Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Papua Neuguinea: Sonderflugbeleg mit Rätseln
Ein Sammlerfreund aus Virginia/USA sandte mir unlängst diesen Beleg Papua & New Guinea 1962 Flight to East Germany via Prag und er meinte dazu noch, es handele sich um einen Lufthansa-Erstflug Papua & New Guinea - DDR. Der Beleg, eigentlich eine Karte, offensichtlich gedruckt von einem H. Grabowski, Freudenstadt, Allemagne (wie es links unten in winziger Schrift steht) wurde adressiert an ein „Mme. Lydia Grabowski / Poste Restante Prag 120 / Mit Messesonderflug / ab Leipzig BuPa 32 / DDR Germany“ (dies ist z.T. handschriftlich vermerkt worden. Links neben dem Adrema befindet sich ein violetter Stempelabschlag „SONDERFLUGVERKEHR LEIPZIGER HERBSTMESSE 1962“ mit einem Flugzeug – Emblem. Die Poststempel geben einige Anhaltspunkte über den Reiseverlauf des Kartenbelegs: Dieser wurde in RABAUL am 2. August 1962 abgestempelt, einmal mit einem Maschinenstempel (Slogan) und einem Gummistempel. Der Durchgangsstempel von Prag ist vom 1. September 1962.
Auf der Karten-Rückseite wurde handschriftlich vermerkt: „Retour: / Walsberg / 7 Stuttgart – Weilimdorf / DBR Allemagne“, kein Straßenname. Es ist anzunehmen, daß der Beleg postlagernd zur Abholung kam. Es gibt kein Empfangsstempel von Stuttgart_Weilimdorf. Bei „Walsberg“ muß es sich entweder um ein Kennwort (W.= ein Urlaubsort in Österreich) oder um den Namen des Empfängers handeln. Wie der Beleg dann in die USA kam, von wo ich ihn erhielt, ist nicht nachzuvollziehen. Es gibt einen Professor Walsberg in Kalifornien. Ein Sonderflug-Beleg, der Rätsel aufgibt! Vielleicht weiß ein Sammlerfreund dieses Forums Bescheid darüber?
Mit freundlichen Sammlergrüßen,
Rabaul
Mitglied der www.briefmarken-gemeinschaft-neuguinea.de
Universum
11.02.2010, 16:32
Ein Sammlerfreund aus Virginia/USA sandte mir unlängst diesen Beleg Papua & New Guinea 1962 Flight to East Germany via Prag und er meinte dazu noch, es handele sich um einen Lufthansa-Erstflug Papua & New Guinea - DDR. Der Beleg, eigentlich eine Karte, offensichtlich gedruckt von einem H. Grabowski, Freudenstadt, Allemagne (wie es links unten in winziger Schrift steht) wurde adressiert an ein „Mme. Lydia Grabowski / Poste Restante Prag 120 / Mit Messesonderflug / ab Leipzig BuPa 32 / DDR Germany“ (dies ist z.T. handschriftlich vermerkt worden. Links neben dem Adrema befindet sich ein violetter Stempelabschlag „SONDERFLUGVERKEHR LEIPZIGER HERBSTMESSE 1962“ mit einem Flugzeug – Emblem. Die Poststempel geben einige Anhaltspunkte über den Reiseverlauf des Kartenbelegs: Dieser wurde in RABAUL am 2. August 1962 abgestempelt, einmal mit einem Maschinenstempel (Slogan) und einem Gummistempel. Der Durchgangsstempel von Prag ist vom 1. September 1962.
Auf der Karten-Rückseite wurde handschriftlich vermerkt: „Retour: / Walsberg / 7 Stuttgart – Weilimdorf / DBR Allemagne“, kein Straßenname. Es ist anzunehmen, daß der Beleg postlagernd zur Abholung kam. Es gibt kein Empfangsstempel von Stuttgart_Weilimdorf. Bei „Walsberg“ muß es sich entweder um ein Kennwort (W.= ein Urlaubsort in Österreich) oder um den Namen des Empfängers handeln. Wie der Beleg dann in die USA kam, von wo ich ihn erhielt, ist nicht nachzuvollziehen. Es gibt einen Professor Walsberg in Kalifornien. Ein Sonderflug-Beleg, der Rätsel aufgibt! Vielleicht weiß ein Sammlerfreund dieses Forums Bescheid darüber?
Mit freundlichen Sammlergrüßen,
Rabaul
Mitglied der www.briefmarken-gemeinschaft-neuguinea.de
1. Es handelt sich um keinen Erstflugbeleg,sondern um eine Zuleitung ab Papua Neu Guinea zum Messe-Sonderflug Leipzig -Prag 1962( zu jeder Leipziger Messe wurde solche Sonderflugverbindungen vorzugsweise in die östl.Bruderstaaten für Messe-Interessierte eingerichtet, u.a. später auch mit der Concorde nach Paris und London!)Diese Flüge erfolgten mehrmals während der Messe in beide Richtungen.
2. Der Absender ist der bekannte LH-Sammler und Händler Heinz Grabowski,der die Karte an den Namen seiner Frau(?) postlagernd Prag via Leipzig als Zuleitungspost ab Neu Guinea aufgab,unten links ist seine Anschrift für die Rückleitung"Retour Heinz Grabowski etc" vermerkt.
3. Es war/ist nicht üblich,dass das Postamt am Empfängerort noch einmal zusätzlich einen Stempel anbrachte-dies ist übrigens heute noch Usus!
Bei der Adressen-Angabe auf der Rückseite dürfte es sich dann um den wahren Empfänger, einen Herr/Frau Walsberg in Stuttgart-Weilimdorf handeln,vermutlich so bekannt,dass keine Strassenangabe nötig war...(dies ist allerdings eine Vermutung! :rolleyes:)
hier ein anderes Beispiel einer Zuleitung zu einem Leipziger-Messeflug: ab BRD zum Messeflug Leipzig-Paris mit Concorde, an eine fiktive Person postlagend in Paris adressiert, auf der Rückseite ist dann der Absender/Empfänger angegeben...
Hallo Universum,
vielen Dank für die Aufklärung! Somit wäre das "Rätsel" um den Flugbeleg geklärt. In meinem Sammelgebiet "Gesamt-Neuguinea" gibt es ja viele sehr schöne und interessante Flugbelege.
Mit freundlichen Sammlergrüßen,
Rabaul
Mitglied der www.briefmarken-gemeinschaft-neuguinea.de
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