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Thema: Schusseligkeit-Postbetuppe-Postbetrug

  1. #1
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    Schusseligkeit-Postbetuppe-Postbetrug

    Gern möchte ich mal ein paar Belege zeigen, die durch Schusseligkeit, Postbetuppe oder Postbetrug entstanden sind. Vielleicht kann noch jemand solche Belege zeigen. Ein Austausch von weiteren Informationen zum gezeigten Beleg wünsche ich mir und Grundsatzdiskussionen z.B. zur Postarbeitsweise, zu den Betrügern usw. können von mir aus gern in einem anderen Thema beackert werden. Ein flotter Spruch zu den gezeigten Belegen und Versendern und Postbearbeitung gehört aber meiner Meinung nach schon hier ins Thema und manchmal muss die Meinung einfach mal raus.

    Es ist nicht immer alles ernst gemeint und hoffentlich kommt es auch ohne Smiley so rüber.

    Ich fange einfach mal an...

    Dieser Beleg dürfte in manchen großen Posthorn-Sammlungen noch fehlen.
    Briefzentrum 52 11.-6.01 -verwendet wurden "portogerecht" 1,10DM aus einem Faksimile Druck von 1996 .....der Firma .....? Kennt jemand den Hersteller?

    Interessant bzw. mutig-übermütig auch die Empfängeradresse...
    Ist bekannt, mit welchen Angelegenheiten sich die Abt. 74 beschäftigte?

    Fehldruck
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    Geändert von Fehldruck (12.01.2013 um 15:52 Uhr)

  2. #2
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Ausschnitt aus Werbematerial der Post zur Frankatur verwendet

    @fehldruck:

    Ich wollte keinen weiteren Thread eröffnen... Anbei zwei Ausschnitte aus der Kiloware. Da hat Anfang der 90iger-Jahre ein Leser der Postwerbung eine Broschüre oder ähnliches zerschnitten, um die beiden "Briefmarken" zu gewinnen. Sie sind vom Format her z.T. deutlich größer als die Originale, wie man an den Stempeln erkennen kann. Die Stempel an sich sind relativ schwach abgeschlagen, ich habe die Vermutung, dass es an dem Papier liegt.

    Beste Sammlergrüße!

    Lars
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  3. #3
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Postbetrug

    Dieser Briefumschlag ging an die Beiersdorf AG - "frankiert" war er mit einer Mi. 2051 -oder etwas, dass so aussah. Ich denke, die "Briefmarke" hat etwa ein Viertel des normalen Umfanges, trotzdem wurde der Brief ohne Beanstandung transportiert.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  4. #4
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    naja- ein paar Wochen Material ist schon vorhanden und da das Thema so allgemein gehalten ist, hat doch der ein oder andere Sammler aus seinem Sammelgebiet etwas beizutragen. Auch nicht erlaubte Ganzsachenausschnitte als Frankatur oder auch Belege mit Marken aus dem falschen Land freigemacht, können gern gezeigt werden.

    Noch mal zu den 2 Ausschnitten von deckelmouk zurück....Hier zeige ich 2 DDR Belege Berlin N4 ag 26.9.55-24 und Berlin N4 ag 23.9.55-22 mit Mi 482 und 483 Ausschnitten aus einer Zeitung. Und in der DDR wurde sogar mühevoll eine Zähnung dran gebastelt.

    Stammen die Abbildungen eventuell aus dem SE Sammler Express(Briefmarkenzeitschrift in der DDR) 1955? Bei der 10Pf Marke ist auch über den weißen Randbereich eine blaue Rasterung ersichtlich. Vielleicht schlägt ja jemand im SE 1955 mal nach?

    Interessant finde ich in dem Gesamtzusammenhang den Werbe- bzw. Parolenstempel:

    Sparwochen 1955
    Sparen hilft dem Aufbau
    Sparen nutzt auch Dir!

    Der Absender bleibt unbekannt - könnte aber Staatsfeind oder Kabarettist gewesen sein.

    Der Empfänger Hans Strömer war ein Berliner Philatelist- sogar seit 1949 1.Vorsitzender der Berliner Bezirksorganisation der Philatelisten und gründete 1949 die Briefmarkensammlergruppe Friedrichshain mit. Er hatte eine Spezialsammlung "Formblatt C 26 Klebezettel für weiter zusendende Paketsendungen", die im Band 182 der Poststempelgilde von Jürgen Zalaszewski bearbeitet wurde.


    Fehldruck
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    Geändert von Fehldruck (12.01.2013 um 17:25 Uhr)

  5. #5
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Fälschung

    Im Anhang ein Brief mit einer Postfälschung der Mi. 2063 - daneben die echte Marke. Die Briefe wurden bewusst so angelegt, dass die Fälschung zwar echt lief, aber die Post eigentlich nicht geschädigt wurde. Das Porto von 110 Pfennig war durch die echte Briefmarke abgedeckt.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  6. #6
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    Heute zum Sonntag mal ein Berlin Beleg:

    Mit 50 Pfennigen portogerecht frankiert nach Prag...jedoch die rechte gezähnte Marke war wohl ein lang gehegter Wunsch.

    Juri (Alexejewitsch) Gagarin flog am 12.04.1961 mit dem Raumschiff Wostok 1 (...übersetzt: Osten 1) als erster Mensch ins Weltall.
    Dies war damals ein riesiger Paukenschlag im Wettlauf im All zwischen der Sowjetunion und der USA und damit natürlich auch zwischen den politischen Machtblöcken.
    Undenkbar, dass Berlin West diesem Ereignis eine Briefmarke widmet. Leider gibt es aus meiner Sicht heute lange nach dem Ende des Kalten Krieges in Deutschland keine ausreichende Würdigung der wissenschaftlichen, technischen und menschlichen Leistungen der Ostblock-Raumfahrt natürlich unter Benennung der politischen Hintergründe.
    Zum 50. Jahrestag gab es in Berlin eine kleine philatelistische Würdigung: http://www.vbphv.de/bilder/aktuelles/gagarin3.jpg

    Mir ist nicht bekannt, ob der Macher der Marke auch diese Würdigung wollte oder ob es eher eine politische Weltanschauung dokumentieren sollte.
    Auf der geschnittenen Marke ist Juri Gagarin und die Wostok 1 abgebildet. Zudem ist der 12.4.1961 als Flugdatum auf der Marke zu sehen. Der Stempel Berlin 11 19.6.71 -16 1 belegt, dass der Anlass wohl der 10. Jahrestag des ersten bemannten Raumfluges war.

    Die Marke hat zudem die Inschrift "Landespost Berlin". Nun wird der Berlin Sammler sofort mit dem Kopf schütteln- es gab ja nur "Deutsche Post" und dann "Deutsche Bundespost Berlin" als Inschrift bei den Berlin Marken. Stimmt aber nicht- 1956 quasi im Übergang wurden die Michel Nummern 126 und 127 mit der Inschrift "Landespost Berlin" versehen. Gewusst?
    Vielleicht war es doch eine Vorlage? Sind weitere Fakten zu der gezeigten Gagarin Marke bekannt?

    Interessant im Zusammenhang ist die linke verwendete echte Berlin Marke. Sie zeigt eine Pferde Straßenbahn 1880 und soll vielleicht auch den Fortschritt oder eben den Unterschied der Systeme dokumentieren.

    Fehldruck
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    Geändert von Fehldruck (13.01.2013 um 20:47 Uhr)

  7. #7
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    Tiefer Griff in die Trickkiste...

    @fehldruck:

    Sehr schöne Briefe! Vor allem der mit der Marke zu Juri Gagarin. Man sollte jetzt nicht meinen, dass das oft vorkommt, auch wenn Du für mehrere Wochen Material hast. Ich muss jetzt tiefer in meine Trickkiste greifen, um etwas darzustellen.

    Die Karte wurde in Luxemburg aufgegeben. Aber ich gehe vom Text her davon aus, dass der Schreiber eventuell im ehemaligen Elsass-Lothringen gewohnt hat und zu Besuch in Luxemburg war. Die Postkarte zeigt auf der Bildseite Metz. Frankiert ist die Karte mit einer 10-Centimes-Säerin, die war aber in Luxemburg nicht gültig. Der Postbeamte hat sie mit Bleistift eingerahmt und dann einen T-(Taxe)-Stempel draufgeknallt, die Karte aber befördert.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  8. #8
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    @deckelmouk wieso Trickkiste- genau solche Belege passen doch hier her. Auch Unterfrankaturen dürfen hier gern gezeigt werden.

    Beim folgenden Beleg hat quasi der Heinzelmann das Frankieren übernommen. Die Heinzelmänner tauchten erstmals 1826 im Buch des Kölner Schriftstellers Ernst Weiden auf. Von Köln bis Moers 13 me 13.10.74 13 sind es schlappe 70km und so ist das Auftauchen der Hausgeister an dieser Stelle durchaus denkbar.
    Und da ein Heinzelmann hier beim Frankieren beobachtet wurde, verschwanden sie für immer und jeder muss die Frankatur nun wieder selbst entrichten.

    Ich ende ja schon!- frei nach Loriot:
    "Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann."

    Fehldruck
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  9. #9
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    @fehldruck:

    M.E. ist die Sage vom Heinzelmännchen (oder Englisch: Hinzelmann) deutlich älter: http://en.wikipedia.org/wiki/Hinzelmann - wobei es sich eher um mündliche Überlieferungen handelt.

    Aber zurück zum Thema: Eine "Plusmarke" für den Sport, 100 Jahre Keglerbund - leider nur ein Entwurf, der aus einer Zeitung bzw. Zeitschrift ausgeschnitten und mit einer Zähnung versehen wurde. Die Deutsche Bundespost hat es nicht bemerkt und den Brief anstandslos befördert. Ich habe den Brief schon seit einiger Zeit gesucht, heute viel mir ein, dass er in einem Exponat drin war...

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  10. #10
    Oberschl., DR, Privatpost Avatar von Pete
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    Passend zum Beleg von @ Deckelmouk ein weiterer Scherenschnitt aus einer Zeitschrift. Hier wurde allerdings im November 2001 die nicht verausgabte Briefmarke mit dem Motiv "Audrey Hepburn" als Frankatur verwendet und damit die Deutsche Post AG um das Portoentgelt betrogen. Der Scherenschnitt lief scheinbar unbeanstandet durch die Stempelmaschine des Briefzentrums 95.

    Gruß
    Pete
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