Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nebenstempel auf Auslandspost
petzlaff
15.01.2009, 17:29
@all
wer kann mir etwas Genaueres zu den Ziffern-Nebenstempeln (nicht die "Registered" - das ist trivial) auf den folgenden Belegen sagen?
Jeder Hinweis ist willkommen.
intellisammler
15.01.2009, 18:06
Hallo Petzlaff,
könnte m. E. beim Brief 1 die 22 eine Devisenkontrolle:confused:
gewesen sein. Da lese ich doch etwas von ..finanzverwaltung.??
Nur eine Vermutung.
Intellisammler
petzlaff
17.01.2009, 12:51
@intellisammler
hört sich gut an - Danke
Wanderer
17.01.2009, 18:43
war noch Krieg - sieht nach Zensurpost aus.... ??? :confused:
intellisammler
18.01.2009, 00:24
Hallo Wanderer,
die 3 Briefe stammen alle aus einer Korrespondenz.
Der erste zumindest ging nach Duisburg.
Leider ist nicht ganz deutlich wann im November... aus diesem Grund
wird neben der allgemeinen Zensur auch noch die Devisenkontrolle
gegriffen haben. Somit sind ja auch zwei Streifen zunächst Zensur und
dann darüber das vom Finanzamt. Nur im unteren Bereich.
Bei den unteren Briefen bitte den untersten in die Mitte sich vorstellen,
dann macht es Sinn. Zunächst war "Langerbein" noch Student Ing-Schule
(Mannheim) und dann nach Ludwigshafen verzogen.:confused:
(vielleicht könnte petzlaff freundlichst noch die Briefdaten übermitteln),
dass es bereits Nachkrieg ist.
Vielleicht weiß jemand die postalischen Verhältnisse Mannheim/Ludwigs-
hafen so kurz nach dem 1. WK zu deuten - die 10593 bzw. 100 u. 4545?
Evtl. auch in Duisburg die 22
Vielleicht wie in Berlin bzw. anderen größeren Städten Briefträgerstempel?:confused:
Wer kennt sich aus?
Intellisammler
Wanderer
18.01.2009, 03:50
könnte ein Grund für diese Art der Zensurstempel sein. Damals wurde mit Schiffen die Post nach Deutschland von USA gebracht - ob da schon auf dem langen Seeweg das damalige F-Amt den Brief befingert hat? Oder ging das nach Ankunft in den Überseehäfen von Bremen bzw. Hamburg in eine Kontrolle?
Schade ist, daß man die Rückseite und den Rest des verwendeten deutschsprachigen Zuklebers nicht sieht, da hat Petzlaff einen Wissensvorsprung - aber wie ich ihn kenne, da scannt & schreibt er uns gerne das Notwenige zum Interpretieren zusammen. :)
Das der Student von Verwandten mit Geld beglückt wurde, liegt daran, daß zu der Zeit etwa mindestens 30-35% der US-Amerikaner ausgewanderte Deutsche waren. In US-Amerika gab es viele deutschsprachige Tages- und Wochenzeitungen.
Leider wenig Zeit, Verordnung galt bis 31.12.1923
BaD
petzlaff
18.01.2009, 09:34
Voilá
anbei passend von oben nach unten die entsprechenden Rückseite.
Mir fällt ein, dass ich den oberen Brieg schon einmal gezeigt habe - es handelt sich tatsächlich um eine Devisenkontrolle. Die restlichen Ziffernstempel erschließen sich mir noch nicht ganz.
das sind eindeutig stempel der devisenkontrollestelle emmerich
Powered by vBulletin™ Version 4.1.1 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.