PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diebstähle bei der Post



Superkolbi
13.08.2004, 17:10
Wie schon öfters gemeldet, verschwinden zum Teil überaschend viele Brief- und Paketsendungen auf dem Postweg oder werden verspätet angeliefert.
In Frontal21 gab es vor wenigen Tagen einen ausführlichen Bericht (der u.a. im Frachtzentrum Rodgau, das Frachtzentrum aus welchem ich leider beliefert werde) auf der Internetseite.
Der Link zum Bericht: http://www.zdf.de/ZDFmt/mediathek/0,3496,MT-2177855,00.html (Video) oder http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/25/0,1872,2176953,00.html (Text).

Anschauen lohnt!

Ein Postgeschädigter

katze52
13.08.2004, 19:32
Guten Abend,

mir sind in den vergangenen 7 Monaten insgesamt 7 Sendungen, davon 2 mit Einschreiben "abhanden" gekommen, was einer persönlichen Quote von 3 % entspricht. Die Post behauptet, dass ihre Verluste im Promillebereich liegen. Wie der Bericht gezeigt hat, wären das jeden Tag 70 Tsd verlorene Sendungen. Diese Zahlen werden dann offinziell noch geheimgehalten, damit die verehrten Aktionäre ja keine kalten Füsse bekommen. Oder welchen vernünftigen Grund sollte es für die Post als Noch Fast-Alleine-Dienstleister (ihre Hunderte Subunternehmer bester Güte eingerechnet) noch geben?

Aber muss es verwundern, was da tatsächlich geschieht? Eigentlich sollte man als Paketkunde der Deutschen Post sein Paket direkt am Schalter im Beisein eines Postbediensteten einpacken, darüber eine Liste führen, die dann vom Personal mit Stempel als richtig bestätigt wird.

Denn merke: Es ist Irrglaube zu vermuten, man bekäme bei Verlust tatsächlich 500 Euro!! Nein, richtig ist vielmehr, dass man als Kunde bei Verlust der Sendung den Inhalt nachweisen soll. Wie bitteschön soll das in der Praxis geschehen?

Die Gebühren für sogenannte "versicherte Sendungen" sind ohnehin viel zu hoch und es bleibt zu vermuten, dass sich das noch verstärken wird, so lange kein echter Wettbewerb stattfinden kann. Den aber versuchen die Postunternehmen mit ihren Subunternehmern zu unterbinden, indem sie logistische Abläufe zementieren, die von anderer, sprich neuer Konkurrenz nicht erstellt werden können.

Herzliche Sammlergrüsse

Karl

salzemicha
13.08.2004, 20:02
Ist ja auch kein Wunder, denn seit die Post Subunternehmer einsetzt, sehe ich eigentlich nur noch:

- Fahrzeuge in teilweise sehr schlechtem Zustand
- unfreundliche und unzuverlässige Zusteller

Es lässt sich auch schlecht überprüfen, ob der Zusteller wirklich alles ausliefert. In unserem Stadtteilpostamt haben die Zusteller eigene Schlüssel, da sie die Pakete früh morgens in der Filiale einladen und die nicht zugestellten Pakete auch meist erst dann wieder abgeben.

Daraus resultiert, daß sich die gesamten nicht zugestellten Sendungen von nachmittags bis zum frühen Morgen des nächsten Tages und am Wochenende sogar von Samstag bis Montag früh in den Händen des Zustellers befinden. Ist ja fast schon verständlich, daß der eine oder andere gerne mal ein interessant aussehendes Paket unter die Lupe nimmt.

Auch der sog. Service durch die Subunternehmer und vor allen Dingen der Aushilfen lässt sehr zu wünschen übrig. Unser normaler Paketzusteller ist zur Zeit im Urlaub, am letzten Samstag klingelte es um 08:45 Uhr bei uns und bereits aus dem Fenster sah ich den Paketwagen.

...aber: keine Antwort an der Gegensprechanlage, kein Betreten des Hauses nach Betätigung der Türöffners und als ich dem Kerl aus dem Fenster hinterhergerufen habe, keine Reaktion...na ja, ich wohne halt im 3. Stock und es war an diesem Morgen sehr warm...man muß ja auch mal Verständnis haben.
Ich bin dann zu meinem Auto geflitzt und habe den Zusteller einige Straßen weiter eingefangen, auf meine Fragen sagte er, er hätte nichts gehört...auf jeden Fall hat er mir das Paket dann einfach so, ohne Scan, ausgehändigt...er war wohl etwas durcheinander (?)
Ich bin jedenfalls am folgenden Montag zu unserer Filiale und habe dort die berühmte rote Karte aus meinem Briefkasten vorgelegt, aber das Paket war natürlich nicht da, am Dienstag auch nicht...wie seltsam !
Ich musste jetzt einen Nachforschungsantrag ausfüllen, mal sehen, wie lange es dauert, bis ich die Meldung bekomme, daß die Sendung leider nicht ermitelt werden konnte.

Ist vielleicht nicht ganz fair meinerseits, aber ich will die Post wenigstens ein bisschen in Bewegung halten, denn es war nicht das erste Mal, das ein Paketbote einfach wieder verschwunden ist, obwohl ich zuhause war.

Grüße

Michael

Superkolbi
13.08.2004, 20:05
Original geschrieben von salzemicha
[B
Ist vielleicht nicht ganz fair meinerseits, aber ich will die Post wenigstens ein bisschen in Bewegung halten, denn es war nicht das erste Mal, das ein Paketbote einfach wieder verschwunden ist, obwohl ich zuhause war.

[/B]

Hähähä

Die Post hat´s verdient :-)

deckelmouk
13.08.2004, 20:40
Anscheinend ist Luxemburg noch eine Insel der Seeligen. Nach der Abwicklung von etwa 2.000 Auktionen musste ich nur zwei Büchersendungen verloren geben. Gut, der Postbote klingelt auch nicht jedes Mal bei einem Einschreiben, aber spätestens um 2 Uhr nachmittags liegt der Brief dann bei der Post abholbereit vor. Ach ja, samstags kommt eh keine Post...

Der einzige Ärger sind teilweise recht lustige Leitwege aus Übersee. Kanada wird gerne genutzt, auch Monaco und Rumänien waren schon dran und ein Brief ist dann locker vier Wochen unterwegs. Aber sonst...

Vielleicht liegt es auch daran, dass die Post hier noch staatlich ist und ein Briefträger seeeeehr viel Geld verdient (ich glaube, der gehobene Beamtendienst in Deutschland würde noch ziemlich feuchte Augen kriegen, wenn man Nettogehälter vergleicht). Dafür aber nur ein paar Stunden pro Tag arbeiten muss...

Wie gesagt, scheint gut zu funktionieren :D

Beste Sammlergrüsse!

Lars

SvenKadettC
13.08.2004, 21:01
In einem Bericht wurde auch mal gezeigt von größeren Städten. Da hat ein Postbote oft nur ein paar Sekunden pro Haus Zeit beim zustellen - das ist eingeteilt.
Wenn dann nicht sofort eine kommt wird das einfach hingeschmissen oder in den Briefkasten gestopft. Ärgerlich besonders bei Sachen wo man groß und breit "Bitte nicht knicken" oder sowas draufgeschrieben hat.
Auch Pakete werden bei mir des öfteren einfach vor die Tür gelegt - da frage ich mich echt wie die das rechtfertigen da ja eigentlich eine Unterschrift nötig wäre.

MadMarv6781
14.08.2004, 00:40
ich kann mich (toitoitoi) nicht erinnern jemals eine sendung nicht erhalten zu haben. egal ob paket, brief, einschreiben, büchersendung, warensendung - bis jetzt kam alles an.

auch meine zusteller sind meist freundlich.

das einzige, was mich auch manchmal sehr ärgert ist, daß größere sendungen einfach auf gedeih und verderb in den briefkasten gestopft werden, wenn es irgendwie möglich ist. die post ist dann dementsprechend verknicht und beschädigt. war aber zum glück noch nie etwas wichtiges oder wertvolles dabei.

Micha
14.08.2004, 13:46
Hallo,

auch bei mir mittlerweile 7 Postverluste in den letzten 2 1/2 Jahren ( von denen ich weiss ). Gerade eben wieder ein ebay- Los nicht angekommen und von den Geburtstagskarten, welche meine Frau unlängst erhielt, waren zwei fein säuberlich oben ca. einen Zentimeter aufgeschlitzt- na wenigstens schon auf Briefbomben überprüft ;-) .
Was soll man da noch sagen- guter Service eben *ggg*

Gruß Micha

db1201037
14.08.2004, 14:25
Hallo,

was auch immer dran sein mag: Beiträge von Frontal21, Monitor & Co. würde ich erstmal sher mit Vorsicht geniessen. Den Betrag über die Post habe ich nicht gesehen und kann ihn nicht bewerten, ich habe aber bei Themen mit denen ich mich wirklich auskenne von denen fast nur Beiträge gesehen, die nicht mal zum Lachen sondern nur zum Weinen waren.

OT: Beitrag zur LKW-Maut, ich glaube es war Monitor:
Da wurde ein "Störsender" für GPS vorgestellt, die Bauteile dafür kosten nicht mal 100 Euro (!) im Elektronikbastelhandel. Mit diesem tollen Ding könnten dann LKW-Fahrer ihren GPS-Empfänger stören und so die Abrechnung der Maut verhindern. Mein Vorschlag: Dose Erbsensuppe kaufen, Erbsensuppe essen und Dose über die GPS-Antenne stülpen. Empfang garantiert weg und satt ist man auch - für nicht mal 2 Euro.

Zurück zum Thema:
Bisher sind mir noch nie Briefsendungen abhanden gekommen (zumindest habe ich so etwas noch nie bemerkt), zuständiges Briefzentrum 38. Probleme bereiten hier eher die Zusteller: Trotz des Schildes "Briefumschläge bitte nicht knicken - Vielen Dank!" am Briefkasten bekomme ich regelmäßig geknickte Umschläge - besonders toll wenn die Bewerbungsmappe samt Foto hin oder die 144+56 "Sport"-Zuschlagsmarke auf der Philateliewerbung sauber geknickt ist (gerade heute wieder).

Laufzeiten von 2-3 Tagen kommen allerdings in letzter Zeit öfter vor - z.T. aber auch 2 Tage Schottland-Salzgitter.

db

Großherzogtum Baden
16.08.2004, 14:06
Verluste bei der Post können sicher schon mal vorkommen, aber ebenso Diebstahl aus dem Briefkasten. Bei nicht versicherten Sendungen hat man da leider keinen Nachweis. Deshalb sollte man teurere Sendungen nur versichert, oder zumindest als Einschreiben (versichert bis 25 Euro) versenden. Dass auch Pakete verloren gehen habe ich selbst schon erlebt. Ein als Paket an meine Stieftochter verschicktes Handy ging auf dem Postweg verloren. Zumindest wurde der Wert von knapp 180 Euro, wenn auch mit viel Aufwand - Bürokratie , Wertnachweis - und einer sehr langen Wartezeit von drei Monaten erstattet.

Hangover
16.08.2004, 14:22
Gerade Einschreiben werden bei der Post gezielt geklaut, meine eigenen Erfahrungswerte der letzten 5 Jahre: 4 geklaute Einschreiben (alle innerhalb der Bundesrepublik), ca. 5 geklaute Standardbriefe, ein verlorengegangenes Paeckchen, bei Freunden und Bekannten sieht es aehnlich aus. Das Verhaeltnis Einschreiben zu Standardbrief liegt bei mir ungefaehr bei 1:20 pro Monat. Der interessierte Leser moege selbst nachrechnen, ob der Schwund im Promillebereich so hinkommt, bzw. ob sich die Schwundraten noch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit als statistische Ausreisser wegerklaeren lassen.

Interessanterweise haeuften sich die Verluste in der Zeit, in der ich keinen "Stammbrieftraeger" hatte, sondern von wechselnden Aushilfen/Urlausvertretungen usw. beliefert wurde. Die absolute Kroenung erlaubte sich eine Urlaubsvertretung, als sie einen Wandkalender mitsamt Stahlbuegel mittig faltete, um ihn noch in meinen Briefkasten quetschen zu koennen (auf dem Umschlag stand ca. dreimal, dass der bitte nicht gefaltet werden solle) . Natuerlich haftet die Post nicht fuer derartigen Vandalismus ihrer Angestellten...

-Hangover

wi.kr
20.08.2004, 14:14
Bei der Post werde ich mehr oder minder regelmäßig bestohlen. Bevorzugt handelt es sich um Übergabe-Einschreiben mit Briefmarken, unabhängig davon, ob sie aus dem Ausland oder dem Inland stammen. Auch zwei Sendungen von Prüfern sind gestohlen worden. Eine Strafanzeige führte zu folgendem Ergebnis:
Die Post kann Einschreiben während der Beförderung nicht nachweisen. Nachweis ist nur für Einlieferung und Ablieferung möglich (wozu dann bei ehrlichen Kunden der Post überhaupt noch Einschreiben? Die Post selbst ist das Risiko!). In den Briefzentren gibt es keinerlei Überwachung, Personal wird von der Straße geholt, niemand davon wird überprüft, vereidigt oder sonst so was. Die Zuverlässigkeit ist für die Post uninteressant, Hauptsache das Personal ist billig. Wer wann im Briefzentrum arbeitet, ist ebenfalls nicht nachweisbar!
bei diesem Ergebnis schrieb ich eine (bis heute unbeantwortete) Beschwerde an Dr. Zumwinkel. Von einem Insider, der die Beschwerde gelesen hat, bekam ich einen anonymen Brief, der bestätigte, es sei postinter festgelegt, auf Kontrollen gänzlich zu verzichten, weil die teurer sind als Schadensersatz!!!
Darüber kann nun jeder denken wie er will - hoffentlich baut iregndwer mal ein gescheites Konkurrenzunternehmen auf!!!

db1201037
20.08.2004, 14:45
Original geschrieben von wi.kr
Die Post kann Einschreiben während der Beförderung nicht nachweisen. Nachweis ist nur für Einlieferung und Ablieferung möglich (wozu dann bei ehrlichen Kunden der Post überhaupt noch Einschreiben? Die Post selbst ist das Risiko!). In den Briefzentren gibt es keinerlei Überwachung, Personal wird von der Straße geholt, niemand davon wird überprüft, vereidigt oder sonst so was. Die Zuverlässigkeit ist für die Post uninteressant, Hauptsache das Personal ist billig. Wer wann im Briefzentrum arbeitet, ist ebenfalls nicht nachweisbar!
[...] Darüber kann nun jeder denken wie er will - hoffentlich baut iregndwer mal ein gescheites Konkurrenzunternehmen auf!!!

Mit solchen Pauschalaussagen sollte man etwas vorsichtig sein - es gibt genug "Leute von der Strasse", die ihr ehrliches Geld verdienen.

Warum bei ehrlichen Kunden überhaupt noch Einschreiben? Weil man dokumentieren kann, dass der Kunde das Einschreiben erhalten hat - oder auch nicht. Welchen Sinn hätte es, einen Nachweis zu erbringen "Im BZ38 war der Brief am 21:43", wenn er dann doch nicht beim Kunden ankommt?

Ich habe doch erhebliche Zweifel, dass eine Vereidigung schwarze Schafe vom Briefeklau abhält. Eine Überwachung des Personals in den Briefzentren wäre sicherlich in Ansätzen möglich. Ob angebracht, sinnvoll und bezahlbar steht auf einem anderen Blatt. Übrigens: Wenn jemand Briefe klaut, wer sagt denn, dass das im BZ passiert? Sollte es ein Zusteller sein, haben Kontrollen praktisch keine Chance.

An was für Kontrollen hast du denn gedacht? Big Brother? Taschenkontrollen?

Ärgerlich für den Empfänger bzw. Sender des Briefes, aber dass Schadensersatz billiger ist als Kontrolle ist nun mal ein Argument - irgendwer muss es halt bezahlen. Das ist natürlich so recht einfach dargestellt, aber grundsätzlich ist die Überlegung Aufwand vs. Kosten unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit der Mittel völlig legitim.

Übrigens würde es mich sehr wundern, wenn Arbeitszeiten einzelner Mitarbeiter nicht nachweisbar sind. Dass diese Informationen nicht so ohne weiteres an Dritte weitergegeben werden dürfte auch klar sein.

Zum Konkurrenzunternehmen: Ich beschäftige mich beruflich mit logistischen Abläufen, und eines weiss ich mit Sicherheit: Bewusstes Fehlverhalten von Mitarbeiten kann man nur mit erheblichem Aufwand (und damit Kosten) verhindern - und dann auch nur teilweise. Mag sein, dass für die Post hier dringender Handlungsbedarf besteht. Dennoch: Wenn das alles so einfach wäre wie man manchmal glaubt, hätte irgendein cleverer Typ damit schon eine Menge Geld verdient.

db

wi.kr
20.08.2004, 15:02
Mag sein, dass ich mich etwas pauschal ausgedrückt habe. Ich bitte eins zu bedenken: Ich bin der Klauerei hilflos ausgeliefert, habe in aller Regel Vorkasse leisten müssen und bekomme dafür nichts an Gegenleistung. Das was ich als Ergebnis von Recherchen geschrieben habe, ist das offizielle Ergebnis staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen, die sich auf Erhebungen der Polizei an Ort und Stelle stützen. Jedenfalls bei unserem Briefzentrum (56) kann man nicht nachweisen, wer von dem Aushilfspersonal dort wan was gemacht hat. Warum soll eigentlich keine Überwachung möglich sein. In jedem Kaufhaus gibt es Videokameras, die nicht nur den Kunden aufnehmen, sondern eben auch das Personal. Und wenn man weiß, dass geklaut wird, sollte man doch wohl nicht geringere Investitionen vornehmen als sie inzwischen überall üblich sind. Sie dienen nicht nur dem Schutz der Kundschaft, sodern auch dem Schutz der ehrlichen Mitarbeiter. Das als "big brother" abzutun, leugnet unsere Wirklichkeit und leistet dem unbehinderten internen Klauen Vorschub. Im übrigen hat die Post eben noch das Briefmonopol - einschließlich der Sonderleistung Einschreiben -, so dass bislang niemand eine bessere Idee auf den Markt bringen konnte. Bei Postexpress gibt es eine lückelnlose Verlaufskontrolle, aber diesen Dienst hat man ja in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert. Es tut mir sehr leid, aber ich ärgere mich eben immer noch!

db1201037
20.08.2004, 15:27
Original geschrieben von wi.kr
[...]Jedenfalls bei unserem Briefzentrum (56) kann man nicht nachweisen, wer von dem Aushilfspersonal dort wan was gemacht hat. Warum soll eigentlich keine Überwachung möglich sein. In jedem Kaufhaus gibt es Videokameras, die nicht nur den Kunden aufnehmen, sondern eben auch das Personal. Und wenn man weiß, dass geklaut wird, sollte man doch wohl nicht geringere Investitionen vornehmen als sie inzwischen überall üblich sind. Sie dienen nicht nur dem Schutz der Kundschaft, sodern auch dem Schutz der ehrlichen Mitarbeiter. Das als "big brother" abzutun, leugnet unsere Wirklichkeit und leistet dem unbehinderten internen Klauen Vorschub. Im übrigen hat die Post eben noch das Briefmonopol - einschließlich der Sonderleistung Einschreiben -, so dass bislang niemand eine bessere Idee auf den Markt bringen konnte. Bei Postexpress gibt es eine lückelnlose Verlaufskontrolle, aber diesen Dienst hat man ja in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert. Es tut mir sehr leid, aber ich ärgere mich eben immer noch!

Gibt es keinen Schadensersatz bei Einschreiben?

Wer wann was gemacht hat, kann man nicht nachweisen, das ist klar. Ich dachte, es ginge nur um Arbeitszeiten.

Die Formulierung "Big Brother" war bewußt gewählt. Was an Kameras in Kaufhäusern etc. installiert ist, dämmt Diebstähle bestenfalls ein. Und das auch nur, weil die Diebe (glücklicherweise) meistens zu "dumm" sind, Diebstahlsicherung zu überlisten, was mit Kenntnis der Technik problemlos möglich ist. Wenn man damit zufrieden ist - OK. Zur VERHINDERUG von Diebstählen ist eine andere Grössenordnung der Überwachung nötig - lückenlos, wie Big Brother.

Ob eine Kameraüberwachung in BZ möglich ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab, die Überwachung eines Zustellers ist fast unmöglich. Außerdem stellt sich die Frage, ob der Klau in BZ Dimensionen wie im Kaufhaus hat, sowohl von der Anzahl als auch vom finanziellen Schaden gesehen. Je mehr Schaden, desto eher ist Überwachung wirtschaftlich. Und dann gibt es auch immer noch den Betriebsrat. Das Wort "Überwachung" kommt in unseren Angeboten und technischen Beschreibungen nicht vor - und wir wissen warum.

Nichtsdestotrotz: Eine lückenlose Sendungsverfolgung kann keine Diebstähle verhindern, höchstens den Kreis der Verdächtigen eingrenzen.

Klar kann man der Post mit interessanten Ideen zur Zeit in dem Bereich keine Konkorrunz machen. Aber man könnte der Post die Ideen verkaufen :D

db

Fehldruck
20.08.2004, 15:59
Kleine Ergänzung

Ich habe gerade von der Post ein Merkblatt zu Auslandseinschreiben mitgebracht.

Dort wird als "neu" angezeigt,daß man die Einschreiben mittels Barcode in folgende Länder grenzüberschreitend verfolgen kann:
Finnland
Irland
Island
Kanada
Neuseeland
Portugal
Schweden
Schweiz
USA
weitere Länder sollen folgen.

Ich denke, man arbeitet an der Sicherheit. Nur Sicherheit kostet Geld und drückt sich irgendwo in den Kosten aus.

Auch die Leute von der Straße riskieren bei Diebstahl den sofortigen Arbeitsplatzverlust und eine strafrechtliche Verfolgung. Nur weil sie weniger Geld bekommen, sind es keine Verbrecher. Man sollte mal fairerweise überlegen ,auf wessen Kosten die staatliche Post mit den vielen Beamten gearbeitet hat.
Da bekommt das Wort Verbrecher eine andere Bedeutung.

Die Konkurenz ist da. Ich beobachte hier in Berlin z.B., daß Hermes bei real und sogar in meine Videothek eingezogen ist. Bis die letzten Monopole fallen, hat auch die Post auf Strafe ihres Untergangs einige Sicherheitslücken geschloßen.

Fehldruck

Superkolbi
20.08.2004, 16:23
Original geschrieben von Fehldruck
Kleine Ergänzung
Bis die letzten Monopole fallen, hat auch die Post auf Strafe ihres Untergangs einige Sicherheitslücken geschloßen.

Fehldruck

Bis es soweit ist, weilen einige hier im Forum nicht mehr unter uns.
Ich warte übrigens noch afu einen Brief vom Dienstag!

Grrrr

wi.kr
22.08.2004, 09:33
Die Post kriegt ja auch andere Sachen nicht geregelt, so etwa Sendungen an mein Postfach. Neulich war ein Umschlag zwischen die übrigen Sendungen gelegt, der völlig durchnässt war - alles andere war trocken. Im nassen Umschlag natürlich ein postfrischer Bogen ... Das ist dann fast so gut wie geklaut! Der nasse Umschlag wurde erst bei der Durcshicht des Gesamtstapels entdeckt, da war's auch nichts mehr mit Reklamation.

Superkolbi
17.12.2004, 15:08
momentan geht es bei der Post scheinbar drunter und drüber.
Ein Einschreiben ist definitiv weg (gestern kam die 20Euro-Gutschrift), auf andere Einschreiben und Briefe warte ich schon seit Tagen...
Darf Weihnachten dafür als Ausrede herhalten?

wi.kr
17.12.2004, 15:13
Mir fehlt inzwischen natürlich auch schon wieder ein Einschreiben, darin ein Beleg mit Super-Notstempeln Bizone, es ist wirklich zum K... Zur Lektüre empfehle ich das Posthasserbuch (s.a. www.posthasserbuch.de)

Superkolbi
18.12.2004, 13:33
hey, eben kam ein Einschreiben: Poststempel 6.12. :-)

Superkolbi
23.04.2005, 16:56
heute kam ein Brief, der seitlich aufgeschlitzt war, in einer Tüte eingeschweißt bei mir an. Stempel "wurde bei Briefsortierung beschädigt" war drauf. Allerdings denke ich nicht, das die Sortiermaschine solch genauen Schnitte genau in der Briefseite macht. Da hatte wohl jemand gemeint, es wäre was wertvolles im Umschlag.

Bernd
23.04.2005, 20:26
@superkolbi

Vielleicht ist der Brief bei der Zensur vom Verfassungsschutz nicht mehr richtig zugeklebt worden und der Zensurstempel wurde vergessen... :D :D :D


Schönen Abend noch

Bernd

Superkolbi
24.04.2005, 10:52
@superkolbi

Vielleicht ist der Brief bei der Zensur vom Verfassungsschutz nicht mehr richtig zugeklebt worden und der Zensurstempel wurde vergessen... :D :D :D


Schönen Abend noch

Bernd

ich deenke her, ein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter (jetzt Post) hat dran gewerkelt ;) ;) :D

Marke
05.05.2005, 01:26
Mir wurden einmal mehrere in der Mitte komplett durchgerissene Briefe zugestellt die mit Tesafilm wieder zusammengeklebt waren, auch jede einzelne im Umschlag enthaltene Seite.

Zusätzlich war noch ein Schreiben von der Post enthalten in dem erklärt wurde das es wohl ein Fall von Vandalismus gewesen wäre und eine Anzeige gegen unbekannt eingeleitet worden sei.

Was ich davon halten soll weiss ich bis heute nicht. Verrückte die nicht besseres zu tun haben als Briefe zu zerreissen :confused:

Tob
06.05.2005, 02:29
kann mich auch nicht erinnern, dass man etwas abhanden gekommen ist.
nur alles andere stimmt leider gar nicht - post wird einfach in den briefkasten reingestopft so dass sie nicht mal mehr mit gewaltanwendung rausgeht, alle briefkästen in der nähe wurden abgebaut, und die postfiliale (die keine ist da sie in nem normalen geschäft untergebracht ist) hat öffnungszeiten die sind für jeden nornalen menschen unbegreiflich, dazu noch unfreundliche zusteller und in meinen augen überteuerte portokosten. aber gut, das war ja nicht die frage ;)

Marke
14.05.2005, 01:45
Briefe die nicht ankommen weil Postboten sie nicht austragen gabs ja schonmal. Nun ist wieder ein extremfall aufgeflogen.

Noch recht aktuell ein Fall aus Pulheim :

http://www.rundschau-online.de/kr/KrCachedContentServer?ksArtikel.id=1113230082136&listID=1038816879920&openMenu=1038942868191&calledPageId=1038816879354

Fehldruck
14.05.2005, 08:11
Ich habe mich nun auch über die Post geärgert. Meine selbstgebastelte !!! Muttertagskarte ist bei meiner Mutter nicht angekommen. Da ich ein bißchen spät dran war, habe ich diese in den Kasten geworfen. Sonst bringe ich alles persönlich zur Post.

Fehldruck

ThomaS
20.05.2005, 09:04
Hallo,

... passt zum Thema:

SPIEGEL: Posträuber stehlen 56.000 Briefe (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-356655,00.html)

mfg,
ThomaS

Fehldruck
20.05.2005, 15:37
....das lag nicht auf der Route....

Da mir nun auch noch ein Buchversand abhanden kam, werde ich nun 2 Verlust -Formulare abgeben. Wenn alle so vorgehen, dann kann die Post Häufungen erkennen und solche Fälle mit Hilfe der Polizei aufdecken.

Irgendwo ist jetzt auch eine Briefträgerin geschnappt worden, die etliche Sendungen zu Hause aufbewahrte.

dorok_rsv
20.05.2005, 23:25
Hilfe, meine "Philatelie"-Zeitung Mai/2005 ist bisjetzt noch nicht angekommen :mad:
Bisher kam noch nix weg - oder besser gesagt, ich habe noch nix vermisst.
wer kann helfen und mir sagen, wie ich noch an die Maiausgabe kommen kann ?

Lese gerade in der Landkreis SZ "Einbruch bei Erdinger Post - Über Pfingsten stiegen Unbekannte in den Paket- und Brieflagerraum ein / Zahlreiche Sendungen geöffnet" ... Sie öffneten etwa hunderte Pakete und Päckchen und ebenso viele Briefe ... Im Tresor- und Schalterraum fanden sich keinerlei Spuren ...

Erding ist zwar ganz in der Nähe, aber soweit ich weiss läuft meine Post nicht darüber ...

saeckingen
21.05.2005, 07:41
Es gibt immer wieder mal Diebstähle bei der Post, hier ein extremes Beispiel:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,356655,00.html :eek:

Superkolbi
21.05.2005, 08:28
Schreib dem Verlag eine eMail oder rufe an, dann bekommst du die Zeitschrift nochmals geschickt



Hilfe, meine "Philatelie"-Zeitung Mai/2005 ist bisjetzt noch nicht angekommen :mad:
Bisher kam noch nix weg - oder besser gesagt, ich habe noch nix vermisst.
wer kann helfen und mir sagen, wie ich noch an die Maiausgabe kommen kann ?

Lese gerade in der Landkreis SZ "Einbruch bei Erdinger Post - Über Pfingsten stiegen Unbekannte in den Paket- und Brieflagerraum ein / Zahlreiche Sendungen geöffnet" ... Sie öffneten etwa hunderte Pakete und Päckchen und ebenso viele Briefe ... Im Tresor- und Schalterraum fanden sich keinerlei Spuren ...

Erding ist zwar ganz in der Nähe, aber soweit ich weiss läuft meine Post nicht darüber ...

dorok_rsv
21.05.2005, 23:26
Jau, tausend Dank, aber auf die einfasten Sachen kommt man ja in der ach sooooooo komplizierten Zeit gar nicht mehr ;-) E-Mail ist bereits weg.