Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bund Freimarken
SaschJohn
06.07.2003, 11:31
mich würde interesieren wie Bund Sammler die Freimarken einsortieren.
Sortiert ihr streng nach Michel, sortiert ihr sie ins Bund Album an die Stelle, wo sie zuerst auftauchen,
oder sortiert ihr sie in ein eigenes Album. Ich sortiere sie zur Zeit nach Michel, find es aber schade,
Sätze auseinander zu reißen, also vielleicht eine extra Seite im Album ? Hauptsächlich die nicht abgeschlossenen Serien Frauen und Sehenswürdigkeiten sind ja schon eine ganze Menge.
Danke für Tipps
crantsch
06.07.2003, 11:53
Lieber Sasch!
Ich befürchte, dass Sie auf der Art, wie Sie das Hobby angehen, sich demnächst verlaufen werden! Sie haben derzeit fragen zur Philatelie quer durch die deutsche Geschichte - das ist ja toll - aber Sie sollten sich auf ein Gebiet - ein ENGES! - spezialisieren, denn nur so werden Sie den überblick behalten. alleine das Thema Freimarken ist so vielschichtig (auch für den normalen Sammler), dass man sich da stunden mit beschäftigen kann: gezähnt, zweiseitig gezähnt, geschnitten, selbstklebend, Rolle, Bogen, Formnummern, Markenhefte mit ZB, ohne ZB, Fehldrucke usw usw.
Das sollten Sie mal ernsthaft in Erwägung ziehen - sonst verlieren Sie irgendwann die Lust am Hobby!
Ach ja: zur Frage: Geschmackssache...ich steck die gar nicht ins Album sondern mache meine Sammlung auf Kartonpapier mit PC und ordne nach Erscheinungsdatum...also: Sätze auseinanderreissen. Die MH kommen meist später und dann passt nichts mehr zusammen
SaschJohn
06.07.2003, 13:13
Original geschrieben von crantsch
Lieber Sasch!
Ich befürchte, dass Sie auf der Art, wie Sie das Hobby angehen, sich demnächst verlaufen werden! Sie haben derzeit fragen zur Philatelie quer durch die deutsche Geschichte - das ist ja toll - aber Sie sollten sich auf ein Gebiet - ein ENGES! - spezialisieren,
Heiße übrigens Sascha;)
danke für Deine Fürsorge...mich begeistert das Hobby einfach. Also ich hab mich inzwichen schon spezialisiert. Ich sammle zur Zeit Bund und als zweites Gebiet Deutsches Reich von 1900 -1945 und zwar die normalen Marken (ganzseitig gezähnt, keine Farbunterschiede, Markenhefte usw.)
Gruß
:D
Also ich fasse die Freimarkenserien in einem getrennten Album zusammen. Bei Bund ist das ganz gut machbar und schärft den Blick für das Ganze. :)
Zum Tipp von crantsch: Mach was dir Spaß macht. Dem einen macht es halt Spaß, sich nur (oder haupstächlich) mit einem engen Thema zu beschäftigen, der andere sammelt ganz Deutschland, dafür natürlich nicht in der Tiefe. Es laufen sogar noch ein paar "Alle-Welt-Sammler" durch die Gegend. Kommt eben drauf an, was man mit seiner Sammlung erreichen will. Wer ins Ausstellungswesen will, der sollte sicherlich crantschs Tipp beherzigen.
CU
Kjell
SaschJohn
06.07.2003, 15:58
für mich ist das sammeln ein guter Ausgleich zu dem was ich beruflich mache und hauptsächlich Spaß. An Ausstellungen denk ich dabei gar nicht...das wär ja schon wieder mit Streß verbunden;)
Hallo Sascha!
Das Ausstellen ist für die Meisten mit reichlich (Vorbereitungs-) Stress verbunden, allerdings macht es zumindest mir sehr großen Spaß, wenn dann die Leute während der Ausstellung auf mich zukommen, mich erst mal aufgrund meines Alters (20 Jahre) scharf beäugen und dann anfangen, Fragen über das ausgestellte Thema zu stellen :)
Ob man ausstellen sollte oder nicht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Vielleicht hast du aber auch irgendwann mal selbst soviel (philatelistisches) Material zusammen, dass du anderen Sammlern in schön aufgemachter Form präsentieren möchtest.
Gruß
Pete
Ich füge die Freimarken zusammen mit Besonderheiten, Zusammendrucken und Ganzsachen an die Position des ersten Erscheinens. Dazu benötigt man ein flexibles Albumsystem. Da ich die Seiten selbst und einzeln gestalte ist das für mich kein Problem.
Mit den aktuellen Serien (Frauen und SWK) hinke ich etwas hinterher. Hier habe ich die Ausgaben erstmals aufgeteilt:
- Ausgaben in DM-Währung
- Ausgaben in Doppelnominale
- Ausgaben in Euro
Auf diese Weise lassen sich die ersten beiden Teile schon einmal abschließend bearbeiten.
Die Freimarkenserien sind im Michel auf den letzten Seiten sehr schön,auch in Farbe abgebildet und dargestellt.
Nun meine Frage : Hier fehlen doch eigentlich die Posthornmarken von 1951 , diese werden doch auch als
Freimarken in der Überschrift betitelt, warum fehlen diese in der Gesamtaufstellung?
Eine Serie find ich darin schon , da diese ja auch sogar bis 1952 zu unterschiedlichen
Zeiten herausgegeben wurden.
Bin gespannt ob dies jemand weiß,warum sie hinten im Anhang fehlen.
Übrigens zu der Frauen-Serie: Es stört mich auch ,nur Einzelne oder im Pärchen /pro Jahr im Album zu finden.
Geschlossen macht es doch ein besseres Bild.
(Wie oft hab ich schon nachgedacht , dies in eine gewisse Ordnung umzusetzen)
:) Gruß Werner
apholzer
06.07.2003, 21:47
Ich sammle zwar kein Deutschland (mehr), glaube aber dennoch, diese Frage beantworten zu können:
Die Posthornserie wurde, so viel ich mich erinnere, in einem Schlag herausgegeben. Daher ist eine Zusammenfassung am Ende der Katalogisierung nicht nötig; diese Zusammenfassungen dienen doch eben gerade dazu, die verstreuten einzelnen Ausgaben einer Serie zusammenzuführen.
Hi Werner, hi apholzer!
Fast richtig. Die Posthörner sind zwar von 1951 bis 1952 ausgegeben worden, aber sie sind von weitsichtigen Katalogredakteuren in einem gemeinsamen Nummernblock unter gebracht worden. Das tut man heute nicht mehr, einmal, weil kaum eine Postverwaltung verlässlich plant und man alle Nase lang Axxx-Nummern oder ausfallende Nummern (z. B. Bund 646 5 DM Heinemann) hätte.
Die Zerschlagung der Sätze finde ich auch grässlich, aber eine Besserung ist da nicht zu erwarten. Man stelle sich das mal vor, was wie Kraut und Rüben durcheinander gehen würde, wenn frühere Generationen auch so nummeriert hätten: Heuss, Hauptstädte der Länder, Industrie und Technik... Bedenklich ist vor allem, dass es für Anfänger ein einziges Durcheinander ist. Na immerhin haben sie es gepackt, die Landesparlamente pro Jahr zusammen zu fassen...
CU
Kjell
Hallo Werner!
Es kann sein, dass die Posthörnchen deswegen nicht in der Zusammenfassung des Michel abgebildet sind, weil diese bereits am Stück unter Michel 123-138 katalogisiert sind. Dies trifft auch auf die Dauerserien Posthorn III (302-306), bedeutende Deutsche (347-362) und einige andere Dauerserien der 60er Jahre zu.
Gruß
Pete
Danke für die Antworten , wieder mehr Einblick gewonnen. Gut erklärt , prima Forum / Mitglieder.
:cool:
SaschJohn
07.07.2003, 08:26
Original geschrieben von Michael
Ich füge die Freimarken zusammen mit Besonderheiten, Zusammendrucken und Ganzsachen an die Position des ersten Erscheinens. Dazu benötigt man ein flexibles Albumsystem. Da ich die Seiten selbst und einzeln gestalte ist das für mich kein Problem.
Mit den aktuellen Serien (Frauen und SWK) hinke ich etwas hinterher. Hier habe ich die Ausgaben erstmals aufgeteilt:
- Ausgaben in DM-Währung
- Ausgaben in Doppelnominale
- Ausgaben in Euro
:) DAs ist ein gute Tipp danke schön. Ich hab zwar Alben, werde aber demnächst meine Bundsammlung in neue Alben sortieren und kann eigentlich auch frei über den Platz verfügen.
Hallo Sascha,
die Hauptsammlung habe ich auch nach Michel-Nummern aufgebaut. Es ist für mich eben die einfachste Art zu Sammeln und vor allem: zu ergänzen! Zwischendurch lockere ich die Sammlung immer durch besondere Stücke auf, als durch Belege, Umschläge, Sonderstempel usw. ! Die eigentliche Sammlung steckt nicht in Einsteckbüchern sondern in Alben auf Lindern T-Blättern. Aber das ist Geschmackssache!
Bei den derzeit sehr lang laufenden Bund-Serien hast du ein Problem, wenn du die im ganzen Satz sammeln willst. Der gesamte Satz befindet sich dann immer am Ende der Sammlung oder in einem extra Buch. Und im betreffenen Herausgabejahr fehlen die Marken. Und dieses Jahr kann jetzt schon bald 20 Jahre entfernt sein! Vielleicht eine Lösung: Du mußt doppelt sammeln!
Sicher hast du jetzt andere Probleme, aber: Das Thema "Ausstellungen" würde ich an Deiner Stelle auch als "Neuling" nicht so völlig weit weg schieben. Damit meine ich keine Rang-Ausstellung, die strengen Regeln unterliegt, sondern Werbeschauen oder "Offene Klasse". Gute Vereine veranstalten immer wieder mal sog. "Werbeschauen". Für diese gelten eben keine strengen Regeln. Da kann man recht schnell auch als Neuling mal ein bissel was ausprobieren und ein oder zwei Rahmen auszustellen. Und man hat den großen Vorteil, dass man nicht sofort von strengen Richtern "verrissen" wird, weil man bestimmte Regeln nicht eingehalten hat. Natürlich wirst du bei einem Verein keine Begeisterung auslösen, wenn du "Bund Jahrgang 2001" ausstellen willst. Aber wenn du ein Thema einigermaßen pfiffig bearbeitest, dann klappt das schon. Als Beispiel: Meine letzte Werbeschau war zumThema: "40 Jahre Deutsch-Französischer Vertrag". In einem guten halben Jahr hatte ich 2 Rahmen zu je 12 Blättern zusammen und diese auch schon 2 x gezeigt.
Klar, in den ersten Jahren als Sammler stehen andere Probleme im Vordergrund. Aber vielleicht spuckt dir ja irgendwann mal ein schönes Thema im Kopf rum - und dann hast du alle Zeit der Welt Material zu sammeln und zu strukturieren.
Also nur Mut!
Herbert
SaschJohn
10.07.2003, 07:52
vielen Dank für Deine Ermutigung!
kurze Frage hinterher geschoben.
Im neuen Michel wird u.a. auch die neue Bautenserie als waagrechte Paare geführt.
Die Frauenserie , stammt ja auch aus einem Mini Kleinbogen (10) - diese jedoch nicht.Na ja viell. wirds zu unübersichtlich.
Da ich solche Frauenpaare aber habe ,werde ich sie mal behalten. Mann/Frau weiß ja nie;)
Dirk Bake
20.07.2003, 02:31
Die Marken der Serie mit Frauenportraits wird im Bogen hergestellt. Es ist ohne weiteres möglich, sich fast jede beliebige Anzahl waagerechter Paare aus diesen leicht zu beschaffenden Bogen herauszutrennen.
Die vom Format her etwas kleineres Marken der Serie Sehenswürdigkeiten sind eigentlich als Rollenmarken konzipiert, von denen es naturgemäß keine waagerechten Paare geben sollte. Speziell für SammlerInnen wird von jeder Ausgabe auch eine kleine Menge bild- und druckgleicher Marken in Bogenform hergestellt. Nur aus diesen wenigen und fast ausschließlich an SammlerInnen ausgegebenen Bogen lassen sich allseits gezähnte waagerechte Paare gewinnen. Eine Ausnahme gab es z.B. mit der 100-Pfennig-Marke Bund Motiv Altötting: Von dieser wurden 100er-Bogen an Postschaltern auch an nicht philatelistisch Interessierte verkauft. Gestempelte waagerechte Paare von vorrangig als Rollenmarken hergestellten Ausgaben kommen fast nie auf Bedarfspost vor.
Danke Dirk für die prima Antwort, hatte ich noch nicht gewußt.
Bei uns am Philatelieschalter kann man die waagrechten pfr.** SWK kaufen,sind mir aber zu teuer.
Da sie da nur sehr selten auf Bedarfpost vorkommen kann ich`s verstehen.
oki TX
Gruß Werner
Ob man sich nun um die "Paare" der SWK-Marken bemüht ?
Was im Michel an Paaren bzw. Einheiten katalogisiert ist ?
All diese Fragen sind meiner Meinung nach zweitrangig.
Was für mich zählt ist der Reiz, der von Freimarken-Einheiten ausgeht. Ich habe aktiv aus dem Bedarf die Serien "Industrie und Technik" und "Frauen" in waagerechten Paaren zusammen getragen. Das gibt im Ergebnis ein sehr schönes Bild!
Da ich auch einige waagerechte 3er-Streifen hatte, versuchte ich das gleiche mit dieser Form der Einheiten. Doch wenn man hier nicht einige Stücke postfrisch erwirbt und stempeln lässt, ist der erforderliche Einsatz enorm. Aber vielleicht reizt gerade das ja den einen oder anderen?
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