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Thema: Warum keine Markenfrankatur?

  1. #1
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Warum keine Markenfrankatur?

    Ich kaufe relativ viel philatelistisches Material über eBay & Co. Die meisten dieser Käufe tätige ich in Deutschland, Großbritannien und in den USA.

    Bei allen drei Ländern fällt mir eines auf: immer weniger Briefe tragen Markenfrankaturen - schon gar keine aktuellen Sondermarken.

    Aus den USA und Großbritannien findet man noch relativ oft ältere Marken aus den 70er bis 90er Jahren die wohl aus günstigen Ankäufen von Frankaturware unter Nennwert stammen - OK. Allerdings fast alle anderen tragen Label-Freimachungen. Auch aus Deutschland kommen ca. 50% der Briefe mit meinen Markeneinkäufen mit Label freigemacht - fast keiner hingegen mit nassklebenden aktuellen Sondermarken.

    Ich sammle zwar weder Bund, noch Großbritannien oder die USA, aber überall liest und hört man Klagen, dass Briefmarken aus dem Gebrauch verschwinden. Ich frage mich dann allerdings, warum nicht wenigstens Briefmarkensammler und Briefmarkenhändler mit interessanten Marken frankieren? Es kostet keinen Cent mehr!

    Wenn nicht mal Sammler und Händler sich mehr der Briefmarken bedienen, dann scheinen sie sich wirklich überlebt zu haben!
    Geändert von Harald Krieg (04.02.2011 um 11:07 Uhr)

  2. #2
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    Hallo saeckingen,

    wie bereits in meinem Beitrag zum Marktgeschehen unlängst gesagt, beschäftigt mich diese Frage schon seit längerem. Firmen bedienen sich der "Stempelmaschinen", aber auch Privatkunden am Postschalter werden oft mit "Strich-Code-Aufklebern" bedient. Oder die Postkunden kaufen die "Selbstklebenden", die ich persönlich nicht (oder nur ungern) sammle. Wieder andere verwenden die Automatenmarken, die mir auch nichts sagen. Wie ich allerdings inzwischen weiß, kann es sehr wohl sein, dass ich mit diesen Auffassungen falsch liege. Wäre auch mal ein Themenpunkt: Wie verhält es sich mit den selbstklebenden und den Automatenmarken?
    Auf jeden Fall sind die - wenn auch reduzierten - Auflagen der "normalen" nassklebenden Briefmarken viel zu hoch, um noch eine Wertentwicklung zu erfahren. Besonders - aber nicht nur - die Zuschlagsmarken werden wohl fast nur noch von Sammlern erworben. Eine Änderung dieses Trends ist für mich leider nicht erkennbar.

    Gruß sammelhamster

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von uli
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    Zitat Zitat von saeckingen Beitrag anzeigen
    Auch aus Deutschland kommen ca. 50% der Briefe mit meinen Markeneinkäufen mit Label freigemacht - fast keiner hingegen mit nassklebenden aktuellen Sondermarken.
    Kann ich nicht bestätigen. In den letzten fünf Jahren war keine solche Sendung an mich mit Labeln oder Automaten-Marken frankiert. Selbstklebende Marken und Dauerserien waren auf vielleicht zu 30% dabei. Leider haben nassklebende Marken einen Nachteil: Sie werden bei der Beförderung des Briefes schnell beschädigt.
    Gruß
    Uli

    Suche Berlin, Bund, und Ideen für neue Sammelgebiete
    Sind in eurer Sammlung Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf? Tausche gegen gleiche Marke mit mindestens gleichwertigem Stempelabschlag plus "Dankeschön" oder fehlende Marken!

    Es gibt immer Marken, die man tauschen kann!

  4. #4
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    Hallo saeckingen,

    aus meiner Sicht trägt die Post nicht unwesentlich zu dieser Entwicklung bei. Ist man nach langem Warten in der Schlange endlich am Schalter angelangt, wird durch die Postangestellten das Porto im PC erfasst und das Label ausgedruckt. Ich habe bisher nicht erlebt, dass ich gefragt wurde, ob eine Briefmarke, geschweige eine Neuausgabe verwendet werden soll. Hier geht es schlicht um das effiziente Abarbeiten eines Auftrages, was sich ja auch nachvollziehen lässt.

    Ich persönlich hole mir, wenn ich Briefe an Sammler versende, immer gleich einen Zehnerblock der neuesten Ausgabe. Dieser wird dann aufgebraucht und je nach Versendungart und Zielort wird mit den einzelnen Portostufen gespielt. Aber das ist halt mein Tick und ich glaube nicht, dass gerade im Massenversand (ebay ect.) die Zeit dafür da ist.

  5. #5
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    Hallo,

    wo ich gerrade wieder draufgestoßen worden bin und was ich noch nachtragen wollte: Aus meiner Sicht für Sammler ganz unerfreulich sind die seit geraumer Zeit verwendeten vorgedruckten Umschläge. Ich bin sogar schon - nach nur flüchtigem Betrachten - darauf hereingefallen und habe zunächst geglaubt eine ablösbare Sondermarke vor mir zu haben. Bei näherer Sicht wanderte das Kuvert dann zum Altpapier. Gibt es womöglich schon Sammler für diese Umschläge? Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber es gibt ja bekanntlich nichts was es nicht gibt.
    Diesen Gedanken zu einem weiteren sammlerfeindlichen Postprodukt wollte ich noch loswerden.
    Gruß sammelhamster

  6. #6
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    @sammelhamster Ganzsachen gab es noch vor den Briefmarken. Es gibt natürlich Sammler, Händler und Kataloge. Sammlerfeindlich- verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht.

    @Briefmarkentor das Porto wird doch auch am Schalter mit Marken verklebt. Dazu werden dann meist Rollenmarken verwendet. Dies geht doch viel schneller als das Labeln. Label gibt es am Schalter nur bei registrierten Leistungen wie Einchreiben usw.

    Ich verklebe meist aktuelle nassklebende Sondermarken und manchmal Selbstklebende und Rollenmarken. Alles geht zum Schalter einer Agentur und wird dort mit Tagesstempel versehen.

    Fehldruck

  7. #7
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    Hallo Fehldruck,

    natürlich gab es die Ganzsachen schon lange, aber an Umschläge, die oftmals noch sehr viel unhandlicher sind, mit vorgedruckter Marke, kann ich mich jetzt nicht erinnern. Vielleicht gab es die auch, aber ich habe bewusst nie welche gesehen.

    Gruß sammelhamster

  8. #8
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    @sammelhamster es gab Umschläge mit gedruckten Wertzeichen in Deutschland bereits ab Altdeutschland -Sachsen, Preußen usw. Und waren bereits damals weit verbreitet und üblich.

    Unhandlich finde ich die heutigen Plusbriefe nicht. Es werden doch ganz normale Briefumschläge verwendet.


    Sammlerfeindlich- ist vielleicht für Bund-Ganzsachensammler, dass bereits bei der Bundespost beginnend immer mehr verschiedene Ganzsachen aufgelegt werden. Und der Finanzminister incl. die Abnick-Gremien diese Inflation zulassen. Dies dürfte zumindest Komplettheit anstrebende Sammler ärgern.

    Fehldruck

  9. #9
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Zitat Zitat von Briefmarkentor Beitrag anzeigen
    Hallo saeckingen,

    aus meiner Sicht trägt die Post nicht unwesentlich zu dieser Entwicklung bei. Ist man nach langem Warten in der Schlange endlich am Schalter angelangt, wird durch die Postangestellten das Porto im PC erfasst und das Label ausgedruckt. Ich habe bisher nicht erlebt, dass ich gefragt wurde, ob eine Briefmarke, geschweige eine Neuausgabe verwendet werden soll.
    Ich erwarte nicht, dass Postler das fragen, aber ich erwarte von Briefmarkensammlern und -händlern, dass sie nach Markenfrankatur fragen! Ich bestelle mir meine Frankaturware von der Versandstelle frei Haus.

    Zitat Zitat von sammelhamster Beitrag anzeigen
    Hallo Fehldruck,

    natürlich gab es die Ganzsachen schon lange, aber an Umschläge, die oftmals noch sehr viel unhandlicher sind, mit vorgedruckter Marke, kann ich mich jetzt nicht erinnern.
    Umschläge "mit vorgedruckter Marke" sind Ganzsachen. Eine Ganzsache wird darüber definiert, dass sie ein aufgedrucktes Wertzeichen hat. Wie zuvor gesagt, gab es erste Ganzsachen schon vor den Briefmarken!

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von mur
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    Eine schöne / bunte Brieffrankatur, womöglich mit nicht so häufigen BM, ist nach Meinung / Erfahrung vieler eBay-Verkäufer eine Einladung zum Diebstahl.
    Leider gibt es diese Diebe, und so kann es nur heißen: so unauffällig wie möglich versenden.
    Mit Sammlergruß mur

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