Kjell
29.06.2003, 14:24
Was Sie für die Jugend tun können?
Fangen wir mal ganz klein und unauffällig beim Tauschen an. Oberstes Ziel sollte es sein, dass Ihr junger Tauschpartner (bzw. ihre junge Tauschpartnerin), sich auch noch nach Jahren gerne an Ihren Tausch erinnert. Wie man das erreichen kann?
Durch Tauschen weiter bringen. Beim Tauschen mit Jüngeren geht es in erster Linie darum, den Tauschpartner weiter zu bringen. Aus diesem Grund kann der Besuch der Gruppenstunde der örtlichen Jugendgruppe erfolgreich sein, auch wenn Sie vielleicht mit Ihrer Sammlung nicht weiter gekommen sind.
Zu nichts überreden. Erklären Sie ruhig Ihre eigenen Sammelgewohnheiten, aber stellen Sie deutlich dar, was allgemein Usus ist und was eher Ansichtssache ist. Versuchen Sie auf keinen Fall, Ihre Ladenhüter an das Kind zu bringen. Werden Ihre Tauschmarken durchgesehen, brauchen Sie eigentlich nichts zu kommentieren.
Respektieren Sie Ihren Tauschpartner. Wenn Sie einen Tausch begonnen haben, sollten Sie diesen auch beenden und nicht beim Eintreffen eines begehrteren Partners abbrechen, so sehr es Sie auch jucken mag!
Platzhalter ja - aber zu entsprechenden Konditionen. Natürlich darf man bessere beschädigte Marken vertauschen. Jedoch sollte der Preis akzeptabel sein. Sie wissen, wie schnell Marken praktisch unvertauschbar sind. Solche Stücke sollten im Tausch für unter 10% angeboten werden und in der Regel nicht mehr als 2 EURO kosten.
Kein Platz für Frankaturhaie. Postgültige Marken werden nur in absoluten Ausnahmefällen gegen gestempelte bzw. frankaturungültige getauscht. Basta!
Engagement belohnen. Gepflegte Tauschalben und Fehllisten können Sie durchaus mit gesteigerten Tauschumsätzen (oder "Gratisbeilagen") belohnen.
Drei Tausche sind besser als ein Tausch. Lassen Sie für den nächsten Kollegen oder das nächste Treffen noch was im Tauschalbum!
Gute Tipps schaden Ihnen! Weisen Sie Ihren Partner auf Fehler der bei Ihnen entnommenen Marken hin und gehen Sie im Katalogwert herunter. Dasselbe gilt natürlich für Katalogschlager, den Tausch häufiger Dauermarken, Klischeestempel, ETB usw. Gutes Kriterium für solche Tausche: Sie freuen sich, die Marke endlich weggeben zu können.
Abarten als Abarten tauschen. Sie haben Kenntnisse in Ihrem Gebiet, die Ihr Tauschpartner noch nicht haben kann. Finden Sie eine Variante im Tauschalbum, dann sollten Sie diese auch zum jeweiligen gerechten Preis tauschen und nicht für die Normalmarke entnehmen.
Kein Verkauf. Beim Verkauf von Marken an junge Sammler sollten Sie außerordentlich vorsichtig sein. Besser ist es, darauf völlig zu verzichten. Es ist das Letzte, Jugendliche zum Kauf zu drängen, auch wenn Ihr Angebot wirklich günstig ist. Tipp: Vereinbaren Sie im Verein, dass Verkäufe an jugendlich Gäste grundsätzlich beim Vorstand vorgelegt werden.
Kontrolle zulassen. Wenn Sie merken, dass Ihr Partner unsicher ist, animieren Sie ihn, evtl. bei einer Begleitperson, dem Jugendgruppenleiter, Vorstand o. ä. Rückfrage zu halten.
Ich selbst erinnere mich noch an einige Tauschvorgänge, die mittlerweile etwa 20 Jahre her sind, über die ich mich damals sehr, sehr gefreut habe, ohne dass ich riesige Geschenke bekommen hätte. Sicherlich haben Sie Ihren Teil zu meiner chronischen Philatelie-Infektion beigetragen. ;) Ich erinnere mich aber auch an ein paar Armleuchter die die Freundlichkeit hatten, mir gegen entsprechendes Lehrgeld beizubringen, wie man beim Tausch reinfallen kann. :(
Und wenn Sie das schon lange so machen :) :) :) : Machen Sie bitte weiter so, sie haben schon viel für die Jugend getan! Und thematisieren das Problen bitte, wenn Sie bemerken, dass Kollegen (oder der Vereinsvorstand!) es anders machen. Ein solches Verhalten schadet Verein und Philatelie.
CU
Kjell
Fangen wir mal ganz klein und unauffällig beim Tauschen an. Oberstes Ziel sollte es sein, dass Ihr junger Tauschpartner (bzw. ihre junge Tauschpartnerin), sich auch noch nach Jahren gerne an Ihren Tausch erinnert. Wie man das erreichen kann?
Durch Tauschen weiter bringen. Beim Tauschen mit Jüngeren geht es in erster Linie darum, den Tauschpartner weiter zu bringen. Aus diesem Grund kann der Besuch der Gruppenstunde der örtlichen Jugendgruppe erfolgreich sein, auch wenn Sie vielleicht mit Ihrer Sammlung nicht weiter gekommen sind.
Zu nichts überreden. Erklären Sie ruhig Ihre eigenen Sammelgewohnheiten, aber stellen Sie deutlich dar, was allgemein Usus ist und was eher Ansichtssache ist. Versuchen Sie auf keinen Fall, Ihre Ladenhüter an das Kind zu bringen. Werden Ihre Tauschmarken durchgesehen, brauchen Sie eigentlich nichts zu kommentieren.
Respektieren Sie Ihren Tauschpartner. Wenn Sie einen Tausch begonnen haben, sollten Sie diesen auch beenden und nicht beim Eintreffen eines begehrteren Partners abbrechen, so sehr es Sie auch jucken mag!
Platzhalter ja - aber zu entsprechenden Konditionen. Natürlich darf man bessere beschädigte Marken vertauschen. Jedoch sollte der Preis akzeptabel sein. Sie wissen, wie schnell Marken praktisch unvertauschbar sind. Solche Stücke sollten im Tausch für unter 10% angeboten werden und in der Regel nicht mehr als 2 EURO kosten.
Kein Platz für Frankaturhaie. Postgültige Marken werden nur in absoluten Ausnahmefällen gegen gestempelte bzw. frankaturungültige getauscht. Basta!
Engagement belohnen. Gepflegte Tauschalben und Fehllisten können Sie durchaus mit gesteigerten Tauschumsätzen (oder "Gratisbeilagen") belohnen.
Drei Tausche sind besser als ein Tausch. Lassen Sie für den nächsten Kollegen oder das nächste Treffen noch was im Tauschalbum!
Gute Tipps schaden Ihnen! Weisen Sie Ihren Partner auf Fehler der bei Ihnen entnommenen Marken hin und gehen Sie im Katalogwert herunter. Dasselbe gilt natürlich für Katalogschlager, den Tausch häufiger Dauermarken, Klischeestempel, ETB usw. Gutes Kriterium für solche Tausche: Sie freuen sich, die Marke endlich weggeben zu können.
Abarten als Abarten tauschen. Sie haben Kenntnisse in Ihrem Gebiet, die Ihr Tauschpartner noch nicht haben kann. Finden Sie eine Variante im Tauschalbum, dann sollten Sie diese auch zum jeweiligen gerechten Preis tauschen und nicht für die Normalmarke entnehmen.
Kein Verkauf. Beim Verkauf von Marken an junge Sammler sollten Sie außerordentlich vorsichtig sein. Besser ist es, darauf völlig zu verzichten. Es ist das Letzte, Jugendliche zum Kauf zu drängen, auch wenn Ihr Angebot wirklich günstig ist. Tipp: Vereinbaren Sie im Verein, dass Verkäufe an jugendlich Gäste grundsätzlich beim Vorstand vorgelegt werden.
Kontrolle zulassen. Wenn Sie merken, dass Ihr Partner unsicher ist, animieren Sie ihn, evtl. bei einer Begleitperson, dem Jugendgruppenleiter, Vorstand o. ä. Rückfrage zu halten.
Ich selbst erinnere mich noch an einige Tauschvorgänge, die mittlerweile etwa 20 Jahre her sind, über die ich mich damals sehr, sehr gefreut habe, ohne dass ich riesige Geschenke bekommen hätte. Sicherlich haben Sie Ihren Teil zu meiner chronischen Philatelie-Infektion beigetragen. ;) Ich erinnere mich aber auch an ein paar Armleuchter die die Freundlichkeit hatten, mir gegen entsprechendes Lehrgeld beizubringen, wie man beim Tausch reinfallen kann. :(
Und wenn Sie das schon lange so machen :) :) :) : Machen Sie bitte weiter so, sie haben schon viel für die Jugend getan! Und thematisieren das Problen bitte, wenn Sie bemerken, dass Kollegen (oder der Vereinsvorstand!) es anders machen. Ein solches Verhalten schadet Verein und Philatelie.
CU
Kjell