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Thema: Privatpost Block bzw. Kleinbogen Franz-Josef Strauß von 1985

  1. #21
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @sammelhamster:

    Der Knackpunkt bei den Strauß-Marken ist der Hintergrund: Ausgaben zum Schaden des Sammlers. Darum wird´s schnell humorlos. Das war nicht die erste "Marke" dieser Art und nicht die letzte. Trotzdem kann man das in seine Sammlung aufnehmen. Aber man muss sich bewusst sein, was es ist.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  2. #22
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    Okay Lars,

    an mir selbst hat der Urheber sicher nichts verdient. Aber ich weiß natürlich nicht, was ein eventueller Vorbesitzer dafür ausgeben musste. Jedenfalls ist damals wohl sogar die Presse darauf hereingefallen. Aber was den Punkt Interesse der Öffentlichkeit anbelangt, wobei ich hier jetzt nicht die Sammlergemeinschaft ansprechen will, ist es doch oft so, dass gerade solche Kuriositäten (vielleicht gefällt Euch auch "Fälschungen" besser) Außenstehende eher anspricht, als das rein "wissenschaftliche" Sammeln. Auf diese Art - ist zumindest meine Auffassung - könnte man vielleicht neue Interessenten für dieses Hobby gewinnen. Genauso finde ich es kontraproduktiv, wenn man Einsteigern, die ja oft über das Motivsammeln zu unserem Hobby kommen, erklärt, dass Motivsammlungen in der Regel philatelistisch völlig wertlos sind. Dies mag zwar meist zutreffen, wirkt aber nicht besonders motivierend auf die Betreffenden. Und viele von uns sind ja so in der Kindheit oder frühen Jugend erstmals mit Briefmarken in Berührung gekommen.
    Dies soll es aber von meiner Seite aus zu dem Thema Strauß-Fälschungen oder Vignetten gewesen sein. Immerhin hat sich doch eine kleine Diskussion darüber entwickelt. Schon das war die Sache wert. Ihr könnt gerne weiter Eure möglichst kontroversen Meinungen hierzu abgeben.
    Meine weiteren Fragen zu Vignetten werde ich demnächst wohl auch hier im Forum unter diesem Themenbereich stellen. Hoffentlich kann ich auch damit eine ähnliche Resonanz erzielen.
    Gruß sammelhamster

  3. #23
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @sammelhamster:

    Bei mir rennst Du als begeisterter Fälschungssammler eh offene Türen ein. Und wer sagt, dass Motivsammlungen philatelistisch völlig wertlos sind, hat keine Ahnung. Andererseits sollte man auch nicht versuchen, mit einer bei Sieger gekauften Abo-Motivsammlungen ins "Ausstellungsgeschäft" einzusteigen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  4. #24
    Super Moderator Avatar von Claus Wentz
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    Motivsammler

    @sammelhamster

    Hier kann ich Lars nur beipflichten: Wer solche Aussprüche tut, hat wirklich von der Philatelie allgemein und von der thematischen Philatelie null Ahnung!
    Es gibt beispielsweise Exponate zu meinem Thema (Brücken in der Philatelie), die sind auf FIP-Ausstellungen mit Groß-Gold bedacht worden.

    Claus Wentz
    1. Vorsitzender der Motivgruppe INGENIEURBAUTEN e.V.

  5. #25
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    Hallo Claus,

    dann muss ich mir wohl den Schuh anziehen, dass ich von Philatelie "null Ahnung" habe. Meine familiäre Erfahrung sagt mir eben, dass bei Ausstellungen oft Regeln und Maßstäbe aufgestellt werden, die ich (natürlich als "Otto Normalverbraucher") nicht nachvollziehen kann. Mein Vater, der schon seit über 50 Jahren Briefmarken sammelt hatte ebenfalls vor einiger Zeit eine Ausstellung zu Friedrich Schiller zusammengestellt. Ich war ihm dabei auch etwas behilflich beim Besorgen von einzelnen Stücken. Dabei war ich dann über die Vorgaben - besser über die Restriktionen - sehr überrascht. Marken waren nicht entscheidend, gelaufene Briefe waren gut. Marken von Zeitgenossen wurden erst empfohlen, dann war es doch wieder nichts. Usw. usw. Weiter möchte ich mich darüber jetzt gar nicht mehr auslassen.
    Freiheit in Bezug auf Zusammenstellung ja, aber wehe Du hältst Dich nicht an die (engen!) Vorgaben, dann wirst Du mit Punktabzug bestraft. Erinert mich verdammt an meine Schulzeit und den damals noch verbreiteten Oberlehrern. Es erinnert mich auch an so manchen Kleintierzüchterverein, bei dem alles engsten Regeln unterworfen ist. Freude und Spaß? Fehlanzeige! Wie ich bereits geschrieben habe: So verprellt man sämtliche potenzielle Sammler. Muss denn bei uns selbst bei den Hobbies alles reglementiert werden? Mir reicht es schon im öffentlichen Leben, da muss ich mir das bei meinem Hobby und meiner Freizeit nicht auch noch antun. Regeln ja, aber die verbissene, pedantische - und vor allem total humorlose - Paragrafenreiterei und das Draufsitzen auf jedes Komma schreckt wohl viele ab. Irgendwie hat mein Vater dann auch ein paar Punkte für seine mit viel Akribie und Gestaltungskunst zusammengestellte "Ausstellung" bekommen. Für eine andere Präsentation, für die er sich bedeutend weniger Zeit genommen hatte und wo er auch keine große Erwartungshaltung hatte, erhielt er dann eine bedeutend höhere Bewertung.
    Zum Motivsammeln habe ich in meiner Familie zwei Beispiele in Gestalt meiner beiden Kinder beizutragen. Diese sammelten - wie wahrscheinlich die meisten - Tiermotive aller Art, wobei besonders meine Tochter am Ende eine relativ große Sammlung hatte. Durch die Betreuung und Hilfestellung bei den Sammlungen meiner beiden Kinder bin ich eigentlich erst wieder zu diesem Hobby gekommen. Ich begann dann, mein in der Jugendzeit für ca. 2 - 3 Jahre ausgeübtes Hobby (und auch mein altes Album aus dieser Zeit) wiederzuentdecken. Nachdem aber meine Kinder auf Fragen nach dem Wert ihrer Briefmarken (nicht von mir) ständig hören mussten, dass diese wohl - auch weil niemand die entsprechenden Kataloge der verschiedenen Ausgabeländer hatte - wenig bis nichts wert seien, haben sie nach kurzer Zeit diese Beschäftigung aufgegeben und bis heute nie mehr dafür Interesse gezeigt. Soviel zu den Erfahrungen eines Briefmarkensammlers, der zwar mit "null Ahnung" dafür aber - zumindest bisher - mit Freude dieses Hobby ausgeübt hat. Entschuldigt, wenn ich hier doch etwas die Contenance verloren haben sollte. Normalerweise verfüge ich - glaube ich zumindestens - über eine gehörige Portion Humor, die mir hier vielleicht abhanden gekommen sein mag. Mein Standpunkt ist: Leben und leben lassen.
    In diesem Sinne wollte ich diesen Beitrag verstanden wissen.
    Gruß sammelhamster
    Geändert von sammelhamster (05.02.2011 um 00:03 Uhr)

  6. #26
    Registrierter Benutzer Avatar von 1867
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    soviel zum letzten Satz, dessen Hintergrund nur auf einem Versehen basieren kann

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    ... Literatur spricht viele Bände ...

  7. #27
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    @sammelhamster

    Man muss unterscheiden, ob man nur zur eigenen Freude sammeln möchte oder auch den Erfolg bei Wettbewerbsausstellungen anstrebt.

    Für erstere gibt es keinerlei Regeln - jeder kann sammeln was und wie er will! Es spricht auch nichts dagegen, solche Sammlungen bei Werbeschauen oder anderen Gelegenheiten zu zeigen - auch gibt es da keine Vorgaben wie etwas aufgebaut sein muss. Allenfalls der Veranstalter entscheidet ob er etwas zeigen möchte oder nicht.

    Wer allerdings auf eine Wettbewerbsausstellung möchte, der muss sich an die Regeln halten oder er wird entsprechend schlecht bewertet oder gleich gar nicht zugelassen. In einem Wettbewerb geht es darum, möglichst gut abzuschneiden oder für viele Teilnehmer auch schlicht darum zu gewinnen! Also muss es Regeln geben, an denen gemessen wird - egal ob beim Sport oder in der Philatelie.

    Überall wo eine Jury über eine Punkteverteilung entscheidet gibt es unterschiedliche Meinungen und auch häufiger Streit - viele schätzen sich selbst besser ein als sie von der Jury bewertet werden. Das ist in der Philatelie genauso wie beim Tanzen, Eiskunstlauf, Turmspringen, oder auch in mündlichen Prüfungen.

    Ich persönlich sammle bisher nur zu meinem Vergnügen und nicht um bei Ausstellungen hohe Punktbewertungen zu gewinnen. Daher stelle ich nicht im Wettbewerb aus!
    Geändert von Harald Krieg (04.02.2011 um 13:21 Uhr)

  8. #28
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @sammelhamster:

    Wenn Du Zeit hast, dann empfehle ich Dir einen Blick auf die Seite "Exponate Online" auf der BDPh-Startseite (www.bdph.de) zu werfen. Dort findest Du viele Beispiele von Ausstellungssammlungen, die von der "Anfängersammlung" bis hin zu hochprämierten Exponaten reichen.

    Das Reglement soll die Vergleichbarkeit der Exponate gewährleisten. Bei einem Fussballspiel kann ich nicht mit dreissig Spielern antreten und davon zwanzig ins Tor stellen. Die Jury übernimmt die Funktion des Schiedsrichters. Als Aussteller muss ich mich vorher mit den Regeln auseinandersetzen.

    Meine Erfahrung ist, dass dadurch das Exponat besser wird. Es ist ja nicht so, dass sich das weltfremde Theoretiker ausgedacht haben. Die Regeln sind ständig im Fluss, alle paar Jahre werden sie angepasst und verändert. Mein Tipp: Vor dem "1. Mal" mit möglichst vielen Ausstellern und Preisrichtern das Exponat diskutieren. Dann vermeidet man Fehler. Unter diese Fehler fällt auch Material, dass nicht auf Ausstellungen gezeigt werden darf.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

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