Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frachtstempel
Kann mir jemand ein bisschen ´was zu den Frachtstempel-Marken erzählen? Der Wert würde mich auch interessieren. Danke im Voraus!
Im Gegensatz zu den Eisenbahnmarken, die zur Entrichtung des Entgelts der Eisenbahntransportkosten für Eil-, Fracht- und Expressgüter dienten, wurden die Frachtstempel des Deutschen Reiches lediglich als Quittungen über Stempelgebühren (in Danzig auch 1925 als Frachturkundensteuer bezeichnet) verwendet. Sie wurden aber zusammen mit den ersteren auf den Frachtbrief geklebt.
Die Frachtstempel-Marken wurden vom 1.7.1900 bis zum 1.4. 1923 verwendet. Es gibt diese auch mit einer Vielzahl von Überdrucken mit Saargebiet, CGHS, Danzig und sehr selten mit Memelgebiet.
Viel Spaß beim Entdecken
Klaus Gnadl
Danke für die Antwort :)
Im Internet fanden sich zu diesem Thema kaum Informationen und mangels passender Literatur bin ich da doch sehr auf Antworten aus den Foren angewiesen. Ählich trostlos schaut es mit Stempelmarken, Vignetten, Fälschungen, usw. aus. Schade, daß die meisten Briefmarkenvereine kaum mehr als eine veraltete Begrüßungsseite auf ihren Webpages zusammenbringen.
Tja, stimmt leider und auch bei der ArGe Fiskalphilatelie (http://www.fiskalphilatelie.de/) muss man sehr viel Geduld aufbringen bis man auf konkrete Fragen eine Antwort bekommt. Immerhin kann man dort die entsprechenden Kataloge von Martin Erler bestellen. Aber so richtig erforscht ist das Gebiet "Frachtstempel" noch nicht! Andersdenkende können mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Klaus Gnadl
claus wentz
09.09.2004, 07:47
Zu diesem Thema erschien vor einiger Zeit im Mitteilungsblatt der Motivgruppe Eisenbahnwesen e.V. ein längerer Beitrag. Hier die Anschrift des Redakteurs:
Franz Blazek, Bismarckstr. 11, 30974 Wennigsen.
CW
Vielleicht kann mir jemand in einem anderen (ähnlichen) Fall weiterhelfen: Es handelt sich um Frachtstempel mit Handstempel-Überdruck "MEMELGEBIET", Länge 34,4 mm, darunter das Wappen von Memel. (Das Wappen zeigt eine mittelalterliche Burganlage, rechts und links flankiert von zwei Holztürmen (sog. Baken), vor der Burganlage ein Schiff im Meer.
Wie ich das Bild einfügen soll, kapier ich nicht (Bin zu doof dazu!) - Bei Ebay geht das leichter! :(
Fehldruck
13.09.2004, 20:15
@abrixas
Du hast das Bild als jpg -Datei auf Deinem compi (nicht größer als 102400 Bytes)?
Dann nur unter dem Textfeld (Ihre Antwort) steht links -Datei anhängen-dort klickst Du auf den Button -Durchsuchen- und öffnest Deine Bilddatei (suchst sie auf Deinem Compi). Die steht dann in dem Feld(rechts neben Datei anhängen) und dann weiter unten auf Antworten klicken.
(Laut curtis nicht auf Vorschau klicken!)
Probier es bitte nocheinmal! Klappt es nicht ,mail curtis an- vielleicht muß er noch irgendetwas freigeben.
(curtis will übrigens demnächst eine Anleitung zum Bilder-hochladen in den Leitfaden des Forums stellen)
Fehldruck
:p Ich Dummerchen habe natürlich auf Vorschau geklickt! Also versuche ich es nochmals. Danke für die Nachhilfe!:)
Hallo,
die "Frachtstempel" gibt aus der Zeit nach dem I. Weltkrieg - genauso wie für die Germania-Briefmarken für die verschiedensten (Abstimmungs-)Gebiete.
Original geschrieben von oldie
Hallo,
die "Frachtstempel" gibt aus der Zeit nach dem I. Weltkrieg - genauso wie für die Germania-Briefmarken für die verschiedensten (Abstimmungs-)Gebiete.
Sorry, ich habe zu früh auf "antworten" gedrückt. Der vollständige Text soll lauten:
Hallo,
die "Frachtstempel" gibt aus der Zeit nach dem I. Weltkrieg - genauso wie die Germania-Briefmarken - mit Überdrucken für die verschiedensten (Abstimmungs-)Gebiete.
:) Danke! Das weiß ich schon! Nur: Es gibt keinerlei Literatur bzw. Kataloge über Frachtstempeln mit Aufdruck Memelgebiet! Ich habe den Erler-Katalog. Dieser listet diese Frachtstempel mit Überdrucken Saargebiet; Danzig (mit und ohne E-Zudruck), ebenso C.G.H.S.! Aber es gibt keinen Hinweis auf MEMELGEBIET. Von der ArGe Fiskalmarken erwarte ich keine Antwort mehr - ich habe es zweimalversucht: Funkstille! Leider! :mad:
Sind diese MEMELGEBIET Aufdrucke selten (..und teuer)? Wer weiß mehr?
Nachdem seit dem 13. September 2004 keines der Forum-Mitglieder in diesem Thread geantwortet hat, möchte ich nochmals für dieses Sammelgebiet die Werbetrommel rühren!:D
Diese Marken sind echte Raritäten, philatelistisch nicht beeinflusst (d.h. es gibt keine gemachten Belege) und es gibt ein weites unbeackertes Feld. Weder sind die Verwendungsdsaten voll bekannt, noch gibt es Erkenntnisse über Plattenfehler. Und das Ganze ist zu einem Preis erhältlich - da muss man sich als Sammler die Hände und die Augen reiben.:p
Keine überflüssigen Ausgaben, um die Sammler abzuzocken.
Kein Briefmarkenhändler weiß bescheid.
Und die Farbenbestimmungen nach jedweden Farbenkatalog harren der Identifizierung!!!:D
Hat den keiner von Euch, in diese Materie einzusteigen?????:confused: Das kann doch nicht wahr sein!!!
Das Gebiet ist abgeschlossen und dennoch voller weißer Flecken! Weiß denn keiner von Euch was beizutragen?:confused:
Diese Marken gibt es mit Aufdruckprovisorien - und (bis auch Erler und Düsterbehn) ist nichts aktuell katalogisiert!
Falls jeman von Euch ähnliche Marken hat und nicht weiß was er damit anfangen soll, dann einfach anbieten!!!
Ich bin um JEDE Meldung dankbar!:)
Als Beispiel: Danziger Überdrucke!
Bitte meldet Euch!:D
Diese Marken sind echte Raritäten, philatelistisch nicht beeinflusst (d.h. es gibt keine gemachten Belege)
Was, es gibt nur Bedarfsbelege mit Knicken, kaputten Marken und schlechten Stempeln, wer sammelt denn sowas?:rolleyes:
Und die Farbenbestimmungen nach jedweden Farbenkatalog harren der Identifizierung
Das halte ich in der Philatelie schon meistens für groben Unfug, warum muß man Fehler zweimal machen?:mad:
Hat den keiner von Euch "Lust" (Anm. d. Verf.), in diese Materie einzusteigen????? Das kann doch nicht wahr sein!!!
Die Sammlerschaft von Frachtstempeln spiegelt deren Verbreitung wieder und da sind eben die Briefmarken klar im Vorteil:D
Gruß
lickle
MadMarv6781
27.11.2004, 19:10
Original geschrieben von abrixas
Diese Marken sind echte Raritäten, philatelistisch nicht beeinflusst (d.h. es gibt keine gemachten Belege) und es gibt ein weites unbeackertes Feld. Weder sind die Verwendungsdsaten voll bekannt, noch gibt es Erkenntnisse über Plattenfehler. Und das Ganze ist zu einem Preis erhältlich - da muss man sich als Sammler die Hände und die Augen reiben.:p
Preise? Ich finde die Dinger nirgendwo im Angebot. Bei ebay z.B. gibt es momentag EIN Los.
Wie sind denn die Preise so?
Fehldruck
27.11.2004, 19:39
Meine Beobachtung: auf Frachtbriefen 1-12 Euro
Oft und vom Preis her höher laufen Sie bei Sammeln und Seltenes-Transport oder Rechnungen und Quittungen. dort bietet der Eisenbahner und der Heimatverliebte eher mit und so sind dort auch die Preise höher. Manchmal ist auch die Ladung von Interesse. (Du suchst bestimmt auch nach Frachtbrief?)
Bei einzelnen Marken weiß ich nichts und mit Memel-Aufdruck habe ich auch noch keine gesehen.
Suchst Du nur diese?
Fehldruck
Original geschrieben von lickle
Was, es gibt nur Bedarfsbelege mit Knicken, kaputten Marken und schlechten Stempeln, wer sammelt denn sowas?
Ja schon! Das wertet die gut erhaltenen Frachtbriefe ja nur auf! Und was die Brief(zerreiss)zentren der Deutschen Post so verunstalten???? Da ist ein sauberer Bedarfsbeleg ja auch schon eine echte Seltenheit! War übrigens mit ein Grund, warum ich Bund-Sammeln aufgegeben habe!
Original geschrieben von lickle
Re: Farbenbestimmungen: Das halte ich in der Philatelie schon meistens für groben Unfug, warum muß man Fehler zweimal machen?
Das mit dem groben Unfug kann ich noch nachvollziehen! Ich beabsichtige ja nicht Farben nach sauerkirschrot, süßkirschrot und mittel- bis hellschamrot zu unterscheiden!!! Bei den Frachtstempelmarken gibt es, wie bei den Germaniamarken, Friedens- und Kriegsducke, welche sich in der Farbgebung DEUTLICH unterscheiden. Und da ist noch einiges philatelistisches Vergnügen zu erleben.:D
Welchen Fehler hast Du denn schon einmal gemacht??? (Abgesehen davon: Welcher Briefmarkensammler hat noch nie einen "Fehler" gemacht?
@MadMarv6781
Preise? Ich finde die Dinger nirgendwo im Angebot. Bei ebay z.B. gibt es momentan EIN Los.
Wie sind denn die Preise so?
Da sind Preise von 1 EURO für 100 Stück bis zu 100 EURO für ein Stück drin! Da funktioniert noch das Prinzip "Angebot und Nachfrage"! Und von mohle, kohrus und humhum-Konsorten sind mir keine Fälschungen bei Ebay untergekommen!:D :D
Original geschrieben von Fehldruck
Meine Beobachtung: auf Frachtbriefen 1-12 Euro
Oft und vom Preis her höher laufen Sie bei Sammeln und Seltenes-Transport oder Rechnungen und Quittungen. dort bietet der Eisenbahner und der Heimatverliebte eher mit und so sind dort auch die Preise höher. Manchmal ist auch die Ladung von Interesse. (Du suchst bestimmt auch nach Frachtbrief?)
Bei einzelnen Marken weiß ich nichts und mit Memel-Aufdruck habe ich auch noch keine gesehen.
Suchst Du nur diese?
Fehldruck
Ich weiß, dass Heimatsammler (bei Belegen und lesbaren Stempel) die "normalen Preise" ganz schön nach oben versauen! Aber im Großen und ganzen ist dieses Gebiet sozusagen spekulationsfrei! D.h. ich muss nicht die Geldgier von Briefmarken-Anlage-Spekulanten erleiden!
Zur Frage: Ich suche alle Frachtstempel - egal ob mit oder ohne irgendwelchen Aufdruck, lose und auf Frachtbriefen!
:) :) :)
Ralph Ebner
13.12.2004, 23:27
Frachtstempelmarken gehören zu dem Bereich der Fiskalmarken.
Das gesamte angesammelte Wissen, das wir bisher haben, ist ind en Katalogen von Martin Erler veröffentlicht und es gibt einen ganz brauchbaren Überblick über die zahllosen Überdrucke und Originalmarken.
Die Kataloge können über die Arge bezogen werden und sind in den Philatelistischen Bibiotheken zugänglich.
Diese Übersicht ist aber nicht vollständig. es werden noch beliebig viele Überdruckprovisorien zu erwarten sein und das Gebiet ist recht groß. Auf jeden Einzelfund noch detailierter einzugehen ist kaum möglich, da von einer kleinen Gruppe ein Sammelgebiet mit dem mehrfachen Umfang des Deutschland Spezialkataloges bearbeitet wird. Leider ist keines unserer Mitglieder im Moment auf dem Gebiet der Farchtstempel aktiv.
Die Urmarken des Deutschen Reiches sind relativ häufig, auch in ungerbraucht, Bogenteilen und auch auf Frachtbriefen zu finden. Praktisch alle Aufdrucke, gerade auch die Provisorischen sind selten bis sehr selten, allerdings auch die Sammler, die diese Werte suchen.
Ich selbst habe eine Studie von über 200 verschiedenen Danzig Aufdrucken, und damit wohl noch nicht mal die Hälfte der Möglichkeiten erreicht.
Bei den Farben gilt besondere Vorsicht. Bei Stempelmarken werden Sicherheitsfarben verwendet, die starken Verfärbungen ausgesetzt sind. Dadurch finden sich oft Frachtstempelmarken in Fantasiefarben, die aber alle verfälscht sind. Eine Farbstudie der Sicherheitsfarben der Bundesdruckerei ist schwierig, da immer besonders geheim. Forschungen sind im Gange.
Interesssenten sind herzlich eingeladen sich diesem faszinierendem Gebiet der Frachtgebühren zu widmen.
Beiträge werden gerne im Rundbrief der Arge veröffentlicht.
Übrigens ist das Gebiet der Privatbahnen und deren Frachtstempelmarken noch bei weitem größer. Acuh hier haben wir einen guten sehr umfangreichen Katalog zu dem wir allerdings auch noch einige Neuigkeiten erwarten dürfen.
Die Urmarken des Deutschen Reiches sind relativ häufig, auch in ungerbraucht, Bogenteilen und auch auf Frachtbriefen zu finden.
Hier ist ein aktuelles Angebot (24. Jan 2005) von unserer "Freundin" tante-hilda. Er preist dieses Los mit folgenden Worten an:
"Deutsches Reich Frachtstempelmarken, 11 Werte postfrisch mit diversen Randstücken und Eckrandstücken, von 10 Pf. bis 6 Mark.
Wasserzeichen Kreuzblüten. Gleichartige Marken sind zum Beispiel von Belgien auch im Michel katalogisiert. Für diese seltenen
Marken gab es wohl keine Lobby. Gestempelt sieht man hin und wieder eine Marke, postfrische Sätze sind sehr selten! RRR!
Ausdrückliche Echtheitsgarantie! Nur noch wenige Sätze vorhanden. Außer meinem Angebot für diese postfrischen Marken, habe ich nie
andere Angebote gesehen. Gelegenheit, zugreifen!"
Dazu möchte ich bemerken: Vor nicht alszu langer Zeit hat dieser Anbieter ganze Bogensätze in dieser Sortierung angeboten. (Zuschlag 116 Euro, d.h. 1,16 EURO pro Satz). Daraus schließe ich, dass sooooo selten die postfrischen Marken nicht sind. In gestempelter Erhaltung und in guter Qualität werden sie weitaus seltener angeboten.
Ich weiß nicht, ob ich dies als Frage oder als Behauptung hier einbringen soll. Deshalb "!?". ;)
Ich habe in diesem Thread am 13.9.2004 unter #8 einen Scan gepostet und keine irgendwie verwertbare Info dazu erhalten. :(
Ich habe die gleichen Markenbilder zusammen mit einem Leserbrief in der MR veröffentlicht und um Hilfe / Info nachgefragt. Ergebnis: Null! :cool:
Nun, frage mich: Habe ich hier eine Rarität ersten Ranges, oder nicht?
Gegen diese Marken muss sich der "Schwarze Einser" wie Massenware ausnehmen, oder? :confused:
Ich bin mir jedenfalls mehr als sicher, dass ich hier eine Super-Rarität eingekauft habe! :D :D :D
claus wentz
18.02.2005, 17:00
@ abrixas
So ganz verstehe ich die "Hysterie" bezüglich der Frachtmarken nicht. Es ist doch klipp und klar gesagt worden, daß es sich NICHT um Briefmarken, sondern um fiskalische Marken handelt. Deshalb ist ein Vergleich mit der dem Schwarzen Einser, als würden Äpfel mit Birnen verglichen.
Bei den belgischen Marken verhält es sich anders, denn die Staatseisenbahn betreibt in allen der Bahn angeschlossenen Orten die Paketbeförderung. Die hierzu verausgabten Marken werden wegen ihrer gefälligen Gestaltung oft von "Normal"-Briefmarkensammlern garnicht erkannt. Doch muß man nur genau hinschauen, denn dann entdeckt man das "B" (Logo der belgischen Bahn) im Oval.
Übrigens: Auch in anderen Ländern gab/gibt es herrlich gestaltete Frachtmarken, z.B. im alten Persien.
Beste Grüße
Claus Wentz
So ganz verstehe ich die "Hysterie" bezüglich der Frachtmarken nicht. Es ist doch klipp und klar gesagt worden, daß es sich NICHT um Briefmarken, sondern um fiskalische Marken handelt. Deshalb ist ein Vergleich mit der dem Schwarzen Einser, als würden Äpfel mit Birnen verglichen.
Unsere Verbandszeitschrift heißt philatelie. Philatelie steht für "Liebe zu Gebührenzettel" (frei übersetzt). Ergo sind ist Fiskalmarken, Frachtmarken usw. ebensolche Gebührenzettel wie Briefmarken. :D
Nur: Briefmarken haben per se ein größeres, sprich weltweites Verbreitungsgebiet und dadurch eine ungleich höhere Auflage, da die Beförderung jeder auch noch so unwichtigen Mitteilung von Hinz und Kunz an Maier und Müller gebührenpflichtig war und ist. Die übrigen Gebührenmarken wurden im allgemeinen nur auf spezielle Urkunden aufgeklebt und schlummer(te)n in Akten und Archiven. :rolleyes:
Eisenbahnmarken kam eine ähnliche Funktion wie den Briefmarken zu: Das zu befördende Gut war eben etwas schwerer und die Gebührenmarken klebte man auf Frachtbriefe. Bei Paketen war es ja ähnlich; die Paketkarte verblieb bei der Post! :rolleyes:
Zudem unterscheidet sich das Sammeln von Eisenbahnmarken und Frachtstempeln in einem weiteren wesentlichen Punkt vom Sammeln von Briefmarken und Belegen. "Philatelistische" Phantasiebelege wie Numisbriefe etc. wird man hier nicht finden. :D
Hier wird reiner Bedarf gesammelt! :) :cool: :cool:
deckelmouk
18.02.2005, 20:06
@abrixas: [klugscheissermodus/an] Meines Wissens lautet eine mögliche Übersetzung aus dem griechischen "Freund des Anti-Zieles", oder umgangssprachlich: Als Philatelist verfolge ich ein Hobby, dass mich niemals zum Ziel bringen wird. Das Ziel ist dabei, alle Marken der Welt zu besitzen.[klugscheissermodus/aus]
Der Vergleich von Fiskalmarken und Briefmarken ist nur auf einer sehr eingeschränkten Ebene möglich. Eine Steuer hat mit dem Entgelt für eine Beförderungsleistung nicht viel zu tun.
Fiskalmarken sind mit Sicherheit ein unterschätztes Gebiet und in anderen Ländern deutlich populärer. Die NPB-Bestände sind bei Bennett wohl "weggerissen" worden.
Die Katalogisierung von Frachtmarken in Briefmarkenkatalogen ist ein Streitthema, da hier ebenfalls ein Entgelt für eine Beförderungsleistung vorliegt. Ich würde mich nicht gegen eine Aufnahme in den Michel wehren.
Ob Deine Marken aus Nr. 8 selten sind oder nicht, spielt für den Preis keine Rolle, wenn keiner ausser Dir sie sammelt... ;)
Beste Sammlergrüsse!
Lars
......
Der Vergleich von Fiskalmarken und Briefmarken ist nur auf einer sehr eingeschränkten Ebene möglich. Eine Steuer hat mit dem Entgelt für eine Beförderungsleistung nicht viel zu tun.
Fiskalmarken sind mit Sicherheit ein unterschätztes Gebiet und in anderen Ländern deutlich populärer. Die NPB-Bestände sind bei Bennett wohl "weggerissen" worden.
Die Katalogisierung von Frachtmarken in Briefmarkenkatalogen ist ein Streitthema, da hier ebenfalls ein Entgelt für eine Beförderungsleistung vorliegt. Ich würde mich nicht gegen eine Aufnahme in den Michel wehren.
Wo liegt eigentlich das Problem? Die Frachtstempelmarken werden auf Frachtbriefen verklebt, die eigentlich bei der Post den fallweise mit Marken frankierten (und oft auch mit eingedruckten und/oder aufgeklebten Fiskalmarken vrsehenen) Paketkarten, Postbegleitadressen o.ä. entsprechen.
Auch die belgischen Eisenbahnmarken werden nur auf den Begleitpapieren verwendet, die gleichartigen schweizerischen sind ebenso wie die Ausgaben anderer Länder in den entsprechenden nationalen Katalogen erfaßt. Das hängt wohl nur von den nationalen Sammelgeboten (vielleicht auch von den verfügbaren bzw. "auf Halde liegenden") Beständen ab?
Was haben z.B.eigentlich die alten österreichischen und ungarischen Zeitungsstempelmarken in den Katalogen zu suchen? Diese dienten ebenfalls zur Entrichtung einer fiskalischen Gebühr, wurden fallweise mit Poststempeln, fallweise aber mit Stempeln fiskalischer Dienststellen entwertet (auch eine Entwertung durch den Zeitungsdruck kommt vor).
Und schließlich: Die hohe FIP hat die Fiskalmarken als eigene Klasse anerkannt.Das nocht nicht alle Gebiete der Fiskalphilatelie aufgearbeitet sind, liegt nur an den Sammlern dieses Gebietes selbst.
Na, da hab´ ich aber ein ganz schön nachhaltiges Thema angebrochen :-)
Bin schon gespannt wie das weiterläuft....die österr. Telegraphenmarken sollten auch noch erwähnt sein....kommen auch im Michel vor.
Hallo allerseits,
die Abbildung unten veranschaulicht, dass Frachtstempelmarken durchaus in die Philatelie gehören- zumindestens wenn sie wie hier als Briefmarkenersatz zu Zeiten der Inflation in Deutschland Verwendung fanden. In den 30ér Jahren waren etwa 60 Belege mit Frachtstempel- bzw. Steuermarken anstelle von Briefmarken bekannt, seitdem sind sicher noch etliche dazugekommen.
Die Abbildung ziert die Titelseite der Inflaberichte aus dem Juni 2002, vom Beleg selbst kann ich auch nur träumen :rolleyes:
Gruß Micha
Na, da hab´ ich aber ein ganz schön nachhaltiges Thema angebrochen :-)
Bin schon gespannt wie das weiterläuft....die österr. Telegraphenmarken sollten auch noch erwähnt sein....kommen auch im Michel vor.
Telegraphenmarken sind keine (alt-)österreichiche Spezialität, diese kommen in vielen Ländern vor. Trotzdem kommen diese im Normalfall nur auf Telegramm-Aufgabeformularen und nicht auf Briefen vor.
Ich glaube, bei so manchen dieser "Nicht-Briefmarken" haben sich früher Postverwaltungen und Händler ein kleines Zubrot verdient, und so werden diese jetzt von Katalog zu Katalog weitergeschleppt. Auch der Michel führt ja verschiedene Katalogisierungen, die in der Zeit des 3. Reiches erfolgten, unverändert fort.
..... vom Beleg selbst kann ich auch nur träumen :rolleyes:
Seufz! Ich auch!
@Micha
Danke für diesen Beitrag und den Scan! Das war für mich etwas völlig Neues! :)
:)
Briefmarken sind eine Sache, Ganzsachen eine andere ?
In meinen Augen gehören die Ganzsachen ebenso zu einer Sammlung dazu,
wie alle erreichbaren anderen "Postrelevanten" Dinge, denn die Ganzsachen
verkörpern ebenso wie die Briefmarken gebührenpflichtige Postwertzeichen.
Für einen "Ländersammler" werden natürlich auch die Privatpostmarken
einen gewissen Reiz ausüben ... es kommt darauf an, wie weit die Sammlung
fortgeschritten ist.
Denn die Erweiterung eines Sammelgebietes wird sicher nur dann vollzogen,
wenn der Reiz des Erreichbaren dahin ist. D.h. man ist komplett oder die
fehlenden Stücke sind so teuer bzw. selten, dass man sie voraussichtlich
niemals bekommen wird ... oder später mal ....... hihihi --- :rolleyes:
Daher wird die Sammlung um anderweitige Gebiete ergänzt. Dazu gehören
dann eben Fiskal- und Steuermarken, Gebührenzettel und sonstige Erfindungen
der Post/Privatinstitutionen.
Interessant ist so etwas auf jeden Fall, aber hier Preise fest zu legen, ist m.E.
nicht möglich. Da einerseits die Interessentengruppe gänzlich unbekannt und
somit unübersehbar ist und andererseits ein damit verbundener Markt kaum
existieren dürfte.
Ich würde empfehlen, die Käufer solcher Marken bei Ebay zu kontaktieren, um
erst einmal gleichgesinnte Interessenkreise zu erschließen.
Das dies mit einer sich ständig erhöhenden Fachkenntniss einhergeht, darf
kaum bezweifelt werden. Denn erst der Erfahrungsaustausch bringt die
vorhandenen Erkenntnisse auf einen Punkt. Geheimniskrämerei wie es so viele
tun, ist eher der falsche Weg, denn dann machen alle den gleichen Fehler.
Die Sache als ein vernachlässigtes Sammelgebiet anzusehen, halte ich für sehr
gewagt. Die Beschäftigung mit Gebührenquittungen ist eigentlich schon recht
abartig :D aber hier bis ins kleinste Detail zu gehen, ist Sache der Spezis.
Dazu noch die Ganzsachen ... Postanweisungen, Telegraphenquittungen ....
Schon sehr speziell.
Alles andere bleibt dann dem noch spezielleren überlassen.
Sicher wird es auch Sammler geben, die sich nur auf letzteres spezialisieren.
Aber nicht vergessen werden darf dabei, die Relevanz.
Welchen Prozentsatz des geschäftlichen Betriebes der damaligen
Postanstalten geben sie wieder?
Sie sollten nicht vergessen werden ... denn irgendwie gehören sie ja auch
noch mit dazu, soviel ist Fakt.
Ich freue mich immer wieder, solchen "Exoten" zu begegnen und ich staune
auch jedesmal über den Fleiß eine solche Sammlung zusammen zu tragen.
Letztendlich sagt sie über den tatsächlichen Postverkehr der damaligen Zeit
aber nur sehr wenig (einen kleinen %Satz) aus.
.....
;)
@1867 Lange Rede kurzer Sinn: Jeder/Jede soll doch das sammeln, was ihm/ihr Spass macht. Oder habe ich das falsch verstanden :confused:
Gruß
lickle
nö , haste völlig richtig verstanden ....
:D
Fehldruck
20.02.2005, 14:31
....von mir aus auch Frachtstempel!..... :cool:
Briefmarken sind eine Sache, Ganzsachen eine andere ?
In meinen Augen gehören die Ganzsachen ebenso zu einer Sammlung dazu,
wie alle erreichbaren anderen "Postrelevanten" Dinge, denn die Ganzsachen
verkörpern ebenso wie die Briefmarken gebührenpflichtige Postwertzeichen.
Für einen "Ländersammler" werden natürlich auch die Privatpostmarken
einen gewissen Reiz ausüben ... es kommt darauf an, wie weit die Sammlung
fortgeschritten ist.
Ich glaube, Du betrachtest alles - wie schon Dein Pseudonym zeigt - zu sehr aus dem Blickwinkel des "Klassikers". Was in eine Sammlung gehört, hängt wohl in erster Linie vom selbst gewählten Umfang und Rahmen des Sammelgebietes dazu. Es gibt durchaus auch Sammler, die sich "nur" für Ganzsachen und nicht auch für Briefmarken interessieren. In Berlin, München, Wien, der Schweiz und vielen anderen Ländern gibt es sogar eigene Vereine, die sich nur diesem Spezialgebiet widmen.
Also bitte keine Dogmen aufstellen. Für den "normalen" Sammler gibt es keine ex-cathedra-Entscheidungen. Und wer ausstellen will, der muß sich eben wie im Sport nach den vorgegebenen Regeln richten. Hier liegt m.E. der Unterschied zwischen "Sammler" und "Aussteller".
Die Beschäftigung mit Gebührenquittungen ist eigentlich schon recht
abartig :D
Das hatten wir doch schon einmal "vor 1000 Jahren". Alles was nicht in das vorgegebene Klischee paßt, wird als "entartet" qualifiziert.
Das Anlegen einer Sammlung - gleich auf welchem Gebiet (es müssen ja nicht nur Brief- und Fiskalmarken bzw. Ganzsachen oder Kaffeerahmdeckli sein, es gibt ja z.B. auch die moderne und alte Kunst in ihren vielfältigsten Gestaltungsformen, Oldtimer oder auch Käse- oder Bananenetiketten) - ist immer eine von vielen Faktoren abhängige ganz private Entscheidung des jeweiligen Sammlers. Schließlich soll eine Sammlung Spaß machen und man soll sich dabei weder eingeengt noch unter Druck oder Zwang gesetzt fühlen.
Wer nur nach dem Wiederverkaufswert schielt, ist in meinen Augen kein Sammler, sondern ein Anleger und/oder Spekulant.
Das mag vielleicht provozierend klingen. Aber m.E. müssen wir in der Philatelie wieder weg vom Wert- bzw. Gewinndenken und den Spaß an der Sache in den Vordergrund stellen. Andere Freizeitbeschäftigungen kosten auch Geld, machen Spaß, bringen aber am Ende keinen Wiedererlös. Also lassen wir bitte die Kirche im Dorf.
PS: Als Postgeschichtler pflege ich schon lange den berühmten "Blick über den Gartenzaun".
Alles sehr interessante Beiträge, die mich zu folgender Frage gebracht haben:
Wenn jetzt schon angedacht wird, Fiskalmarken und Frachtpostmarken als erweitertes Gebiet der Philatelie zu betrachten, könnte man ja in Zukunft auch mal darüber nachdenken, ob die Gebührenmarken, die in jedem Reisepass kleben,
auch sammelwürdig sind :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Die gibts auch weltweit - oder ?
:D :D :D :D
saeckingen
21.02.2005, 09:46
@Paladin
Da braucht man gar nicht extra darüber nachdenken - auch diese Gebührenmarken werden schon lange gesammelt, gehandelt, katalogiesiert!
In GB aber vor allem in den USA sind Gebührenmarken nahezu gleichwertige Sammelstücke wie Briefmarken! Aber auch hier gibt es genügend Sammler dafür! Ich suche z.B. auch aus meinen Sammelgebieten die Fiskalmarken!
Wenn jetzt schon angedacht wird, Fiskalmarken und Frachtpostmarken als erweitertes Gebiet der Philatelie zu betrachten, könnte man ja in Zukunft auch mal darüber nachdenken, ob die Gebührenmarken, die in jedem Reisepass kleben, auch sammelwürdig sind :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Die gibts auch weltweit - oder ?
:D :D :D :D
A) Wieso erweitert! Diese Marken sind ein Gebiet der Philatelie! :D
B) Du wirst lachen! :D Die werden gesammelt! :D Vielleicht äussert sich Ralph Ebner dazu! :D Soviel ich weiß gibt es dafür Kataloge bei der ArGe Fiskalphilatelie. ;)
Fehldruck
21.02.2005, 09:56
Das kommt nur auf die Betrachtungsweise an.
Ich würde die Philatelie strenger- eben als Postwertzeichenkunde sehen, wobei diese Kunde schon weite Spielräume und Deutungen zuläßt.
Philos-der freund und atelia- die Gebührenfreiheit
Sieht man das Wort Philatelie rein nach seinem griechischen Ursprung, ist es noch weiter gefaßt- die Gebührenvorentrichtungskunde (postalisch,steuerlich,beförderungstechnisch usw.).
Mir sind aber auch Philatelie-Vereinsmitglieder willkommen, die Ansichtskarten,Beitragsmarken,alte Dokumente,Notgeldscheine usw. sammeln.
Die Definition des Einzelnen ist mir egal. Ich freue mich auf interessanten Gesprächsstoff und hoffe, daß ich eventuell schöne Briefmarken im Tausch für meine Mitgliedsmarken erhalten kann.
In diesem Sinne wünsche ich allen einen Guten Morgen!
Fehldruck
:eek: Man lernt nie aus !!! :eek:
wär ja sonst auch langweilig. :D :D
Ralph Ebner
22.02.2005, 00:32
Nachdem ich mit einigermaßen Erstaunen so einge Beiträge im Forum gelesen habe, frage ich mich wirklich wie ich mit dem Vorstellen der Fiskalphilatelie anfangen soll. Sicher ist, daß es ein viel zu umfangreiches Gebiet ist, um in einem Forenbereich mal eben andiskutiert zu werden.
Als die Philatelie am Anfang stand, beachtete man alle Gebührenzetel gleichermaßen. In Engalnd trugen die Marken sogar die Aufschrift "Postage and Revenue" und es dauerte einige Zeit bis die Sammler sich mehr dem postalischen zuwendeten und es ist gar nicht so lange her, dass völlig zu recht die Vorphilatelie als vollwertig dazu aufgenommen wurde.
Genauso wie der Begriff Postgeschichte viel mehr beinhaltet, als das was man heute darunter sammelt, umfasst der Begriff Philatelie alle Steuer- und Gebührenzettel, für die es eine offizielle Regelung und einen Tarif gegeben hat. Postwertzeichen sind genaugenommen nur eine Teilmenge. Zugegeben, populärer und bekannter und erforschter.
Gebührenmarken sind allein durch den internen Gebrauch oft sehr schwer sammelbar gewesen und kamen oft erst Jahrzehnte später an die Sammlerschaft. Ungebraucht stand das Sammeln von Fiskalwertzeichen sogar teilweise unter Strafe, da so Dokumente erst im nachhinein mit sog. Sammlerbeständen valutiert werden konnten.Die Nomialen vieler Steuermarken lagen derart hoch, dass sie unerschwinglich waren und sind. Engalnd ist heute bei 1 Mio Pfund Sterling.
Kein Wunder also, dass sich das Gro der Sammler, die eben möglichst vollständig sammlen wollten, sich von diesem Gebiet abgewendet hat.
Ich kann nur alle einladen, die Mut zur Lücke bekennen, sich diesen faszinierneden Gebieten zuzuwenden. Man hat schnell kaum vergleichbare Sammlungen. Meine eigenen Studien von:
Krankenscheingebührenmarken, Tabakbanderolen, Zucker- und Schaumweinsteuermarken, Wechseln vor allem aber Kalender- und Spielkarten und nicht zuletzt der Biersteuermarken (Anfang mit 17..) und Hutsteuer
haben viele - zunächst Skeptiker - überzeugt.
Ich selbst liebe aber vor allem die Dokumentensteuer mit den Vorläufern den Signetten. Ich zitiere einen Freund: Geschichte pur!
Eben für jeden nach seinem Geschmack eine eigenes Verzählstück zum Zusammentragen und Präsentieren.
Aber immer noch tun wir uns, nur in deutschland schwer, mit dem Bedarfsammeln! (Zitat: Ja alles nur Bedarf!)
Die meisten merken dabei gar nicht, wie sich das Sammeln und Forschen, damit auch der markt verschiebt und auf zu neuen ufern schon vorgibt!
Paketmarke
11.12.2005, 17:29
Hallo, habe hier einen Frachtbrief mit Frachtstempel-Marken gefunden, siehe Anlage. Vielleicht ein schönes Beispiel für die Verwendung dieser Marken. Viele Grüße PM
Ein wunderschöner Beleg! Ein senkrechtes Paar der Nr. 17 entwertet mit einem Kastenstempel Berlin. Bei Düsterbehn (Heute besser im Erler Katalog - leider saumäßig teuer, aber es steckt ja auch sehr viel Arbeit drin) werden drei Farbvarianten aufgeführt:
a) hellviolettblau
b) graublau
c) fahlgraublau
Ich habe versucht, mit dem Farbenführer von MICHEL etwas Durchblick zu erlangen und habe folgende Farben festgestellt:
1) (dunkel)grünlichblau
2) grüngrau
3) (dunkel)grautürkis
4) preußischblau
Eine Harmonisierung dieser beiden Farbspektren ist mir noch nicht möglich, da ich noch zu wenig Vergleichsmaterial besitze. Ich muss aber sagen, dass mir diese Beschäftigung sehr, sehr viel Freude bringt. Ich hoffe, in einigen Jahren einen neuen Katalog über dieses Sammelgebiet fertig zu haben.
Erwähnen möchte ich noch die Stempelvielfalt auf diesen Marken. Es gibt Kastenstempel (verschiedene Formen), Ovalstempel (Einkreiser und Zweikreiser), Rundstempel (Einkreiser, Zweikreiser, Brückenstegstempel), Halbkreiser und Langstempel. In
seltenen Fällen findet man auch postalische Entwertungen.
Nahezu unerschlossen ist der Bereich der Aufdruckprovisorien ab 1920. Hier findet man Handstempelüberdrucke und Buchdruck-Überducke (mit neuer Nominale) vom Saargebiet, Danzig, Oberschlesien (C.G.H.S.) und Memelgebiet. Allein bei Danzig kann man von rund 300 Varianten ausgehen.
Dagegen ist Bund postfrisch eine matte Sache!
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Ich erwähnte schon in einem anderen Thread, dass ich auch den Markt einiger Sammelgebiete beobachte.
Frachturkundenstempel aus dem MEMELGEBIET, also die Nachfolger der Frachtstempel des Deutschen Reiches, scheinen sehr gesucht zu sein. Ein Gesinnungswandel? Anfang des 20 Jh. war dieses Gebiet (1900 - 1924) sehr gefragt.
Diese fünf Werte gingen heute für 170 USD bei Ebay weg. Der Erler-Katalog notiert dafür lediglich 22 USD.
Ein sehr interessantes, begrenztes Sammelgebiet. Nur etwas für Kenner würde ich sagen.:rolleyes:
Hangover
09.05.2007, 13:37
Interessante Stücke :)
Wobei ich zu den "Marktpreisen" die Beobachtung anfügen muss, dass es speziell bei Memel einige Käufer gibt, denen der Preis egal zu sein scheint. Wenn sich davon dann zwei um Los kloppen, freut sich der Verkäufer...
Das kommt nur auf die Betrachtungsweise an.
Ich würde die Philatelie strenger- eben als Postwertzeichenkunde sehen, wobei diese Kunde schon weite Spielräume und Deutungen zuläßt.
.............................
Dann möchte ich auf den Artikel (Seite 36) in der neuen philatelie (Nr.360) hinweisen!
Und bei dieser Gelegenheit hinzufügen: Wem die Ausgabepolitik heutiger Postverwaltungen missfällt, wer durch Bund postfrisch frustriert ist, :rolleyes: findet hier noch viel faszinierendes Brachland!;) ;)
Fehldruck
25.05.2007, 15:41
Das kommt nur auf die Betrachtungsweise an.
gestrichen
Philos-der freund und atelia- die Gebührenfreiheit
Sieht man das Wort Philatelie rein nach seinem griechischen Ursprung, ist es noch weiter gefaßt- die Gebührenvorentrichtungskunde (postalisch,steuerlich,beförderungstechnisch usw.).
Mir sind aber auch Philatelie-Vereinsmitglieder willkommen, die Ansichtskarten,Beitragsmarken,alte Dokumente,Notgeldscheine usw. sammeln.
Die Definition des Einzelnen ist mir egal. Ich freue mich auf interessanten Gesprächsstoff und hoffe, daß ich eventuell schöne Briefmarken im Tausch für meine Mitgliedsmarken erhalten kann.
In diesem Sinne wünsche ich allen viel Spaß mit Marken!
Fehldruck
Ich habe meine damalige Betrachtungsweise nun noch offener gestaltet. :)
...und wieso habe ich meine philatelie noch nicht!
Grüße an alle Altpapier-Bewunderer! Ein schönes Pfingsten!
Fehldruck
Zu den Frachtstempeln des Deutschen Reiches gab es sowohl im Saargebiet, in Danzig als auch im Memelgebiet bemerkenswerte Nachfolger. Oft wurden diese Ausgaben noch mit deutschen Stempeln der Güter-Expeditionen entwertet. Jedoch die Nachfrage steigt in letzter Zeit auffällig stark an. Zum Beispiel bot ein Ebayer aus Litauen äusserst kräftigst mit. Zugegeben tritt in diesem Fall der Heimatsammler-Paragraph in Kraft.
Ähnliches gilt erstaunlicherweise auch für deutsche Eisenbahnmarken. Ich beobachte, dass diese Marken verstärkt beboten werden. Ein weiteres Beispiel: 2 Marken der Württembergischen Staatsbahnen, die vor Monaten bestenfalls (wenn überhaupt) zu 1,99 Euro weg gegangen wären, erzielten stolze 58 Euro.
Das sind Gewinnzuwächse, die man bei deutschen Briefpost(!)-Dauerserien aus dem Zeitraum 1906 bis 1918 nicht beobachten kann. Deutet sich hier ein Trend zu soliden, abgeschlossenen Sammelgebieten an?:eek:
Schaut einmal, was aus diesem Stempel heraus zu lesen ist (Vollstempel ist leider nicht!) Insterburger Kleinbahnen: Strecke Pogegen-Schmalleningken! Habe ich bei Wiki nachgewühlt.
Die Kleinbahn Pogegen-Schmalleningken war eine meterspurige Schmalspurbahn im ehemaligen Ostpreußen. Sie lag im "Memelland", dem nördlichsten Zipfel der preußischen Provinz Ostpreußen, der von 1923 bis 1939 unter litauischer Hoheit stand.
Interessant ist auch der Markt: Noch vor 8 Jahren wurde diese Marke im Erler-Katalog mit 8 EURO (umgerechnet) bewertet. Vor wenigen Tagen erzielte sie bei einer Internetauktion 20 EURO!
Ein sehr kleines, unbekanntes Sammelgebiet, das bei mir unvermutet den Jagdinstinkt weckte.
Wollte ich Euch nicht vorenthalten. Verrückt ist bloß, dass man solche Schnäppchen nur in USA machen kann! Warum nicht bei uns???:eek:
Ralph Ebner
07.11.2008, 16:22
Hallo,
die kann man bei uns schon haben. Da sind einige in meiner Sammlung. Aber der Markt ist schwach und in den USA werden diese Marken in den letzten 50 Jahren gesammelt und gehandelt.
Ich freue mich über alles was von doirt zurück geholt wird!
Für die ARge Fiskalphilatelie im BDPh
Hallo,
die kann man bei uns schon haben. Da sind einige in meiner Sammlung. Aber der Markt ist schwach und in den USA werden diese Marken in den letzten 50 Jahren gesammelt und gehandelt.
Ich freue mich über alles was von doirt zurück geholt wird!
Für die ARge Fiskalphilatelie im BDPh
Auch hallo!
Dürfen wir aus Deiner Sammlung einige Highlights hier sehen??:)
Highlights wurden von meinem Vor-Poster leider nicht präsentiert......:(:(:(
Dann versuche ich heute diese Thread ein wenig aufleben zu lassen::rolleyes:
Über die Preise von Danzig-Marken hieß es im Katalog (1995) von Erler / Norton: "....Seltene Werte sind seit Jahren nicht mehr im Handel aufgetaucht.
Für diese können Preise nur geschätzt werden. Viele der Marken stellten sich als wesentlich seltener heraus als 1980 angenommen wurde."
Folgende Marke (Bei Erler eine D 50) wurde ein Preis von 4 USD geschätzt. Heutzutage muss man schon das Zehnfache hinblättern.:eek::eek::eek:
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