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Thema: Neuling stellt sich vor

  1. #1
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    Neuling stellt sich vor

    Liebe Forumsgemeinde,

    ich möchte mich kurz vorstellen, bevor ich (später) mit der einen oder anderen philatelistischen Frage an euch herantrete:

    Ich sammle seit über 40 Jahren - sporadisch, unspezialisiert, laienhaft - Briefmarken, einfach nur aus Freude an den kleinen druckgrafischen Kunstwerken und wegen der faszinierenden Verknüpfung der Briefmarken mit Kultur und Geschichte ihrer Ausgabeländer. Zu den verschiedenen Ländern habe ich mir gelegentlich ältere MICHEL-Kataloge gekauft, um mich ein wenig orientieren zu können. Trotzdem bleiben immer wieder Marken "liegen", die ich nicht so recht zuordnen kann. Da ich auch im Internet ergänzend "Konvolute und Restsammlungen" kaufe - nichts macht mehr Freude als das Identifizieren und Sortieren der Marken - verunsichert mich die Problematik der vielen Fälschungen mittlerweile sehr. Ich hoffe nun, dass mir hier im Forum vielleicht bei der einen oder anderen Frage geholfen werden kann. Da ich im Moment gerade Mittel- und Südamerika sortiere (andere Sammelthemen wären noch Nordamerika, Deutschland und ausgewählte europäische Länder), möchte ich gerne hier den Anfang machen.

    Eine sehr praktische Frage habe ich noch: Ich würde betreffende Marken als JPG scannen und dann mit Irfanview die Größe "formatieren". Welche Einstellung wäre hier optimal (dpi und cm)?

    Eine Rückmeldung würde mich sehr freuen.

    Ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr wünscht

    marut

    : Mit ewas mehr Sachkenntnis bin ich im Numismatiforum "aktiv", mir kommen hier einige nicknames sehr bekannt vor... (ich benutze dort einen anderen)

  2. #2
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @marut:

    Normalerweise reichen 200/300 dpi und eine Größe von 100 kb um eine Marke hinreichend sicher zu identifizieren. Herzlich Willkommen im BDPh-Forum!

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    www.bdph.de und www.arge-belux.de

  3. #3
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    Danke, dann probier ichs mal mit meinen beiden "Panama-Problemen":

    1) Mi.-Nr. 1, preiswert erworben, nicht sicher ob echt

    2) finde im MICHEL diesen Aufdruck (8cts) nicht

    Vielleicht könnt ihr mir helfen.

    Danke & beste Grüße
    marut

    Name:  Panama 1 av.jpg
Hits: 292
Größe:  95,8 KB

    Name:  Panama 1 rv.jpg
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Größe:  47,6 KB

    Name:  Panama 8cts av.jpg
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Größe:  56,7 KB

    Name:  Panama 8cts rv.jpg
Hits: 287
Größe:  55,9 KB

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Juergen
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    Literatur besorgen und Auktionsangebote anschauen

    Hallo marut,

    willkommen im Forum.
    Leider kann ich Dir bei diesen Sammelgebiet nicht weiterhelfen.
    Die ganze Welt zu sammeln ist nicht möglich. Deshalb sollte man sich auf ein Teilgebiet beschränken.
    Zumal es bei jeden Gebiet auch teure Ausgaben gibt die Fälschungsgefährdet sind.
    Momentan hast Du noch recht viele Gebiete gelistet.
    Eine sehr sinnvolle Investition am Anfang ist deshalb die Erkundigung nach Fachliteratur und auch der Kauf derselben.
    Eventuell gibt es sogar Arbeitsgemeinschaften zu Deinen Sammelgebiet. Hier würde ich mich zunächst auf ein Sammelgebiet beschränken und in dieses Sammelgebiet versuchen tiefer einzusteigen. Das aneignen von Fachwissen erfordert Zeit und Mühe. Erhöht aber deutlich den Spaß am Sammeln. Auch Auktionshäuser bilden Ihre Marken im Internet ab und hier kannst Du z.B. auch erste Vergleiche durchführen. Sehr einfach gemachte Fälschungen sind so teilweise schon zu erkennen.
    Niemand hat etwas zu verschenken. Auch im Internet nicht. Wenn hier gutes Material angeboten wird, dann wird auch meistens von den Spezialisten mitgeboten!
    Viel Freude an Deinen Hobby und alles Gute für 2014.

    Viele Grüße

    Juergen

  5. #5
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Marut,

    im Internet habe ich die folgende Seite gefunden: http://www.icollectpanama.com/collec..._issue_5c.html - ich persönlich halte die mittlere Marke aufgrund der stark abweichenden Zeichnung im Vergleich mit dem Original für eine Fälschung. Wenn Du "Restsammlungen" kaufst, dann hast Du häufig das Problem der Fälschungen. Alte Sammlungen = alte Fälschungen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    www.bdph.de und www.arge-belux.de

  6. #6
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    Danke Euch beiden für die Hinweise und den Zuspruch. Die Abweichnungen und auch die generell "gröbere" Ausführung der mittleren Marke war mir auch schon aufgefallen, aber nur mit spezieller Detailkenntnis weiss man ja, ob es verschiedene Typen in verschiedenen Druckverfahren gibt etc. Hier offensichtlich also eine Fälschung.
    Die verlinkte Seite ist ja ein Augenschmauss!
    Die Fälschungsproblematik bei Briefmarken scheint ja noch um eine Zehnerpotenz größer zu sein (ich lese es gerade bei meinen Anfragen zu Newfoundland), als bei meinen antiken Münzen. Aber richtig: Nur lange Erfahrung + Spezialliteratur schützen einen vor bösen Überraschungen. Konkret heisst das: Unterer einstelliger Promillebereich mir untergejubelter "falscher Hasen". Zudem sind die bösen Buben großteils bekannt (Hersteller u. Händler), "forgery-networks" führen Listen der fakeseller.
    Vermutlich ziehe ich mich etwas aus der Philatelie zurück, ich kann ja hier nicht hunderte von Marken zur Diskussion stellen. Aber vielleicht könnt Ihr mir Hinweise geben, welche seriösen Prüfer denn "im Bereich Mittel- u. Südamerika" evtl. in Frage kämen. Bei den Bundesprüfern scheint es da aber recht mager auszusehen. Vielleicht gibt es auch Sammlerkollegen, die dies gegen Aufwandsentschädigung (natürlich!) machen würden. So könnte ich wenigstens einen sauberen Schnitt in meinem "Bestand" setzen, auch wenns vermutlich schmerzhaft sein wird.

    Es grüßt (etwas desillusioniert)
    marut

  7. #7
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Marut,

    ich dachte, bei Münzen würde mehr gefälscht werden? Du hast Dir mit Deinem Sammlungsstrategie das Problem ins Haus geholt. Restsammlungen machen Spass, aber sie erhalten oft auch Fälschungen. Das muss man wissen. Fälschungen machen Spass! Sie sind das Salz in der Philatelie-Suppe! Gerade die eher exotischen Gebiete sind doch toll, dort musst Du einfach mit gesundem Menschenverstand und einer Menge Optimismus an die Sache heran gehen.

    Ich sammel aktiv die Fälschungen, die Normalmarken interessieren mich nicht. Und gerade die alten Fälschungen, die mittlerweile 140 bzw. 150 Jahre alt sind, haben es mir angetan. Dazu gibt es auch Literatur (nicht im Netz).

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    www.bdph.de und www.arge-belux.de

  8. #8
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    Danke Lars! Ich werde mal "das Thema" setzen lassen und bei "Neuentwicklungen" berichten.
    Zu den Fälschungen antiker Münzen: Ich meinte bei meiner Sammeltätigkeit sind mir nur wenige Stücke untergejubelt worden, weil ich das auf der Abbildung nicht erkannt hatte. Ganz pauschal ist mein Eindruck, dass gemessen an der Vielzahl aller Münztypen (grobe Schätzungen liegen bei ca. 2.000.000 Typen von Antike bis Neuzeit - hier dominieren aber die antiken M.), weitaus mehr Briefmarken gefälscht werden. Natürlich existieren b.d. Münzen auch einige Spitzenreiter, gerade bei Silber- und Goldmünzen. Der Aufwand einer besserqualitativen Münzfälschung (ich lasse mal den ganzen Schrott von Touristenfälschungen und Fantasiemünzen außen vor) ist technologisch halt viel höher, weil ja das Material ungleich schwerer - und das auch nur von vergleichsweise "wenigen" Spezialisten - zu bearbeiten ist als bei Briefmarken. Münzen müssen ja in der richtigen Legierung (Gewicht) von neuen Stempeln geprägt oder in anderen sehr aufwendigen Verfahren (Präzisionsgüsse u.a.) hergestellt werden, um nicht gleich bei der ersten Inaugenscheinnahme durchzufallen. Natürlich besitzen viele Briefmarken auch schwerer zu imitierende "Sicherheitsmerkmale" wie z.B. Wasserzeichen usw. Hinzu kommt der Umstand, dass man auf einem Scan in Normalqualität bereits (mit geübtem Auge) eine gefälschte antike Münze erkennen kann, bei Briefmarken scheint mir das weitaus schwieriger zu sein. Deshalb werden wohl auch so viele Fälschungen produziert und über die "Verkaufsportale" abgesetzt. Und dann ist der Markt verseucht. Ich habe in den letzten Tagen viel darüber gelesen, und war sehr erschrocken welche Dimension das hat.
    Wie gesagt, dass bezieht sich nur auf das Verhältnis echt - gefälscht im Vergleich zwischen Briefmarken - Münzen.

    I.Ü. gibt es auch ein numismatisches Beispiel einer vergleichbaren Problematik: Chinesische Gussmünzen. Da ist es nun vergleichsweise einfacher, in der passenden Technologie zu fälschen. D.h., die typische Gussoberfläche einer entsprechenden Fälschung (Griechen, Römer) ist bei den "Chinesen" authentisch. Der Markt (und damit auch die jahrelang zusammengetragenen Sammlungen) wurde mit so vielen hochqualitativen Fälschungen angereichert, dass selbst spezialisierte Sammler das Handtuch geworfen haben. Einen Fall kenne ich persönlich.

    Genug rumgejammert & beste Grüße
    marut

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