name:  einschreiben-1950-frankreich-ohne-ankunftsstempel.jpg
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    Die Prüfung dieses Briefs ist extrem einfach und lässt keine Fragen offen. Ganz unabhängig davon zeigt uns der Beitragsstarter auch ein Bild der Rückseite. Der Brief ist aus einer, mir nicht unbekannten, philatelistischen Korrespondenz. Das wäre aber nur ein Indiz, deshalb hatte ich es bisher nicht erwähnt. Eventuell setze ich meinen Stempellehrgang an dem gezeigten Brief fort.
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  6. #16
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    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für die ausführlichen und aufschlussreichen Antworten! Wie gesagt, was für Dich "ganz einfach" ist, muss für einen anderen noch nicht offensichtlich sein.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  7. #17
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    Hallo,

    noch ein Hinweis auf den Messeblock. Wer einmal so einen ungewaschenen Block gesehen hat, dem ist sicher das glatte Papier aufgefallen. Bei der Papiersorte schlägt von hinten meist der Gummi durch. So auch bei dem gezeigten Brief. Das lässt den Brief zusätzlich schlecht aussehen. Die Farbe a, b oder c wurde auch nicht gestellt. An dem blassen Scan kann man weder die Stempelfarbe originalgetreu sehen, noch die Farbe der 30 Pf. beurteilen. Eventuell lohnt sich ja dafür die Prüfung.

    Hier aber noch zwei Bilder. Der Block auf Brief zeigt zwei Stempelabschläge. Vergleicht einmal "TE..." auf den beiden Abschlägen. Was sieht man?

    Name:  te-detail.jpg
Hits: 173
Größe:  24,8 KB

    Name:  messeblock-900.jpg
Hits: 183
Größe:  103,0 KB

    Hier noch ein Ausschnitt aus einem Berlinstempelabschlag. Was ist davon zu halten?

    Name:  berlin-echt-oder-falsch-600.jpg
Hits: 180
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