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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der E-Postbrief - Ein Gewinn, oder Überflüssig



Juergen
20.07.2010, 22:12
Im Moment bewirbt die Deutsche Post ihr neuestes Produkt, den E-Postbrief.
Hier kann man z.B. für 55 cent bis 20MB per E-Mail versenden, oder alternativ das E-Mail durch die Post ausgedruckt zustellen lassen. Der ausgedruckte E-Post-Brief kostet z. B. Groß bis 500g und 10-96 Seiten 1,45 Euro Porto und pro SW- oder Farb-Seite 10 cent.
Mich würde einmal interessieren wie der Zuspruch für diese Idee ist.
Deshalb diese kleine Umfrage. Näheres zu den E-Post-Brief unter
https://adresse-sichern.epost.de/epostbrief-kosten

Viele Grüsse

Juergen

Kontrollratjunkie
20.07.2010, 23:47
Solange die Deutsche Privatpost AG es nicht einmal schafft, eingeschriebene Post sicher zuzustellen,
werde ich diesen Quatsch nicht nutzen.
In den letzten 4 Wochen sind wieder einmal zwei Einschreiben im Nirvana verschwunden......:mad:

Gruß
KJ

PW0001
21.07.2010, 00:49
Ich wollte jetzt viel über Vor- ind Nachteile schreiben. Tendenz negativ. Das Fazit dieser Auslassung wäre gewesen: Abwarten und Tee trinken.

Auf meine Auslassung verzichte ich und beschränke mich auf das Fazit:

Abwarten und Tee trinken.

Fehldruck
21.07.2010, 11:14
Irgendwann wird (fast) jeder wie bei der Einführung von EC-Karte, Bankkonto usw., -auch Post per elektronischer Post empfangen "müssen".

Zuerst wird der restliche verbliebene Briefverkehr wie Rechnungen, Mahnungen usw. zwischen Firmen per elekronischer Post erfolgen. Die Behörden werden zuerst die Firmen zur elektronischen Post zwingen (ähnlich Steuermeldungen).

Und dann werden Staat und Firmen mit Zwang und Geldvorteilen(billigere Verträge z.B. Strom,Gas usw. wenn über elektronische Adresse abgewickelt wird) den Bürger zur elektronischen Post anhalten.

Es wird viele Provider geben und die Preise für elektronische Post werden deutlich günstiger sein, als für den traditionellen Brieftransport. Deutlich sinkendes traditionelles Briefaufkommen wird dies beschleunigen, da wahrscheinlich auch mit Preissteigerungen bei der traditionellen Post zu rechnen ist. Die Post äußert sich ja schon hi und da zu Preiserhöhungen im Briefbereich.

Ökologisch finde ich die Entwicklung richtig. Zudem finde ich auch die Ablage und Bearbeitung der elektronischen Post bequem.

Datenschutzrechtlich fehlen meiner Meinung nach noch Gesetze und ich hoffe, dass sich De-Mail durchsetzt und der Staat sehr exakt den Datenschutz kontrolliert.

http://www.cio.bund.de/DE/IT-Projekte/De-Mail/demail_node.html

Als Briefmarkensammler bin ich sehr traurig, dass der traditionelle Briefverkehr noch weniger wird. Zudem ist es ärgerlich, wenn das Porto für Tauschsendungen, ebay-Käufe usw. vielleicht gerade wegen des sinkenden Briefvolumens steigt. Zudem gehe ich bedauernd davon aus, dass es zunehmend keine Zustellung von Mo-Sa geben wird.

also tatsächlich:

Abwarten und Tee trinken.:)

Fehldruck

PortuBras
14.08.2010, 10:39
@Kontrollratjunkie:
In den letzten 4 Wochen sind wieder einmal zwei Einschreiben im Nirvana verschwunden......

Welches Nirvana meinst Du? .... das buddhistische Heilsziel, das wollten wir doch alle anstreben. Deine Briefe sind schon da!;)

Nein! - Auch ich finde es immer wieder ärgerlich, wenn Briefe verloren gehen.
Das kommt aber auf elektronischem Wege sicher genau so häufig vor, bedeutet dann buddahseidank meist einen geringeren Wertverlust.

Insgesamt kann ich mich meinen Vorrednern (äh! Schreibern) anschließen:
"Abwarten und Tee trinken":)

Ergänzung:
Hier noch die Meinung von Stiftung Warentest (http://www.test.de/themen/computer-telefon/schnelltest/4123786-4123788/) zu diesem Thema.

Gruß
Dirk

gomunkel
14.08.2010, 11:12
Warum ausdrucken lassen und Porto bezahlen ? Das geht doch dann per E Mail gerade auch für Firmen einfacher und preiswerter ?

Nur wenn ich etwas nicht druckbares mitsenden muss, versende ich Briefe. Grüße von woanders sind per Grußkarte viel besser, als eine wirre von Abkürzungen gespickte SMS oder ein teurer E Brief.

Nur der ganze Werbemist wird diesen Weg kommen, mangels E Mail Adressen. Da weiß ich aber schon, wie ich das verhindere ;) Das bekommt die DP AG postwendend zurück.

PW0001
14.08.2010, 12:47
Ergänzung:[/I]
Hier noch die Meinung von Stiftung Warentest (http://www.test.de/themen/computer-telefon/schnelltest/4123786-4123788/) zu diesem Thema.

Dieser Artikel ist m.E. ein vernichtendes Urteil zum gegenwärtigen Stand des Vorhabens.

Selbst wenn irgendwann alle Fehler beseitigt sein sollten, kann ich den Preis nicht akzeptieren. Abgesehen von anderen Kriterien.

Ein normaler herkömmlich beförderter Brief kann auch wegkommen. Er existiert physich aber nur 1x. Bei den ganzen Datenpannen und -skandalen, die immer wieder passieren, weiß ich nicht wo meine e-Post überall landet und gespeichert wird. Vielleicht als Serienbrief an alle Einwohner von... oder beim...; ich sag's lieber nicht.

Kontrollratjunkie
14.08.2010, 22:39
@Kontrollratjunkie:

Welches Nirvana meinst Du? .... das buddhistische Heilsziel, das wollten wir doch alle anstreben. Deine Briefe sind schon da!;)

Gruß
Dirk
Freut mich auch, daß meine Briefe schon am Ziel unser aller Träume angekommen sind.
Aber es war schwierig, den Empfänger davon zu überzeugen, daß der Brief bereits vorausgegangen ist.......:eek:

Kann ich nicht akzeptieren. Abgesehen davon verschwinden Normalbriefe auch oft genug.

Hauptsache die Deutsche Privat Post AG macht auf "modern".

Gruß
KJ

Jurek
15.08.2010, 07:22
Wie war das noch einmal?

(Quelle (https://adresse-sichern.epost.de/epostbrief-kosten)):
Einschreiben 2,44 €
Einschreiben Einwurf 1,90 €

Aber Einschreiben nach A = 2,05 € =(Q (http://www.deutschepost.de/mlm.nf/dpag/briefe_ins_ausland/brief/index.html))
(In A gibt es kein Einwurfeinschreiben. Also solche aus D gesendte Briefe werden hier normal als E-Briefe betrachtet und wenn ich nicht zu Hause bin, bekomme ich eine Benachrichtigung, diesen Brief dann pers. bei der Post abzuholen).

Ist innerhalb Deutschlands das Einschreiben teurer als ins Ausland? Oder was habe ich da missverstanden?

PW0001
15.08.2010, 09:14
@Jurek

Die Preise für Zusatzleistungen scheinen bei elektronischer Zustellung der e-Post keine Mehrwertsteuer, bei klassischer Zustellung der e-Post per Postbote jedoch 19% Mehrwertsteuer zu enthalten. Denn 2,05 € + 19% ergeben diese 2,44 €, genauso wie 1,60 € + 19% die 1,90 € ergeben.

Obwohl hier steht, dass bspw. Einschreiben mehrwertsteuerfrei bleibt http://www.deutschepost.de/dpag?xmlFile=1021693

Jurek
15.08.2010, 10:49
Hallo Peter!
Abgesehen von der elektronischen Sache…
Ich meinte (frage), dass ein normaler =(geschriebener) Standart E-Brief kostet innerhalb Deutschlands mehr E-Gebühren als nach Österreich… (?).
Gruß!

saeckingen
15.08.2010, 13:55
Hallo Peter!
Abgesehen von der elektronischen Sache…
Ich meinte (frage), dass ein normaler =(geschriebener) Standart E-Brief kostet innerhalb Deutschlands mehr E-Gebühren als nach Österreich… (?).
Gruß!

Nein, ein Einschreiben kostet € 2,05 Aufpreis - egal wohin.

biberteam
20.08.2010, 16:54
https://www.test.de/themen/computer-telefon/schnelltest/E-Postbrief-Briefe-per-Mail-verschicken-4115841-4115843/

Bedenklich finde ich den Zwang zur täglichen Leerung. Als Teenager oder Student mochte man täglich privat im Internet sein, spätestens als Familienvater bin ich persönlich vielleicht 1x in der Woche privat im Netz und schaue so in meine privaten Mails. Manche Woche fällt das auch ganz aus.

Jetzt also täglich zuhause nach der Arbeit den Rechner anknipsen oder andernfalls wichtige Fristsachen verpassen?

saeckingen
20.08.2010, 23:45
Auf der BDPh Homepage läuft übrigens eine aktuelle Umfrage zum gleichen Thema:

http://www.bdph.de/index.php?id=200

petzlaff
21.08.2010, 08:23
Ökologisch finde ich die Entwicklung richtig. Zudem finde ich auch die Ablage und Bearbeitung der elektronischen Post bequem.

Datenschutzrechtlich fehlen meiner Meinung nach noch Gesetze und ich hoffe, dass sich De-Mail durchsetzt und der Staat sehr exakt den Datenschutz kontrolliert.


Dem muß deutlich widersprochen werden:

Dass der Staat sehr exakt den Datenschutz kontrolliert, erkennt man daran, wieviel Internetkriminalität sich den Schutzbehörden entzieht und damit jährlich private und öffentliche Schäden in Milliardenhöhe verursacht werden. Jede "maschinelle" Technologie ist fast genauso anfällig gegen menschliches Fehlversagen wie eine manuelle Tätigkeit. Schließlich entstehen die automatisierten steuernden Prozesse auch durch manuelle Tätigkeiten. Das gilt auch für den Datenschutz, denn auch dieser nutzt im Wesentlichen "maschinelle" (durch nicht unfehlbare Menschen) geschaffene (IT-)Prozesse.

Wichtige Korrespondenz über e-mail oder e-brief zu verschicken, bedeutet in vielen Fällen, dass man de jure gezwungen ist, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, dass die gesendeten und empfangenen Daten und Dokumente nachvollziehbar und lesbar auf lange Zeit revisionssicher gespeichert bleiben müssen und bei steuerrechtlicher Relevanz jederzeit auf Verlangen, z.B. gegenüber dem Finanzamt in der Form, in der sie eingegangen oder versendet wurden in den direkten Zugriff gebracht werden müssen (hierzu gibt es genaue Vorschriften bzgl. der zugelassenen Verfahren und Technologien - z.B. in der GdPdU. diversen EU-Vorschriften etc.). Kaum einer von uns hat in seinem privaten PC-"Rechenzentrum" die dazu erforderliche Hard- und Software, geschweige denn die für eine revisionssichere Archivierung (doppelter Backup auf physisch getrennte Speichermedien, "write once - read many" = WORM, ....) Rechnerausstattung - selbst ich nicht, der ich ca. 80% meiner beruflichen Tätigkeit damit verbringe, Kunden geeignete IT-Lösungen maßzuschneidern, die genau diesen Forderungen gerecht werden. Dabei reicht der Kundenkreis von kleinen Mittelständlern über Versicherungen, Banken, Landesbehörden ... bis zum Deutschen Bundestag.

Steuerrelevante Daten inkl. Korrespondenz müssen laut Gesetz im Sinne der oben genannten Anmerkung z.B. 10 Jahre revisionssicher aufbewahrt werden, versicherungstechnische Daten bis zu 30 Jahre. Geschweige denn eine Technologie, die in 10 oder 30 Jahren die gespeicherten Daten garantiert noch lesen und wiedergeben kann. Die können wir uns alle nicht leisten. Also bleibt uns Normalverbrauchern wieder nur der Papierausdruck und eine entsprechende Archivierung im Leitz-Ordner (GdPdU-konform). Bitteschön - was hat das mit Bequemlichkeit zu tun?

Was ist daran ökonomisch? Zum einen erfordert eine den gesetzlichen Forderungen angepasste PC-Infrastruktur wesentlich mehr Stromverbrauch als das, was wir jetzt alle zu Hause herumstehen haben. Der größte Stromfresser ist nicht der Rechner selber, sondern die angeschlossene Speicherperipherie - und die ist (ich wage die Behauptung) in 90% der Haushalte mit Internet-Anschluß für die Erfordernisse von e-Brief für Einschreiben, steuerrelevante Dokumente, Mahnungen, Einsprüchen, beweiskräftigen Materials ..... nicht ausreichend.

Also sorry - ich bin zwar ein (gemäßigter) Technik-Freak, allein schon aus beruflicher Sicht, aber das Erste, was wir unseren Kunden raten ist, nicht sofort auf einen Innovations-Hype aufzuspringen bevor dieser nicht das nachweislich zu halten in der Lage ist, was er anfangs großmundig verspricht. Hype-Technologien sind i.d.R. (und ich bin seit über 30 Jahren im Geschäft, um das zu verstehen) mindestens 3 Jahre lang Gelddruckmaschinen für die Betreiber und Geldvernichtungsmaschinen für die Nutzer der ersten Stunde.

Ich bin dafür, dass wir alles daransetzen sollten, dass unsere Postboten nicht arbeitslos werden und dass uns die Medienkonzerne durch neue, in diesem Fall e-Brief produktbezogene Verar...ngskampagnen wie "Geiz ist g..." für nichts und wieder nichts um unser sauer verdientes Geld bringen.

Und dann kommt noch dazu, wie wir dazu gezwungen werden sollen, wie wir mit unserem Eigentum - in diesem Fall dem elektronischen Briefkasten - umzugehen haben (tägliche Leerung). Hier wird die heutige Verantwortung von der Übergabe eines Dokuments auf den Empfang umgekehrt. Das ist doch hirnrissig. Abgesehen davon halte ich die ganze Chose für verfassungswidrig - niemand darf mir vorschreiben, wie ich mit meinem Eigentum umgehe, es denn, ich nutze es selbst verfassungswidrig oder strafrechtich relevant. In besagtem Fall des e-Briefs wird mir vorgeschrieben, wie ich damit umzugehen habe. Und niemand darf mir die Art zu kommunizieren vorschreiben.

Ich denke, hier haben viele Köpfe einmal mehr zu wenig zu Ende gedacht.

Meine Meinung - mehr nicht.

Dienstheini
21.08.2010, 10:32
Hallo:
Da mus ich petzlaff volkommen Recht geben, da ist noch viel zu tun, und einen E- Postbrief brauche ich nicht den kann sich die Post behalten. Vieleicht hat die Post ja angst das Briefmarkenmonopol vom Staat nicht zu bekommen, da wäre dann so ein E-Brief gerade Recht.
Sich auf den Staat zu verlassen das er dafür Gesetzte verabschiedet, der hat aus der letzten Zeit nichts gelernt. Er ist ja nicht einmal fähig die Internetverträge die nur durch einen falschen Klick zustandegekommen sind per Gesetz zu regeln, und das wäre so einfach, Verträge nur per Unterschrift und schon wäre alles in Butter, und denn Abzockfirmen ginge die Luft aus. Das wäre mal Verbraucherfreundlich!!!!!
das ist die Meinung von.....
Dienstheini.

petzlaff
21.08.2010, 10:57
das ist die Meinung von.....
Dienstheini.

... und wer sich dieser Meinung nicht anschließen kann sollte noch einmal ein wenig nachdenken (und zwar richtig "nach"- und vor allem auch "voraus"denken - leider verkümmert bei manchen unserer Politiker die Fähigkeit zu Letzterem immer mehr - und: "wie der Herr so's Gescherr") :D

Danke, @Dienstheini

BlueLynne
28.08.2010, 20:24
wie bei den Banken online-Diensten ist das Arbeitsauslagerung, die Kosten sparen soll, und die Korrektheit-Anforderungen an den Kunden weiterleitet ? Das nennt sich dann Dienstleistungswüste !!

Also nichts mit Effizienz. Die Belastbarkeit der Bürger hinsichtlich der Bedienung von eigenen Technik- und Mediencentern ist auch begrenzt, auch wenn Bill Gates das in seiner Vision nicht wahrhaben möchte.

Ebenso habe ich meine Zweifel, ob das hinsichtlich der Datensicherheit ausreichend ist, rechtliche Fragen werden irgendwann geklärt.

Es wird kommen, aber das andere wird bleiben, bestimmte Info´s lassen sich eben nicht per Mail schicken, und wenn wir das nicht wollen, dann hackt es eben, wie in so vielen Bereichen, in denen Verhaltenlösungen vorgegeben werden, in denen das Nicht-Befolgen - auch von Politikern - noch gar nicht bemerkt wurde, daher also weitere Belästigungen zunächst einmal wegbleiben. Da hat die Trantütigkeit der Politker auch Vorteile.

Das Radio lebt, nicht nur im Auto, obwohl es das Fernsehen gibt, das Internet wird auch vom Fernsehn und den anderen Medien (Zeitungen etc.) genutzt.

Die Folgen des Internets i.S. von kostenfreiem Zugang zu allem ist für die Musik- und Medienkindustrie noch lange nicht gelöst.

Die Post will nur schneller sein als die Telekom, also möglichst früh sich eine möglichst marktbeherrschende Stellung sichern.

Ob das alles aber vernünftig durchdacht ist, wage ich zu bezweifeln.

PW0001
22.12.2010, 00:39
Nachdem in meiner neuesten Fernsehprogrammzeitschrift eine sage und schreibe 10seitige E-Postbrief Werbung enthalten war (und noch ist), denke ich mir: Die müssen es aber nötig haben.
Mit anderen Worten, wer so massiv Werbung macht (machen muss?), scheint mit seinem über den grünen Klee gelobten Produkt auf dem Holzweg zu sein.

Ganz spontan erinnere ich mich an ähnlich massive Produktwerbungen für Erzeugnisse und Dienstleistungen, die dann, zumindest auf dem deutschen Markt, schnell wieder in der Versenkung verschwanden: Auto's von Dawoo, die beste Mayonnaise der Welt von Hellmann, AOL.

Nicht, dass mich (nur) die Schadenfreude treibt, nein, ich mag es nicht wenn mir etwas verkauft werden soll, dessen Nutzen und Wirtschaftlichkeit zum Zwecke der Profitmaximierung frei erfunden zu sein scheint.

Deshalb interessiert mich ob der Epostbrief vielleicht doch hier und da im privaten und geschäftlichen Bereich mehr und mehr Einzug hält und ich mich teusche, dass er auf allgemeine Ignoranz stößt.

Nachträglich muss ich noch "petzlaff's" Beitrag 15 ohne mit der Wimper zu zucken unterschreiben.

deckelmouk
22.12.2010, 08:47
Hallo Peter,

mein erster Gedanke war: "Wer liest sich denn 10 Seiten Werbung durch?" - ich nicht, und jetzt interessiert mich das Thema schon. Ein "Normalkunde" blättert doch drüber hinweg. Der e-Brief scheint nicht so zu laufen, wie sich das die Post denkt.

Frage in die Runde: Hat denn schon jemand einen e-Brief bekommen?

Beste Sammlergrüsse!

Lars

P.S. Ich habe mich registrieren lassen. Einfach sieht anders aus. Und jetzt darf ich zu einer Postfiliale schlappen, um die Registrierung zu vervollständigen. Das ist schon sehr aufwendig für ein Produkt, dessen Nutzen mir als "normaler" Verbraucher nicht schlagartig klar ist.

phil-maddin
22.12.2010, 14:01
Ich kann Dir einen ePostbrief zuadressieren.



Frage in die Runde: Hat denn schon jemand einen e-Brief bekommen?

deckelmouk
22.12.2010, 17:31
Ich kann Dir einen ePostbrief zuadressieren.

@phil-maddin:

Funktioniert das auch mit einer Adresse in Luxemburg?

Beste Sammlergrüsse!

Lars

phil-maddin
22.12.2010, 18:15
Hi Lars,

ich denke schon. In der Pilotphase habe ich auch in die Schweiz, USA und Kolumbien schicken können.

Gruß
Martin



@phil-maddin:

Funktioniert das auch mit einer Adresse in Luxemburg?

Beste Sammlergrüsse!

Lars

phil-maddin
22.12.2010, 20:21
Nein, ein Einschreiben kostet € 2,05 Aufpreis - egal wohin.

Das gilt aber nur für normale Post und nicht für den ePostbrief (klassische Zustellung per Postbote):
http://www.epost.de/privatkunden/footer/service/preise_und_leistungen.html
Da kommen offensichtlich 19% Mehrwertsteuer hinzu.

Zusatzleistungen
Einschreiben 2,44 €
Einschreiben Einwurf 1,90 €
Einschreiben Eigenhändig 4,58 €
Einschreiben Rückschein 4,58 €
Einschreiben Eigenhändig Rückschein 6,72 €

Ein ePostbrief (klassische Zustellung per Postbote) mit Einschreiben verursacht immer höhere Einschreibengebühren (+ 2,05 EUR + 19% Mehrwertsteuer ) als ein normaler Brief mit Einschreiben (+ 2,05 EUR). Egal ob Inland oder Ausland.

uli
30.12.2010, 10:27
Frage in die Runde: Hat denn schon jemand einen e-Brief bekommen?
Ja - ich "darf" mich beruflich mit dem Thema auseinendersetzen. Momentan hat das Produkt ePost-Brief noch Unmengen von Pferdefüßen und Macken, dass man absolut niemanden - weder geschäftlich noch privat - auch nur ansatzweise raten kann das Produkt zu nutzen. Die Post macht außer jeder Menge Werbung nur wenig, um einem die Nutzung schmackhaft zu machen, man schaue sich nur das Porto für elektronisch zugestellte Briefe an. Jeder, der Lust und Zeit hat, sollte mal einen Brief mit allen angebotenen Formatierungsmöglichkeiten und einem eingefügten Bild zu jemanden ohne ePost-Account auf die Reise schicken. Nicht vom Ergebnis im Briefkasten erschrecken lassen!
Gruß
Uli

claus wentz
30.12.2010, 11:20
Zu diesem Thema siehe auch den SPIEGEL-Artikel von dieser Woche.

PW0001
30.12.2010, 12:13
Zu diesem Thema siehe auch den SPIEGEL-Artikel von dieser Woche.

Hast Du bitte einen Link?
Ich finde dort nix von dieser Woche.

gerd.aschoff
30.12.2010, 14:21
Ganz einfach: Seite 109.

deckelmouk
30.12.2010, 14:49
@phil-maddin:

Herzlichen Dank! Der Brief ist gestern gut bei mir in Luxemburg angekommen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

phil-maddin
30.12.2010, 15:04
Na dann ist ein ePostbrief (0,55 EUR) wenigstens ins (Europa-)Ausland günstiger als ein normaler Brief (0,70 EUR bzw. demnächst 0,75 EUR) - wenn auch ungewollt :D

Alexander Schonath
30.12.2010, 16:07
Habe mich gerade gestern registrieren lassen. Mal sehen, was dieses Produkt ePostbrief bringen wird.

PW0001
30.12.2010, 16:12
Ganz einfach: Seite 109.

:D:D:D;) Das ist die papiergebundene URL, ich brauche die papierlose URL :)

phil-maddin
14.01.2011, 10:36
Eine Vorstufe zum ePostbrief ?!?
Die Schweizerische Post - IncaMail (http://www.post.ch/post-startseite/post-incamail-home/post-incamail-produkt/post-incamail-funktionsweise.htm)

22028
24.02.2011, 12:31
Nun ging er durchs Parlament...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,747449,00.html

PW0001
24.02.2011, 13:38
Nun ging er durchs Parlament...
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,747449,00.html

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind E-Postbrief und DE-Mail zwei unterschiedliche Paar Schuhe??

crantsch
25.02.2011, 09:43
um beim Bild zu bleiben - eher Schuhe und Stiefel :-)

uli
27.02.2011, 22:46
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind E-Postbrief und DE-Mail zwei unterschiedliche Paar Schuhe??
Ja, wobei die Fachwelt sich vorstellen kann, dass die DPAG mit ePost vielleicht noch auf den DE-Mail-Zug aufspringt.
Gruß
Uli