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Thema: Realitätsferne "Michel Katalogpreise"

  1. #21
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Michel Katalogpreise

    Zitat Zitat von Jurek Beitrag anzeigen
    1/3, 1/10, 1 (=100% und drüber)…
    Der Durchschnitt der Auktionshäuser & Co. schaffen aufgrund von Erfahrungen auch einen Preis zu bestimmen.


    Würden MICHEL-Preise annähernd der Realität entsprechen, würde sich der Beitrag von Lars & Co. zu dem Thema im Grunde erübrigen.
    Aber es wird was vorgegaukelt mit „Großhändler in zentraler Lage“ und sonstiger Schmarrn, an was die „Argumentierer“ selbst nicht glauben, noch keiner ist fähig so einen Händler konkret zu benennen, der 100% MICHEL verlangt …
    Die ganzen Debatten um MICHEL-Preise (auch am Rande z.T. unterschiedliche MICHEL-Katalog-Preise) würden sich auch bei vielen „Tagesträumern“ im Sande verlaufen, würde MICHEL etwas mehr realistische Preise angeben, da „er“ keinen vernünftigen Grund vorgeben kann, solche veraltete Fictionpreisangabevorstellungen dazu machen zu müssen.
    Woher soll der Sammler diesen Preis dann erfahren? Alle Auktions-Kataloge bestellen, und dazu die Händlerlisten? Wie oben schon mehrfach dargestellt, ist eben nur das richtige Verständnis für den richtigen Gebrauch des Katalogs nötig.
    Wenn die Sammlerorganisationen, Argen und Prüfer den Michel mit ausreichend Informationen versorgen, stimmt auch der Preis.

    Zum Beispiel sind mir für die Notopfer 7 postfrisch, Michel 5000 aus den letzten 5 Jahren 4 Auktionsendpreise geläufig: ca. 4650, 4500, 4750, 2750.
    Harlos würde - wenn er sie anbieten würde - sicher 4000 oder 5000€ nehmen. Für mich ist der Michel-Preis damit absolut in Ordnung.
    Harlos nimmt z.B.für die 2FW postfrisch (Michel 120) 100 oder 120€. Postmeistertrennungen 50-100% Michel, Belege mit Postmeistertrennungen gehen oft bis 200% Michel - im Schnitt sicher über 100%.

    Wenn ich natürlich eine Tüte mit 50.000 gestempelten Nr.6 und 8 (Michel 30 Cent) auf 15.000 € berechne ist das wie bei allen Massenwaren oder auch Sammlungen Quatsch und ich liege im erzielbaren Real-Preis wohl unter 1%.
    Wenn der Händler aber für ein Einzelstück 30 Cent nimmt, hat er trotz 100% nichts verdient - weshalb er seine Lagerbücher oft mit solcher Massenware nicht belastet, wenn ers aber tut, braucht er den Preis.

    Wenn ich eine ungepflegte DDR-oder Berlin-Sammlung ohne Spitzen anbiete, liege ich auch bei 5% oder weniger, wenn ich sie überhaupt losbekomme.
    Geändert von fricke (01.05.2014 um 10:01 Uhr)

  2. #22
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    Für mich als Thematiker/ Motivsammler weltweit sind die beiden letzten Post´s relevant und zielführend.
    Da ich mich mit zehntausenden von Marken auseinandersetzen muß- dh. will, brauche ich diese Infos über allgem. Tendenzen, Satzzugehörigkeiten, Auflagezahlen usw..
    Daher ist der weltweit anerkannte & hinreichend ausführliche Michel für jeden ähnlich sammelden Philatelisten unentbehrlich.
    Händlerlisten flattern mir unbestellt & ungewollt ständig ins Haus, deren Abgabepreise sind irrelevant und meist auch inakzeptabel, denn diese varieren je nach Zugriffsmöglichkeiten zum Material.
    Ein schon besserer Spiegel der Realität sind Auktionen resp. -Plattformen, wie bspw. ebay.
    Da hat sich für mein gesuchtes Material die erwähnte 30 %-Marge bestätigt.
    Von Privat-Händlern ist diese nicht zu offerieren.
    Sammlergruß SB

  3. #23
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Lt. Homepage des Michelverlages gibt es im Online-Katalog 1,8 Millionen Preisnotierungen. Damit dürfte eine Umstellung mit einer Neubewertungung nahezu ausgeschlossen sein. Es müssten ja alle Notierungen gleichzeitig umgestellt werden um die Relationen der Gebiete zu wahren. Die Preise werden i.A. auch nicht von Michel gemacht, sondern von den Zuarbeitern der Gebiete. Auch wenn das Ganze in Arbeitsteilung stattfindet, so muss jeder Preis geprüft, angepasst und im Katalog geändert werden. Man kann ja mal hochrechnen, wieviel Aufwand entstehen würde. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass soetwas bei der Menge überhaupt realisierbar ist.

    Wenn man dann auch alle preisbestimmenden Aspekte berücksichtigen will, dann müssten für jede Marke neben postfrisch, ungebraucht, gestempelt noch ein Haufen anderer Kriterien berücksichtigt werden - z.B. Zustand, Art des Stempels, Qualität der Zähnung, etc. etc. Das kann man nicht einfach mit pauschalen %-Auf- oder Abschlägen abwickeln, da jede Marke, jedes Gebiet, jede Zeit anders behandelt werden muss. Da blickt dann ein normaler Katalogbenutzer noch weniger durch, als heute.

    Eigentlich ist mit dem Satz von Altsax "Ein Spezialsammler braucht ohnehin keinen Katalog. Wenn er daraus noch Wissen schöpfen muß, ist er keiner." alles gesagt.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  4. #24
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    Lächeln

    @ Michael Lenke,
    es gibt eben auch noch Generalsammler (natürlich inhaltsbezogen).
    Damit will ich natürlich nicht die "spezies" heabwürdigen...
    Zur Sache:
    Michel "feilt" aber tatsächlich ständig an den von Dir erwähnten 1,8 Mio-Notierungen herum.
    Natürch chargenweise- z.Zt haben sie gerade Ostafrika bearbeitet.
    Da gibt es für mich erfeuliche Tendenzen, die sich später sicherlich auch im Netto niederschlagen werden.
    Dieses Gebiet wurde von mir bspw. des öfteren (auch) in anderen Foren vorgestellt/ "angepriesen";
    wer´s angenommen hat kann sich ebenso freuen.
    SB

  5. #25
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    Noch ein letzes dazu für heute:
    Als kleiner Service an die Forengemeinde
    gebe ich ´mal etwas konkretere Infos preis-
    freilich ohne geschäftsschädigend gegenüber dem Schwaneberger Verlag zu sein.

    Im Bd. 4/2 2014 sind Preisbewegungen verzeichnet für:
    - BIOT
    - Komoren
    - Madagaskar
    - Mayotte
    - Mauritius
    Hoffe es nützt doch einigen Sfrd´s...
    Sammlergruß
    SB

  6. #26
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Hallo fricke,

    Woher soll der Sammler diesen Preis dann erfahren? Alle Auktions-Kataloge bestellen, und dazu die Händlerlisten?
    Sorry, aber da geht es hierbei doch nicht um die Sammler, sondern um den Schwaneberger Verlag.
    Die Handelspreise (auch Auktionskataloge) sind allgemein auch über Online verfügbar und bekannt, und die stimmen durchgehend betrachtet oft weder vorne noch hinten mit MICHEL überein.
    Und MICHEL gibt das dann an den Sammler weiter.
    Der Sammler (besonders die, die eben starr meinen, dass ihre Briefmarken wirklich das wert sind was im MICHEL steht) würde sich besser orientieren können, wenn der MICHEL endlich eine Preisreform erfahren würde, welche näher an der Realität ist und nicht Fiktionspreise angibt, die in seltenen Fällen was mit Realität zutun haben.

    Wenn die Sammlerorganisationen, Argen und Prüfer den Michel mit ausreichend Informationen versorgen, stimmt auch der Preis.
    Das ist ein unbegründetes Gerücht, um das so einfach pauschal so sehen zu lassen.
    Es würde sich vielleicht auch erübrigen, wenn manche Auktionskataloge schreiben: „Michel ohne Bedeutung“; „Unterbewertet“ o.d.g. … Jedes Jahr entscheidet der Markt die Preise, und nicht der Händler in Zentrallage einer Großstadt, welcher doch nie durchgehend 100% MICHEL verlangt. Oder was sollen diese Zahlen da?
    Und da ist auch das Beispiel mit Massenware vielfach nicht wirklich hier passend.
    Die Preisverhältnisse zwischen manchen Ausgaben stimmen auch nicht überein, um z.B. 20% MICHEL auf alles anzuwenden (wenn man bei Einzelstücken bleibt)!

    Beste Sammlergrüße!

  7. #27
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Es müssen doch nicht GLEICHZEITIG ALLE Preise bei allen MICHEL-Katalogen geändert werden! Aber wenn bei den meisten Katalogen die Preise jeweils jährlich geändert werden....
    Oder sammelt jemand die ganze Welt? (Motivsammler würden schon zurecht kommen ).
    Zumindest Lösungen gebe es, wenn man sie will. Aber die Preise auf einmal um 3/4 zu kürzen, das geht nicht - eben diese Illusion! ....

  8. #28
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    es gibt eben auch noch Generalsammler (natürlich inhaltsbezogen).
    Spätestens wenn der Generalsammler in die höherpreisigen Bereiche der Generalsammlung kommt, sollte er sich in der gleichen Weise orientieren, wie der Spezialsammler. Was aus preiswert zusammengetragenen Generalsammlungen oder ohne Spezialwissen zu teuer zusammengekauften Sammlungen wird, sehen wir immer wieder im Forum.

    Bei den Michel-Katalogen kommt jeder Bereich mal dran... Das Ergebnis des Rücklaufs wird eingearbeitet oder auch nicht (sofort). Nicht jeder Prüfer oder Spezialsammmler, der dem Michel zuarbeitet, hat immer die Zeit und Muße einige tausend Notierungen zu prüfen. Wer hat auch die Zeit sich laufend am Markt die Preise anzuschauen und zu analysieren, ob der Katalogpreis noch stimmt?

    @Jurek
    Was meisnt Du was passiert, wenn einige Teilkatalog nach einem neuen Preissystem umgestellt werden und andere nicht? Ein Großteil der (General-)Sammler sind total überfordert.

    Was immer bleiben wird, ist die Bandbreite der Bewertung des gleichen Stückes. Es spielen einfach zu viele Faktoren eine Rolle um einen eindeutigen Preis zu definieren. Spätestens wenn eine Auktion - real oder Internet - danach wieder einen Ausreißer bringt, ist der Aufschrei groß. In den seltensten Fällen wird dann hinterfragt, warum es zum Ausreißer kam.

    ml
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  9. #29
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Was passierte, als die DM oder ATS Briefmarken auf €uro-Briefmarken umgestellt wurden....
    Zig solche Beispiele in verschiedenen Bereichen könnte ich anführen, die nicht alle plötzlich von statten gingen. Und wenn man weiß wo die Reformen anfangen, kann man sich schon darauf einstellen. Außerdem oft sind Michelpreise nur Hausnummern.
    Eine vernünftige Lösung könnte man auch dafür finden - vorausgesetzt, man will das...
    (Dann kann sich die immer wieder wiederholende Thematik, die so sich nie ändern wird, auch der Lars sparen das in Zukunft zu erklären ).

    Beste Sammlergrüße

  10. #30
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    @Jurek
    Die DM/ATS nach Euro Umstellung erfolgte nach einem festen definierten Wechselkurs. Das geht automatisch und hat nichts mit Bewertungsänderung zu tun. Mach doch einfach mal eine Beispielrechnung, wie lange es dauert 1,8 Millionen Marken neu zu bewerten und diese Änderung in den Katalog einzuarbeiten. Auf wieviele Jahre kommst Du? Ich nehme an, der Michel-Verlag will keinen wirtschaftlichen Selbstmord machen.

    ml
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