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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fantasiemarken zum Schaden der Post



deckelmouk
11.07.2010, 15:25
Beim Stöbern im Archiv der Bundesstelle Fälschungsbekämpfung sind mir folgende Kopien in die Hände gefallen:

1. Lenin-Marke (auf Brief)
2. Nitribitt-Marken (echt gelaufen auf Brief), zwei verschiedene Marken, Wertstufe 30 Pfg. plus 15 Pfg. Zuschlag

Über den/die Urheber ist mir nichts bekannt.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

hollybolly
20.05.2011, 17:50
hallo zusammen an alle sammler. ich habe eine gelaufene briefmarke der edelprostituierten nitribitt 30 pfennig aus 1968 bei einem bekannten gesehen.

ich habe leider sehr wenig darüber in erfahrung bringen können, ausser das die post damals die staatsanwaltschaft eingeschaltet hatte.

kann mir jemand etwas darüber erzählen bzw. wieviele dieser Marken in Umlauf gekommen sind.

was natürlich auch recht spannend ist, ob diese marke überhaupt etwas wert ist.

lg aus köln euer holly

deckelmouk
20.05.2011, 19:55
@holly:

Das Interesse an einem echt gelaufenen Brief dürfte vorhanden sein. Wieviel so eine Marke "bringt" ist schwer zu sagen, mir sind aus den letzten Jahren keine Angebote bekannt. Es dürften nur eine handvoll echte Marken auf dem Markt sein.

Beste Sammlergrüsse!

Lars

Fehldruck
20.05.2011, 20:49
@hollybolly Lenin brachte in einer Saalauktion je 150Euro+Aufpreis auf Brief und für die "postfrische" (ungummierte) Einzelmarke.
Meiner Meinung nach ging so ein Lenin Brief in den letzten Tagen bei ebay für deutlich weniger weg. (unter 20Euro?) Leider finde ich das Angebot nicht mehr.

Ich weiß nicht, ob diese Preisansätze auch für Nitribitt aussagefähig sind. Bei solchen Exoten gibt es wenige Angebote und wenige Interessenten. Somit ist preislich in beide Richtungen alles möglich.

Vielleicht steht in diesem Heft noch mehr zur Nitribitt - Marke? Zumindest gibt es dort einen Artikel zur Nitribitt Marke. Leider besitze ich das Heft nicht.

http://cgi.ebay.at/BRD-Briefmarken-Politik-Faelschung-Propaganda-/250770075611#ht_500wt_1156

Auch wenn die Post einen Schaden hatte, ordne ich die Lenin Marke und die Nitribitt Marke eher (klingt jetzt komisch bei Nitribitt:eek:) bei den Propagandafälschungen ein.

Fehldruck

fricke
21.05.2011, 09:53
Ob die Leninmarke überhaupt einen politischen Hintergrund hat oder eine Sammlerspinnerei ist, weiß man ja überhaupt nicht. Deshalb wird sie im Michel auch nur zwischen den zeilen erwähnt und nicht bei den Propagandafälschungen katalogisiert. Die Ulkmarke der "Rosi" ist ja nur Spielerei. Wenn einer gerade den Jackpot im Lotto geknackt hat kann er ja auf sowas bieten.

Fehldruck
16.06.2011, 09:44
nochmal zur Leninmarke...ich habe gerade dieses Video gefunden.

http://www.youtube.com/watch?v=kvwayJZVG9k

Der Vortragende Otto Jägersberg behauptet, daß er 1970 die Idee zur Leninmarke hatte und der März-Verlag zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.
Hat dieser benannte März-Verlag sonst etwas mit Briefmarken zu tuen?
Kann jemand vielleicht sogar das Urteil zeigen?

Vielleicht ist es keine Propagandafälschung eher eine Politsatire, aber wie bereits vorgetragen, stand bestimmt nicht im Vordergrund der Post zu schaden.

Fehldruck

Bill
16.06.2011, 14:35
Wir schreiben das Jahr 1970 (1968+2), Ost-West-Konflikt, "linke" und "rechte" Journalisten. Da kann man sich die Frage selbst beantworten, ob der März-Verlag etwas mit Briefmarken zu tun hatte. Provokation, Antwort auf den "Roten Adenauer", "Wenn's Ihnen hier (BRD) nicht passt, geh'n Sie doch rüber (DDR)."

Interessant ist die Einleitung des Videos:

"Heute sammelt ja kaum noch einer Briefmarken." :(
"Die Kultur des Briefmarkensammelns ist auf den Hund gekommen ..." :(

Darf ich Ihnen mal meine Briefmarkensammlung im BDPh-Forum zeigen? - Cyber-Sex 2011. :D

Gruß: Bill