Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Argentinien Zeppelin MiNr. 339
petzlaff
23.02.2009, 12:46
Hallo zusammen,
die Erhaltung lässt natürlich zu wünschen übrig.
Trotzdem meine Frage: haltet ihr den Aufdruck für echt? Immerhin würde es sich um eine Marke mit einer Auflage von knapp 9.500 Stück handeln.
Danke vorab für eure Einschätzung.
petzlaff
24.02.2009, 07:47
Vielleicht noch zur Ergänzung:
Die Marke ist nicht auf dem dicken sog. "österreichischen" Papier gedruckt, welches für die Vorzeigestücke für die UPU verwendet wurde (Nachauflage)
Wanderer
24.02.2009, 12:04
mit grünem Aufdruck ist ein echter Kracher, der hat dickes Papier und es gibt nur 947 Stück - also davon eine auf Brief und du hast die Größenordnung der Abwrackprämie im Portjuchhe.
petzlaff
25.02.2009, 18:03
Ich finde es wirklich bedauerlich, dass die philatelistisch seriösen Länder Süd- und Mittelamerikas hierzulande so wenig beachtet werden.
Allerdings hat das den Vorteil, dass wirklich seltene Marken für Spottpreise verschleudert werden. Gehen wir mal von einer Marke mit 10.000er Auflage aus (das wäre bei unseren angestammten Sammelgebieten schon sensationell, ist aber für viele bessere Ausgaben Südamerikas nicht ungewöhnlich). Davon sind vielleicht 8.000 erhalten, und von denen 20% = 1600 in sammelwürdigem Zustand, davon dann evtl. noch 20% (320) auf Brief und davon 50% (120) sammelwürdig...... :eek:
Bei einer 100.000er Auflage sind die Zahlen entsprechend verzehnfacht, möglicherweise auch verzwanzigfacht (ein einfaches Rechenexempel).
Was hat die westeuropäische Sammlerschaft eigentlich gegen Südamerika ?????
saeckingen
25.02.2009, 19:42
Ich finde es wirklich bedauerlich, dass die philatelistisch seriösen Länder Süd- und Mittelamerikas hierzulande so wenig beachtet werden.
Allerdings hat das den Vorteil, dass wirklich seltene Marken für Spottpreise verschleudert werden. Gehen wir mal von einer Marke mit 10.000er Auflage aus (das wäre bei unseren angestammten Sammelgebieten schon sensationell, ist aber für viele bessere Ausgaben Südamerikas nicht ungewöhnlich). Davon sind vielleicht 8.000 erhalten, und von denen 20% = 1600 in sammelwürdigem Zustand, davon dann evtl. noch 20% (320) auf Brief und davon 50% (120) sammelwürdig...... :eek:
Bei einer 100.000er Auflage sind die Zahlen entsprechend verzehnfacht, möglicherweise auch verzwanzigfacht (ein einfaches Rechenexempel).
Was hat die westeuropäische Sammlerschaft eigentlich gegen Südamerika ?????
Ich denke es liegt nicht an der westeuropäischen Sammlerschaft sondern an der fehlenden Sammlerschaft in den Ländern. Das gleiche gilt für viele afrikanischen Gebiete, wobei dort die älteren Ausgaben etwas höher im Kurs stehen, da sie in den ursprunglichen Mutterländern gesammelt werden. In Südamerika gab es zur Markenzeit kaum noch Kolonien. In Asien war es genauso - vor 20 Jahren wurde einem China, Thailand, Malaysia etc. fast hinterhergeworfen. Erst als sich in den Ländern selbst es eine größere Schicht mit höherem Einkommen und einem Interesse an Briefmarken als Sammler- oder Spekulationsobjekt bildete sind die Preise zeitweise explodiert.
In Europa gibt es übrigens vergleichbare Auflagezahlen bei unpopulären Ländern mit wenig eigener finanzkräftiger Sammlerschaft - schau die Mal die Auflagezahlen und Preise von Serbien oder Albanien an.
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