Ich habe nachfolgende Postkarte:
Als Antwortkarte im November 1937 von Balzers/Liechtenstein nach Glarus gelaufen. Die Karte ist korrekt mit einer 10-Rappen Marke der Schweiz frankiert, was nach den Regeln des Weltpostvereins korrekt war. Die Karte wurde mit den Zusatzleistungen "Einschreiben" (+20 Rappen) und "Eilsendung" (+40 Rappen) versandt. Für die Frankatur wurden Schweizer Briefmarken verwendet, was nicht korrekt ist - bei internationalen Antwortpostkarten musste die Frankatur für zusätzliche Dienstleistungen in Briefmarken des Absenderlandes (im vorliegenden Fall also Liechtensteinischen) freigemacht werden. In Glarus wurde die Karte mit zwei Schweizer Portomarken zu 30 und 40 Rappen sowie dem handschriftlichen Vermerk "70" versehen. Die "problematische" Frankatur wurde mit zahlreichen Nullen "0" markiert. Anscheinend hatte die Post dann doch ein Einsehen oder war sich bzgl. der Regelauslegung unsicher und man versuchte die Nachportomarken wieder abzureissen und hat diese dann als "ungültig" gestempelt.
Kennt sich jemand mit der Berechnung von Nachporto in der Schweiz aus? Stimmen die 70 Rappen - müssten ja als 60+10 Rp. berechnet worden sein. Hat jemand noch andere Belege mit "Nullen"?

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