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Thema: Die Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V. stellt sich vor.

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    Die Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V. stellt sich vor.

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    Arnim Knapp, 1ter Vorsitzender,
    Taxisstrasse 8,
    80637 München
    Tel.: 089 14902920, Handy: 1736827133[/SIZE]

    Über die Forschungsgemeinschaft-Sachsen e.V.

    Im Jahre 1966 riefen die Herren Arno Köth und Christian Springer im Anhang ihrer Broschüre "Die Franco-Couverts" der königlich sächsischen Post die Sachsensammler zur Gründung einer Arbeitsgemeinschaft auf. Aus den Bestellungen dieser Broschüre entstand zunächst eine kleine Adressenkartei von Sachsensammlern und es bildeten sich persönliche Kontakte zwischen den Autoren und anderen Sachsensammlern. Es sollte indes noch geraume Zeit dauern bis die erste Zusammenkunft der Sachsensammler stattfand.

    Fünf Jahre später wurde anlässlich des Bundestages des BDPh am 4. September 1971 in Kassel die Bundesarbeitsgemeinschaft Sachsen gegründet und Herr Horst Möller, Lahnstein, zum kommissarischen Leiter berufen.

    Wenige Tage später erschien im Oktober ein erstes Rundschreiben, das sich an alle Interessenten wandte, die in der Köth'sche Kartei verzeichnet waren. Auch andere philatelistische Publikationen machten auf die erfolgte Neugründung aufmerksam, so daß das Rundschreiben Nr.2 vom Dezember 1971 bereits von 26 Sammlern berichten konnte, die sich der ARGE angeschlossen hatten, darunter namhafte Philatelisten wie z.B. die Herren Bohnert, Dr. Dreydorff, Hoffmann, H. Knapp, Pröschold, Seifert, Springer, Voellmer u.a. (alph.). Mit diesem Rundschreiben wurde gleichzeitig zum ersten Treffen und Kennenlernen der Sammler untereinander nach Siegburg im April 1972 eingeladen. Zur darauf folgenden Gründungsversammlung anlässlich der SÜPOSTA in Sindelfingen im Mai 1972 erschienen bereits 42 Mitglieder, die den bisherigen kommissarischen Leiter, Herrn Horst Möller, zum Vorsitzenden der ARGE und Herrn Dr. Dreydorff zu seinem Stellvertreter wählten. Die Arbeitsgemeinschaft nannte sich nun Forschungsgemeinschaft Sachsen.

    Im April 1973 wurde in der Jahreshauptversammlung, die anlässlich der IBRA in München abgehalten wurde, die erste Vereinssatzung verabschiedet. Außerdem wurde beschlossen, einen Rundsendedienst einzurichten, der sich zunächst auf Teilnehmer innerhalb der Bundesrepublik beschränken mußte. Das Material für den Rundsendedienst wurde von Mitgliedern der Forschungsgemeinschaft, aber auch von außerhalb eingeliefert. Dabei zeigte sich, daß Marken und Belege von außerhalb (Händler) kaum Zuspruch fanden, weil das Tauschmaterial von den Mitgliedern wesentlich preiswerter angeboten wurde. Der Rundsendedienst entwickelte sich in der Folgezeit zu einem sehr erfolgreichen Bindeglied zwischen den Mitgliedern und nahm im Umfang und gemessen an den Entnahmen von Jahr zu Jahr zu. Bald genehmigte die Versicherung auch den Versand in das Ausland, so daß auch unsere Mitglieder in der Schweiz bedient werden konnten. Später richtete der Rundsendedienst vereinsinterne Auktionen ein, die zumeist während der Mitgliedertreffen abgehalten wurden. Rücklose aus den Auktionen wurden der Rundsendung zugeführt. So wurden innerhalb von 15 Jahren in ehrenamtlicher Tätigkeit vom Rundsendeleiter 134 Rundsendungen und zahlreiche Vereinsauktionen durchgeführt und der erzielte Erlös wurde der Vereinskasse zugeführt.

    Die unglückliche politische Teilung Deutschlands in Ost und West erwies sich als hinderlich in jeder Sicht, natürlich auch in philatelistischer Sicht. Das Land Sachsen, also das Gebiet unseres Sammelinteresses, war damit weit entrückt. Besuche nach Sachsen waren nur in Ausnahmefällen möglich und bedurften der Genehmigung der örtlichen Behörden. Jede Reise "nach drüben" war ein mittleres Abenteuer, der Kontakt zu Sammlern jenseits der Grenze kaum möglich, in Einzelfällen sogar risikoreich. Der harmlose Versuch, unsere Rundbriefe in dortige Sammlerhände zu bringen, misslang öfter, als dass er erfolgreich war. Um so mehr wurde der Schriftverkehr gepflegt und neue Erkenntnisse besprochen und mit den Sammlern jenseits der Grenze ausgetauscht. Auf diese Weise konnten auch in ganz bescheidenem Maße Beiträge zur Neuerscheinung "Die alte Sachsenpost" (heute unter ASAPO bekannt) geleistet werden, die 1973 im Verlag TRANSPRESS VEB, Berlin erschien. Für uns heute unverständlich, gleichzeitig aber typisch für die damaligen Verhältnisse: Die Autoren Milde und Schmidt durften nicht einmal "honoris causa" einen Westdeutschen als Mitarbeiter benennen!

    Die Folgejahre waren ausgefüllt mit intensiver Sammeltätigkeit und Bearbeitung verschiedener Themen aus der sächsischen Postgeschichte, insbesondere der Zeit ab 1850 bis 1867. Jährlich erschienen zwei Rundbriefe, die u.a. zu den ebenfalls zweimal im Jahr abgehaltenen Mitgliedertreffen einluden. Längst sind die herzlich zur Teilnahme eingeladener Ehefrauen und Kinder aus unserem Sammlerkreis fester Bestandteil der Treffen geworden, eigens organisierte Damenprogramme sorgen auch heute noch für Kurzweil und Unterhaltung. Durch den ständigen Wechsel der Veranstaltungsorte wurde Vielseitigkeit geboten und gleichzeitig versucht, jedem unserer Mitglieder wenigstens einmal im Jahr die Teilnahme an unseren Sammlertreffen zu ermöglichen, ohne dass lange Reisen in Kauf genommen werden mussten. Die Mitgliederzahl pendelte sich bei etwa 70 bis 75 ein. Wie allgemein üblich, beteiligen sich auch die Mitglieder der FG Sachsen an Ausstellungen von Rang III bis International und zeigten ihre Sammlungen. Anlässlich der GÖTTINGA 1978 trat die FG Sachsen erstmals als Sammlergemeinschaft an die Öffentlichkeit. Sfrd. Bolte organisierte einen 100 Rahmen umfassenden Sachsensalon, an dem 12 FG-Mitglieder Teile ihrer Sammlungen zu ausgewählten Themen ausstellten und damit einen eindrucksvollen Querschnitt der Sachsenphilatelie vermittelten.

    Am 28. August 1981 beschlossen die bei der Jahreshauptversammlung Anwesenden eine neue Vereinssatzung, welche die Gemeinnützigkeit der FG Sachsen herausstellt und die Eigenständigkeit der FG stärker betont. Gleichzeitig wurde die Eintragung als Verein beschlossen. Daraufhin erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister Koblenz im April 1984, der Verein nannte sich seitdem "Forschungsgemeinschaft Sachsen eV" im Bund Deutscher Philateisten. Zu der gemäß der Satzung fälligen Neuwahl des Vorstandes in der Jahreshauptversammlung 1985 kandidierte der bisherige Vorsitzende Herr Horst Möller aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr und gab damit nach 14 Jahren erfolgreicher Arbeit die Leitung der FG Sachsen ab. Als neuer Leiter der FG wurde Herr Jürgen Herbst, Stadtallendorf, von der Mitgliederversammlung gewählt.

    Nach Jahren der individuellen Teilnahme an Ausstellungen der einzelnen Mitglieder von Rang III bis International kündigte sich erneut eine Ausstellung in Göttingen an (Mai 88), die mit dem Sachsensalon 1978 allen noch in bester Erinnerung war. Diesmal wurde der Querschnitt durch die Sachsenphilatelie durch fünf Sammlungen dokumentiert, die im Wettbewerb gezeigt wurden. Zwei Sammlungen wurden mit Vermeil prämiert, die anderen drei mit Gold - ein wirklich beeindruckendes Ergebnis.

    Das Jahr 1989 überraschte mit dem Fall der Mauer zwischen West und Ost am 6. November. Damit wurde unmittelbar der bisher "grenzüberschreitende" nun zum "ungehinderten" Reiseverkehr und damit der gegenseitige Besuch der Sachsensammler möglich. Zum folgenden Frühjahrstreffen 1990 im Schwarzwald begrüßten wir den ersten Gast, der ohne die staatliche Genehmigung der DDR-Behörden an unserem Sammlertreffen teilnehmen konnte. Kurz darauf erhielten wir die Einladung, im Mai 1990 am Frühjahrstreffen des Bezirksarbeitskreises Sachsen in Leipzig teilzunehmen. Bei diesem ersten Treffen wurden wir durch unseren Sammlerfreund Bolte vertreten. Im Oktober fand dann das erste gemeinsame Treffen der Sachsensammler nach dem Kriege in Dresden statt. Es war das 50. Treffen der ehemals im Kulturbund organisierten Sachsen-Sammlerfreunde - ein Jubiläumstreffen, aber gleichzeitig auch das letzte Treffen im Rahmen des Kulturbundes. Der alle kulturellen Aktivitäten vereinende und steuernde Kulturbund war auf dem Weg zur deutschen Wiedervereinigung aufgelöst worden und der Vereinigung der Sachsen-Sammler aus Ost und West mit ihren individuellen Sammlerinteressen stand nichts mehr im Wege.

    Es folgte 1991 das gemeinsame Frühjahrstreffen in Eschershausen im Solling, an dem erstmals eine größere Anzahl der Sammlerfreunde aus Sachsen mit ihren Ehefrauen teilnahmen. Der familiäre Rahmen dieses Treffens mit dem Kennenlernen der Sammlerfreunde aus Ost und West legte den Grundstock zu vielen neuer Sammlerfreundschaften.

    Dunkelgraue Wolken dräuten, als der BDPh begann, die 1984 gefaßten sogenannten "lngolstädter Beschlüsse" umzusetzen (nur in einem örtlichen, dem BDPh angeschlossenen Verein organisierte Mitglieder dürfen in eine Arbeitsgemeinschaft des BDPh als Mitglieder aufgenommen werden). Das geschah ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo es darum ging, den Sammlern in der ehemaligen DDR ein neues Heimatgefühl zu vermitteln - ein nicht mehr steigerungsfähiges Einfühlungsvermögen der Funktionäre im BDPh. Nach eingehender Beratung auf der Jahreshauptversammlung der FG Sachsen erging der einstimmige Beschluss, dem Begehren des BDPh nicht zu folgen. Der Erfolg kam prompt - die FG Sachsen e. V. wurde als Arbeitsgemeinschaft aus dem BDPh ausgeschlossen. Der satzungsgemäß wahrgenommene Einspruch wurde im März 1991 vom BDPh abgelehnt und gleichzeitig die beantragte Anhörung als nicht erforderlich abgetan. Daraufhin stellt der Vorsitzende Herr J. Herbst auf der Jahreshauptversammlung im April 1991 sein Amt zur Verfügung. Bei der erforderlichen Neuwahl des Vorstandes wurde bei dieser Jahreshauptversammlung Hellmut Boden aus Illingen zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Verein nannte sich nunmehr "Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V. unter Fortfall des Anhangs "Arbeitsgemeinschaft im BDPh".

    Die nun folgende Periode unter der Leitung von Hellmut Boden wurde durch die Intensivierung der Kontakte nach "Osten" bestimmt. Von den zweimal jährlich abgehaltenen Treffen fand eines jeweils in den neuen Bundesländern statt. Mit Unterstützung dort ansässiger Sammlerfreunde wurde um ehemals dem Kulturbund angeschlossene Mitglieder geworben - nicht ohne Erfolg, wie es die steigenden Mitgliederzahlen der FG Sachsen beweisen. Um das unbefriedigende Verhältnis mit dem BDPh zu beenden, wurde dem Vorstand des BDPh der Vorschlag unterbreitet, die 1991 getroffenen Entscheidung, der FG Sachsen den Status als Arbeitsgemeinschaft zu entziehen, nochmals zu überdenken, zumindest aber den Beschluss außer Vollzug zu setzen und über die besondere Situation der FG Sachsen neu zu verhandeln. Unverständlicherweise wurde von diesem Vorschlag kein Gebrauch gemacht. Erst im Jahre 1995 nahm der BDPh neue Kontakte zu uns auf und als Ergebnis wurden wir wieder als Arbeitsgemeinschaft im BDPh geführt.

    Im Jahre 1996 feierte die FG Sachsen ihr 25-jähriges Jubiläum mit einer großartigen Ausstellung, der Sonderschau Sachsen im Rahmen der IPA in Sindelfingen. Als Gemeinschaftsleistung der Mitglieder zeigte die "Sonderschau Sachsen" in 100 Rahmen einen Querschnitt der gesamten Sachsenphilatelie, beginnend mit der Vorphilatelie über die Markenzeit bis in die Zeit der Nachverwendung sächsischer Stempel bis 1900. Daneben wurden noch in 30 Rahmen im IPA-Wettbewerb und der angeschlossenen Rang III-Ausstellung gleichzeitig einige Objekte gezeigt.

    Als wichtiges Bindeglied dient der FG der jährlich zweimal erscheinende Rundbrief mit Fachartikeln, Auktionsberichten, Terminankündigungen und Mitteilungen des Vorstandes. Bisher sind 68 Rundbriefe erschienen.

    Die FG Sachsen e.V. - Arbeitsgemeinschaft im BDPh, zählt zur Zeit mehr als 120 Sammler im Inland und Ausland zu seinen Mitgliedern, korrespondiert mit 12 Vereinen/ARGEn und lädt hiermit interessierte Sachsensammler herzlich ein, sich durch Eintritt in unseren Verein den Sammlerfreunden in der FG Sachsen anzuschließen.

    Derzeitige Arbeitsthemen:
    • Was ist ein Botenbrief (Merkmale) 

    • Wie kann ich einen postalisch gelaufenen Brief in den Anfängen der Post erkennen 

    • Briefsammlungen 

    • Telegraphieentwicklung 

    • Geldverkehr (Bareinzahlungen, Postanweisungen) 

    • Bahnpostentwicklung 

    • Entwicklung der Frankomarkenentwertung 

    • Briefpostbeförderung über den Transatlantik mit ihren vielfältigen Leitwegen 

    • Die Briefpostbeförderung in die Schweiz und deren Transit nach Italien 

    • Briefpostkorrespondenz mit Frankreich

    • Briefpost mit dem Königreich Westphalen und dem Großherzogtum Berg
    • Feldpost: 30 jähriger Krieg, Siebenjähriger Krieg, Deutsch Dänische Kriege, Krieg 1866, ect.
    • Stempelkunde
    • Entwicklung der Frankomarken
    • Briefpostkorrespondenz mit Frankreich, Skandinavien, Russland und England

    Leistungen:

    • 2 Gemeinschaftstreffen pro Jahr im Frühjahr und Herbst
    • 2 Rundbriefe pro Jahr in schwarz / weiß und farbig
    • Tausch und Handelsmöglichkeiten
    • Publikationen und Sonderdrucke
    • Vereinsauktionen
    Ausstellungen zu Jubiläen z.Bsp. 150 Jahre Sachsenbriefmarke; 
25jähriges und 35 jähriges Vereinsjubiläum
    Geändert von Michael Lenke (30.01.2013 um 10:48 Uhr)

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