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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Deutsches Reich - FDCs



Christian
23.05.2004, 20:43
Hallo, liebes BDPH-Forum,

also, das ist heute mein erster Beitrag im Forum. Ich lese schon lange als Gast die vielen interessanten Artikel mit und habe mich jetzt endlich entschlossen, mich registrieren zu lassen:) :) , denn mir brennt schon lange eine Frage unter den Fingernägeln, die allerdings mit meinem Hauptsammelgebiet nichts zu tun hat ( das sind die Balkanländer ). :D
Meine Frage lautet: Warum werden für die Briefmarken des Deutschen Reiches im Michel keine FDCs notiert? Immerhin gibt es doch besonders im Dritten Reich zu jeder Ausgabe einen Ersttagssonderstempel. Liegt es vielleicht daran, dass es keine offiziellen FDCs gibt? Auf der anderen Seite gilt in anderen Sammelgebieten der FDC-Preis ja auch für normale Bedarfsbriefe vom Ersttag.:confused:
Und schließlich gibt es ja sogar FDC-Preise für altdeutsche Marken...
Oder liegt es vielleicht daran, dass sich für FDCs aus dem deutschen Reich einfach keiner interessiert? ;)

Also, ich würde mich über jede Antwort freuen, vielleicht weiß einer von den "Koryphäen" des Forums eine Antwort.
Schönen Abend noch
Christian

Hangover
24.05.2004, 07:26
Na, ich versuchs mal:

Teilweise gibt es FDC-Bewertungen (z.B. Brustschilde, Reichspost Markwerte). Ob die irgendetwas mit tatsaechlichen Marktpreisen zu tun haben, lasse ich mal dahingestellt.

Bei vielen Ausgaben gibt es keinen "echten" Ersttag, da die Marken ohne Ankuendigung und erst nach Aufbrauch der Vorgaengerausgaben an die Schalter kamen (z.B. Germania Friedensdruck, diverse Infla-Ausgaben). Dort kann es entsprechend keine FDCs geben, also auch keine Bewertungen.

Die Modeerscheinung FDC kam erst in den 50er Jahren auf, eine lebhafte Nachfrage nach Ersttagsbelegen hat es ausser fuer neues Material seitdem fast nur im klassischen Bereich gegeben, nach FDCs der Erstausgaben der altdeutschen Staaten, aber nicht der spaeteren Ausgaben. Dazu kommt, dass speziell im Dritten Reich die Ware mit Sonderstempeln (incl. "FDC-Karten") ueberwiegt, vor allem ab etwa 1942. Die teilweise utopischen Zuschlaege auf den Markenpreis wollte dann doch fast niemand zahlen, entsprechend wenig Bedarfspost existiert.

Bedarfs-FDCs dieser Marken sind mit Sicherheit Liebhaberstuecke, fuer die ein Katalogpreis schwer zu finden sein duerfte (selten, aber auch nicht besonders nachgefragt).

-Hangover