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Thema: Weissdruck bei Bundmarken oder was die Bundesdruckerei verneint...

  1. #31
    Deutschland-gest.-Sammler
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    Freiherr v. Stein, Stuffenberg und Moltke, Uli Stein

    Hier folgen vier weitere Abbildungen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken     
    Haupt-Sammelgebiete: Deutschland lose gestempelt (von Altdeutschland bis Bund, nur nicht DDR). Spezialisierungen: Rollenmarken, Unterscheidung nach Fluoreszenz, Plattenfehler. Weiteres Sammelgebiet: lose Einschreibzettel 1963 bis 1993 (auch Berlin). Kontakt bitte nicht via pn, sondern per Mail ( dirk . bake (bei) posteo . de ) .

  2. #32
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Hallo Ben,

    Jurek, was meinst Du denn mit "Drucktönung" ? Ich kann mir darunter nichts vorstellen.
    Sorry für den missverständlichen (also solchen unfachmännischen) Ausdruck.
    Ich meinte damit, dass wenn eine (beschichtete) Papieroberfläche vor dem eigentlichen Druckvorgang mit einem ganz feinen Offsetdruck-Raster oder sonstiger Beschichtungstechnik bedruckt wird, um diesem Papier eine spezielle „Tönung“ zu verpassen, bevor der eigentliche Druck erfolgt (das kennt man z. B. von der DDR-Bautenserie und anderen) dann würde sich dabei natürlich auch um einen speziellen Druckvorgang handeln.
    Aber das ist nur so ein Nebengedanke gewesen, zumal ich nach wie vor die Briefmarken suche (siehe Beitrag #21) und solange ich die nicht in Original vor mir habe, möchte ich mich nicht viel weiter dazu äußern.

    -----------------------------------

    Hallo Holzland-Sammler

    Jurek, bist Du nicht aus dem Gewerbe?
    Ja, aber ich habe nicht selber gedruckt, sondern vielmehr bei sonstigen Verarbeitungstätigkeiten war ich beschäftigt, wie u. a. Perforieren, Rillen, Falzen, Buchverarbeitung und vor allem auch an der Schneidemaschine hatte ich genug zu tun.
    Ich lief nur immer wieder zwischen den Druckmaschinen.
    Bei uns wurden nur Postkarten und auch sonstige Sachen (Reklamen, Plakate etc.) gedruckt, aber keine Briefmarken.

    Beste Sammlergrüße!

  3. #33
    Registrierter Benutzer Avatar von Ben 11
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    Hallo Holzland-Sammler,
    Unterlagebögen für Gummitücher, die das Druckformat verkleinern - kannst Du mir das bitte einmal erläutern
    Na klar, sehr gern. Unterlagebögen sind Kartonbögen mit kalibrierter Dicke und dienen dazu, den Durchmesser des Gummizylinders zu erhöhen. Sie liegen unter dem Gummituch. Die Unterlagebögen werden in der Breite des maximalen Druckformates (b) hergestellt. Eine Druckerei hat für sich die optimale Breite (a) für ihre zu druckenden Bögen herausgefunden, die kleiner ist als das maximale Druckformat. Es bleibt also ein ungenutzter Randbereich übrig, auf dem Farbe übertragen werden kann. Das ist jedoch nicht erwünscht und soll verhindert werden.

    Name:  Unterlagebogen.jpg
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Größe:  92,2 KB

    Schneidet man die Unterlagen schmaler, liegt das Gummituch in den Randbereichen tiefer und kann dort keine Farbe mehr übertragen. Der Druckprozess ist stabiler. Nachteilig ist hier: wenn in einem Druckauftrag breitere Bögen verwendet werden sollen, müssen die Unterlagen gewechselt werden. In dieser Zeit produziert die Maschine nicht.

    Sind die von Dir gezeigten Rasterformen (Gravurtypen der Rasterwalze) die, die dafür verwendet werden?
    Nein. Die Pyramiden, Kalotten und Hexagonalen Formen kommen mehr im Flexodruck vor. Im Bogenoffset verwendet man ein Linienraster (rechts in meinem Bild). Ich habe ein solches mal skizziert. Der grüne Rahmen hat 1cm Kantenbreite, die Linien einen Abstand von 1mm. Man kommt auf das Maß "7 Linien/cm"

    Name:  Linienraster.jpg
Hits: 449
Größe:  44,5 KB

    Die 45° Linien fördern den Lack während der Umdrehungen der Walze. Damit kein Überschuss auf einer (hier der rechten) Seite entsteht, gibt es die 70° Linien, die flacher sind und als Ablauf dienen. Wird ausreichend Lack gefördert, verläuft dieser auf dem Bogen und man sieht kein Raster. Wird hingegen zu wenig Lack gefördert, könnte man das Muster sehen.

    Bei einigen britischen "Machin" Marken unterscheidet man zwischen 150 L/cm und 200 L/cm. Mir fällt es schwer, hier einen Unterschied zu sehen.

    Das Offsetdruckraster sieht man gut in Deinen Mikroskopbildern. Die verschiedenfarbigen Druckpunkte werden versetzt umeinander angeordnet. Es befindet sich auf den Druckplatten innerhalb des Bereiches, in dem Farbe übertragen werden soll.

    @Jurek,
    danke für die Erklärung. Der Gedanke, einer zusätzlichen leicht gedruckten Tönung ist interessant. Das muss ich mir mal genauer ansehen. Ich denke aber, dass ein solcher zusätzlicher Druckgang hier möglicherweise nicht in Frage kommt.

    @Rein,
    warum sollte eine Druckerei Deine Fragen beantworten? Schließlich sind z.B. Giesicke & Defrient eine Wertpapierdruckerei, die verraten keine Produktionsdetails.
    Es könnte folgende Möglichkeiten geben:
    a) das Papier ist nicht wie angegeben "fluorescent coatet", das heißt, die Rückseite der Marken ohne Gummierung reagiert nicht auf UV-Licht. Es müsste also vorn ein Lack aufgetragen werden.
    b) das Papier ist wie angegeben "fluorescent coatet", hat aber zuwenig Leuchtstoff, die Rückseite reagiert dunkler, als die Vorderseite. Es müsste also auch hier Lack aufgetragen werden.
    c) das Papier ist wie angegeben "fluorescent coatet", Vorder- und Rückseite reagieren gleich hell. - Die Erklärungsversuche stimmen nicht, es muss was anderes sein.

    Viele Grüße
    Ben
    stay curious.

  4. #34
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    @Rein,
    warum sollte eine Druckerei Deine Fragen beantworten? Schließlich sind z.B. Giesicke & Defrient eine Wertpapierdruckerei, die verraten keine Produktionsdetails.
    Es könnte folgende Möglichkeiten geben:
    a) das Papier ist nicht wie angegeben "fluorescent coatet", das heißt, die Rückseite der Marken ohne Gummierung reagiert nicht auf UV-Licht. Es müsste also vorn ein Lack aufgetragen werden.
    b) das Papier ist wie angegeben "fluorescent coatet", hat aber zuwenig Leuchtstoff, die Rückseite reagiert dunkler, als die Vorderseite. Es müsste also auch hier Lack aufgetragen werden.
    c) das Papier ist wie angegeben "fluorescent coatet", Vorder- und Rückseite reagieren gleich hell. - Die Erklärungsversuche stimmen nicht, es muss was anderes sein.

    Viele Grüße
    Ben
    Ben,

    ich kann niemanden zwingen meine Frage zu beantworten Aber was wäre hier so geheimnisvoll???

    Welche "trade secrets" für fast ALLE Deutsche Wertpapierdruckereien????

    Alle hier gezeigte Marken sind auf den sogenannte DP2 gedruckt d.h. gestrichenem Papier mit die gelbliche Fluorescenz im Strichschicht... Wie die Hintenseite reagiert ist nicht relevant hier.

    Die Vorderseite ist die Siebseite des Papieres und ist SEHR roh, nicht flach und braucht eigentlich eine dickere Strichschicht wie man das erstmal gemacht hat [Anfang 20ste Jahrhundert].

    Bei uns in die Niedelrande war das Papier der in Offset gedruckte Briefmarken längere Zeit versehen mit Firnis [NL: Vernis, UK: varnish, ES: barnisado] BEVOR man die Druck hat angebracht! Aber diese Firnis war gestrichen! Nicht gedruckt! An die Bogenrände sah man wo die Firnis-schicht aufhörte!

    Fosfor-Bände für die Englische Briefmarken aber auch bei uns sind gedruckt worden und haben normalerweise eine Raster - wie du sagst in England mit einem Kreuzraster 60 oder 80 [d.h. Linien/cm] - und solche Raster sind die hiesige Weissdruck SEHR ähnlich.... In England gab es sogar die Fosfor ALL-OVER d.h. die ganze Vorderseite war mit einem weiss gedruckte Fosfor-Schicht versehen!!!

    Und das heisst dass vielleicht auch Jurek recht hat mir seine Tönung! Das weisses Raster ist eine zusätzliche Druck und das kann jede Druckerei doch klar zugeben???

    Gruss, Rein

  5. #35
    Registrierter Benutzer Avatar von Holzland-Sammler
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    Großen Dank @Ben!

    Das ist doch einmal ein sehr, sehr guter Sachbeitrag. Den werden sicher andere auch mit Interesse zur Kenntnis nehmen.
    Wer sich von Brief- oder Fiskal-Marken bzw. Vorausentwertungen der USA trennen - oder seinen Bestand vervollständigen - möchte, kann mich per PN kontaktieren.

    Holzland-Sammler

  6. #36
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    Zitat Zitat von Dirk Bake Beitrag anzeigen
    Dass eine Abstempelung ein mehr oder weniger verborgenes Raster sichtbar machen kann, ist ja beim systematischen Untersuchen von Beständen eine praktische Hilfe. Die gezeigten Abstempelungen (hier die ersten fünf, weitere folgen) zeigen jeweils den Übergang von einer weißen Randpartie auf eine weiße Markenpartie. Auch die von 45 Grad abweichende Schräglage der Calvin-Marke wird hier deutlich. Nicht allen hier gezeigten als Scans ist die Rasterung deutlich anzusehen, zumindest unter der Lupe ist sie allerdings erkennbar. Deutlich wird auch, dass eine Abstempelung nicht zu fett aufgetragen sein darf, soll sie die Rasterung sichtbar machen.

    Übrigens lassen die betreffenden Marken schräg gegens Licht gehalten auf der Markenfläche etwas mehr Glanz erkennen als auf den anhängenden Rändern.

    Der Vollständigkeit halber hier eine Liste ebenfalls von mir untersuchter Randstücke, die diese von der Abstempelung sichtbar gemachte Rasterung auf der Markenfläche nicht aufweisen:
    Kaiser-Wilhelm-Brücke
    Wohlfahrt 2011
    Weihnachten 2010 und 2011
    Mainzer Dom
    Kindermarke 2010
    Jugend musiziert
    EU-Ratspräsidentschaft
    Senckenberg
    Weltkulturerbe 2011
    Corinth
    Lebenshilfe
    Tangermünde
    Nationalbibliothek
    Grimms Märchen
    Elbtunnel
    Grußmarken 2007 und 2008
    Hambacher Fest
    Bleiloch
    Bundesbank

    Wie es sich - um die Ursache, die Entstehung und idealerweise den Zweck weiter einzugrenzen - mit der Fluoreszenz verhält, mag jemand prüfen, der über entsprechendes Equipement verfügt.
    Dirk,

    die Abstempelungen sind sehr hilfreich aber warum nehmen sie fast NUR die "weisse" Raster auf??? Und NICHT die da deutliche sichtbare andere Farben mit andere Rasterwinkel???

    Is es ja Flachdruck oder hat es mehr Relief???? Oder ist die Weissdruck der letzer Druckgang???

    Ich habe mir was gebrauchte Marken [Kiloware] gekauft undich finde doch noch mehrere Weissdrucke! Aber nicht früher als 2005!

    Gruss, Rein

  7. #37
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    2006 Goldene Bulle:






    In Abstempelung ein Raster mit 45 Grad!

    Fortsetzung folgt ...

  8. #38
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    2009 Uni Leipzig - Druck BSP:






    In Abstempelung ein Raster mit 45 Grad! Zyan hat da 75 Grad und Magenta 15...

    Fortsetzung folgt ...
    Geändert von ReintjedeVos (25.10.2013 um 12:39 Uhr)

  9. #39
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    2009 Varusschlacht - Druck GDL:






    In Abstempelung ein Raster mit 45 Grad! Zyan hat da 75 Grad und Magenta 15...

    Fortsetzung folgt ...
    Geändert von ReintjedeVos (25.10.2013 um 12:39 Uhr)

  10. #40
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    2012 Frühjahr - Druck GDL:






    In Abstempelung ein Raster mit 45 Grad! Zyan hat da 75 Grad und Magenta 15...

    Fortsetzung folgt ...
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