Seite 4 von 9 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 86

Thema: Realitätsferne "Michel Katalogpreise"

  1. #31
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
    Registriert seit
    09.2005
    Beiträge
    2.696
    Als die Michelpreise von DM auf Euro umgestellt wurden, ist das mit den 1,8 Millionen Briefmarkenpreisen erstmal in Katalogen ziemlich rasch möglich gewesen.
    Kontinuierlich war einiges möglich, ohne dass der Schwanebergerverlag deswegen gleich Konkurs anmelden musste.
    MICHEL ist doch keine BIBEL um daran (in „Übergangsphase“) starr an Preisvorgaben zu gehen. So problematisch wie du sehe ich das nicht.
    In Katalogen wäre vermerkt, wann welche Kataloge (Gebiete) preislich angepasst werden. Ohnehin werden bestimmte Preise auch heute „angepasst“ (in MICHEL-Manier) und ohnehin werden gerade durch die Digitalisierung auch nur bestimmte Gebiete der Kataloge herausgegeben. (MDS zum Beispiel wird es nicht als ganzes geben, sondern nur Gebiete davon). Und es muss nicht so schnell alles geschehen, was alles durchaus möglich wäre, wenn man Preise einführt, die mit Realität etwas mehr was zutun haben als die bisherigen.
    Wo Wille wäre, da gebe es auch machbare Wege.
    Beispiel: Einst hatte ich mit Schwanebergerverlag ein Disput wegen MDS in Farbe. Und einst hieß es auch mit aller Kunst der Rede dass das völlig unmöglich sei… Nach ca. 3 Jahren danach (2005) gab es auf einmal den MDS in Farbe.

    Gruß

  2. #32
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    10.2011
    Beiträge
    488
    Selbstverständlich wird sich der Schwaneberger Verlag den Kundenwünschen auch weiterhin anpassen müssen, um auch in Zukunft unangefochten hier die Nr. 1 zu sein.
    Aber immer (möglichst) der Realitität angepasst.
    Hier in meiner Region wird (noch) streng "nach Michel" getauscht, obwohl es natürlich auch andere Kataloge für mein Sammelgebiet gibt (Dömfil, Yvert & T., Scott...), diese sind aber (noch) nicht für mich maßgebend, zumal die Katalog-Nr. nach einem völlig anderen Systemj aufgebaut sind- also nicht kompatibel.
    Ebenso ist in dessen eigenem Forum die Kundenberatung/-behandlung vorbildlich, was auf ein modernes bwl-gerechtes Marketing hindeutet.
    Geändert von Skatbernd (02.05.2014 um 11:24 Uhr)

  3. #33
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    Quickborn a.d.Elbe
    Beiträge
    6.295
    @Jurek
    Du kannst nicht zwei völlig verschiedene Dinge vergleichen und dann sagen da ging es doch auch. S/W und Farbe ist eine Frage der technischen Entwicklung. Vor 10 Jahren hat mich eine Farbseite im Rundbrief das 5-10-fache einer S/W-Seite gekostet. Dies hat sich in den letzten Jahren kräftig verschoben - ist aber immer noch ein Kriterium bei den Kosten. Die Aussage des Michelverlages war also zum damaligen Zeitpunkt richtig und ließ sich auch nicht durch eigene Einwirkung beeinflussen. Die technische Entwicklung hat dann allerdings die Rahmenbedingungen geändert, so dass der Michel Katalog für Katalog umstellen konnte. Ich gehe mal davon aus, dass die Abbbildungen sowie so in Farbe vorgelegen haben.

    Jetzt stell Dir mal vor der Michel stellt die Bewertungen um. Dann musste bei jedem Mi-Preis auch noch angegeben werden, aus welchem Katalogjahrgang. ... und spätestens nach einigen Jahren stimmt wieder alles nicht mehr.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  4. #34
    Registrierter Benutzer Avatar von elmue
    Registriert seit
    07.2010
    Ort
    Neumünster
    Beiträge
    562
    So weit mir bekannt ist, werden Prüfkosten bei höherwertigen Stücken nach den Katalogbewertungen berechnet, d.h., dass man so und so viel Prozent vom Michelpreis als Prüfkosten anfallen. Angenommen man berechnet 4% vom Katalogpreis für eine Prüfung, dann schmälert mir dieses schon wieder den Erlös bei einer Veräußerung des geprüften Stückes. Erhält man dann bei einem Verkauf des Stückes nur 5% des Katalogpreises, dann kann man noch froh sein, wenn die Porto- und Versicherungskosten für die Beförderung gedeckt sind. Nun haben die Prüfer ebenfalls ein "Mitspracherecht" bei den Katalogpreisen (sollte ich hier falsch liegen, bitte ich um Korrektur) und da kommen den Prüfern hohe Preise sehr entgegen. Dass der Handel ebenfalls Einfluss auf die Bewertungen nimmt, dazu fällt mir der alte "Manta-Witz" ein, warum man das Fahrwerk des Mantas so hoch ist, doch nur, damit die Manta-Fahrer selbiges viel tiefer legen können.

    Beste Sammlergrüße


    El Mü

  5. #35
    carolinus
    Gast
    Hallo,

    in welchem Schreckenszustand befindet sich eine höherwertige Marke, die für 5% Mi. verkauft wird?

    Für bestimmte Sammelgebiete sind ungeprüfte Marken praktisch wertlos. Fast alle besseren Marken Altdeutschlands gehören dazu. Das gilt insbesondere auch für Marken, die gestempelt einen hundertfachen Wert der ungebrauchten Marke aufweisen. Wer z.B. Bergedorf, Strelitz oder eine Baden 22 bei ebay gestempelt ungeprüft für 5-10% kauft - genau das ist die Größenordnung der typischen Bescheißerlepreise -, dem ist nicht zu helfen. Niemals! wird ein solcher Stempel als echt geprüft. Ein anderes Beispiel sind die geschnittenen Hamburgmarken. Schnipp, Schnapp und schon ist die Zähnung der späteren Ausgabe ab. Deshalb steht sogar im Michel, wie groß der Rand sein muss. Alles für die Katz: Für 5-10% Michel werden bei ebay eben leider fast täglich auf solche Art verfälschte Gurken gekauft. Also entsteht wieder der Eindruck, echte Marken kosten 10% Michel. - Wer eine Hamburg 1 kaufen will, kann sie nur geprüft erwerben. Einwandfreie schöne Exemplare kosten ab 300 Euro aufwärts.

    Mit geprüft meine ich dabei keinesfalls die unsägliche Bestempelung der Rückseite. Dass Prüfzeichen gefälscht werden, dürfte sich bereits rumgesprochen haben.
    Höherwertige Marken, die aktuell attestiert sind, erzielen jedenfalls ihren Preis. Neben der Echtheit ist allerdings der Erhaltungszustand der entscheidende Faktor für die Preisbildung. Ich kann dir versichern, dass man Marken ab einer bestimmten Qualität weder für 30%, noch für 50% Mi. kaufen kann. Voraussetzung ist selbstverständlich eine aktuelle Attestierung.

    Gruß carolinus
    Geändert von carolinus (02.05.2014 um 17:39 Uhr)

  6. #36
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
    Registriert seit
    09.2005
    Beiträge
    2.696
    @ Michael,
    der normaler MICHEL-Deutschland Katalog hat doch schon auch damals alle notwendigen Farbbilder. Also was soll es!? Man musste quasi dessen Textdateien aus MDS in einem Satzumbruch erweitern. Deswegen gab es auch 2005 (in dem ersten MDS) von den zusätzlichen „Spezial“-Bildern etliche noch in SW, bis sie langsam in nächsten Jahren in Farbe dazu kamen.
    Da wurden nicht wie extra noch im Großstiel Farbbilderdaten angefertigt.
    Im Jahr 2002 oder 2003 (als ich das vorbrachte) war die Odr.-Technik und Kosten dafür nicht viel größer als heute.
    Wenn heute etliche zusätzliche Infos ins MDS eingebaut werden, muss genauso viel Arbeit da hingesteckt werden um die Seiten zu erweitern. Aber das ist alles in vernünftigen Rahmen machbar und wird ab und wann trotzdem immer wieder gemacht!

    @ elmue,
    auch die Prüfkosten sind nicht starr. Die BPP findet schon leicht eine Lösung dafür.
    V e r g l e i c h :
    DDR-MiNr. 527YII anno 2005 = ** 0,70 ME; mit DV 4,-- ME.
    DDR-MiNr. 527YII anno 2010 = ** 850,-- ME; mit DV --,-- ME (weit über 1000 ME).
    Für eine und die gleiche Sache um nur Wz. festzustellen, welche Kosten jeweils? …
    Für alles gibt es gar nicht so komplizierte und machbare Lösungen, wenn man das will!

    Grüße allerseits!

  7. #37
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
    Registriert seit
    10.2006
    Beiträge
    1.328

    Prüfkosten

    Zitat Zitat von elmue Beitrag anzeigen
    So weit mir bekannt ist, werden Prüfkosten bei höherwertigen Stücken nach den Katalogbewertungen berechnet, d.h., dass man so und so viel Prozent vom Michelpreis als Prüfkosten anfallen. Angenommen man berechnet 4% vom Katalogpreis für eine Prüfung, dann schmälert mir dieses schon wieder den Erlös bei einer Veräußerung des geprüften Stückes. Erhält man dann bei einem Verkauf des Stückes nur 5% des Katalogpreises, dann kann man noch froh sein, wenn die Porto- und Versicherungskosten für die Beförderung gedeckt sind. Nun haben die Prüfer ebenfalls ein "Mitspracherecht" bei den Katalogpreisen (sollte ich hier falsch liegen, bitte ich um Korrektur) und da kommen den Prüfern hohe Preise sehr entgegen. Dass der Handel ebenfalls Einfluss auf die Bewertungen nimmt, dazu fällt mir der alte "Manta-Witz" ein, warum man das Fahrwerk des Mantas so hoch ist, doch nur, damit die Manta-Fahrer selbiges viel tiefer legen können.

    Beste Sammlergrüße


    El Mü
    Fast alle Prüfer kennen die möglichen Verkaufspreise genau und setzen fast immer faire Prüfkosten an. Es gibt natürlich auch einige, die unfair sind, aber man darf ja vorher fragen und kann dann entscheiden was man anlegen will oder auch nicht.
    Die Prüfer in meinem Sammelgebiet sind alle fair.
    Geändert von fricke (02.05.2014 um 19:00 Uhr)

  8. #38
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    03.2014
    Beiträge
    39
    Der Schwaneberger Verlag mit seinen Michelkatalogen ist trotz langer Tradition schräg geworden.
    Anstatt dem Vorbild der Kohlhandbücher zu folgen, werden branchenfreundliche Tendenzen seit fünfzig Jahren immer deutlicher in den Vordergrund gestellt.
    Zumindest ein ganz und gar neuartiger Deutschland Normalkatalog hätte gute Chancen ein Erfolg zu werden. Um dieses überaus wichtige Teilgebiet übersichtlich
    und preislich unabhängig zu gestalten rufe ich auf. MfGr der Briefmarkenbaendiger.

    PS Ich wünschte mir bei dieser Diskussion mehr gut recherierte konstruktive Einzelbeieiträge.

  9. #39
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
    Registriert seit
    06.2004
    Ort
    Himmelstadt
    Beiträge
    2.925
    Zitat Zitat von briefmarkenbaendiger Beitrag anzeigen
    Der Schwaneberger Verlag mit seinen Michelkatalogen ist trotz langer Tradition schräg geworden.
    Anstatt dem Vorbild der Kohlhandbücher zu folgen, werden branchenfreundliche Tendenzen seit fünfzig Jahren immer deutlicher in den Vordergrund gestellt.
    Zumindest ein ganz und gar neuartiger Deutschland Normalkatalog hätte gute Chancen ein Erfolg zu werden. Um dieses überaus wichtige Teilgebiet übersichtlich
    und preislich unabhängig zu gestalten rufe ich auf. MfGr der Briefmarkenbaendiger.

    PS Ich wünschte mir bei dieser Diskussion mehr gut recherierte konstruktive Einzelbeieiträge.
    @Briefmarkenbaendiger,

    Hast Du das recherchiert / durch kalkuliert oder woher nimmst Du die Annahme das zumindest ein ganz und gar neuartiger Deutschland Normalkatalog gute Chancen hätte ein Erfolg zu werden? Ich gehe ja schon davon aus dass Du das lebst was Du in Deinem Schlusssatz schreibst.
    Mitglied bei:
    BDPh, APS, RPSL (FRSPL), SG-Lateinamerika, FG Indien, AROS, NTPSC, ONEPS, COPAPHIL etc...

    Sammelgebiete:

  10. #40
    Registrierter Benutzer Avatar von Juergen
    Registriert seit
    03.2008
    Ort
    An der bayrisch, hessischen Grenze
    Beiträge
    547

    Wenn Märkte sich wandeln, sollten die Kataloge nicht nachstehen!

    Als ich noch Bund und Berlin intensiv gesammelt habe, war selbst der Michel-Spezial noch recht normal. Ansätze wie man es anders machen könnte hat z.B. der "Marker"-Katalog aufgezeigt. In Zeiten wo "normal" jeder hat sollte man den Weg gehen und in einen Spezial auch spezial bewerten. Für Bund wäre dies z.B.:
    - Preise für Eckrandstücke. Hierbei Besonderheiten wie Ecke oben rechts unbeschriftet oder besondere Formnummern preislich herausstellen.
    - Beim aktuellen Preisverfall kann man z.B. auch komplette Bogen bei Bund und Berlin mit aufführen und hier eine Bewertung z.B. nach Formnummer und damit enhaltenen Plattenfehlern vornehmen.
    - Im Briefekatalog sollte nicht nur die Einzel- und Mehrfachfrankatur aufgeführt werden, sondern auch Zeiträume zu denen diese als höherwertig anzusehen ist.
    ... Ideen gibt es sicherlich viele.
    Vielleicht wollen die Michel-Kataloge aber auch das bleiben was sie sind: Ein gutes Grundlagenwerk für den Einsteiger. Die Weiterentwicklung des Sammlers erfolgt dann über die Literatur der Arbeitsgemeinschaften. Später wird dieser dann Auktionskataloge der Gegenwart und Vergangenheit studieren und sich sein eigenes Marktbild erstellen.

    Viele Grüße

    Juergen


    PS: Es ist lange her, das ich den letzten Michel-Spezial gekauft habe. Aber zwischen der Spezialliteratur (Ecken z.B.: Törk, Schwarz) und den Michel war damals eine sehr große Lücke. Es muss nicht alles, in allen Details, übernommen werden, aber die wirklichen Spitzen könnte man schon herausstellen.

Seite 4 von 9 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Katalogpreise vs."echte" Handelspreise
    Von katze52 im Forum Kataloge und Katalogpreise
    Antworten: 39
    Letzter Beitrag: 27.03.2013, 16:35
  2. Sind Katalogpreise echte Preise?
    Von Juergen Kraft im Forum Kataloge und Katalogpreise
    Antworten: 52
    Letzter Beitrag: 06.11.2012, 12:05
  3. Katalogpreise Belgische Post für Eupen und Malmedy
    Von knooox im Forum Deutsche Nebengebiete
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 09.07.2009, 20:55
  4. Katalogpreise bei Altdeutschland
    Von andreas-machner im Forum Kataloge und Katalogpreise
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 23.06.2008, 19:03

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •