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Thema: Bestimmung der Taxierungen des Auslandsbriefes

  1. #1
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    Bestimmung der Taxierungen des Auslandsbriefes

    Hallo,

    ich habe da schon wieder einen Brief, den ich nicht beschreiben kann.

    Bei grenzüberschreitenden Briefen stehe ich trotz vieler Unterlagen einfach "auf dem Kriegsfuß". Der Brief müßte nach dem Vermerk "frei" im Königreich Hannover in Osnabrück bezahlt worden sein. Datiert ist er vom 14.01.1844. Die Taxierung "3 1/3", sowie die strichene Taxe "2 11/12", nach welchen Tarifen, kann ich mir nicht erklären. Warum wurde der Stempel von Osnabrück gestrichen???

    Ich bitte um Mithilfe, und auch um künftige Unterstützung, damit ich meine Sammlungen ohne gravierende Fehler austellen kann. Ich hätte den Brief gern korrekt beschrieben in meine Sammlung aufgenommen.

    Vielen Dank und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen

    Detlef
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  2. #2
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    Hallo, kann mir keiner die Taxen erklären???

    Mit freundlichem Gruß

    dr31157

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Hallo DR31157,

    es war m. E. ein frankierter Brief, bei dem der Absender 2 4/12 Gutegroschen bezahlte. Diese wurden in Preußen in die preußische Währung Silbergroschen reduziert (umgerechnet) und das Ergebnis mit 3 1/3 Silbergroschen notiert.

    Ohne es zu wissen - ich nehme an, dass die Streichung des Aufgabestempels i. V. m. der Reduktion des Frankos bedeutet, dass es eine Gemeinschaftstaxe gab, die später aufgebröselt wurde zwischen Hannover und Preußen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

  4. #4
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    Hallo bayern klassisch,

    vielen Dank für die Antwort. Aber ...........

    Es handelt es sich um einen in Osnabrück freigemachten Brief "frei" vom 14.01.1844 nach Stadtbergen bei Augsburg in Bayern. Die Entfernung dürfte ca. 80 Meilen betragen. Danach müsste der Brief normal über 10 - 12 Ggr nach Hannoverscher Taxe von 1834 kosten. Eine Addition der Taxen scheint mir als zu geringes Franco. Die Reduktion von 2 4/12 Ggr (2 Ggr 4 Pf) ergibt lediglich 2 Sgr 10 Pf. Den Postverein gab es da ja noch nicht....

    Ich bleibe ratlos....

    Mir freundlichem Gruß
    DR31157

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Hallo DR31157,

    Stadtbergen bei Augsburg kann niemals gemeint sein, weil das keiner in Norddeutschland erkannt hätte, wenn nicht "bey Augsburg in Baiern" dazu geschrieben worden wäre. Wie du richtig schreibst, hätte das Franko gar nicht ausgereicht und Hannover hätte den Brief niemals Preußen geben dürfen, sondern Taxis geben müssen, welches über Frankfurt - Aschaffenburg - Würzburg - Augsburg den Brief instradiert hätte.

    Der Ort muss also in Preußen liegen.

    Die Reduktion kommt in etwa hin - es kann sein, dass in einem Postvertrag Hannovers mit Preußen Währungsrundungen vorgenommen wurden, so dass es nicht immer arithmetisch gut aufgehen muss.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Geändert von bayern klassisch (09.07.2014 um 21:09 Uhr)
    Beatus ille, qui procul negotiis

  6. #6
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Glandorf liegt zwischen Osnabrück, Bad Iburg und Münster. Ich nehme an, dass es dort irgendwo noch ein Stadthagen gibt.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  7. #7
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    Hallo bayern klassisch,

    ja das ist sehr dubios. Es handelt sich aber nicht um Stadthagen, sondern um Stadtbergen. Aber ein weiteres Stadtbergen kann ich nirgends im Internet oder Feuser finden. Bei Wikipedia habe ich Stadtberge(n) gefunden, was heute Marsberg im Sauerland ist. Vom Franco könnte evtl. hinkommen, aber ich bekomme die Taxen nicht wirklich plausibel erklärt.

    Es ist leider nicht befriedigend....

    Mit freundlichem Gruß
    dr31157

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Sorry - hatte Stadthagen geschrieben, aber Stadtbergen gemeint. Auf jeden Fall ist dieser Ort nicht in Bayern - Preußen wäre für mich wahrscheinlich. Vermutlich heißt der Ort heute anders, ist gewüstet worden oder eingemeindet.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Michael D
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    Hallo,

    Stadtbergen im Kreis Brilon, RB Arnsberg war gemeint. Es hatte eine Post-Espedition II.Klasse und wurde 1872 in Nieder-Marsberg umbenannt.
    Der Stempel "Porto v. Osnabrück" verweist auf einen Teilfranko-Brief. Laut van der Linden wurde der Stempel in Münster geführt.

    Gruß
    Michael
    Preußen und Transite

  10. #10
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    Hallo bayern klassisch,

    ist wohl Stadtberge(n) im Sauerland. Vielleichtg meldet sich sich noch jemand, der sich besser auskennt.
    Vielen Dank!

    mit freundlichem Gruß
    dr31157

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