Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Washington/Franklin Spezialsammlung, wie?
Braunbear
25.12.2008, 20:37
Zuerst wünsche ich ein frohes Fest an allen USA Sammlern!
In letzter Zeit ist es etwas ruhiger um mich geworden, dennoch habe ich mich fleissig mit meinen USA Marken beschäftigt. Ich habe jetzt einen Scott USA Spezial von 2006 bekommen und studiere den dicken Wälzer erstmal durch.:cool:
Vor einiger Zeit habe ich ein etwas älteres USA-Album mit vielen Washington / Franklin ausgaben ab Scott Nr. 331 bekommen und möchte daraus eine schöne kleine Spezialsammlung machen. Der größte Teil der Marken sind schon identifiziert und auf Steckkarten gebracht. Am schwierigsten sind die Identifizierungen der Roten 2 Cent Marke (Typen I bis VII, außer die Va :D), da finde ich selbst bei 2400 dpi am Scannerbild fast keine Unterschiede. Das frustet etwas.
Nun zu meinen Fragen welche mich interessieren:
1.) Abarten oder gar Plattenfehler konnte ich bis jetzt keine finden. Existieren überhaupt welche auf den W/F-Marken außer den Rossettenspung im Kopf?
2.) Soll ich die Marken mit guten Stempel aufheben und die Marken mit Wellen- und Zeilenstempel entfernen?
3.) Kennt jemand eine gutes Beispiel für eine solche Spezialsammlung?
4.) Sind Steckkarten oder ein festes Album besser?
Ich hoffe jemand kann mir gute Tipps geben wie ich da am besten vorgehen soll! Das wären erstmal die wichtigsten Fragen.
Grüße Braunbear
Wanderer
25.12.2008, 23:43
im kleinen Club der Scott-Besitzer, lieber Braunbär. :)
Die Lektüre vom Scott Spezial kannst Du m.E. nur mit einem Michel Spezial zusammen verdauen, die sind jetzt im Jahrgang 2003 bei ebay relativ billig zu haben.
Anschließend brauchst du eine Konkordanzliste Michel/Scott um dich in beiden Systemen zu bewegen, das ist nämlich garnicht so einfach, da die völlig unterschiedlich aufgebaut sind.
petzlaff
26.12.2008, 07:53
Hallo Braunbär,
Nun zu meinen Fragen welche mich interessieren:
1.) Abarten oder gar Plattenfehler konnte ich bis jetzt keine finden. Existieren überhaupt welche auf den W/F-Marken außer den Rossettenspung im Kopf?
2.) Soll ich die Marken mit guten Stempel aufheben und die Marken mit Wellen- und Zeilenstempel entfernen?
3.) Kennt jemand eine gutes Beispiel für eine solche Spezialsammlung?
4.) Sind Steckkarten oder ein festes Album besser?
Grüße Braunbear
Hier die Antwort auf deine Fragen (aus meiner ganz persönlichen Sicht).
ad1) Abarten gibt es schon. Am bekanntesten ist die Fehlfarbe 5 Cent karmin. Ansonsten unterscheidet man bei den F/Ws mit Wasserzeichen unterschiedlich breite Zwischenräume zwischen den einzelnen Marken. bedingt durch unterschiedliche Druckbogenformate. Plattenfehler sind eher nicht bekannt, wohl aber zahlreiche Doppelprägungen. Weiterhin gibt es mehrere Typen der Randbeschriftung, die unterschiedliche Auflagen differenzieren. Ebenfalls zu beachten sind die unterschiedlichen Farben mancher Werte und die vielfältigen Vorausentwertungen. Selten sind auch Marken mit Privatzähnungen, die aus ungezähnten Bögen hergestellt wurden.
ad2) Maschinenstempel sind die Normalform für niedrige Nominale, Doppelovalstempel die Normalform für höhere Werte (meist Einschreiben). CDS (circular date stamps) auf der Einzelmarke sind eher rar. Ich würde einfach alles das aufheben, was gefällt. Auf keinen Fall Maschinenstempel mit Flaggeneindruck wegschmeissen!
ad3) Mir ist keine bekannt - ich selbst bin seit über 20 Jahren dabei, eine solche zusammenzutragen, aber Land in irgendeiner Form ist immer noch nicht in Sicht. Besonders selten sind die Ausgaben in Mischzähnung sowie die Ausgabe auf bläulichem Papier. Ich bin seit geraumer Zeit dabei, einen Spezialkatalog über die FWs zu erstellen - auch das dauert.
ad4) Zu Beginn solltest du für die unterschiedlichen Ausgaben Steckkarten werwenden, die du vorher nach dem jeweiligen Satz genau beschriftest, ansonsten kommst du heillos durcheinander.
Auf alle Fälle wirst du mit den FWs viel Freude haben. Irgendwann wirst du mit etwas Erfahrung auch die Typen der 2 c auseinanderhalten können. Ganz so schwer, wie es auf den ersten Blick erscheint ist es nicht, da sich die Typenvielfalt eigentlich nur bei den Rollenmarken und Offsetausgaben offenbart, wobei man viele Marken auch aufgrund anderer Merkmale auseinanderhalten kann. Wenn du dich anfangs auf Togaknopf und -Kragen konzentrierst, kannst du schon die meisten Varianten zuordnen. Die Schattierungen an Hase, Oberlippe und Ohren sind, bedingt durch die unterschiedliche Farbintensität des Drucks meist sehr schwer zu identifizieren. Das ist oft zum Verzweifeln.
Viel Ärger bereiten selbst alten Hasen leider auch oft die Wasserzeichen.
Hier noch ein nützlicher Link (nicht nur für FWs): http://www.theswedishtiger.com/usstamps/
:) Vorsicht: Die dritte Bureau-Ausgabe (Franklin/Washington) birgt einen nicht unerheblichen Suchfaktor :)
petzlaff
26.12.2008, 11:05
... hier ein Beispiel für eine 2 Cent auf "bläulichem" (links) und zum Vergleich eine auf "normalem" Papier (rechts).
Das bläuliche Papier wird in allen Katalogen übrigens falsch beschrieben: der Stofffaseranteil betrug nicht 35% sondern nur 10%. Die Papierfarbe zeigt gegenüber der Normalausgabe von 1908 ein etwas intensiveres (manche interpretieren das auch als "Dunkel"-) Weiss ohne Verfärbung durch die Markenfarbe. Bei manchen Exemplaren kommt ein dezenter, aber trotzdem auffälliger Graustich hinzu - insbesondere bei den Werten zu 3, 5 und 10 Cent.
Identifizieren lässt sich das "bläuliche" Papier nur im Massenvergleich mit Normalstücken!
Nur: "bläulich" ist das Papier der Scott #357-366 & #369 überhaupt nicht :(
Aber: absolut begehrenswert
Ach so - und dann gibt es angeblich noch das "China-Clay"-Papier. Leider gehört das wohl in den Bereich der Märchen und Sagen. Nachweisen lässt sich das "Kaolinpapier" technisch bisher nicht.
petzlaff
26.12.2008, 15:54
Hier noch ein nützlicher Link u.a. zu den Typen der Franklin/Washington Ausgabe:
http://1847usa.com/washfrank/2c3cTypes.htm
Braunbear
26.12.2008, 22:27
Danke für die tollen Infos petzlaff und Wanderer!
Hier noch ein nützlicher Link u.a. zu den Typen der Franklin/Washington Ausgabe: ....
Diese Seite habe ich schon seit Tagen von oben bis unten verschlungen. Das ist eines der besten Quellen für USA-Sammler.:cool:
.. hier ein Beispiel für eine 2 Cent auf "bläulichem" (links) und zum Vergleich eine auf "normalem" Papier (rechts).
Danke für das Tolle Bild, nun weiss ich es genau wie das "bluish" -Papier aussehen muss!:) Ich glaube davon habe ich auch 2 Bluish-Ausgaben von der Blauen 5 Cent Marke! Bei Bedarf werde ich dann die entsprechenden Bilder reinstellen.
Nur: "bläulich" ist das Papier der Scott #357-366 & #369 überhaupt nicht
Heißt das wohl, dass es die Sorten nicht gibt?
Ach so - und dann gibt es angeblich noch das "China-Clay"-Papier. Leider gehört das wohl in den Bereich der Märchen und Sagen. Nachweisen lässt sich das "Kaolinpapier" technisch bisher nicht.
Okay, also kann ich das kuriose China-Papier rausnehmen!?
Ich werde erstmal alle Ausgaben die ich habe auf Steckkarten sortieren.
Da habe ich mir dieses System ausgedacht: Auf der Steckkarte kommen oben Zettel mit den Typen, und links kommen die Scottnummern mit den Farben hin, und in der Mitte die entsprechenden Marken. Wenn es mehrere Marken sind wird es einfach nach rechts verschoben oder auf eine neue Karte gesetzt wenn es zuviele Sind.
________ ________ _______
|Typ | |MH | |Bluish|
| A,B | | | | |
|_______| |_______| |______|
__________ ________
|ScottNr.| | |
| Farbe | | Pass. |
| | | Marke |
|________| |_______|
Ich bin seit geraumer Zeit dabei, einen Spezialkatalog über die FWs zu erstellen - auch das dauert.
Gibt es denn schon einen Entwurf von dir?
Grüße Brauni
petzlaff
27.12.2008, 07:43
nun weiss ich es genau wie das "bluish" -Papier aussehen muss!:) Ich glaube davon habe ich auch 2 Bluish-Ausgaben von der Blauen 5 Cent Marke! Bei Bedarf werde ich dann die entsprechenden Bilder reinstellen.
Heißt das wohl, dass es die Sorten nicht gibt?
Okay, also kann ich das kuriose China-Papier rausnehmen!?
moin Brauni,
ganz so einfach ist das mit dem "bluish" paper nicht. Insbesondere beim 5 c Wert neigt die Farbe oft dazu, in das Papier zu verlaufen, so dass leichte Farbverläufe oft als "dunkelweiß", also "bluish" erscheinen. Es gibt noch ein paar andere Merkmale, die man aber nur am Original erkennen kann: z.B. die Tendenz, stärker als die Normalausgabe an den Zahnecken auszufasern, und zwar mit deutlich grauen Fasern. Weiterhin gibt es bei dem "bluish" Papier nicht die sonst (z.B. bei der 2c oder 5c) häufigen Farbabklatsche auf der Rückseite. Im Gegenteil, das Dunkelweiss der Vorder- und Rückseite ist bei diesen Marken absolut identisch.
Die "bluish"s bildeten sehr wohl eine separate offiziell ausgegebene Serie und sind keine Abarten. Das neue Papier sollte die Rißfestigkeit erhöhen und dem Zusammenrollen der postfrischen Bögen mit häufigem Bruch der Perforation entgegenwirken, was sich aber sehr schnell als erfolglos erwies. Der gewünschte Effekt stellte sich erst unter der Verwendung des einlinigen Wasserzeichens sowie noch stärker mit den späten Zähnungen 10 und 11 ein. "bluish"s werden in USA ausschließlich geprüft gehandelt. Wie seinerzeit der Name zustande kam weiss ich nicht. Vermutlich hängt es aber damit zusammen, dass viele Schatzsucher über (natürlich bläulich o.ä.) verfärbte 5c, 3c oder 1c stolpern/schon immer gestolpert sind und diese aus Zweckoptimismus für "bluish"s halten. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit (<1:1000) ist eine unregelmäßig verfärbte Marke aber keine "bluish".
Nachsatz zum China Clay Papier - das ist KEIN China-Papier (also so etwas wie Seidenpapier !): Dieses Papier "entstand" wohl durch die Fantasie von cleveren damaligen Zeitgenossen, die eine Rarität witterten, als die produzierende Papiermühle durch eine Überschwemmung in Mitleidengeschaft gezogen wurde und Schlamm das herzustellende Papier verschmutzte. Irgendein findiges Kerlchen vermutete, dass man dieses verschmutzte Papier eigentlich erkennen müsste. Da man es aber nicht so recht erkannte bzw. nicht genau sagen konnte, woran man es erkennen könnte weil es zwischenzeitlich gereinigt worden war, dichtete man den besonders weissen Exemplaren aus der fraglichen Zeit an, das Papier müsste durch die in dem überschwemmenden Fluß gelösten Mineralien (insbesondere China Clay=Kaolin, ein weisses Mineral, welches zur Porzellanherstellung verwendet wird) angereichert worden sein. Dies führte zur Aufnahme in die Kataloge, wobei die sich uneins sind, wie so ein Papier auszusehen habe. Es gibt folgende widersprüchlich publizierte Verschwörungstheorien:
1) das Papier ist reinweiss und etwas dicker als normal (wegen der vermeintlichen Kaolinanreicherung) 2) das Papier ist schmutziggrau, teilweise fleckig und etwas dünner als normal (wegen der Verschmutzung und dem nachträglich vorgenommenen Intensivbad, welches die Bögen wieder reinigen sollte). Auf alle Fälle ist es bis heute, auch mit spektroskopischen Mitteln nicht gelungen, jemals in einer fraglichen Marke eine erhöhte Mineralkonzentration nachzuweisen. Marken auf schmutzig-verwaschenen dünnem Papier findet man gelegentlich (Verhältnis ca. 1:1000) - ich persönlich neige dazu, diese unter "China Clay" abzulegen, weil es gut möglich ist, dass diese aus der besagten Produktion stammen, bin mir der geschilderten Problematik dabei aber voll bewusst.
... von dem FW-Katalog gibt es bisher nur 1000e Scans und Vorstellungen in meinem Kopf - ich denke, ich wird noch dauern - meine Zeit ist beruflich seider sehr eng.
petzlaff
27.12.2008, 15:13
Hier ein Beispiel für eine (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit) "China Clay", oder das, was landläufig damit so bezeichnet wird, 2 Cent Washington.
Die Papierstärke beträgt statt der üblichen 0.08 nur deutliche 0.05 mm
Braunbear
27.12.2008, 17:53
Hier möchte ich gerne 2 Markenvergleiche zeigen worauf ich tippe dass es eine Bluish-Variante ist.
Bei der roten 2 cent Marke ist das Linke Papier relativ dunkel auf beiden Seiten. Rechts ist eine "normale" Ausgabe.
Bei der blauen 5 cent Marke bin ich mir nicht so sehr sicher da die Bildseite sehr dunklerer als die Rückseite aussieht.
Hm, ob das blos Abnutzungen im Laufe der Zeit sind, oder doch echte Bluish-Ausgaben?
petzlaff
27.12.2008, 18:05
Hallo Brauni,
ich glaub, ich muss dich enttäuschen.
Beides sind keine "bluish"s, sondern vorderseitig verfärbte Normalmarken. Die 2 Cent hat vermutlich mal auf einem gelblichen Umschlag geklebt, der die Marke vorwiegend von hinten verfärbt hat.
Typisch sind die Abklatschspuren auf der Rückseite, die man so bei den "bluish"s nicht findet.
Wenn ein Kandidat entgegen der Wahrscheinlichkeitsrechnung dabei sein sollte, dann eher die rechte 2 Cent !!!
Hast du die Wasserzeichen überprüft? Die "bluish"s gibt es nur mit WZ1 (doppelliniges USPS).
Sorry :(
Braunbear
27.12.2008, 21:57
Hallo Brauni,
ich glaub, ich muss dich enttäuschen.
Beides sind keine "bluish"s, sondern vorderseitig verfärbte Normalmarken. Die 2 Cent hat vermutlich mal auf einem gelblichen Umschlag geklebt, der die Marke vorwiegend von hinten verfärbt hat.
Wenn ein Kandidat entgegen der Wahrscheinlichkeitsrechnung dabei sein sollte, dann eher die rechte 2 Cent !!!
Hast du die Wasserzeichen überprüft? Die "bluish"s gibt es nur mit WZ1 (doppelliniges USPS).
Sorry :(
Das ist schade, dass es doch keine echten Bluish-Ausgaben sind. Dann muss ich eben weiterforschen.:cool: Die Wasserzeichen habe ich alle vorher untersucht, teilweise ist das echt haaresträubend wenn die Buchstaben USPS überhaupt nur am Markenrand zu suchen sind! Da habe ich manchmal unsicherheiten beim richtigen Erkennen der Wasserzeichen. Bei der gezeigten rechten roten Marke ist das Wasserzeichen sehr schwer zu erkennen.:o
Ich weiss schon dass es Bluish's nur mit Doppellinigen Wasserzeichen USPS gibt!;)
Typisch sind die Abklatschspuren auf der Rückseite, die man so bei den "bluish"s nicht findet.
Aha, also wenn da so eine Art "Rahmenabklatsch in Markenfarbe" auf der Markenrückseite ist, dann kann ich immer davon ausgehen dass es eine "Normal-Ausgabe" ist !?
Grüße Brauni
petzlaff
28.12.2008, 07:34
Aha, also wenn da so eine Art "Rahmenabklatsch in Markenfarbe" auf der Markenrückseite ist, dann kann ich immer davon ausgehen dass es eine "Normal-Ausgabe" ist !?
Das habe ich so nicht gesagt, sondern so: "bluish"s zeigen meist keine Rahmenabklätsche auf der Rückseite.
Grundsätzlich solltest du, so hart das auch klingen mag, immer davon ausgehen, dass du in deinen Beständen KEINE einzige "bluish" findest. Die Marken sind allerdings so extrem selten, dass man sich selbst gern ein X für ein U vormacht. Nahezu 95% der bekannten Exemplare sind bekannt, geprüft und geistern mehr oder weniger (oft mit Plattennummer, die auch zur Identifikation herangezogen werden kann, oder in Einheiten, auf denen die Markenabstände 3mm vs. 2mm) regelmäßig auf Auktionen oder in Verkaufslisten herum.
Wie selten die Marken sind kannst du am Beispiel der übrigens an der relative "häufigen" Lincoln-Marke Mi 175 erkennen:
normal: ca. 500 Millionen
"bluish": 637.000 (637 Tausend !)
Wie gesagt: mit Sicherheit lassen sich die Marken nur anhand mehrerer zusammenfallender Merkmale erkennen, die da immer sein müssen:
1) Vorder- und Rückseite identisch und gleichmäßig getönt (dunkelweiß bis mattgrau)
2) kein Verlauf der Markenfarbe ins Markenbild
3) keine Tönung des Papiers in der Markenfarbe
4) keine, bzw. nur minimale Spuren von Rahmenabklätschen auf der Rückseite
5) lange, dünne hellgraue Fransen an der Perforation
6) Papierdicke 0.09 mm
Nur wenn ALLE diese Merkmale zusammen vorhanden sind, dann könnte mit ganz, ganz viel Glück eine immer noch sehr geringe Wahrscheinlichkeit bestehen, dass du eine "bluish" vor dir liegen hast.
Hilfreich sind natürlich auch noch 7) Stempeldaten (Februar-Juni 1909), 8) Plattennummern und 9) die Markenabstände im Bogen.
Aber auch wenn alle Merkmale 1 bis 9 GEMEINSAM vorliegen, ist das noch keine Garantie :eek:
Anbei 3 Beispiele anhand der 1 Cent Marke für einen optischen Eindruck. Links ist das "bluish" Papier (BTW: dieselbe Platte gibt es auch auf Normalpapier). Bei der mittleren Normalmarke sieht man deutlich die Verfärbung durch die Druckfarbe, und rechts das typisch gelblichweisse unverfärbte Papier der Normalausgabe:
petzlaff
29.12.2008, 16:15
Eine Ergänzung zu den vorherigen Diskussionen.
Wie schwer die Zuordnung der Papiere der 1908er/1909er FW-Ausgabe speziell bei der 5 Cent ist mögen die folgenden Abbildungen veranschaulichen.
Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal der "bluish"s hatte ich leider vergessen zu erwähnen: Im Gegensatz zur Normalausgabe sind die Zähnungslöcher ungemein sauber ausperforiert - erst bei der Trennung entsteht die erwähnte Faserung an der Rißstelle. Ich denke, auf den bisher gezeigten Beispielabbildungen kann man das gut erkennen. Aber - es gibt auch Marken mit sauberen Perforationslöchern (halt eben nur nicht so oft).
Von links nach rechts: Normalpapier, angebliches China Clay Papier, "bluish paper" (es handelt sich um geprüfte Stücke aus Auktionen - leider fehlen mir die Scans der Rückseiten - Die Platte 4931 gehört ebenfalls zu den Platten, von denen "überschwemmungsgeschädigte China Clays" gedruckt wurden. Der Unterschied zur 4928 ist allerdings deutlich, so dass ich die gezeigte 4931 zu den Ausgaben auf Normalpapier zähle. Von der 4928 bis 4930 gibt es die "bluish"s:
Braunbear
29.12.2008, 17:47
Danke für die sehr ausführlichen Informationen rund um die besonderen "Bluish"-Ausgaben! :cool:
Wanderer
30.12.2008, 10:41
Hallo @ all
Also die Washingtons & Franklins sind praktisch wegen ihrer hohen Auflage(n) in jeder USA Lageralbum-Schwarte mannigfaltig enthalten, doch habe ich das Gefühl, es ist den Vorbesitzern i.d.r. nicht gelungen, da Spreu von Weizen zu trennen.
Meines Erachtens sollten wir uns da wegen der Typenvielfalt vom Groben zum Feinen nur ganz langsam durch dieses Teil-Gebiet mit sauberen Scans zu den Details durcharbeiten.
petzlaff
31.12.2008, 09:14
... zum Jahreswechsel
Anbei die Farbpalette der 1908er FWs als kleinen Vorgeschmack auf das, woran ich derzeit gerade arbeite.
Ich habe bewusst auf fiktive, subjektiv empfundene Farbnamen verzichtet und verwende nur Begriffe wie z.B. dunkel oder hell, bzw. Tönungen in andere, nicht der Normalfarbe entsprechenden Farben.
Dabei verzichte ich bewusst auf solch geniale "Unworte" wie "mattorangebräunlichviolett". Das klingt jetzt vielleicht lustig, ist aber ganz ernst gemeint - die FWs weisen eine dermaßen breit gestreute Farbpalette auf, dass eine genaue Bezeichnung jeder vorkommenden Variante schier unmöglich und auch sinnlos ist. Am meisten ärgere ich mich über nahezu synonyme "Sprachschöpfungen" wie "blass", "matt", "hell".
Meiner Ansicht nach gehören Farbtafeln immer exakt auf die bezogene Markenausgabe abgestimmt. Das "karmin" einer FW1908 sieht mit Verlaub völlig anders aus als z.B. das "karmin" einer 10 Pfennig Germania. Genau aus diesem Grund habe ich die Farben mit Ausschnitten aus konkreten Marken dargestellt - nur so kann man die Nuancen in der Korrelation zum Design der Marke nachvollziehen.
Achtung: die späteren FWs weisen eine ganz andere Farbpalette auf. Das, was ich hier zeige gilt nur für die 1908er Ausgabe.
asmodeus
31.12.2008, 09:19
@petzlaff:
Eine Lebensaufgabe! Da bekommt man Lust auf ein neues Sammelgebiet!
petzlaff
31.12.2008, 09:20
@asmodeus
ich sage ja: FW macht süchtig :)
Wanderer
31.12.2008, 12:02
für die Washington/Franklin Reihe ist einfach toll gelungen und was die Nomenklatur angeht stimmig.
Ich finde es wunderbar, daß die Katalognamen für die Farben hier auf einen öffentlichen Prüfstand kommen. Kann mich mit den "Unworten" im Katalog ebenfalls nicht identifizieren .... mit anderen Worten lieber Stefan, ich freue mich über Deinen gesunden Sachverstand es auf den Punkt zu bringen.
Wünsche zum Jahreswechsel allen Lesern und insbesondere den USA Fans ein frohes unbeschwertes Feiern.
Braunbear
31.12.2008, 14:05
@petzlaff: Eine tolle Farbzusammenstellung zu der ersten W/F-Serie!
Ich habe mir das Bild gleich ausgedruckt und habe versucht die ersten Marken nach den Farben zu sortieren. Da ich leider nur 1 Marke der 331 habe, zeige ich ich meinen Sortierversuch der Nummer 332 von dunkelkarmin, karmin und hellkarmin. Ich glaube da werde ich noch einige Jahre brauchen bis ich die Farbenerkennung perfekt beherrschen werde!
Für eventuelle Sortierfehler bitte zu verzeihen.:o
Ich wünsche hiermit einen tollen Rutsch ins Jahr 2009 und ein gesundes neues Jahr!
Grüße Braunbear
Wanderer
01.01.2009, 15:25
Frohes Neues Jahr @ all
Bei Einzel-Marken habe ich bislang das Problem der Zuordnung von Bogenmarken-Randstücken und Markenheftmarken. Die sparsamen Amerikaner der Zeit vor hundert Jahren haben nämlich die Bogenmarken am Rand beschnitten, also vierseitig gezähnte Marken gibt es nur aus der Bogenmitte.
Lose Marken haben daher nur meines Wissens eine Zuordnung als MH verdient, wenn sie als Paar auftauchen ... sonst kann das eine Bogenmarke vom Randbereich sein. Schau die lieber Braunbär mal das komplette Markenheftchen an, dann weißt Du warum eine einzelne Marke mit Rand sowohl vom MH als auch aus einem Bogen stammen können und nur das Paar es eindeutig identifiziert.
Vielleicht kennt Stefan oder ein anderer Leser eine Methode, um das beschriebene Problem zu lösen.
petzlaff
02.01.2009, 15:11
Nachdem ich ganz kurzentschlossen Silvester und Neujahr an der Nordsee verbracht habe, bin ich nun erst einmal (leider ziemlich verkatert) wireder zu Hause.
Lieber Brownie - deine roten FWs sehen gut aus. Meine Farbpalette hat nicht so viel des Lobes verdient. Irgendwie muß man ja anfangen, sich selbst zu helfen, wenn die Profis "versagen".
So - jetzt muss ich mich erst einmal mit einem dicken eBay-Einschreiben beschäftigen - sieht auf den ersten Blick richtig gut aus. Ich werde euch daran teilhaben lassen :)
Ach so - Lieber Jochen, manche Heftchenmarken lassen sich tatsächlich nicht identifizieren, es sei denn, das Wasserzeichen ist in liegender Stellung. Ansonsten gibt es bei den 1908ern noch einen kleinen Trick, der aber auch nur bei Paaren weiterhilft. Die Markenabstände bei Heftchenmarken sind immer 2mm und niemals 3mm.
Braunbear
03.01.2009, 13:33
So hiermit möchte ich weitere Stücke aus meiner Washington-Franklin Sammlung zeigen.
Diesmal sind es die Scottnummern: 333, 334, 335, 336
(Wasserzeichen: Doppellinig USPS, Zähne 12)
Bei der 335 wäre wieder der Farbspezialist gefragt, sogar die Papierarten waren sehr unterschiedlich, von superweiss bis pfützengrau. Da fällt es mir nicht leicht die Farben zu sortieren.
Leider habe ich die restlichen Nummern der ersten Ausgabeserie Sc.337-341 noch nicht.
Ich hoffe dass ich diese irgendwann finde.
petzlaff
03.01.2009, 13:35
Die 4 Cent gefällt mir gut - ist normalerweise ein recht problematischer Wert :)
petzlaff
04.01.2009, 08:45
So, hier wie versprochen die nächste Farbtafel.
Auffällig ist, dass die Farben der dritten Serie (die zweite bilden ja "bluishs") mit dem neuen Wasserzeichen nahezu die gleichen Farben zeigen wie die Erstausgabe von 1908. Deswegen habe ich auch teilweise zwecks Arbeitserleichterung verzichtet identische Farben neu zu scannen. Dunkle Farbtönungen sind bei der 1910er Ausgabe übrigens seltener als bei der 1908er Auflage.
Die bemerkenswerteste Ausnahme bilden die neuen Farbtöne des 3 Cent Wertes, wobei die rötlichen Töne fast ausschließlich bei den ungezähnten Rollenmarkenbogen vorkommen. Das ist an und für sich nicht verwunderlich, da violette Farbtöne zur damaligen Zeit recht empfindlich und einige Farbpigmente in unverarbeitem Zustand flüchtig waren. Am seltensten sind übrigens die deutlich blauvioletten Farben (ich verzichte ganz bewußt auf den Begriff "Nuancen", da es sich durch die Bank hinweg um neue Farbmixturen handelte, in denen fast nur noch chemische Pigmente und keine Naturfarben mehr verwendet wurden.
Die FW-Ausgaben von 1910 und 1911 wurden von denselben Platten gedruckt wie die Erstauflage. Vermutlich wurden zunächst auch die gleichen Farben verwendet. Erst die späteren Auflagen der 3 und 10 Cent Werte zeigen die typischen neuen Nuancen. Die sehr seltene 2 Cent in lilakarmin ("lake") gehört vermutlich in die Übergangszeit von Anfang 1912, als bereits die ersten Werte der vierten Serie mit den geänderten Zeichnungen in Zähnung 12 aufgelegt wurden. Möglicherweise wollte man die Zeichnungsänderung von "Two" in "2" Cent auch farblich unterstreichen.
Noch eine Anmerkung zum 6 Cent Wert. Diese Marke leidet ebenso wie die aus der 1908er Serie sehr oft unter Oxydation. Oxidierte Stück dürfen nicht mit der Teilauflage in (meist sehr schmutzigen) orange verwechselt werden.
Ich hatte übrigens bei der 1908er Farbtafel die 15 Cent in ultramarin vergessen - bitte vielmals um Entschuldigung.
Wanderer
04.01.2009, 08:58
Lieber Stefan, da hast Du wieder eine wunderbare Farbtafel für die US corona gebastelt! :)
petzlaff
04.01.2009, 09:10
Hier noch eine Tafel mit den wichtigsten "Belegstücken" aus meiner virtuellen Sammlung. Ich denke bzgl. der Papiersorten bin ich euch noch eine Veranschaulichung schuldig. Leider fehlen ein paar - da habe ich bisher noch keine vorzeigbaren, unverfälscht gescannten virtuals auftreiben können (10 C und 13 C) :mad:
Wanderer
04.01.2009, 09:14
sind Plattennummern oder Bogenummern?
petzlaff
04.01.2009, 09:29
... sind Plattennummern.
Das erklärt auch, warum gleiche Nummern für unterschiedliche Drucke verwendet wurden. "bluish"s und "China Clay"s können nur bei den 4800ern und 4900ern vorkommen. Alles, was höhere Nummern als 5000 trägt ist auf Normalpapier. Die 4800er und 4900er gibt es natürlich auch auf Normalpapier und teilweise sogar mit dem einlinigen Wasserzeichen als Spätdruck der hohen Werte ab 8 Cent. Die Höchstwerte zu 50 Cent und 1$ wurden nur von jeweils einer Platte auf normalem Papier gedruckt (50c - 4956 / 1$ - 4957)
Das Bureau of Engraving & Printing hat einfach unabhängig vom gedruckten Wert durchnummeriert. Bei den späteren mehrfarbigen Werten (speziell Sondermarken) gibt es dann mehrere Plattennummern pro Druckbogen (für jede verwendete Farbe eine).
Bogennummern wurden durch das BEP nicht verwendet. Was es allerdings gibt (und was sehr gesucht ist) sind die sog. "Initials" vom linken oder unteren Bogenrand. Hier haben sich die verantwortlichen Druckleger mit ihren Initialen verewigt (Beispiel unten):
Das ist auch so eine Wissenschaft für sich.
Wanderer
04.01.2009, 09:53
für die Erläuterungen zum Bogenrand-Nummernsystem.
Ich habe hier einen Bogen Willa Cather 8cent der Michel 1120 = Scott 1487, da habe ich am Bogenrand gleich sechs Nummern 34361 - 34366 - da haben die Drucker also sechs Farben benutzt.
petzlaff
04.01.2009, 17:38
Lieber Jochen (du armer Tapetenabreisser :D),
da hast du vollkommen recht - genau deswegen ist in den Katalogen bei derartigen Marken auch immer von "12-er Block mit 6 Pl.-Nr." die Rede.
Wanderer
04.01.2009, 18:19
kannst Du mich übermorgen titulieren - die auf Stoß zu kriegen ist schwieriger als die Marken-Montage-Experimente.
Diese Block-Notierungen mit den Plattennummern versteht man in den Katalogen auch in seinen Gründen nur sehr spät, obwohl ich da schon lange hin- und hergeblättert habe. Die meisten Abo's laufen anscheinend zu Einzelmarken, die in die Vordrucktexte passen .... wer kauft oder abonniert schon diese Blockreihen in Einheiten....
Holzland-Sammler
04.01.2009, 20:08
Wann geht Dein Spezialkatalog in den Druck?????;);):)
Braunbear
05.01.2009, 12:09
Anbei die dritte Markenserie aus meiner Sammlung:
Jahr 1910: gedruckt auf Normalpapier, Zähnung 12, und das neue Wasserzeichen; Einzelliniges USPS.
Alle Marken, bis auf Nummer 380 (8c) und 382 (15c) habe ich beisammen und möchte sie euch hiermit zeigen:
Die Sc375 und Sc 378 ist noch etwas Chaotisch und muss noch richtig Sortiert werden.:o
Braunbear
05.01.2009, 12:10
Und hier die letzten beiden Nummern 379 und 381.
petzlaff
05.01.2009, 15:28
Wann geht Dein Spezialkatalog in den Druck?????;);):)
Lieber Holzland,
vergiss bitte nicht, dass ich mit meinen fast 60 Lebensjahren noch zur im üblichen Sinn werktätigen Bevölkerung gehöre und alles, was deneben her geht, aber Spass macht, wirklich nur Nebenbeschäftigung ist.
:D:(
Versprochen - ich lasse dir gelegentlich mal ein paar Entwürfe zukommen - ok?
@Brownie - ich bin nicht so ganz mit deinen Farbzuordnungen einverstanden. Vorschlag: wenn du einverstanden bist, schickst du mir die Teile mal und ich ordne dir sie ein. Allerdings: ich bin kein Prüfer :)
Gib mir bitte per PN Bescheid.
Braunbear
05.01.2009, 16:34
@Brownie - ich bin nicht so ganz mit deinen Farbzuordnungen einverstanden. Vorschlag: wenn du einverstanden bist, schickst du mir die Teile mal und ich ordne dir sie ein. Allerdings: ich bin kein Prüfer :)
Gib mir bitte per PN Bescheid.
Ja, in der Tat ist es sehr schwer die Marken farbig zu sortieren. Ich habe dir bezüglich eine PN geschrieben.
Holzland-Sammler
05.01.2009, 19:40
für Dein Angebot. Irgend wann hätte ich mich schon zur Frage an Dich wegen eines guten Scan`s an meine e-mail-ADR überwunden. ;):)
Wanderer
06.01.2009, 12:26
am Monitor ist sehr schwierig, da reden sich die Forumsteilnehmer in regelmäßigen Abständen die Köpfe heiß.
Wenn in einem Thread wie diesem gleich mehrere Steckkarten mit zig Marken präsentiert werden, die in einer niedrigen Auflösung wegen der 100 kb Bild-grenze beim Laden in summa verkleinert dargestellt werden..... dann kann ich da nix en Detail sehen - bedaure daß ich so beim besten Willen nicht helfen kann.
Die Methode von Petzlaff eine Farbreihe mit immer derselben Ecke innerhalb eines Satzes aufzustellen, gefällt mir unter dieser 100 KB Randbedingung am Besten. Um die 100 KB Bildbegrenzung zu umgehen, müßten die großen Bilder von Referenzmaterial auf eine andere Webseite bzw. anderen Webspace ausgelagert und verlinkt werden.
Fällt jemanden eine andere oder bessere Lösung ein?
Braunbear
02.03.2009, 14:58
Hallo Freunde,
Da sich die Sache mit den Farben nur von Profis lösen lässt, habe ich mich an die Arbeit gemacht, ein eigenes Album zur Washington-Franklin Serie aufzubauen. Dazu habe ich viele Informationen zu den Marken eingefügt, damit man die Herstellung und die Geschichte der Markenserie besser versteht.
Insgesamt umfasst das Album 21 Seiten inklusive einer Übersicht und Inhaltsverzeichnis. Dort sind alle Hauptnummern der Marken vertreten bis auf einige Ausnahmen von Speziellen Typen. Diese verwalte ich noch auf meinen Steckkartensystem. Kleinere Rechtsschreibfehler bitte ich zu übersehen, da es kein echtes Ausstellungsexponat werden soll. :o
Hier gehts zu meinen Album: http://picasaweb.google.de/Braunbear82/WashingtonFranklin#
Wanderer
02.03.2009, 15:36
insgesamt eine umfassende Darstellung auf 21 Seiten - das muß ich mir in Ruhe anschauen und empfehle das den anderen USA fans auch :)
Holzland-Sammler
02.03.2009, 16:07
@Braunbear
Sehr, sehr schön und mit viel Liebe gemacht. Wo nimmst Du nur immer die Zeit für so etwas her:). Leider ist die Lesbarkeit der Seiten auf Picasa bei mir etwas verschwommen. Ich habe mich also der Meinung von @wanderer angeschlossen und sie einmal probehalber herunter geladen um sie in Ruhe und gut lesbar zu betrachten. Auch weil ich sie da für meine alten Augen so schön vergrößern kann:).
Braunbear
02.03.2009, 16:16
@Braunbear
Leider ist die Lesbarkeit der Seiten auf Picasa bei mir etwas verschwommen. Ich habe mich also der Meinung von @wanderer angeschlossen und sie einmal probehalber herunter geladen um sie in Ruhe und gut lesbar zu betrachten. Auch weil ich sie da für meine alten Augen so schön vergrößern kann:).
Hier gibt es ja auch eine Lupe die die Präsentation der Bilder vergrößert, so kann man das ohne Probleme betrachten.
Siehe Angehängtes Bild!
Holzland-Sammler
02.03.2009, 16:54
@Braunbaer
Danke für den allgemeinen Hinweis. Die Lupe hatte ich übersehen.
Ja, aber eben auch immer nur die 1/2 Seite und dann muß man scrollen. Das ist für Text- und Bildbetrachtung aus meiner Sicht nicht so günstig. Ich schaue sie mir nun doch in meinem Betrachter an.
petzlaff
03.03.2009, 19:51
Hallo Browny,
ordentlich recherchiert und sehr übersichtlich gestaltet.
Weiter so - ich wünsche dir, dass du Lücken auch noch auffüllen kannst.
petzlaff
04.03.2009, 07:10
Lieber Braunbär,
etwas ist mir über Nacht noch eingefallen. Ich bitte das nicht als Kritik, sondern eher als Anregung verstanden wissen:
Warum hältst du dich so sklavisch an die Scott Katalogvorgaben bzw. die Gruppierung nach der bekannten Internet Franklin-Washington Spezialseite und versuchst kein eigene Struktur zu entwickeln. So sind z.B. die geschnittenen Marken keine eigene Ausgabe, sondern halt eben absichtlich ungezähnt belassene Marken der normalen Platten, gehören also zur jeweiligen Hauptserie.
Ebenso sind manche Marken von den Katalogen falsch eingeordnet, so zum Beispiel die 2c und einige 50c Werte mit abweichenden Wasserzeichen (habe leider gerade unterwegs keinen Katalog zur Hand).
Ansonsten würde ich die 10c Eilpostmarke "Adler" und die erste Flugpostausgabe mit aufnehmen, da sie direkt zu der FW-Serie gehören.
Und: last but not least - in eine Spezialdarstellung gehören unbedingt die unterschiedlichen Typen der 2c und 3c.
Noch einmal die Bitte, dies nicht als besserwisserische Kritik aufzufassen. Ich möchte wirklich nur Anregungen geben, wie du deiner Darstellung noch ein Tüpfelchen auf dem "i" hinzufügen kannst.
Wanderer
04.03.2009, 08:25
also ich finde Deine Ergänzungen prima und würde vorschlagen, daß wir USA fans uns zum Abschluss der Studien vielleicht eine neue Reihenfolge, Identifikations-Seite(n) und Präsentationsseite erarbeiten, das in einem word.doc, rtf-file oder pdf-file für diese Serie mündet?
Braunbear
04.03.2009, 10:20
Danke für deine Anregungen Petzlaff!
Ich habe die Scottnummerierung genommen weil sie mir am sinnvollsten erscheint. Eine eigene Strukturierung oder Nummerierung wäre auch möglich gewesen, aber woran soll sich der Normale Sammler richten wenn jeder sein eigenes Nummer- oder Struktur Süppchen kocht? Dann müssten wir das ja vollkommen anders gestalten und in einer Art Vergleichstabelle zu den beiden bekannten Katalognummern wie Scott und Michel mit einbringen.
Eine Spezialdarstellung der unterschiedlichen Typen zum Erkennen der 2c und 3c wollte ich auch noch machen, dies sollte aber erst ein Grundstock sein worauf ich aufbaue.
Dass die erste Flugpostausgabe und die eine Eilpostmarke mit dazugehört ist mir völlig neu.
Grüße Brauni
petzlaff
04.03.2009, 18:35
Sorry - statt Eilmarke meinte ich natürlich die Einschreibmarke von 1911 (Michel 188).
Die Eilmarken mit dem Fahradpostboten von 1911 bis 1917 würde ich nicht dazuzählen.
Braunbear
06.03.2009, 14:41
Sorry - statt Eilmarke meinte ich natürlich die Einschreibmarke von 1911 (Michel 188).
Hallo Stefan, meinst du diese Marke hier? habe ich gerade aus einen neuen Posten geholt!
petzlaff
06.03.2009, 15:42
Genau diese
petzlaff
28.03.2009, 15:08
Liebe Freunde,
es wird Zeit, auch diesen Thread wieder zu beleben.
Eine in ihrer Seltenheit völlig unterschätzte Farbvariante möchte ich ich euch hier vorstellen:
Scott #378 "bright blue"
Die Marke firmiert in den gängigen Katalogen als "unter ferner liefen" mit entsprechenden Pricings, ist aber ausgesprochen selten.
Die "leuchtend" blaue Farbe ohne jeglichen ultramarinton ("lebhaftblau") kann man nur im Vergleich zu einer normal getönten 5c erkennen. Im Pulk von mehreren hundert Marken fällt so etwas auf - ich hatte das Glück - zwar kein Sechser im Lotto, aber so etwas wie ein Fünfer mit Zusatzzahl.
Dargestellt im Vergleich zu einer normalen Farbgebung
Viel Spaß beim Suchen und Finden.
Wanderer
28.03.2009, 15:15
schaut das Stück aus:)
Braunbear
28.03.2009, 19:30
Ein tolles Stück, Glückwunsch.
Da werde ich auch mal danach Ausschau halten. Ich habe noch viele Marken zur Durchsicht bekommen, vielleicht finde ich ja weitere Lückenfüller ;) . Leider sind viele Dokumente (u.a. meine Albenseiten für meine W/F-Sammlung) nach einem Festplattencrash flöten gegangen und ich habe (leider) keine Sicherung angelegt. Nun muss ich fast alles wieder neu Schreiben was natürlich ein enormer Aufwand ist. In der Zukunft werde ich wohl besser alles 3fach sichern müssen. :(
Schaffende Grüße
Brauni
Wanderer
28.03.2009, 20:06
ist deutlich sichtbar, nochmals Danke an Petzlaff fürs zeigen - so ein visueller Eindruck ist doch tausendmal besser als die abstrakte Katalogbeschreibung(en).
@braunbär - da hast Du aber wirklich Pech mit Deinem Daten-GAU
petzlaff
29.03.2009, 08:56
Hier noch ein weiteres Beispiel für die seltene Farbe - diesmal ein Scott #335 von 1908. Von rechts nach links: "bright blue" - blue - dark blue.
Michel übersetzt "bright" meist mit "lebhaft-", was aber meist nicht, so wie bei 5c Washington, mit der Sättigungsskala im Farbführer übereinstimmt!
Wanderer
29.03.2009, 09:41
und bist Du sicher, daß die Reihenfolge stimmt und auf den Scans nicht genau umgekehrt ist?
petzlaff
29.03.2009, 10:04
hatte mich verschrieben ("von links rechts nach links") - und korrigiert ("von rechts nach links")
Sorry und Danke, lieber Jochen !
petzlaff
29.03.2009, 13:50
Derzeit beschäftige ich mich nach längerer Pause wieder einmal mehr mit den FWs (sofern es die Freizeit zulässt). Hier habe ich einen hübschen Plattenbruch de Scott #375 (Michel 179XAI) gefunden.
Mal sehen, wer ihn findet:
Holzland-Sammler
29.03.2009, 14:55
@petzlaff
Unten links im "W" sieht es so aus.
petzlaff
29.03.2009, 14:57
bingo - passt !
Die gesamte Platte scheint am unteren Rand irgendwie "mitgenommen" zu sein.
Schönen Sonntag noch
petzlaff
30.03.2009, 16:48
Diesen herrlichen Viererblock aus einem Markenheftchenblatt Michel 15 (obere 4 von 6 Marken Mi #225IC im Heftchenblatt - kann nur oben sein, denn unten wäre der Rand geschnitten) möchte ich euch nicht vorenthalten.
Wanderer
30.03.2009, 22:59
schönes Vierer-Teil und immer wieder schade, das nicht lesbare Stempel drauf sind. Das hält die verwöhnten Stempelsammler aus Europa ziemlich vom Sammeln dieser USA Marken im allgemeinen und auch dieser Stücke ab, was schade ist.
Für welchen Einsatz kommen die Marken vom damaligen Nominalwert über die Gewichtsklassen oder die Entfernung in Frage?
Mit den typischen USA Tarifen habe ich mich noch nicht ausführlich und systematisch befasst.
Hallo Petzlaff
wie lange waren die Marken aus dieser Serie eigentlich frankaturgültig?
Gruß Tobja
saeckingen
31.03.2009, 08:48
Hallo Petzlaff
wie lange waren die Marken aus dieser Serie eigentlich frankaturgültig?
Gruß Tobja
Wie fast alle Marken der USA sind die noch immer frankaturgültig!
Hallo
Auch wenn ich mich mal wieder als Newbie oute, die zwei Briefe müssten eigentlich auch hier hineinpassen.
Gruß
Tobja
Wanderer
31.03.2009, 15:04
Blöcke bzw. 3er-Streifen, die passen lieber Tobja genau in die Serie :)
petzlaff
31.03.2009, 16:25
Schöne Belege.
Allerdings gehören die Marken nicht zu den "Franklin/Washingtons" sondern zur sogenannten "BEP-4" Serie, also der vierten Dauermarkenserie aus der Druckerei Bureau of ENgraving and Printing. Die FWs bilden die Serie "BEP-3" und wurden bis 1921 gedruckt, während die BEP-4 ab 1922 datiert.
petzlaff
24.07.2009, 20:11
... braucht man bei meiner USA-Lieblingsserie.
Ich bin mal gespannt, ob irgendjemand aus der Gemeinde die Typen dieser Rollenmarken erkennt.
Hinweis: beide Marken sind ohne Wasserzeichen. Damit wird es nicht ganz so schwer.
Die Typen werden bei Michel und Scott unterschiedlich bezeichnet - als Lösung akzeptiere ich beides. Wer zuerst auf die richtige Lösung kommt erhält mal wieder ein kleines Präsent von mir.
Viel Spaß beim Tüfteln - aber bitte: im Sinne unserer Mitleser bitte ich um eine Begründung für eure Bestimmungen.
Viel Spaß beim Tüfteln (ist eigentlich garnicht so schwer :)).
Holzland-Sammler
24.07.2009, 21:31
Vorab: Die Auflösung der hier gezeigten 2 Bilder ist (fast) für solche Detailfragen nicht ausreichend. Ich kann (selbst mit Brille) viele notwendige Details nicht erkennen (Ohrschatten, Farblinien usw.) und rate deshalb einmal mit den für mich erkenntlichen Angaben:
Rechts: Type IV, wegen den Schattenstrichen im Bogen
Links: Type V, wegen der gebrochenen Togaschnur und dem oben geschlossenen Knopf (wobei der "Knopfinhalt" wiederum nicht deutlich erkennbar ist)
LG
Philator
24.07.2009, 23:42
Hallo,
@Holzland-Sammler: Die Strg Taste gedrückt halten und gleichzeitig mit der + Taste die Bilder vergrößern bis die Details entsprechend erkennbar sind. (Bei mir bei 170%).
@Petzlaff:
Mein Tipp: Linke Marke: Mi.Nr: 224WMIII - weil "ein Schattenstrich im letzten Bandbogen links; ein Schattenstrich im vorletzten Bandbogen rechts".
Rechte Marke: Mi.Nr: 224WMIVb - "Zwei Schattenstriche im letzten Bandbogen links; zwei Schattenstriche im vorletzten Bandbogen rechts'".
Wenn die linke Marke wirklich die von mir getippte ist, wäre das echt der Hammer, noch dazu weil sie ungestempelt ist und das linke Stück eines Linienpaares.
LG
Philator
petzlaff
25.07.2009, 09:23
Zur Info:
Linienpaar ist ein eindeutiges Zeichen für Walzendruck.
Ansonsten muss ich mich entschuldigen, wenn ich etwas rar werde - ich hatte heute Nacht den härtesten PC-Crash aller Zeiten. Arbeite im Monent von meinem Firmen-Laptop, muss aber erst alle externen Geräte wie Scanner, Drucker etc. direkt dort installieren, da die bisher in meinem privaten Netzwerk gehangen haben und nur über den kaputten Rechner ansprechbar waren.
Sorry - aber ich bleibe bei euch
Holzland-Sammler
25.07.2009, 13:44
wobei der "Knopfinhalt" wiederum nicht deutlich erkennbar ist
@Philator
Ja, Vergrößerungsmodus ist mir bekannt (bei mir geht das auch mit dem Scrollrad der Maus!), ändert aber nichts am "verwaschenen" Ergebnis (s. Anhang). Meiner Meinung nach helfen hier nur große und dann reduzierte Scanns.
@petzlaff
Herzliches Beileid zum Schaden. Das ärgerliche ist, das man manches erst weitaus später bemerkt. Und immer dann, wenn dazu die wenigste Zeit/Gelegenheit zum Aus- und Nachbessern ist.
E = Elektronische
D = Daten-
V = Verzögerung
petzlaff
25.07.2009, 14:23
... aber @Philator hat gute Augen :)
Hier noch einmal die Details
erst die linke Marke (3 Scans)
die rechte Marke (3 Scans) folgt sofort im folgenden Posting
petzlaff
25.07.2009, 14:24
Hier die Details der rechten Marke (und jetzt sind wir im "Eingemachten"):
petzlaff
25.07.2009, 16:34
:) ein Detail von der linken Marke füge ich gern noch hinzu um die Verwirrung total auf den Punkt zu bringen :)
Holzland-Sammler
26.07.2009, 18:08
Aha, kein "Doppeltes D" im Knopf ersichtlich. Ich erhöhe also auf Typ VII.
Erkennbar ist: ungebrochene dünne Togaschnur, 5 Schattenstriche im Knopf, dünne Farblinie in der linken Wertziffer sowie Nase mit Punkten.
Was mich stört ist die scheinbar komplette 3. Punktreihe:confused:
Die Type III - wie von @Philator vermutet - schließe ich aus mehreren Gründen aus.
Die rechte Marke schaue ich auch noch einmal an. Ansonsten:
Das war es. Jetzt warte ich auf das Ergebnis.:)
Philator
26.07.2009, 23:27
Hallo,
auch wenn ich mich jetzt total blamiere, halte ich die Marken nicht für Offsetdrucke und schließe darum die Typen V - IX aus.
Ich bleibe bei meiner Erstbestimmung und warte nun auch gespannt auf die Auflösung.
LG
Philator
Wanderer
27.07.2009, 08:58
falls @Petzlaff auf mich wartet ...... ich falle zumindest im Moment aus, schwächele in Zeit und Raum und warte ebenso auf das Ergebnis:)
petzlaff
29.07.2009, 15:45
KEIN Offset :)
petzlaff
24.02.2010, 12:41
Ich denke, es ist alles gesagt worden: sieht nach Type III aus, aber eine genaue Bestimmung kann nur anhand von Scans an dieser Stelle nichterbracht werden.
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