Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Streifbandsendungen ...
.... sind Postsendungen, deren Umhüllung aus einem Streifband besteht. Meist ist diese Versandform für Zeitungen oder Rundschreiben gedacht. Adresse und Frankatur wurden auf dieser Umhüllung angebracht.
Da es sich also um alltägliche Korrespondenz handelt, wird das Streifband meist abgerissen und landet im Papierkorb:mad:.
Schon den Streifbändern mit Frankatur der Nr. 3 und 4 von Luxemburg scheint es so ergangen zu sein. Zur Befestigung des Inhalts ist die Marke oft über den Rand des Streifbands geklebt worden – und wurde dann zerrissen.
Aber auch aus etwas jüngerer Zeit sind komplette Streifbänder kleine Raritäten.
Mit freundlichen Grüßen
DiDi
Erhaltene Streifenbänder kommen wirklich nicht oft vor.
Hier ein erhaltenes Streifenband mit der 5 Centimes Wappenausgabe von 1907 nach Leysin in der Schweiz vom 7.8.1917. Leysin ist eine Gemeinde im Destrikt Aigle des Kanton Waadt in der Schweiz. Verschickt wurde wahrscheinlich eine Pharmazeitschrift.
Auslandszensurstempel von Trier.
Gruß Helmut
Hier noch ein Streifenband aus dem besetzten Luxemburg von 1943.
Streifenband einer verbilligten Zeitungsdrucksache, entwertet mit Feldpoststempel nach Saarbrücken vom 26.11.1943.
Gruß Helmut
bayern klassisch
02.02.2010, 21:32
Hallo Helmut,
etwas off topic - wie wäre der Laufweg einer Sendung aus Luxemburg nach der Schweiz vor dem 1. WK gewesen? Über Frankreich oder über das Deutsche Reich?
Liebe Grüsse von bayern klassisch
deckelmouk
03.02.2010, 09:35
Hallo Ralph,
Deutschland - über Frankreich wäre m.E. der Weg deutlich umständlicher gewesen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
:D@bayern klassisch
etwas off topic - wie wäre der Laufweg einer Sendung aus Luxemburg nach der Schweiz vor dem 1. WK gewesen? Über Frankreich oder über das Deutsche Reich?
Aus Luxemburg liefen Kartenschlüsse BASEL-LUXEMBURG und retour etwa ab 1880 ausschließlich durch das damalige Gebiet des DR.
Herzlichst
DiDi
Hallo Lars, Hallo DiDi,
vielen Dank für die Beantwortung der Frage von bayern klassisch.
Ich hätte es nicht gewußt, wieder was dazugelernt.
Gruß Helmut
bayern klassisch
03.02.2010, 12:11
Hallo Lars & DiDi,
danke für die Info - demnach lief die Post auch über die bayerische Pfalz nach der Schweiz, wenn ich das richtig sehe.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
@bayern klassisch
Wir hatten doch 2008 schon 'mal diese Frage.
Du verlangst eine exakte Klärung.
Der Kartenschluss lief (mit den Abbildungen erklärt) ab Luxemburg über Diedenhofen (Thionville) - Metz - Straßburg - Basel.
Ob nun die Strecken Metz - Straßburg und Straßburg - Basel damals schon bestanden, müsste herausgefunden werden.
Ich werd's versuchen.
Gruß
DiDi
bayern klassisch
03.02.2010, 14:23
Hallo DiDi,
die Strecken müsste es gegeben haben. Bei der Leitung würde die Pfalz nicht berührt worden sein.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Luxemburg
Für Zeitungsverlage, die ihre Abonnenten im Inland auch nach der Besetzung beliefern wollten, stand, nach Außerkurssetzung der luxemburgischen Freimarken am 1. Oktober 1940, keine Marke für Streifbänder bis zu 50g Gewicht zur Verfügung.
Nach Beschwerden wurden die deutschen Freimarken zu 1 Pfg. ab sofort zur Freimachung dieser Sendungen zugelassen (Rundschreiben Nr. 376 vom 30. November 1940). Diese Ausnahmeregelung galt jedoch nur bis zum 31. Dezember 1940. Danach galt die Gebühr des Zeitungsdienstes (3 Pfg.) der Deutschen Reichspost .
Eine seltene, nur einen Monat mögliche portogerechte Streifbandsendung.
Sind denn noch andere portogerechte 1-Pfg.-Einzelfrankaturen mit so kurzer Laufzeit bekannt?
Schönen Gruß
DiDi
Hallo DiDi,
ein sehr schöner Beleg.
Ich kannte bisher nur den im Castellum vom September 2008 vorgestellten.
Dieser ging an die gleiche Adresse.
Gruß Helmut
Im Grunde hatte ich daran gedacht, welche Möglichkeiten es im DR gab,
portogerechte Einzelfrankaturen mit einer 1 Pfg-Marke zu finden.
Also nicht speziell Besetzung Luxemburg.
Schönen Gruß
DiDi
farbmarke
14.02.2010, 18:42
Hallo,
anbei eine Streifbandsendung von München ( Stempel ) nach Belgien.
Ist die Portostufe richtig ?
Und, gibt es bei diesen Sendungen einen Ankunftsstempel. Hier nicht vorhanden.
Wenn ja, könnte es sich vielleicht um eine Fälschung handeln ?
Freue mich über Eure Tipps und Antworten.
Mit freundlichem Sammlergruß Michael
Hallo Michael,
wenn ich das Postgebühren-Handbuch richtig deute, ist das die Gebühr für eine Drucksache von 100 bis 150 Gramm.
Gruß Helmut
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