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Thema: Weissdruck bei Bundmarken oder was die Bundesdruckerei verneint...

  1. #241
    Registrierter Benutzer Avatar von Ben 11
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    Hallo Rein,

    ich möchte mal dieses Thema wieder hervor holen. Zur Erinnerung: 0,55 € Robert Schumann aus 2010, zu sehen im Beitrag 221.

    Zitat #221: In die grüne Vollfläche ist im schrägen Licht eine Raster zu sehen unter 45 Grad mit deutlich vereinzelte Punkte!!
    Dieses vermeintliche Raster auf der grünen Fläche sind Punkte aus durchsichtigem Dispersionslack.
    Unter meinem Mikroskop mit 20-facher Vergrößerung in der Mitte bewußt etwas unscharf eingestellt, dafür in den Randbereichen des Bildes gut an den glänzenden Bereichen zu erkennen.

    Name:  55-1.jpg
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    Genauer erkennt man die einzelnen Tropfen unter 200-facher Vergrößerung überall auf der Fläche. Ich habe mal bespielhaft einige Punkte rund um die Jahreszahl markiert. Stelle ich das Mikroskop etwas schräg, ist auch die Tropfenform zu erkennen.

    Name:  2010-200.jpg
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    Ein erkennbares Raster bilden die Punkte meiner Meinung nach nicht. Sie scheinen aber relativ gleichmäßig in unterschiedlicher Größe vorhanden zu sein. Die Dispersionslackpunkte tragen das IR-Merkmal mit der grünen Fluoreszenz.

    Ähnliche Punkte findet man auf allen Sondermarken bis 2017. Das IR-Merkmal ist demnach nicht (mehr?) in einer bestimmten Farbe vorhanden, sondern wird in einen separaten Druck- oder Lackierwerk aufgetragen. Soweit ich das bislang beurteilen kann, ist der Lackauftrag auch an keine bestimmte Bildgeometrie oder Form gebunden. Die Marken vor 2010 muss ich mir nochmal genauer ansehen.

    Viele Grüße
    Ben.
    stay curious.

  2. #242
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Hallo Ben,

    Zitat Zitat von Ben 11 Beitrag anzeigen
    Ähnliche Punkte findet man auf allen Sondermarken bis 2017. Das IR-Merkmal ist demnach nicht (mehr?) in einer bestimmten Farbe vorhanden, sondern wird in einen separaten Druck- oder Lackierwerk aufgetragen. Soweit ich das bislang beurteilen kann, ist der Lackauftrag auch an keine bestimmte Bildgeometrie oder Form gebunden. Die Marken vor 2010 muss ich mir nochmal genauer ansehen.
    Wenn das an keine bestimmte Bildgeometrie oder Form gebunden ist, dann wäre das was anderes als der "Weißdruck" vom Hrn. Rein.
    "Weißdruck" ist an eine geordnete Rastergeometrie gebunden (siehe Seite 1 mit Calvin & Co.).
    Oder meinst du da was anderes unterm Thema "Weissdruck"?

    Gruß

  3. #243
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Jurek & Ben,

    Hat nichts mit Weissdruck zu tun, aber mit IR!

    Die meiste Briefmarken in Offsetdruck in die Niederlande bei Joh. Enschedé gedruckt hatten zusätzlich eine Firnis-schicht! Damit die Farben besser hafteten. Alles rund 1985-1998.

    In die 90-er Jahren hat die Belgische Briefmarken-Druckerei Papier gekauft welches nicht satiniert genug war. Die Papierbahnen waren auf eine Goebel-Rollenrakeltiefdruck-Maschine mit eine Firnis-schichte bedruckt, danach umgespuhlt und auf die zweite Goebel Maschine bedruckt worden mit Marken! Nur am Bogenränder gut zu sehen.

    Seit 1998 werden die meiste Niedelrandische Sondermarken in Bogen-Offsetdruck mit eine Phosphor-balke versehen [I-formig oder L-formig]. Dazu wird meistens diese Balke in zweiten Druckgang gedruckt oft zusammen mit eine Lackierschicht. Diese Lackierschicht zeigt oft sehr grobe Punkte welche so gar zu fühlen sind... Deutlich gab es dann keine Raster in diese Lackierschichte!

    Solche Lackierschichte habe ich auch bei Bund-Marken in Bogen-Offsetdruck beobachtet.

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  4. #244
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    ja..., dann habe ich das falsch verstanden was Ben meinte.
    Wäre im Grunde [wohl] ein anderes Thema ....

  5. #245
    Registrierter Benutzer Avatar von Ben 11
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    Guten Abend Jurek, Rein,

    ich denke, der "Weißdruck" ist unstrittig. Ob dieser nun genau weiß oder doch etwas beige ist, sei mal nebensächlich. Er lässt sich jedenfalls relativ einfach nachweisen.
    Am Beispiel hier mal aus 2010 die Marke 100. Geburtstag Mutter Teresa (Nr. 2813).

    Name:  theresa.jpg
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    Man sieht das 45° Raster schon unter einer 20-fachen Vergrößerung sehr deutlich. Noch besser erkennt man unter normalem UV-Licht die gelbe Fluoreszenz im unbedruckten Randbereich, während sie im Bereich der Marke deutlich reduziert ist.

    Name:  theresauv.jpg
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    Gleiches finden wir bei der Marke 750 Jahre Knappschaft (Nr. 2831). Das 45° Raster ist im mittleren Bereich wieder gut erkennbar.

    Name:  knapp.jpg
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    Unter UV-Licht erkennt man dann auch den Unterschied der gelben Fluoreszenz im Bogenrand und in der Bildmitte.

    Name:  KnappUV.jpg
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    Nun ist der Weißdruck nicht unbedingt mein Thema (weil ja eigentlich bereits bewiesen), sondern eher die IR-Fluoreszenz. Auch hier findet man auf beiden Marken den "glänzenden Schimmer" eines vorhandenen Lacküberzuges. Sehr gut erkennt man bei der Knappschaft auch einzelne Tropfen unter 200-facher Vergrößerung. (Leider kommt mein Mikroskop hier an die Grenzen seiner Auflösung)

    Name:  knapp3.jpg
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    Die Briten nennen bei den "Machin"-Marken die Form des Lacküberzuges "all over phosphor" - also Lacküberzug über Alles. Ähnlich kann man das vielleicht auch hier formulieren.

    Irgendwo in den Beiträgen war das IR-Merkmal ja einer Farbe zugeordnet, was bedeutet, dass irgendwann ein Wechsel der Technologie stattgefunden hat. Diesen Übergang werde ich mal herausarbeiten. Es wird vielleicht auch einen Unterschied in den SAD-Überdrucken der Sehenswürdigkeiten und der jetzigen Form geben.

    Viele Grüße und bleibt neugierig.
    Ben.
    stay curious.

  6. #246
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Ben,

    Die Briten nennen bei den "Machin"-Marken die Form des Lacküberzuges "all over phosphor" - also Lacküberzug über Alles
    All over phosphor war meistens in Rakeltiefdruck angebracht ...

    Pre Printed Phosphor

    PPP: This was a short lived experiment with a pre printed phosphor coating applied to the paper. The phosphor was printed directly, then the ink was additionally applied during the printing process. The stamps having a matt looking appearance. Only three values were issued, the 1p, 2p, and 10p
    Wie man das auch nennt, es war angebracht in Rakeltiefdruck wie eine Schicht auf den Papier. Danach gab es Farben-druck.

    Und was heisst eine Lacküberzug??? Geht es um ein anders Material - keine Farbe ODER eine Herstellungsmethode???

    Gruss, Rein
    Geändert von ReintjedeVos (01.08.2017 um 11:05 Uhr)
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  7. #247
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Danke Ben für deine exzellente Darstellung und deinen unermüdlichen Aufwand damit!

    Und das alles nur "wie fast bei Banknoten" .. mit diesen zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen gegen Fälschungen, auch noch über dem "Weißdruck"? Wow

    Beste Sammlergrüße!

  8. #248
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Obwohl "bewiesen" ist gibt noch immer Weissdrucke!





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  9. #249
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Obwohl "bewiesen" ist gibt noch immer Weissdrucke!





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  10. #250
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    Zitat Zitat von Ben 11 Beitrag anzeigen
    Hallo Rein,

    ich möchte mal dieses Thema wieder hervor holen. Zur Erinnerung: 0,55 € Robert Schumann aus 2010, zu sehen im Beitrag 221.



    Dieses vermeintliche Raster auf der grünen Fläche sind Punkte aus durchsichtigem Dispersionslack.
    Unter meinem Mikroskop mit 20-facher Vergrößerung in der Mitte bewußt etwas unscharf eingestellt, dafür in den Randbereichen des Bildes gut an den glänzenden Bereichen zu erkennen.

    Name:  55-1.jpg
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    Genauer erkennt man die einzelnen Tropfen unter 200-facher Vergrößerung überall auf der Fläche. Ich habe mal bespielhaft einige Punkte rund um die Jahreszahl markiert. Stelle ich das Mikroskop etwas schräg, ist auch die Tropfenform zu erkennen.

    Name:  2010-200.jpg
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    Ein erkennbares Raster bilden die Punkte meiner Meinung nach nicht. Sie scheinen aber relativ gleichmäßig in unterschiedlicher Größe vorhanden zu sein. Die Dispersionslackpunkte tragen das IR-Merkmal mit der grünen Fluoreszenz.

    Ähnliche Punkte findet man auf allen Sondermarken bis 2017. Das IR-Merkmal ist demnach nicht (mehr?) in einer bestimmten Farbe vorhanden, sondern wird in einen separaten Druck- oder Lackierwerk aufgetragen. Soweit ich das bislang beurteilen kann, ist der Lackauftrag auch an keine bestimmte Bildgeometrie oder Form gebunden. Die Marken vor 2010 muss ich mir nochmal genauer ansehen.

    Viele Grüße
    Ben.
    Ben,

    das Kreuzraster ist deutlich da!

    Ob es zu Dispersionslack gehört oder nicht, das Raster is da!



    Blau hat eine Rasterwinkel von 15 Grad; grün gar nichts, d.h. es gibt dazu noche eine Weissdruck mit Rasterwinkel 45 Grad.

    Gruss, Rein
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