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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Oku no hosomichi"



intellisammler
19.12.2009, 23:23
Hallo in die Runde der Experten,

habe hier wohl Weltliteratur:):) natürlich anders verpackt:D;):p

Meine Recherche hat mich zu diesem "Oku no hosomichi" geführt.

Hier soll also der Dichter Matsuo Basho nach Norden gereist sein.
Leider werden ausl. Marken zumal als Block kaum oder nur sehr
individuell in einem bekannten Katalog wiedergegeben.

Frage, wie darf ich die Zeichnung rechts neben den Marken deuten?
Ist es der Weg des Dichters Basho?:confused::confused:
Sind die Formen mit Schriftzeichen (bzw. oval senkrecht mit Zeichen)
bedeutungsvoll?:confused::confused:

Ist vielleicht auch diese Zeichnung vom Dichter Basho?:confused:

Wer weiß etwas hierzu? Oder ist ein Ort/Stadt damit gemeint?:confused::confused:

Wieso wurden gezähnte Marken und dazu noch Blockausgaben verausgabt?:confused:
Scheinbar auch in ungezähnter Erhaltung wie in den beiden Beispielen?

Intellisammler

claus wentz
20.12.2009, 09:25
@intellisammler

Die gesamte Oku-no Hosomichi-Serie hat die nachstehenden MiNr.:
1717/8 A, 1719/20 A, 1740/1 A, 1742/3 A, 1749/50 A, 1751/2 A, 1765/6 A, 1767/8 A, 1772/3 A, 174/5 A.

Dieser in schachbrettartiger hergestellten gezähnten Ausgabe folgte eine Block-Ausgabe in geschnittener Form. Die Blocks haben die MiNr. 118-127.

Interessant ist, daß der japanische SAKURA-Katalog die geschnittene Ausgabe in postfrischer Erhaltung 3x höher bewertet als die gestempelte Erhaltung - bei MICHEL ist die Bewertung für beide Erhaltungszustände gleich.

Zum Weg: Bei etlichen Ausgaben Japans ist diese Art der Wegbeschreibung zu sehen. Die Schriftzeichen bezeichnen die jeweiligen Ortschaften.

Einen schönen 4. Advent
Claus Wentz

ligneN
21.12.2009, 17:58
Hallo in die Runde der Experten,

habe hier wohl Weltliteratur:):) natürlich anders verpackt:D;):p


(..)

Wieso wurden gezähnte Marken und dazu noch Blockausgaben verausgabt?:confused:
Scheinbar auch in ungezähnter Erhaltung wie in den beiden Beispielen?

Intellisammler

Wie Claus Wentz sagte, Ortsnamen. Und zwar der Stationen (Herbergen, Pferdewechselstationen) auf den Wegstrecken, die in dem jeweiligen Gedicht behandelt werden. Z. B. der Block zur ersten Serie links, von Senju nach Nikko. Senju war die erste Station hinter Edo (heute Tokyo) auf dem Weg nach Norden.

Weder das Markendesign, noch die Kalligraphie auf den Marken sind von Basho. Und die Illustrationen auf den Blocks ebensowenig, vielmehr in traditioneller Manier von einem hoffentlich noch unter uns weilenden Entwerfer der Gegenwart gestaltet.

Für die Kalligraphien gab es einen Wettbewerb unter Japans besten Kalligraphen, jede Kalligraphie ist von einem anderen Schreibkünstler.

Basho ist der beliebteste (nicht nur-) Haiku-Dichter Japans. Es gibt eine sehr empfehlenswerte deutschsprachige Ausgabe des Oku, übersetzt vom leider kürzlich verstorbenen Geza Dombrady (Diederichsche Verlagsbuchhandlung, Mainz) mit Erläuterungen.

In den "JAPANberichten" Nr. 130? der Arge Japan von Anno ?1986 wurde die Ausgabe sehr ausführlich behandelt. Kopien kann man sich zB bei der Philatelistischen Bibliothek München bestellen.

Die Marken sind nur gezähnt. Die Blocks sind nur ungezähnt.
Blockausschnitte sind ebenso wie ganze Blocks zur Frankatur zugelassen.

Eine der schönsten Ausgaben Japans.

Und für den Detektiv, besonders unter die Lupe nehmen würde ich die Ausgaben mit den legendären (Kurz-) Gedichten "Sommergras" und "Sado".
Und die zugehörigen Gedichte.

Gruß
ligneN