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Thema: Copyright von ML

  1. #1
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    Copyright von ML

    Vorbemerkung:
    Das Copyright (englisch copy = Kopie, right = Recht) ist die angloamerikanische Bezeichnung für das Immaterialgüterrecht an geistigen Werken. Es ist dem deutschen Urheberrecht ähnlich, unterscheidet sich jedoch in wesentlichen Punkten. Bereits der Ansatz ist ein anderer: während das deutsche Urheberrecht den Urheber als Schöpfer und seine ideelle Beziehung zum Werk in den Mittelpunkt stellt, betont das Copyright den ökonomischen Aspekt. Es dient vor allem dazu, wirtschaftliche Investitionen zu schützen.
    Quelle (damit alle lesen können, wo ich das geklaut habe): http://www.copyright-office.de/index.html


    Im Artikel „Augen auf …“ philatelie 440, S. 24 f findet sich in der Bildunterschrift auf S. 25:
    „Copyright für die Echt/Falsch-Bilder liegt bei …“
    Ist ML Urheber der Fälschung?
    Ist ML Urheber der Marke?
    Will ML Fälschungen „vermarkten“?
    Ist ML das Geld ausgegangen?

    Nein, ML ist „Urheber“ eines Bildes. Seine wirtschaftlichen Investitionen in Scanner und Fotoapparat soll(t)en geschützt werden.

    „Zunächst einmal ist zwingend zu klären, was es überhaupt bedeutet, wenn ein Urheberwerk geschützt ist“ (geklaut bei: http://www.urheberregister.de/index.html).

    WICHTIG: Nachdem Sie ihr Werk ausreichend gesichert haben, sollten Sie dann zukünftig bei jedweder Veröffentlichung einen eindeutigen Hinweis auf Ihren Urheberrechtsschutz mittels Copyrighthinweis bzw. Schutzvermerk geben, damit jedem die Inanspruchnahme der Urheberschaft für das jeweilige Werk zur Kenntnis gebracht wird (© Name des Urhebers, Jahreszahl, ggfls. Notatus-Register-Nummer).

    MLs Bildrechte
    „Bei einer unerlaubten Veröffentlichung von Bildern kann es sein, dass Schadensersatz zu zahlen ist, dass derjenige, der die Bilder unerlaubt verwendet hat, seinen Gewinn abgeben muss, das Bildmaterial vernichtet oder dass er sich einfach bereit erklärt, so etwas zu unterlassen. Letzteres führt zu einer Abmahnung, die meist außergerichtlich ist. Die unerlaubte Bildnutzung ist für die Zukunft zu unterlassen, was schriftlich niedergelegt werden muss. Können sich die Beteiligten nicht einigen, kann die Sache bis vor das Gericht gehen.“ (geklaut bei: http://www.lektorat.de/Bildrechte.php)

    Kunst oder prominente Persönlichkeiten auf dem Cover, Grafiken und Illustrationen zum Text, Porträts von Autoren auf dem Umschlag und im Internet – auf die Verwendung von Bildmaterial kann bei fast keinem Verlagsprodukt verzichtet werden und oft ist das Bildmaterial ausschlaggebend für den Verkaufserfolg des Produkts. Dies gilt nicht nur für Bücher und Zeitschriften, sondern auch für Multimediaprodukte und Online-Angebote. Die Nutzung von Bildern ist dabei durch ein komplexes Rechtssystem aus Urheber- und Persönlichkeitsrechten geregelt, das Sie kennen müssen, damit eine harmlose Bildveröffentlichung nicht zu einem teuren Rechtsstreit führt.“ (geklaut bei: http://www.buchakademie.de/seminare/...bildrechte.php
    Natürlich handelt es sich mitnichten um eine „harmlose Bildveröffentlichung“!
    Denn:
    „Die Bildrechte sind die Urheberrechte des Urhebers für seine Fotografien. Diese Rechte werden in Deutschland heute im Urheberrechtsgesetz festgelegt. Zu den Verwertungsrechten nach dem Urheberrechtsgesetz gehören Vervielfältigungsrechte, Verbreitungsrechte, Anpassungsrechte und Veröffentlichungsrechte, zu den Persönlichkeitsrechten zählen das Recht auf Anerkennung der Urheberschaft (z. B. Nennung des Namens) und das Verbot der Entstellung.“

    Etwas misslich, dass nicht angegeben wurde, wann das Bild von ML gemacht wurde. Wegen der Verjährungsfristen und deren evtl. Dauer.

    Damit ML seine Bildrechte genießen kann, müsste er entweder Eigentümer der Marken Zum Zeitpunkt der Bilderstellung gewesen sein oder zumindest von jemandem die Bildrechte erworben haben.
    O oooh.

    Falls ich ebenfalls im Besitz der Marken bin und ein Bild mache …

    würde ich scheitern! Denn:

    Unabhängig davon müßte das Bild, für das die Klägerin den Schutz des § 72 UrhG in Anspruch nimmt, mehr sein als eine bloße technische Reproduktion einer bestehenden Graphik. Denn der technische Reproduktionsvorgang allein begründet noch keinen Lichtbildschutz (vgl. BGH, Urteil vom 8. November 1989 - I ZR 14/88, GRUR 1990, 669, 673 - Bibelreproduktion, m.w.N.; Schricker/Vogel, Urheberrecht, 2. Aufl., § 72 UrhG Rdn. 22). Vielmehr ist ein Mindestmaß an persönlicher geistiger Leistung erforderlich, die dann zu verneinen ist, wenn ein Lichtbild oder ein ähnlich hergestelltes Erzeugnis nicht mehr als die bloße technische Reproduktion einer vorhandenen Darstellung ist..“
    (geklaut bei: http://www.fotografie-boerse.de/foto...#Schutzfristen)

    Von ML zu behaupten, er würde „geistig nichts leisten“ wäre dreist und beleidigend. Es dürfte lediglich die „geistige Leistung“ bei den Echt/Falsch-Bilder für den geneigten Leser nicht erkennbar sein. Wo nicht erkennbar, …

    … führt eine Copyright-Kennzeichnung allenfalls zur Verunglimpfung von ML. Dabei hat er es nur gut gemeint und mit einem Bild zur Illustration eines Artikels beitragen wollen. Und daher an dieser Stelle statt dem nixnutzigen „Copyright-Geschwafel“ in der Bildunterschrift :
    Danke an ML für die Echt/Falsch-Bilder.

    copykill

  2. #2
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Genialer Beitrag.

    In Anbetracht der Tatsache, dass das/die Bilder auf die gleiche Art und Weise bei der Fälschungsbekämpfung landen/gelandet sind, wie eine ganze Reihe ähnlicher Bilder im Unterforum BDPh-Fälschungserkennung (Mal nach "Fälschungen:" schauen) stellt sich hier die Frage, ob ähnliche Bilder demnächst auch von Copykill hier eingestellt werden. Bei so viel Engagement wäre es doch eine tolle Sache mehr zum Thema zu hören.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    939
    Zitat Zitat von copykill Beitrag anzeigen
    . . .
    Etwas misslich, dass nicht angegeben wurde, wann das Bild von ML gemacht wurde. Wegen der Verjährungsfristen und deren evtl. Dauer.

    Damit ML seine Bildrechte genießen kann, müsste er entweder Eigentümer der Marken Zum Zeitpunkt der Bilderstellung gewesen sein oder zumindest von jemandem die Bildrechte erworben haben.
    O oooh.

    Falls ich ebenfalls im Besitz der Marken bin und ein Bild mache …

    würde ich scheitern! Denn:

    . . .
    Einfache Scans werden als zweidimensionale technische Reproduktion nicht als Lichtbildwerk im Sinne der Definition des § 2 Abs. 1 Satz 5 UrhG eingstuft und lösen daher kein eigenes Leistungsschutzrecht des Erstellers aus (§ 72 Abs. 1 UrhG). Wird der Scan weiter bearbeitet, zum Beispiel Plattenfehler mit Pfeilen gekennzeichnet, kann ein eigenständiges schützenswerte Werk entstehen. Ob das Nebeneinanderlegen einer echten und einer falschen Marke sowie das Beschriften mit "echt" und "falsch" schon die vom Urheberrecht verlangte Schöpfungshöhe erreicht, ist fraglich.

    Im übrigen spielt es keine Rolle, wer Eigentümer des fotografierten Gegenstandes ist. Wenn Du Deine Sammlung auf einer öffentlichen Briefmarkenausstellung ausstellst, kann ich sie fotografieren und habe die Rechte auf meine Bilder. Wenn die Sammlung aber öffentlich nicht zugänglich ist, kann sich der dazu Berechtigte auf sein Hausrecht berufen und das Fotografieren allgemein verbieten oder zum Beispiel von der Zahlung eines Obulus abhängig machen.

    M.W. beträgt die Schutzfrist 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Der Zeitpunkt der Entstehung des Werkes ist nicht relevant.

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