Umfrageergebnis anzeigen: Wie sehen Sie die Landesverbände im BDPh?

Teilnehmer
41. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ich bin nicht im BDPh

    7 17,07%
  • Ich bin über einen Ortsverein Mitglied in einem Landesverband

    22 53,66%
  • Ich bin in nicht in einem Landesverband, sondern anders angeschlossen (z.B. VPhA, direkt)

    9 21,95%
  • Mein Landesverband findet für mich nicht statt

    8 19,51%
  • Mir fehlen Informationen über die Aufgaben/Tätigkeiten meines Landesverbandes

    8 19,51%
  • Mein Landesverband kommuniziert nicht mit den Ortsvereinen

    3 7,32%
  • Mein Landesverband kommuniziert wichtige Themen mit den Ortsvereinen

    6 14,63%
  • Mein Landesverband arbeitet vorbildlich

    9 21,95%
Multiple-Choice-Umfrage.
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Ergebnis 31 bis 40 von 48

Thema: Landesverbände im BDPh - Anspruch und Wirklichkeit

  1. #31
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    Lächeln

    Zitat Zitat von deckelmouk Beitrag anzeigen
    Das Hobby "Briefmarkensammeln" ist seinen Kinderschuhen entwachsen und hat einen gewissen Organisationsgrad erreicht, der für die Arbeit eines Verbandes spricht:

    Der BDPh ist Mitglied in der FIP und der FEPA. Ohne diese Mitgliedschaften gäbe es für deutsche Aussteller keine Möglichkeit, international auszustellen. Gleichzeitig arbeitet der BDPh in diesen Organisationen mit. So liegen mir zur Zeit die FIP- und FEPA-Satzungsänderungen vor, die dann im Vorstand besprochen werden. Entsprechend wird der Verband dann zustimmen oder ablehnen.

    Andere BDPh-Ansprechpartner sind z.B. APHV, BDB oder BPP. Auch wenn man z.T. gegensätzliche Interessen vertritt, versuchen wir doch, im Sammlersinne an einem Strang zu ziehen. Als Interessensvertreter von ca. 50.000 organisierten Sammlern hat man ein ganz anderes Gewicht, als wenn man sich an diese Organisationen als Einzelsammler wendet.

    Der BDPh organisiert auch Ausstellungen. Die IPhLA 2012 (www.iphla.de) oder die nächste NAPOSTA sind solche Beispiele, auch das schafft keine Einzelperson. Ausserdem begleitet der BDPh die Briefmarkenmessen und ist der Ansprechpartner für die Veranstalter.

    Auch Kataloghersteller suchen den Kontakt mit dem BDPh und seinen Arbeitsgemeinschaften. Die übrigens auch von Zuschüssen profitieren bzw. mit den Soester-Gesprächen einen festen Termin im Kalender haben.

    Die Fälschungsbekämpfung wurde angesprochen. Für eBay ist der BDPh der Ansprechpartner. Der BDPh baut auch (langsam aber sicher) Datenbanken über echte Stempel in Sammlerhand und über Falschstempel auf. Das klappt natürlich auch in Privatintiative, aber die Kontaktmöglichkeiten eines Verbandes sind viel grösser. (Kommentar: hervorgehoben durch den Autor drmoeller_neuss)
    Mir ist klar, dass es immer Sammler gibt, die "nie" einen Verband brauchen. Das rührt m.E. daher, dass vieles als selbstverständlich angesehen wird bzw. in vielen Fällen die Leistungen einfach nicht bekannt sind.

    Die Struktur des Verbandes ist föderal und bildet damit die Struktur Deutschlands ab. Eine zentrale Struktur ist auf den ersten Blick verführerisch, muss aber nicht heissen, dass damit a) alle (vermeintlichen) Probleme gelöst werden und b) keine neuen entstehen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    Warum erkennt der BDPh nicht einfach erfolgreiche Privatinitiativen an, anstatt alles Jahre später mit viel Aufwand und wenig Erfolg zu kopieren? Es gibt seit Jahren eine gut strukturierte Stempeldatenbank auf stampsx.

    Bislang hat der BDPh die Existenz privater Foren und Aktivitäten einfach totgeschwiegen, wohl weil sie als lästige Konkorrenz gesehen werden. Wenn es einfach nur daran gescheitert ist, einen geeigneten Autor für die "philatelie" zu finden, bitte mich per PN kontaktieren.

    Im Interesse der organisierten Philatelie sollte doch der BDPh froh sein, wenn viele Aktivitäten durch private Initiativen bereits abgedeckt sind. Hier wird durchaus strukturiert gearbeitet, manchmal sogar zu viel des Guten, wie bei stampsx und den philaseiten.

    Würde der BDPh hier die Scheuklappen ablegen, hätte der Verband die Resourcen frei, um sich auf die Dinge zu stützen, die nicht von Einzelpersonen geleistet werden können. Internationale Ausstellungen wie die IPhLA 2012 gehören in diese Kategorie.

    Zum Glück hat der BDPh (oder nur Lars?) das wenigstens bei der Fälschungsbekämpfung eingesehen, und arbeitet hier mit privaten Initiativen erfolgreich im Interesse der Philatelie zusammen.

    Die Revolution in der Kommunikation geht an unserem Hobby nicht spurlos vorbei. Vor 20 Jahren habe ich selbst für eine Studenteninitative stundenlang am Kopierer gestanden, habe Einladungen für Versammlung eingetütet und per Post verschickt. Damals war ich froh, wenigstens das Porto nicht aus eigener Tasche bezahlen zu müssen. Die Verteilung der gleichen Information geht heute viel schneller und kostet (fast) nichts mehr. Dafür braucht man keinen Verband mehr.

    Viele Traditionen muss man hinterfragen, zum Beispiel, ob man jedes Jahr neue Kataloge braucht, oder ob man Briefmarkensammlungen nicht auch im Internet präsentieren kann.

    Ob der Föderalismus in so einem kleinen Land wie Deutschland noch zeitgemäss ist, kann man hinterfragen. Dieses Forum ist sicher nicht der geeignete Ort dafür, und wir werden es so schnell nicht ändern können. Aber der Staat zwingt nicht den BDPh, die gleichen Strukturen abzubilden.

    Und zuletzt: warum wird das immer wieder zititierte "Zukunftspapier" nicht hier vorgestellt? Auch die Eckpunkte des Haushaltes könnte man hier diskutieren. Interessant wäre hier die Frage, in wie weit die Leistungen von den Mitgliedern in Anspruch genommen werden. Das sollte man nicht auf eine einfache Kosten/Nutzen-Rechnung reduzieren, aber es hilft, die richtigen Prioritäten zu setzen, wenn Leistungen gestrichen werden müssen.

    Um gleich dem Argument entgegenzutreten, das gehe die Öffentlichkeit nichts an, weise ich auf die Gemeinnützigkeit des Verbandes hin, und dass er auch von Nicht-Briefmarkensammler mit Steuergeldern subventioniert wird.

  2. #32
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @drmoeller_neuss:

    Es schweigt beim BDPh kein Mensch Privatinitiativen im Internet tot. Es ist nur einfach so, dass das Internet nicht der allein seeligmachende Informationsknotenpunkt ist. Persönlich sehe ich nur bedingt eine Duplizität bei den Intiativen bezüglich Stempeldatenbanken.

    Zukunftspapier: Kommt, bitte etwas Geduld haben.

    Haushalt: Der Haushalt wurde intensiv im Vorstand und im Verwaltungsrat diskutiert. Da bin ich hart, den diskutiere ich nicht öffentlich. Herr Schäuble fragt ja auch nicht die Bürger, ob sie lieber beim Verteidigungshaushalt oder Bildungshaushalt sparen würden.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    www.bdph.de und www.arge-belux.de

  3. #33
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    Zitat Zitat von deckelmouk Beitrag anzeigen
    @

    . . .

    Haushalt: Der Haushalt wurde intensiv im Vorstand und im Verwaltungsrat diskutiert. Da bin ich hart, den diskutiere ich nicht öffentlich. Herr Schäuble fragt ja auch nicht die Bürger, ob sie lieber beim Verteidigungshaushalt oder Bildungshaushalt sparen würden.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    Natürlich ist der Bundeshaushalt öffentlich und auf der Webseite des Bundesministerium der Finanzen veröffentlich. Die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. hat das Zahlenwerk auf ihren Webseiten grafisch aufgearbeitet. (P.s. Der Verteidigungsetat beträgt 2011 genau 32.327.400.000 EUR und und 9,15% des Gesamthaushaltes, davon entfallen auf den "Erwerb von Turn- und Sportgerät (Titelgruppe 05)" 400.000 EUR. Die Fragestellung von Lars wird an dieser Stelle im Netz auch diskutiert

    Natürlich wird nicht veröffentlicht, wieviel Geld für Toilettenpapier im Bildungsministerium oder wieviel Geld für Bleistifte im Verteidigungsministerium ausgegeben wird. Aber das verlange ich vom BDPh auch nicht.

    Übrigens lässt die Bundesregierung sehr wohl die eigenen Bürger befragen. Dafür gibt es spezielle Titel. Als Bürger kannst Du Dich in die Diskussion mit einbringen, sei es über die Abgeordneten oder die Parteien oder über die demokratischen Medien. Leider machen viel zu wenig Bürger davon Gebrauch. Parolen abends in der Stammtischkneipe zu dreschen ist einfacher.

  4. #34
    Registrierter Benutzer Avatar von Altsax
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    Zitat Zitat von deckelmouk Beitrag anzeigen
    Haushalt: Der Haushalt wurde intensiv im Vorstand und im Verwaltungsrat diskutiert. Da bin ich hart, den diskutiere ich nicht öffentlich. Herr Schäuble fragt ja auch nicht die Bürger, ob sie lieber beim Verteidigungshaushalt oder Bildungshaushalt sparen würden.
    Lieber Lars,

    dieses Argument ist aber ein Eigentor. Sämtliche Details des Haushaltsplanes des Bundes werden öffentlich im Bundestag diskutiert.

    Die Akzeptanz von Beitragserhöhungen hängt in hohem Maße von der Transparenz der Ausgaben ab. Wer die Ausgaben als geheime Kommandosache betrachtet, darf sich nicht wundern, wenn Spekulationen ins Kraut schießen und beispielsweise Gerüchte über Spesenritterei der Vorstandsmitglieder die Stammtische unterhalten (habe ich in jüngerer Zeit nicht gehört, war aber früher regelmäßig ein Thema).

    Ähnlich verhält es sich mit den Einnahmen. Der Behauptung der interessensgeleiteten Vorstandsarbeit (s. beispielsweise die Folienproblematik) kann man nur mit dem Nachweis entgegentreten, daß Spenden der Betroffenen (im Beispielsfalle der Verlage) keine relevante Einnahmenposition darstellen.

    Aus meiner Sicht gibt es keinerlei nachvollziehbaren Grund, die Finanzen des BDPH nicht offenzulegen. Du kannst mich gerne eines Besseren belehren.

    Liebe Grüße

    Jürgen
    Geändert von Altsax (14.10.2011 um 22:51 Uhr)

  5. #35
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    Es gibt sogar Freibeuter- Parteien, da wird jede Toilettenrolle öffentlich beantragt und öffentlich genehmigt. Durch das Internet ist dies möglich und kostet noch nicht mal mehr Zeit. Ein Problem hat allerdings derjenige, der dann in der riesigen Informationsfülle den speziellen Toilettenpapierkauf auf der Freibeuter wiki wiederfinden möchte.

    Es gibt doch nur schlechte Gründe, nicht zumindest die Eckdaten eines Haushalts öffentlich zu machen,oder? Ein schlechter Grund ist meiner Meinung nach das hinkende Vorschieben des Herrn Schäuble.

    Zur Transparenz solch eines großen Verbandes gehört meiner Meinung nach auch, wenn öffentlich ersichtlich ist, welche Tätigkeiten und weitere Ehrenämter der Vorstand ausübt.

    Ich finde sogar, dass der Gesetzgeber eine Offenlegungspflicht für Vereine erlassen sollte. Dies sehe ich ähnlich Transparency International:

    4 interessante Seiten
    http://www.transparency.de/fileadmin...2009-04-25.pdf

    Fehldruck
    Geändert von Fehldruck (14.10.2011 um 17:41 Uhr)

  6. #36
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    kleine Ergänzung- vielleicht mal am Beispiel des Vereins Transparency International Deutschland e.V. gezeigt, wie ich mir die Transparenz eines in die Zukunft gewandten Vereins vorstelle:

    Es stehen alle Jahresabschlüsse im Netz z.B. 2010:

    http://www.transparency.de/Jahresabs...10.1881.0.html

    Es sind die großen Spender und Mitgliedsbeitragszahler aufgeführt:

    http://www.transparency.de/Mitglieds...en.1883.0.html

    Und der Vorstand zeigt klar weitere Interessen- hier die Vorsitzende des Vorstands:

    http://www.transparency.de/fileadmin...r_10-06-26.pdf

    So einfach kann es gehen und Mitglied, Steuerzahler und Interessierte haben einen groben Einblick und der Verein unterstreicht damit seine gemeinnützige Ausrichtung. Meiner Meinung nach ist dies ein großer Gewinn für den Verein und seine Mitglieder.

    Warum nur soviel Heimlichkeit?

    Fehldruck

  7. #37
    D 45/49, Eire, RhB, Dernb Avatar von ralph
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    So geheim ist der BDPh gar nicht...

    Wie bereits im parallelen Diskussionsforum zum Thema Artikel in der philatelie erläutert, war ich auch an den Eckdaten zu Ein- und Ausgaben des BDPh, sowie den Mitgliedszahlen interessiert. Auf Hinweis von Lars habe ich mich an den für mich zuständigen Landesverband Berlin per e-Mail gewandt und hatte etwa 4..5 Tage später die Angaben (nicht die des laufenden Jahres, aber mir hat es genügt). Ich habe daraus gelernt, dass man auf eine freundliche Anfrage auch eine Antwort erhält. Ich möchte die Einzelzahlen nicht abtippen, es dürfte ja auch bekannt sein, dass die größten Einnahmeposten aus den Mitgliedsbeiträge sowie aus den Zuschüssen der Stiftung stammen. Die größten Ausgaben sind die philatelie sowie Personalkosten.
    Viele Grüße aus Berlin, Ralph

  8. #38
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    Ich habe hier im Forum mal auf eine freundliche Bitte geschrieben bekommen, dass mich das nichts angeht.

    Der BDPh ist sogar gesetzlich zur Information seiner Mitglieder verpflichtet. Wobei der Gesetzgeber da nicht näher spezifiziert.

    Meine Vorstellung von Transparenz greift da weiter. Ich denke in den o.g. Beispielen ist klar erkennbar, wie es auch laufen kann. Und da ist der BDPh noch meilenweit entfernt.

    Fehldruck

  9. #39
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Der BDPh ist vielleicht zur Information seiner Mitglieder verpflichtet, die diese Information auch bei Bedarf ohne Probleme abrufen können.
    Wo ist aber eigentlich geschrieben, dass er Nichtmitglieder über alle Interna öffentlich zu informieren hat?

    Aleks
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  10. #40
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    Zitat Zitat von Aleks Beitrag anzeigen
    Der BDPh ist vielleicht zur Information seiner Mitglieder verpflichtet, die diese Information auch bei Bedarf ohne Probleme abrufen können.
    Wo ist aber eigentlich geschrieben, dass er Nichtmitglieder über alle Interna öffentlich zu informieren hat?

    Aleks
    Es geht ja nicht um alle Interna, sondern um die Rahmendaten (bitte keinen Zahlenfriedhof auf hunderten Seiten pdfs, das schafft auch keine Transparenz.

    Da auch die Nichtmitglieder zwangsläufig den BDPh wie alle anderen gemeinnützige Vereine durch ihre Steuern begünstigen, leite ich daraus das öffentliche Interesse ab. Für nicht gemeinnützige Organisationen sehe ich auch keine Pflicht zur Veröffentlichung

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