Umfrageergebnis anzeigen: Online-Verfügbarkeit von Postarchiven / Museen

Teilnehmer
36. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, ich wäre dafür die Archive verfügbar zu machen

    36 100,00%
  • Nein, soll bleiben wie es ist, ich besuche bei Bedarf die Archive

    0 0%
  • Ist mir egal, daran habe ich kein Interesse

    0 0%
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Ergebnis 11 bis 20 von 24

Thema: Pro- und Contra von der Online-Verfügbarkeit von Postarchiven / Museen

  1. #11
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Zitat Zitat von drmoeller_neuss Beitrag anzeigen
    Die öffentlichen Archive arbeiten doch bereits jetzt nicht kostendeckend. Wenn Du zu Besuch kommst, und Dir alte Schriften heraussuchen lässt, zahlst Du auch nicht den erforderlichen Stundenlohn für diese Dienstleistung. Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Verwaltung und Pflege von Mikrofiches und Zettelkästen sowie das Herausschleppen von alten Büchern aus Kellern und das Aufpassen auf Besucher nicht gerade eine besonders qualifizierte Tätigkeit darstellt, die es zu schützen gilt. Die Digitalisierung von Archivgut kann dem Steuerzahler langfristig sogar Geld sparen. Nicht jede alte Zeitung muss unbedingt im Orginal in einem teuren, hoch klimatisiertem Raum aufgehoben werden. Wenige teure Experten sind mir lieber als viele billige Bücherschlepper in den Bibliotheken.

    Und letztlich sichert eine digitale Archivierung auch Kulturgut. Zum Glück war das in Köln weit fortgeschritten. Dort war es nicht der zweite Weltkrieg, sondern eine profane U-Bahn-Baustelle, die das Stadtarchiv im wahrsten Sinne des Wortes mitsamt ihres Inhaltes verschluckt hat.

    Ich wundere mich, dass die Zahl der Museen in Deutschland immer weiter steigt, während die Anzahl der Besucher abnimmt. Als Steuerzahler kann ich auch in diesem Bereich mehr Effizienz einfordern. Düsseldorf hat ein eigenes Schifffahrtsmuseum, nett gemacht, zieht aber kaum Besucher an. Die Besucherfrequenz pro Tag ist meistens einstellig. Warum kann man das nicht mit dem Stadtmuseum, das noch nicht einmal einen Kilometer entfernt ist, zusammenlegen?

    Und wenn das Elfenbeinmuseum im odenwäldischen Erbach so einmalig ist, warum hat es so wenig Besucher? Man kann als Museumsdirektor über die an Kultur desinteressierte Bevölkerung jammern, oder aktiv gegen steuern. Im übrigen gibt es auch private Museen, die ohne jeden Cent staatliche Förderung auskommen.
    Dr. Moeller,

    absolut meine Meinung. Man (ich) möchte doch nicht dass das Museum in Du virtualisiert wird sondern nur dass die Archive, die sowieso weder das Museumpersonal noch sonst ein normaler Besucher normalerweise zu Gesicht bekommt dem Sammler verfügbar gemacht wird.

    Ich stelle mir vor dass Anfangs nur Patches von N-Seiten gescannt werden und interessierte Sammler die sich runterladen, bearbeiten und dann weder hochladen..., das sollte machbar sie und wird KEINEM Museum auch nur einen Besucher wegnehmen.

    Nochmal, es geht nicht darum das Museum zu digitalisieren. sondern nur um die postalischen Archive!!!!

    Ich plane z.B. im März nach London zu fliegen und das dortige Postmuseum zu besuchen und mir einiges vom Archiv anzusehen und zu scannen. Der dortige Kurator hat mir schon einige Bespielscans gesandt..., ob ich dort was interessantes im Archiv entdecke, wer weiß...
    Der Trip kostet mich mit Hotel Frau und Rahmenprogramm gut 1500 Euro..., Dienst an der Philatelie.
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  2. #12
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    "nur um die postalischen Archive!!!!" kann nur der schreiben, der sich auch nur dafür interessiert.
    Dann kommen andere, die sich für was anderes interessieren ...........

  3. #13
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Zitat Zitat von Jurek Beitrag anzeigen
    "nur um die postalischen Archive!!!!" kann nur der schreiben, der sich auch nur dafür interessiert.
    Dann kommen andere, die sich für was anderes interessieren ...........
    Und wo ist zunächst mal das Problem?
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  4. #14
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Das Museum ist eine Institution, die eine Sammlung bedeutsamer und lehrreicher oder exemplarischer Gegenstände für die Öffentlichkeit aufbewahrt, kategorisiert, erforscht, und Teile davon ausstellt... Ziel eines Museums ist es, Gegenstände, Musealien aus zumeist vergangenen Zeiten zu einem bestimmten Thema fachgerecht und dauerhaft aufzubewahren und den Besuchern zugänglich zu machen.
    Niemand erwartet, dass eine Käfersammlung im Internet zugänglich gemacht wird. Dass aber Bücher, Dokumente, u.ä. sehr wohl ohne Probleme zugänglich gemacht werden können zeigt Google. Es soll doch niemand behaupten, dass ein Museum von den Paar Leuten, die teilweise horrende Preise für Kopien zahlen müssen, leben kann. Manchmal hat man den Eindruck, dass dadurch eher Interessenten abgeschreckt werden sollen.

    Dadurch, das das reichliche Material, was manchen Archiven vor sich hindämmert und zu 99% nie gezeugt wird, verfügbar gemacht wird, erfüllt sich ein wesentlicher Zweck eines Museums - nämlich das Material zugänglich zu machen - auch virtuellen Besuchern. Als Nebeneffekt fördert man das Interesse an den Ausstellungen des Museums selbst und hat eine tolle Werbeplattform. Wahrscheinlich wird es oft auch so sein, dass die Forschung von Außenstehenden mehr Früchte trägt, als die kaum vorhandene Erforschung dieser Gebiete im Museum selbst. Das Zugänglichmachen wäre also auch eine Art aktive Unterstützung der Forschungsarbeit.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  5. #15
    Registrierter Benutzer Avatar von Holzland-Sammler
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    Es gibt doch schon das "Gutenbergprojekt" ( http://de.wikipedia.org/wiki/Project_Gutenberg ), bei dem man (neben nicht mehr erhältlichen/nicht allgemein zugänglichen Büchern - auch als Kaufartikel) auf digitalisiertes Archivmaterial zurück greifen kann. Im Link einmal ein Beispiel:

    http://www.gutenberg.org/files/34011...-h/34011-h.htm

    Ich fliege doch nicht für 1 Woche in die USA um 1 oder 2 Zahlen aus diesem Dokument zu lesen.

    Man findet dort (Gutenbergprojekt) z. Bsp. auch Artikel (sogar mit Bildern der alten Postämter) zur englischen Posthistorie usw. Eine Fundgrube für Interessierte!

    Wo liegt das Motiv sofür solche (nicht bezahlten) Arbeiten zur Veröffentlichung (s. a. bei freier SW)? Meiner Meinung nach (nur vermutet):

    - aus wissenschaftlicher Sicht (Studien-/Belegarbeiten)
    - aus der Erkenntnis, bestimmte Dinge einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen
    - aus persönlichem Ego usw.

    Warum soll nicht ein Archivar Dokumente in das Netz stellen. Die Digitalisierung erfolgt ja bereits heute bei einer "Ausleihe vor Ort" für seltene/hochwertige Ausgaben (z.B in Unibibliotheken).

    Das hat alles nichts mit der "Kostenlos"-Mentalität zu tun. Warum sollen z. Bsp. Museen nicht "virtuelle Rundgänge" gegen Bezahlung anbieten. Ich erhalte einen Link mit einem Freischaltcode (1Tag/1Monat/1Jahr je nach überwiesenem Betrag) und kann mir zu Hause und in aller Ruhe die Ausstellungsobjekte betrachten. Aber hier verlassen wir das eigentliche Thema bereits. Puristen wollen natürlich das "Original" sehen (auch wenn dort bereits aus bestimmten Gründen nur eine "Museumskopie" angeboten wird).
    Geändert von Holzland-Sammler (10.01.2014 um 16:06 Uhr) Grund: Link geändert
    Wer sich von Brief- oder Fiskal-Marken bzw. Vorausentwertungen der USA trennen - oder seinen Bestand vervollständigen - möchte, kann mich per PN kontaktieren.

    Holzland-Sammler

  6. #16
    Registrierter Benutzer Avatar von Juergen
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    Das Orginal wird seinen Reiz nicht verlieren

    Durch das Einscannen alter Texte (Vorschriften, Forschungsergebnisse, Kataloge, usw.) verspreche ich mir einen Aufschwung für die Forschung. Briefmarken-Kataloge gab es bereits kurze Zeit nach dem Erscheinen der ersten Briefmarken. Hat jemand deshalb mit dem Sammeln aufgehört, oder haben diese Kataloge nicht eher neue Sammlerkreise erschlossen. Genauso sehe ich es mit dem vereinfachten Zugang zu den schriftlichen Dokumenten zu unseren Hobby.
    Die Forschung wird vereinfacht und Kosten (wie Sie z.B. für die "Vor Ort"-Reise notwendig wären) entfallen, oder werden deutlich reduziert, falls eine geringe Gebühr für die Scanns erhoben werden.
    Die allerwenigsten Museen sind eine reine Bibliothek. Zu einen Postmuseum gehören neben der Literatursammlung oft auch Ausstellungsstücke, deren Reiz sich meines Erachtens nur beim Betrachten des Orginals voll erschließt (z.B. Postuniformen, Postfahrzeuge, usw.).
    Als Beispiel aus einen anderen Bereich möchte ich hier die Gemälde aufführen. Die Abbildungen sind einfach zugänglich, aber einen Eindruck von der Größe des Gemäldes, oder einen schrägen Blick auf das Gemälde, um so z.B. die Stärke des Farbauftrags, oder die seitliche Bildwirkung zu sehen, erhält man am Bildschirm nicht, oder nur unzureichend.
    Für mich wird der Reiz des Orginals weiterhin bestehen bleiben.

    Viele Grüße

    Juergen

  7. #17
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Mal diese alte Diskussion wieder hervorholen.
    Heute war ich im Archiv des Britischen Postmuseums und habe mir deren 3 Archivkartons mit Material zur Overland Mail Baghdad-Haifa zu Gemüte geführt.
    Habe einiges schöne gesehen und fotografiert, das ist Material für einige interessante Artikel...
    Aber das Material im Archiv, zumindest in den Files die ich studierte, ist in teilweise furchtbarem Zustand..., OK, es sind es Großteils nur Briefe/Dokumente etc..., nichts von großem finanziellem Wert, aber für die Forschung wichtig. Leider ist niemand vom Museum interessiert das Material digital zu archivieren

    Denke ich werde da 1-2 Artikel über den Vorschlag zur Digitalisierung schrieben..., im derzeitigen Zustand ist das Material für die Forschung mehr oder weniger verloren. OK, diese Einschätzung bezieht sich mal nur auf das Britische Archiv und die 3 Kartons welche ich sichtete..., befürchte aber woanders sieht es nicht viel besser aus...
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  8. #18
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Zitat Zitat von Rainer Fuchs Beitrag anzeigen
    Leider ist niemand vom Museum interessiert das Material digital zu archivieren

    Denke ich werde da 1-2 Artikel über den Vorschlag zur Digitalisierung schrieben..., im derzeitigen Zustand ist das Material für die Forschung mehr oder weniger verloren. OK, diese Einschätzung bezieht sich mal nur auf das Britische Archiv und die 3 Kartons welche ich sichtete..., befürchte aber woanders sieht es nicht viel besser aus...
    Ich denke das Museum hätte nichts dagegen, wenn Du Dich bereit erklärst den Inhalt zu digitalisieren, aufzubereiten und anderen zur Verfügung zu stellen. Das Problem ist halt, dass den Museen die Resourcen fehlen das selbst zu machen und Freiwillige leider sehr selten zur Verfügung stehen. Vermutlich bist Du der einzige, der sich seit vielen Jahren für die Kisten zur Overlandmail interessiert hat und es gibt vermutlich tausende anderer Kisten zu anderen Themen.

  9. #19
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Zitat Zitat von Harald Krieg Beitrag anzeigen
    Ich denke das Museum hätte nichts dagegen, wenn Du Dich bereit erklärst den Inhalt zu digitalisieren, aufzubereiten und anderen zur Verfügung zu stellen. Das Problem ist halt, dass den Museen die Resourcen fehlen das selbst zu machen und Freiwillige leider sehr selten zur Verfügung stehen. Vermutlich bist Du der einzige, der sich seit vielen Jahren für die Kisten zur Overlandmail interessiert hat und es gibt vermutlich tausende anderer Kisten zu anderen Themen.
    So gesehen hast Du recht, aber, wenn ich z.B. das für die 3 Kartons machen würde die mich interessieren kostet mich das viel Geld da das Museum das Material nicht aus dem Haus gibt, ich keinen eigenen Scanner mitbringen darf und das Museum z.B. pro Scan 5 Pfund verlangt...
    Ich machte nun 350 Fotos..., das ist zwar mehr oder weniger OK, für Papier sind Scans aber besser..., mit etwas gutem Willens seitens der/des Museums würden sicher viele Sammler helfen...
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  10. #20
    Registrierter Benutzer Avatar von Juergen
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    Senior Praktikant

    Diesen lustigen Titel hat ein ehemaliger Praktikant, der von der Firma übernommen wurde, auf sein Namensschild geschrieben.
    Da wir glücklicherweise immer älter werden und hierbei auch noch einige Jahre nach der Verrentung recht fit sind (als Beispiel möchte ich hier die Senioren aufführen, die nach dem Berufsleben ein Studium machen), stellt sich für mich die Frage warum es nicht möglich sein sollte nach dem Berufsleben ehrenamtlich in einen Museum zu arbeiten?
    Wenn hierdurch keine bestehenden Arbeitsverhältnisse gefährdert werden und ein Nutzen (ohne Kosten) für die Allgemeinheit (oder auch nur für die interessierten Sammler ) gegeben ist, warum dann nicht?
    Natürlich müßten einige bürokratische Hürden (Unfallversicherung, ...?) genommen werden, aber viel schwieriger als bei den Senior-Studenten kann dies doch auch nicht sein?
    Hier fehlt teilweise noch das Erkennen der gesellschaftlichen Möglichkeiten. Diese sind jedoch auch erst seit einigen Jahren durch die fortschreitende Technik (schnelles, preisgünstiges Internet) nun möglich geworden.

    Viele Grüße

    Juergen

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