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Thema: Fragen zum Editorial der "Philatelie" Mai 2013 / Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von maystersammler
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    Fragen zum Editorial der "Philatelie" Mai 2013 / Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte

    In diesem Editorial berichtet Stiftungs-Geschäftsführer Rüdiger Krenkel über die Arbeit der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte, speziell zu den ausgeschütteten Geldern und deren Verwendung. Die Zahlen sind wirklich beeindruckend. Nach wie vor bewegt sich die deutsche Philatelie (im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Finanzmittel für Verbände, Zeitschrift Philatelie, Ausstellungen, Literatur etc.) auf einem Niveau, von dem andere, auch europäische Phila-Verbände noch nicht einmal träumen können.

    Etwas wundert mich aber: Herr Krenkel beschreibt den der Finanzkrise geschuldeten dramatischen Rückgang der Einnahmen/Erlöse der Stiftung, was nun wiederum Kürzungen bei den Förderungen zur Folge hatte und hat. Soweit klar. Wieso wird dann aber durch die Stiftung nicht aktiv um Spenden und Zustiftungen geworben? Ist die Stiftung daran nicht interessiert?

    Zum Beispiel:

    - Informationen über Möglichkeiten von Zustiftungen und Spenden - wo findet man die?

    - auf den Stiftungsseiten innerhalb der Philatelie, die ja maßgeblich zur hohen Qualität der Zeitschrift beitragen? Fehlanzeige. Ich kann mich auch aus den vergangenen Jahren an keine Infos dazu erinnern.

    - Eine Stiftung, die seit 2000 11,32 Millionen (!) Euro für Fördermaßnahmen für Philatelie ausgegeben hat, hat nicht einmal eine eigene Homepage mit entsprechenden Informationen zu Spenden und Zustiftungen? (die BDPh-Unterseiten zur Stiftung kenne ich - da habe ich nichts dazu gefunden). Dann ist die Lage vielleicht doch nicht so dramatisch?

    - Auf den Stiftungsseiten in der Philatelie steht nichts über die Zuschlagsmarken zum Tag der Briefmarke. Herr Krenkel schreibt, dass die Marke alle zwei Jahre mit einem Zuschlag versehen ist, den die Stiftung erhält. Die Verkäufe der Marke sind offenbar ins Bodenlose gesunken. Ja warum wirbt man denn dann auf den Stiftungsseiten nicht für den Kauf der Marke? Mir war der Zusammenhang zwischen Stiftung, Förderung des BDPh und dieser Marke überhaupt nicht klar.

  2. #2
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @maystersammler:

    Ich denke, dass Du ein gewichtiges Problem ansprichst. Bis vor vier-fünf Jahren ging es der "Stiftung" noch recht gut. Die sinkenden Einnahmen aus dem Verkauf den "Tag der Briefmarke"-Zuschlägen konnten durch die Zinseinnahmen kompensiert werden. Nachdem die Zinsen aber auf ein Niveau von 1% gesunken sind, ist das in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Ich denke auch, dass die "Stiftung" sich aktiv um Spenden bemühen muss. Dass die Bereitschaft da ist, hat die Finanzierung der "IPhLA" gezeigt, die zu einem großen Teil aus Spenden finanziert wurde.

    Ich sehe (auch wenn ich das Editorial noch nicht kenne) das Editorial auch als Werbemaßnahme für die "Stiftung". Wer möchte, kann Geld spenden und das von der Steuer absetzen, denn die Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    www.bdph.de und www.arge-belux.de

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von maystersammler
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    Hallo Lars,

    das ist alles richtig bis auf einen Punkt: Wer möchte, kann eben leider nicht spenden. Denn niemand weiß wohin und wie. Und nun sage bitte keiner, man könne sich ja an die Stiftung wenden. Durch Passivität wirbt man keine Spenden oder Zustiftungen ein.

    Das Marketing der Zuschlagsmarke "Tag der Briefmarke" ist zudem wirklich ausbaufähig. Auf der Seite der Postphilatelie stand noch nicht einmal wer die Zuschläge erhält. Da musste erst ein Nutzer nach dem Zweck fragen: https://philatelie.deutschepost.de/B...and-55-25.html

    Die Marke kann übrigens noch immer bestellt werden ...

    Für die Zukunft sollte darüber nachgedacht werden, diese Marke wesentlich attraktiver zu gestalten (Warum hat sie eigentlich mit "Tag der Briefmarke" ein einzelnes Ereignis als Thema, wenn die Zuschläge an die Stiftung fließen und allen möglichen Empfängern in der Philatelie zugute kommen? Warum ist das keine Marke "Pro Philatelie" oder "Sammelt Briefmarken" oder so???). Und sie sollte auch besser vermarktet und auch beworben werden. Für die Gestaltung der Marke selbst ist sicherlich das Bundesfinanzministerium zuständig, aber wenn sich das prominent besetzte Kuratorium der Stiftung mächtig ins Zeug legen würde, ließe sich doch sicherlich etwas machen, oder?

    Viele Grüße

    maystersammler
    Geändert von maystersammler (28.04.2013 um 14:07 Uhr)

  4. #4
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    Meine Sichtweise ist auch(wie bereits in diesem Forum vorgetragen), dass die Stiftung viel mehr an die Öffentlichkeit gehen sollte, um ihrem Zweck noch deutlicher gerecht werden zu können. Ein Bericht in der philatelie über die Geldflüsse kann dabei nur ein erster Schritt sein.

    Große Geldmittel flossen bzw. fließen offensichtlich immer noch durch den Verkauf der Zuschlagsmarken in die Stiftung. Meiner Meinung nach ergibt sich damit sogar mindestens eine moralische Verpflichtung alle Käufer dieser Marken über die Verwendung der Mittel öffentlich zu informieren und natürlich auch im Sinne der Stiftung für den Kauf genau dieser Marken öffentlich zu werben. So sollte doch schnellstmöglich mindestens eine eigene Webseite über die Stiftung informieren. Zudem kann doch der Bericht bestimmt kostenfrei nach Rücksprache mit den Betreibern in verschiedenen Philatelieforen veröffentlicht werden.

    Falls es so ist, dass der Zuschlag der Marke zum Tag der Briefmarke in die Stiftung fliesst, dann sollte kurz vor Erscheinen ein Bericht zur Arbeit der Stiftung möglichst auch in allen Philatelieforen veröffentlicht werden und ein Hinweis zur Marke erfolgen. Ich denke, dass viele Philatelieforen sich nach Absprache mit der Werbung für eine philateliefördernde Stiftung abfinden bzw. sich vielleicht sogar solidarisieren können.

    Falls Herr Krenkel das Internet nicht kennt bzw. den Nutzen des Internets für die Stiftung nicht erkennen kann, braucht er dringend Hilfe bzw. sollte er sich diese Hilfe holen.


    Fehldruck
    Geändert von Fehldruck (28.04.2013 um 14:29 Uhr)

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von maystersammler
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    Um diese Marken hier geht es übrigens. Ausgabe von 2011 zum Tag der Briefmarke mit Zuschlägen zugunsten der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte.

    Wenn die Stiftung es nicht für nötig hält, dafür zu werben, dann eben hier ein kleiner Werbeblock:

    Kauft die Marke zur Unterstützung der Philatelie! Werbung Ende ...

    Ich habe gestern auf der Messe in Essen Marken gekauft. Wer macht mit?

    Anfang September 2013 wird übrigens die neue Ausgabe erscheinen, dann zum gültigen Standardbriefporto von 58 Cent.


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  6. #6
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @maystersammler:

    Vielen Dank für die Unterstützung der Stiftung für Philatelie und Postgeschichte! Ich bin guter Hoffnung, dass das Motiv diese Jahr deutlich attraktiver ist, als dass von 2011. Denn damit die "Plus-Marke" auch verkauft wird, gehört ein ordentliches Motiv dazu. Das war 2012 schon etwas besser, als die 100 Jahre amtlicher Postflug gewürdigt wurden.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    www.bdph.de und www.arge-belux.de

  7. #7
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    Jahrelang haben wir dem BDPh und der "Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte" Geheimniskrämerei vorgeworfen, und jetzt werden die Zahlen auf den Tisch gelegt und das Volk ist noch immer unzufrieden.

    In der Tat verstehe ich es nicht, warum die "Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte" keine eigene Homepage hat. So etwas ist heute einfach Standard. Die Seite könnte ja auf den BDPh-Seiten Unterschlupf finden ("gehostet werden"), um Kosten zu sparen.

    Ansonsten habe ich es bis jetzt nicht verstanden, wie dramatisch der Einnahmenrückgang wirklich ist. Wieviele philatelistische Projekte konnten mangels finanzieller Mittel nicht mehr gefördert werden? Oder ist genügend Geld da und es mangelt nur an förderungswürdigen Ideen?
    Auf Grossausstellungen kann man wirklich verzichten, auch auf der Briefmarkenmesse Essen wurden die Rahmenfriedhöfe am Rand der verkaufsstände von den allermeisten Besuchern ignoriert. Auch mir macht es nicht besonders Spass, irgendwelche Details in leicht gebückter Haltung den Rahmen zu entlocken. Mit der "IPhLA" ist erfolgreich Neuland betreten worden, eine philatelistische Austellung in einem Rathaus im Zentrum einer Grossstadt. Ohne Sparzwang wäre das ganze eine langweilige Veranstaltung in irgendwelchen Messehallen auf der grünen Wiese geworden.

    Ob ein Spendenaufruf wirklich zu einer Geldflut führt, wag ich zu beweifeln. Natürlich wäre es einen Versuch wert. Ich schlage stattdessen vor, über Sachspenden nachzudenken. Viele Sammler haben keinen interessierten Nachwuchs in der Familie und sehen nach ihrem Ableben ihre Sammlung schon bei einem Fledderer oder Trödelmarkthändler enden. Hier könnte sich die Stiftung aktiv um Material bemühen. Um eine Briefmarkensammlung der Stiftung rechtsicher zu vermachen, könnte die Stiftung entsprechende Textvorlagen zur Verfügung stellen. Bei entsprechend wertvollen Objekten könnte der BDPh sogar darüber nachdenken, die Rechtsberatung zu erweitern, um interessierten Sammlern bei der rechtssicheren Gestaltung des Testamentes zu helfen. Die Verwertung der Sammlungen geschieht am besten über seriöse Auktionshäuser, um keine Vorwürfe aufkommen zu lassen, der Vorstand würde die Rosinen unter sich verteilen. Vielleicht verzichten die ausgewählten Auktionatoren sogar zugunsten der Stiftung auf die sonst üblichen Provisionen oder Honorare?

    Und zum Thema Zuschlagsmarke: warum gibt die Stiftung oder der BDPh keine personalisierte Marken heraus? Die Deutsche Post oder die Österreichische Post bieten das an, und bei der Wahl der Motive hätte die Stiftung freie Wahl. Vielleicht wäre auch hier die Post zu einen Zugeständnis bei den Herstellungskosten bereit. Firmen wie Tchibo oder Haribo haben gezeigt, wie man personalisierte Marken erfolgreich als Werbeträger einsetzen kann.

  8. #8
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Sehr attraktive Stiftungsmarke! Dampflok "Saxonia"

    Dieses Jahr wird einem der Kauf durch die sehr attraktive Stiftungsmarke leicht gemacht: http://www.bdph.de/index.php?&id=93&...ash=bb5a23bc85 - ich hoffe, dass die Erfolge, z.B. in Waldstetten, keine Eintagsfliegen sind!

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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