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Thema: Einzeiler1865

  1. #1
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    Einzeiler1865

    Ich bin neu im Forum und komme aus dem Nbg.-Land. Können Sie mir bitte bei folgender Frage behilflich sein:

    Die Bahnlinie Nürnberg - Hersbruck der bay. Ostbahn wurde 1859 mit einer Bahnexpedi-tion eröffnet. Die Fahrpost wurde eingestellt und es wurden nur noch Verbindungsfahr-ten von der Postexped. Hersbruck zum Bahnhof Hersbruck gemacht.
    1863 wurde (nach Gesprächen 1862) eine Telegraphenverbindung von Nürnberg zum Bahnhof Hersbruck im Gebäude der Bahnexped. eingerichtet. Name:  Einzeiler1865.jpg
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    Ich habe einen Einzeiler (auf einer Frankatur-Nota, Nachnahme f. Fracht) Hersbruck in rot und wüßte gern ob er beiden Stationen zugeordnet werden kann, da diese ja durch die räumliche Enge in dem Gebäude in einem Raum waren. Ob es wegen seiner roten Farbe eine weitere Möglichkeit hin zum Telegraphen gibt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Trapper
    Geändert von 1867 (09.03.2012 um 07:53 Uhr)

  2. #2
    Vereinsmitglied Avatar von Cophila
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    Der Spezialist für die "Philatelie Hersbruck" ist Herr Hartmut Schröpfer aus Hersbruck. Bekannt auch durch seine Ausstellungen zum Thema "Heimatsammlung Hersbruck".
    Mit freundlichen Grüßen

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Hallo Trapper,

    ein herzliches Grüßgott hier im Forum. Mit Bildern ist alles einfacher ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

  4. #4
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    Hallo bayern klassisch,
    Danke für den Tip. - Alea jacta est. Nun aber bitte nicht mehr in Latain. Im Nachdruck "Rückblick auf das erste Jahrhundert der kgl. bay. Staatspost, S157, 162/3" steht: "Infolge der im J. 1862 in die Wege geleiteten Vereinigung des äußeren Telegraphendienstes mit dem Post- u. Eisenbahnbetrieb erfuhr der Stand im T. verwendeten Personal ...nur eine geringe Erhöhung." und "...dem Stillstand des bay. T.-wesens entgegenzuwirken ...in den Landesteilen in denen ausschließlich private Eisenbahnen bestanden...Ab 1.Okt.1864 wurde auch in den Stationen der Ostbahnen in dem Umfang wie bei den staatlichen Eisenbahnstationen der Telegraphendienst eingerichtet."

    Welche aufschlussreiche Folgerung kann man davon ableiten, etwa: Ein Dienstraum ein Einzeiler? Wie heutigen Tages in vielen Postämtern. Hobby macht ja Spaß. Servus

    MfG
    Trapper

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Hallo Trapper,

    die von dir zitierte Quelle, ein hervorragendes Buch, ist nur als Grobquelle zu nutzen, weil sich im Königreich vielfältige Situationen ergaben und ich das so pauschaliert nicht stehen lassen würde. In Bayern gab es bis zu 3 Dienststellen in einem Gebäude, so dass die Stempelwerkzeuge unregelmäßig hin und her wechselten. Für uns Sammler natürlich prima, damals dem zeitlichen Druck und den sich immer mehr verschlechternden örtlichen Gegebenheiten geschuldet.

    Darüber hinaus gab es auch "personalisierte" Stempel, also welche, die nur an bestimmte Personen ausgegeben worden waren. Wurde so ein Beamter Springer, also mal hier, mal da eingesetzt, finden wir seine Spuren zwangsläufig mal hier und da.

    Gerne sähe ich, wovon wir reden.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

  6. #6
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    Hallo Trapper,

    danke für das Einstellen des Scans bei deinem 1. Beitrag. Ich kenne diesen Einzeiler nur als sog. Formularstempel bei eben dieser Dienststelle - er mag aber auch wo anders noch Verwendung gefunden haben.

    Ein schönes Stück hast du da. :-)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

  7. #7
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    Hallo bayern klassisch,

    danke für die schnelle Antwort. Kann ich daraus folgern, dass er sowohl als Stationsstempel des Bahnhofs wie auch der Telegraphenstation Verwendung gefunden haben kann. Wie kam die rote Farbe auf den Stempel, als Charge klar da gabs ja 1865 die Erinnerung an die Vorschrift, doch hier...?

    Mit freundlichen Grüßen

    Trapper

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Hallo Trapper,

    eine Verbindung zur Telegraphenstation kann ich nicht erkennen, aber bei allen bayerischen Telegraphenstationen gab es Formularstempel in Form von Einzeilern, mit denen die Depeschenkuverts regelmässig vorgestempelt wurden. Daher mag es diesen Stempel auch auf Belegen der Telegraphenstation geben, auch wenn mir aus der Hüfte jetzt kein Beleg bekannt ist.

    Die rote Farbe kam bei Bayerns Briefpost zum 1.1.1861 mit der Einführung des Neuen Postvereinsvertrages an die Schalter, weil ab diesem Zeitpunkt der Chargéstempel in ein rotes Kissen zu drücken war, welches es zuvor nicht gegeben hatte. Da rote Farbe nebst Stempelkissen von den Poststellen bei der Materialverwaltung gekauft werden mussten, und diese teurer war, als die gewöhnliche Buchdruckerschwärze, wird man ini aller Regel eher sparsam damit umgegangen sein.

    Aber in Bayern kauften auch welche ihre rote Farbe privat, weil das günstiger war, als das offizielle Angebot (später bekam man das heraus und führte eine Statistik, wer wie oft rote Farbe bezogen hatte und mahnte diesen Umstand bei den Expeditionen an, die keine/zu wenig Farbe geordert hatten). Eine Beziehung aus roter Stempelfarbe und einem Postdienst herzustellen, ist aber etwas gewagt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

  9. #9
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    Einstufung Einzeiler

    Hallo Bayern klassisch,

    bei uns war die Bahnexped. -station u. die Telegr.-station in einem Gebäude, s.o.

    wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, fand der Einzeiler als Stationsstempel Verwendung, und ich kann ihn in die Kategorie von "Georg Winkler, Die bay. Aushilfsstempel(auch lt. S.24 unten, 25, 26 mitte") somit als Aushilfsstempel - Einzeiler (Gg.Winkler Typ 1.1. S42, dort unbekannt) der auch als Formularstempel Verwendung fand (Beispiel S152,Schwabach) einstufen.

    Die Anordnung galt dann sicher auch für Bahnstationen, oder?


    Mit freundlichen Grüßen

    Trapper

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Hallo Trapper,

    ob das für die Bahnstation galt, kann ich nicht sagen. Möglich war es schon. Der Terminus Aushilfsstempel - Einzeiler wäre mir hier zu gewagt. Wenn etliche Belege vorlägen, die diese Aussage erhärteten, wäre mir das lieber.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

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