Wolfgang Hermann: Die Postgeschichte von Samoa 1834-1919.
(SCHRIFTEN ZUR DEUTSCHEN KOLONIALPHILATELIE UND KOLONIALGESCHICHTE - Band 7)

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Etwa 350 Seiten, 550 Farbabbildungen und eine Bibliographie mit 196 Quellen.

Im Oktober 2012 wurde von der Arbeitsgemeinschaft mit der Postgeschichte von Samoa Band 7 der Schriftenreihe herausgegeben.
Das Buch stellt die erste Monographie über die Postgeschichte Samoas in deutscher Sprache dar und wird durch eine Zeittafel der Geschichte Samoas ergänzt. Die Postgeschichte beginnt mit der ersten Post von Missionaren (1834), setzt sich fort über Postbelege aus den Folgejahren, die in der Regel über Neu Süd Wales liefen und beschreibt die Express-Post von 1877 bis 1881. Diese Post, die auch als "Agar-Privatpost " bekannt ist und eigenen Marken herausgab, wurde 1881 wegen finanzieller Verluste eingestellt. Es folgte eine "Munizipalitätspost" von Apia in den Jahren 1882 - 1886, die amerikanische Postwertzeichen des US-Konsulats benutzte, die in Apia aufgeklebt und auch dort entwertet wurden. Im September 1886 wurde die "Deutsche Postdampfschiffsagentur" in Apia eröffnet, deren Reichspost-Marken vom Dampfer "Lübeck" der "Australischen Zweiglinie" von Sydney nach Samoa geliefert worden waren. Der Neuseeländer John Davis wurde am 21.12.1886 vom König von Samoa (Malietoa Laupepa) zum Postmeister Samoas ernannt. Seine Post gehörte aber nicht dem Weltpostverein an. Sie war - wie die Express-Post - eine Privatpost. Diese Post, die Doppelfrankaturen für die Beförderung in Länder des Weltpostvereins erforderte, war bis zum 28. Februar 1900 Konkurrenz zur Deutschen Reichspost. Am 1.3.1900 wurde nach langen Streitigkeiten der damaligen Großmächte (die z. B. anhand der Rolle der Kaiserlichen Marine in der Südsee geschildert werden) Samoa eine deutsche Kolonie. Nur die kleineren Inseln im Osten mit dem Hafen Pago Pago wurden den Vereinigten Staaten zugesprochen. Die deutsche Kolonialperiode reichte bis zum 29. August 1914. An diesem Tag wurde nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs Samoa von neuseeländischen Truppen besetzt, die die deutschen Marken mit dem Aufdruck "G.R.I." und englischen Wertbezeichnungen "Pence" und "Shillings" weiterbenutzten. Die Feldost der Neuseeländer aus Samoa wird ebenfalls behandelt. Danach erschienen drei neuseeländische Markenausgaben mit dem Aufdruck "SAMOA". Das Buch schließt auch die Post der Internierten Deutsch-Samoaner ein und zeigt Postbelege der einzelnen Lager. Auch die Deportation der Deutschen im Juni 1920 wird behandelt. Sämtliche genannten Postperioden werden durch Belege erläutert und deren Abstempelungen erklärt. Das Buch endet mit dem 28. Juni 1919. An diesem Tag erklärte das Deutsche Reich nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg den Verzicht auf alle deutschen Kolonien. Ein Index erlaubt die Suche nach Begriffen unabhängig von den Abschnitten des Inhaltsverzeichnisses.
Kurz: Das Buch behandelt die gesamte Postgeschichte Samoas von der Post der ersten Missionare bis zum Versailler Vertrag. (1834 - 1919).

€ 49,-- (zzgl. Versand)

Bezug über den Geschäftsführer der ARGE Kolonien: http://www.kolonialmarken.de/impressu/kontakt.htm