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Thema: polnische Maschinenfreistempel

  1. #1
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    polnische Maschinenfreistempel

    Hallo
    nachdem ich lange Zeit nur mitgelesen habe, muß ich mich heute mal mit einer Frage an Euch wenden:
    Für meine Heimatsammlung "Stützerbach" wollte ich unbedingt diesen Beleg haben:
    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...m=200578129188

    Ich hatte eigentlich mit weniger Gegenwehr gerechnet, ein zweiter Beleg mit Stempel Krakau ging für 15€ weg. Was macht den Beleg so "teuer"? Habe von poln. Freistempeln nicht die geringste Ahnung!
    Und noch eine "Anschlussfrage": Warum sind mehrere Wertabschläge drauf bei nur einem Orts-/Datumsabschlag?

    Gruß Klaus
    suche Belege Stützerbach ,
    Belege Thüringer Glasindustrie
    Belege ostdeutsche Autoindustrie

  2. #2
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Habe ich jetzt erst gesehen

    Die erste Genehmigung des polnischen Postministeriums zum Gebrauch eines Freistempels erhielt mit Verordnung vom 11. Juni 1927 die Warschauer Angielsko-Polski Bank. Hierbei handelte es sich um eine Maschine der englischen Firma Universal Postal Frankers Ltd., London. Das Modell trug den Namen Midget 3. Die Genehmigungen wurden bis 1938 durch das Postministerium erteilt. Die Lizenznummer musste im Ortsstempel und bei späteren Versionen im Wertstempel eingesetzt werden. Im Jahr 1929 wurde durch eine Verordnung die Gravur des Hoheitszeichens ausschließlich der Staatsmünze übertragen.

    In den folgenden Jahren wurden verschiedene andere Typen eingesetzt. Das Modell F 22 der schweizer Firma Hassler AG wurde 1930 für den Betrieb in Polen zugelassen. Im Jahr 1931 kamen auch Apparate der Firma Francotyp GmbH, Berlin auf den polnischen Markt. Die Firma Emil Urich aus Lemberg erhielt 1935 die Genehmigung die Maschine Midget Multi Valus aus England einzuführen - als Nachfolger der Midget 3 und 5. Bis 1935 waren erst rund 400 Maschinen in Gebrauch.

    Name:  freistempler.jpg
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Größe:  60,5 KB
    Freistempel der Midget 3 und der Linenznummer A 7. Dabei erkennt man klar, dass es sich um einzelne Wertrahmen mit verschiedenen Nominalen handelt. Hier eine „Mischfrankatur“ der Wertstempel zu 5 Gr, 15 Gr. und 1 Zl.

    Name:  freistempler2.jpg
Hits: 120
Größe:  21,9 KB
    Freistempel der Firma Francotyp wurden unter dem Namen „System“ in Polen eingeführt und hatten die Lizenznummern FA, FB und FC-xxx.

    Freistemplerbelege dieser ersten Jahre sind eben nicht so häufig und insbesondere ins Ausland gesucht.

    Aleks
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Wer Krakauer Aufdruckmarken der Platten I-IIE hat, sollte bei mir mal anfragen, welche Position mir noch fehlt. Es gibt reichlich Material zum Tauschen.
    Wer bessere Thorn-Belege findet, hat sie bei mir abzuliefern.

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