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Thema: Realitätsferne "Michel Katalogpreise"

  1. #41
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    In meinen Augen sind die Michel Katalogpreise eh nur für Ladengeschäfte gemacht. 100 % Michel hätten die Händler gerne für Briefmarken. Gut das es Ebay gibt. Ich denke Ebay spiegelt schon sehr gut den Wert von Briefmarken wieder. Es kommt aber immer darauf an wieviele sich gerade für eine Auktion interessieren. Darum sind viele Auktionen am Wochenende, weil man sich mehr Interessenten verspricht.

    Viele Grüße

  2. #42
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Du darfst aber nicht Ladengeschäfte mit ebay Händlern oder Privatanbietern verwechseln. Ladenhändler haben ganz andere Unkosten und leben vom Briefmarkenhandel. OK, nun kommt wieder die Diskussion wozu man eigentlich Ladenhändler braucht...
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  3. #43
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    ist mir schon klar das Ladenhändler Unkosten haben und von Briefmarken leben müssen. Aber mein Mitleid hält sich in Grenzen. Was wäre wenn es kein Internet geben würde? Wir Briefmarkensammler würden wie die Lemminge weiterhin zum Briefmarkenladen an der Ecke laufen und überteuerte Ware kaufen. Und dann noch Glauben bei 70 oder 80 % des Katalogpreises ein Schnäppchen gemacht zu haben. Die Zeit der Briefmarkenläden ist vorbei. Genauso wie die Tante Emma Läden seit Anfang der 70er Jahre.
    Viele Grüße

  4. #44
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Alle reden immer von eBay, als wenn es keine anderen Anbieter gibt.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eBay zwar der größte Player ist, aber gerade bei eBay die wildesten Ergebnisse nach unten und nach oben erzielt werden. Auch die bösen Buben scheinen eBay ganz besonders zu lieben.

    Bei anderen Internetauktionshäusern sieht das oft ganz anders aus. Die Preise sind - gefühlt - realistischer. Insbesondere weil es oft keine Mindestpreise, Einstellgebühren, Paypalzwang ohne Kostenweitergabe und hohe Provisionen gibt.

    Beim polnischen Auktionshaus www.Allegro.pl bieten z.B. viele Händler ihr Material an - typische Ladengeschäft sind in Polen Mangelware. Oft wird zum minimalen Ausrufpreis angeboten und Puschen würde sofort bemerkt. Trotzdem ergeben sich komischerweise meist realistische Preise in Relation zum polnischen Katalog. Klar gibt es Ausreißer auf Grund der Qualität und bei Spezialinteressen - es soll doch glatt Leute geben, die für die letzten Felder in einem Plattierungsbogen mächtig zulangen...

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  5. #45
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    Für mich sind die Notierungen im Michel in Michel-Mark einfach nur ein Anhaltspunkt für den Tausch von Briefmarke gegen Briefmarke.

    Notierungen für Briefmarken, die fast ausschließlich über Auktionen gehandelt werden, sollten im Katalog vielleicht auch als solche markiert werden.
    Ein Beispiel, dass ich da immer gerne nehme: Posthorn-Satz von 1951 in bester Qualität als Bogensatz. Was wäre sowas denn dann wohl wert? Und würde sowas überhaupt im "normalen" Handel gehandelt werden?

    Und als Letztes sollte man sich immer Folgendes vor Augen halten:
    Der Wert einer Sache orientiert sich immer daran, was ein Käufer dafür bereit ist zu zahlen. (<- Das erklärt dann z. B. auch die doch teilweise stark auseinandergehenden Auktionsergebnisse bei ebay) Allein aus diesem Grund sind die Michel-Notierungen kaum auf Real-Geld abzubilden.

    Ergänzen möchte ich das noch mit Folgendem:
    Ich habe vor zwei Wochen bei ebay die 13 Jahrgänge 1967 bis 1979 komplett postfrisch für 19,90 erworben, weil ich meiner Tochter einen Start ins Briefmarkensammeln geben wollte.
    Bei dem Versandhändler Goldhahn, wo ich gelegntlich mal so eine "Wühlkiste" kaufe (daher auch mein Nick), hätte dieser Spass mal eben 130,- gekostet, im Michel notiert ist es mit 439,50. Wie man sieht habe ich nicht mal 5% der Michel-Notierung bezahlt.
    Geändert von Wühler (26.08.2014 um 17:41 Uhr) Grund: Zusatz

  6. #46
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    Richtig,
    die Mi-Redaktion sagt ja auch selber,
    es sind Tauschrelationen/-bewertung für möglichst gleichartiges Material.

  7. #47
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    @Wühler
    Schön...und noch schöner wäre, wenn Du es schaffst, das Interesse Deiner Tochter für die Philatelie
    dauerhaft zu gewinnen.
    Die gibt Einem wirklich ´was, langfristig gesehen...

    Was den ebay-Preis betrifft, gängige Ware erzielt eben auch den entspr. günstigen Preis.
    Spezialitäten insbes. ausserhalb des üblichen Sammelgenres gehen manchmal erst zum vollen Katalogpreis weg.
    Für mein Interesse muss ich stets mit 30 % Mi., oder mehr rechnen.

  8. #48
    Registrierter Benutzer Avatar von PhilaSeiten.de
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    "die Mi-Redaktion sagt ja auch selber, es sind Tauschrelationen/-bewertung für möglichst gleichartiges Material."

    Hallo Bernd,

    kannst Du mir bitte eine Stelle in einem Michel-Katalog oder im Michel-Forum nennen, wo konkret diese Aussage nachzulesen ist ?

    Schöne Grüsse, Richard
    Richard Ebert Philaseiten AG, 88299 Leutkirch
    Datenbanken Philastempel, Inflaseiten, Philawert, Briefmarken-Atteste
    Mitglied BDPh, AIJP (Internationaler Verband der Philatelie Journalisten)

  9. #49
    Pilstrinker Avatar von Oliver Graf
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    Nirgendwo. Wahrscheinlich bezieht Bernd sich auf den alten Slogan von der "Tauschbasis Michel". In den Katalogen wird an mehreren Stellen angeführt, dass die Bewertungen "auf den im obersten Preissegment des Fachhandels üblichen Verkaufspreisen" basieren.

  10. #50
    Registrierter Benutzer Avatar von PhilaSeiten.de
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    "In den Katalogen wird an mehreren Stellen angeführt, dass die Bewertungen "auf den im obersten Preissegment des Fachhandels üblichen Verkaufspreisen" basieren."

    Hallo OlliG,

    danke für Deine Antwort, entspricht auch meiner Kenntnis. Ich habe mir zwei Vorträge des Schwaneberger Verlags in München und Sindelfingen angehört, in welchen exakt erklärt wurde, daß bei der Katalogpreisgestaltung die Preislisten des teuersten Händlers (oft: Prophila) für die jeweilige Marke oder den jeweiligen Satz zur Katalognotierung verwendet werden.

    Ich arbeite seit einiger Zeit an einer Analyse der tatsächlich gezahlten Marktpreise, die wahrscheinlich im 4. Quartal fertig wird. Diese betrifft die gezahlten Marktpreise für 20 bis 100 Euro (Achtung: Nicht Katalogpreise). Besonders stark fallend erscheint mir Berlin gestempelt, zum Beispiel:

    - Berlin 34 o gepr. Schlegel = 30 Euro (Michel: 280 Euro) = 11 %
    - Berlin 33 o gepr. Schlegel = 42 Euro (Michel: 550 Euro) = 8 %.

    Schöne Grüsse, Richard
    Richard Ebert Philaseiten AG, 88299 Leutkirch
    Datenbanken Philastempel, Inflaseiten, Philawert, Briefmarken-Atteste
    Mitglied BDPh, AIJP (Internationaler Verband der Philatelie Journalisten)

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