Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorausentwertung USA
petzlaff
30.11.2008, 15:41
... nicht finanziell, sondern sachlich
Ich enthalte mich erst einmal eines Kommentars - ausser, dass es sich hier um einen PC Plattenfehler, ähnlich dem berühmten San Francisco Break handelt - ist dieser hier bekannt?
Marshfield,Wisconsin , PSS 205
Danke für jedweden Kommentar
Concordia CA
30.11.2008, 17:01
@ petzlaff
Für die Town & Types ist mir keine Auflistung von "Plattenfehlern" der Aufdrucke bekannt. Das wäre für diese Serie bei der Vielfalt und der Verbreitung von Handstempelaufdrucken auch kaum sinnvoll, da bei dieser Herstellungsart kaum eine "fehlerfreie" Produktion möglich war.
Für die Bureaus gibt es zum Beispiel das Werk "Specialists' Guides to Bureau Print Precancels" von Harace Q. Trout. Es befasst sich mit "Errors, Breaks, Repais and Setting Varieties".
Mit besten Sammlergrüßen
Concordia CA
PS: Ich bin mir nicht sicher, ob wir hier im richtigen Thema schreiben, da Vorausentwertungen bei deutschen Ganzsachen etwas anders aussehen und von anderer Herkunft sind...
... nicht finanziell, sondern sachlich
Ich enthalte mich erst einmal eines Kommentars - ausser, dass es sich hier um einen PC Plattenfehler, ähnlich dem berühmten San Francisco Break handelt - ist dieser hier bekannt?
Marshfield,Wisconsin , PSS 205
Danke für jedweden Kommentar
Hallo Stefan,
Dies ist kein Plattenfehler des Vorausentwertungsstempel, da es sich hier nicht um die Aufdrucktype 205, sonder 734 handelt. Die 205er Aufdruck sind in der Regel sehr klar und haben etwas glänzende schwarze Farbe (Electroplates). Der 734 Aufdruck ist ein Handstempel (Narrow Hand Electros With Lines).
Bei Handstempel sind Plattenfehler zwar möglich, aber hier dürfte es sich nur um einen verschlissenen oder verschmutzen Stempel handeln. Die Stempelplatten hatten 10 oder 25 gleiche Stempel. Viele zeigen Formatänderungen bei starker Benutzung.
Mit besten Grüßen
Heinz
petzlaff
03.12.2008, 19:02
moin Heinz,
es wäre schon interessant, zu erfahren, wieso die beiden unteren Marken einen identischen Abdruck zeigen, während die obere offensichtlich mit einem anderen Klischee beglückt wurde. Auch die Abstände zwischen den Entwertungen sollte man nicht vernachlässigen.
Ich gehe inzwischen mit dir konform, dass es ein PSS #734 ist.
Trotzdem würde mich interessieren, wie diese Precancels angebracht wurden - wie sah der "Handstempel" eigentlich physisch aus? Die beiden unteren Marken scheinen mir gleichzeitig entwertet worden zu sein = 1 Stempelvorgang? Irgendiwe kann ich mir nicht vorstellen, wie bei Handstempeln zwei Marken offenbar in einem Arbeitsgang mnit identischen Klischees vorausentwertet wurde, während die obere Marke im selben Streifen völlig verquer daher kommt.
Holzland-Sammler
03.12.2008, 19:47
@petzlaff
Wie wäre es wenn die oberste Marke umgeknickt gewesen ist und später nachgestempelt wurde.
Siehe auch: Knick zwischen mittlerer und oberer Marke.
Holzland-Sammler
[QUOTE=petzlaff;71308]moin Heinz,
Hallo Stefan,
11418
Hier die beiden verschiedenen Aufdrucke von Marshfield, WI
11417
Habe leider nur eine schlechte Kopie der Stempelgeräte. Hier wird eine 10 und eine 25 Stempelplatte abgebildet.
Da die Markenbogen größer waren als die Stempelgeräte, musste auf einem Bogen mehrere Stempelabdrucke vorgenommen werden. Dadurch erklärt sich auch der obere engere Abstand des Stempels als zwischen den beiden unteren. Ob nun die beiden oberen oder die unteren vom gleichen Stempelabdruck sind kann ich allerdings nicht sagen. Vermute aber die beiden unteren.
Bei diesen Stempeln findet man auch häufig Reststempel von der Platte die links oder rechts daneben abgeschlagen wurden auf dem noch ganzen Markenbogen. Dazu ein Beispiel.
11419
Ich hoffe damit aller erklärt zu haben.
Heinz
petzlaff
09.01.2009, 17:09
moin zusammen,
für mich gibt es keine logische Erklärung dafür, warum Vorausentwertungen auf Portomarken (Postage Dues) verwendet wurden. Portomarken wurden niemals direkt an Postkunden abgegeben, sondern ihre Verwendung unterstand einzig und allein der USPS. Insofern ist vom Gebrauch her gesehen eine Portomarke im weitesten Sinn als ohnehin vorausentwertet zu betrachten.
Vielleicht gibt es ja jemanden unter uns, der hier ein wenig an Background beitragen kann - @Argeve z.B ???? :-)))
Wanderer
10.01.2009, 02:11
verstehe ich als "Strafporto" bei nicht richtig frankierten Sendungen.
http://en.wikipedia.org/wiki/Postage_due hier ist ein link zum Hintergrundwissen.
Warum da zusätzlich ein Aufdruck wie bei den Vorausentwertungen drauf ist, erklärt sich mir nur durch organisatorische Gründe also statt Stempeln - aber das ist eine Vermutung.
petzlaff
10.01.2009, 07:02
Korrekt - "Postage Dues" dienen als Quittung für die Zahlung zusätzlicher Gebühren an die Post, z.B. Nachporto.
moin zusammen,
für mich gibt es keine logische Erklärung dafür, warum Vorausentwertungen auf Portomarken (Postage Dues) verwendet wurden. Portomarken wurden niemals direkt an Postkunden abgegeben, sondern ihre Verwendung unterstand einzig und allein der USPS. Insofern ist vom Gebrauch her gesehen eine Portomarke im weitesten Sinn als ohnehin vorausentwertet zu betrachten.
Vielleicht gibt es ja jemanden unter uns, der hier ein wenig an Background beitragen kann - @Argeve z.B ???? :-)))
Hallo Stefan,
die Portomarken (Postage Dues) wurden oft, vor allen Dingen in größeren Städten, vorausentwertet zur schnelleren Bearbeitung von nicht oder zu wenig frankierten Sendungen. Wirklich gebraucht dürften diese allerdings nur aus der Serie von 1917 - 1931 sein. Spätere Ausgaben sind wahrscheinlich alles Gefälligkeitsabstempelungen auf losen Marken.
Als Beispiel ein Brief von Eugene, OR nach Tacoma, WA.
Gruß Heinz
Holzland-Sammler
13.01.2009, 22:07
Bei dieser Marke der Freimarkenausgabe im Nov. 1976 (MI 1290 xV) spielt die Musik arg neben der Lochung!:) Für den amerikanischen Sammlermarkt ist so etwas wohl zur Vernichtung frei gegeben.:rolleyes: Ich finde es schon (schön) extrem und hebe es auf. Wollte es vorher aber den Interessierten zeigen. Auch Marken im Bereich von 0,20 € haben ihren Reiz.
Bei dieser Marke der Freimarkenausgabe im Nov. 1976 (MI 1290 xV) spielt die Musik arg neben der Lochung!:) Für den amerikanischen Sammlermarkt ist so etwas wohl zur Vernichtung frei gegeben.:rolleyes: Ich finde es schon (schön) extrem und hebe es auf. Wollte es vorher aber den Interessierten zeigen. Auch Marken im Bereich von 0,20 € haben ihren Reiz.
Hallo,
diese verschnittene lose Marke ist normalerweise sicherlich etwas für den Papierkorb. Die Marken ab dieser Zeit wurden häufig maschinell getrennt und aufgeklebt. Dabei kommt es zu solchen "verschnitten". Allerdings gibt es auch Marken aus dieser Serie und besonders späteren Rollenmarken, bei denen die Zähnung im Markenbild ist. Dies kommt bei neueren Marken, besonders Rollenmarken, häufiger vor und ist in der Regel in USA relativ Preiswert zu bekommen.
Man sollte solche Stücke in einigen Exemplaren als Beispiel in der Sammlung behalten. Anbei ein postfrischer Sechser Streifen der die Verzähnung deutlich macht.
Gruß argeve
petzlaff
18.01.2009, 16:19
Hallo, liebe USA-Gemeinde,
beim Durchforsten eines kürzlich erstandenen Riesenlots Vorausentwertungen habe ich folgende "dated precancels" aus den 50er Jahren gefunden.
Sie stammen von der Kaufhauskette Sear Rosebuck Company (SRC) und sind anders als gewöhnlich datiert. Es sieht fast so aus, als ob die Marken mit einer Schreibmaschine o.ä. datiert wurden. Auf alle Fälle habe ich so etwas bisher noch nicht gesehen, des weiteren besitze ich keine Spezialliteratur über die "dated" (gibt es so etwas überhaupt?).
Vielleicht ist dem einen oder anderen im Gegensatz zu mir diese Vorauswentwertungsart schon einmal über den Weg gelaufen. Für Hinweise bin ich wie immer dankbar.
Des weiteren möchte ich anfragen, ob jemand den Ursprung der "dated" mit den Firmenkürzeln PM, WFH und SOS (alle aus Chicago,ILL) kennt.
Danke im Voraus
Hallo Stefan,
eine Spezialliteratur gibt es bei der PSS USA (Precancel Stamp Society). Der Katalog ist von 2004 und heißt: Printed Dated Type Catalog. Er kostet 25 $ plus Porto. Zu beziehen unter der Adresse: http://www.precanceledstamps.com/catalog05.html. Auszug aus dem Katalog siehe Abb.
Es soll aber bald ei neuer Katalog erscheinen, der auch auf CD zu bekommen ist. Wenn er erscheint, wird er im Rundbrief der Arge Ve vorgestellt und man kann ihn dann auch über die Arge beziehen.
Gruß Heinz
petzlaff
06.02.2009, 13:54
Hallo zusammen,
anbei eine interessante Vorausentwertung, die nicht im PSS Town & Type Katalog enthalten, also offenbar privater Natur ist.
Vielleicht weiss Heinz mehr?
Hallo Stefan,
ich denke es handelt sich um die Type L-16 HS. Genau kann man dies aber nur am Vergleich mit dem T + T Katalog ersehen. Linienabstände, Ortsname und Staatenname sollten gleich lang und hoch sein, wie auch der Abstände zwischen dem Ortsnamen und dem Staatsnamen. Wobei bei Handstamps auch leichte Unterschiede vorkommen kommen durch häufige Verwendung.
Das die Buchstaben nicht ausgefüllt sind, liegt an der der mangelnden Farbe der Druckplatte und kommt bei bei den Handstamps öfters vor.
Gruß Heinz
petzlaff
07.02.2009, 07:40
Danke für dein Statement, Heinz
hier ein Vergleich mit der Abbildung der LS16-HS aus dem PSS T&T Katalog.
Mir leuchtet allerdings nicht so recht ein, wieso mangelnde Einfärbung der Druckplatte derart gleichmäßige und scharfe Konturen hinterlassen kann.
petzlaff
07.02.2009, 08:34
anknüpfend an mein vorheriges Posting hier noch drei Beispiele von farbuntersättigten LS16-HS. "HS steht in der Katalogbezeichnung übrigens für "Hand Stamp".
@argeve - ich denke, das ist das, was du gemeint hast.
Ich glaube, Heinz hat recht bzgl. der 11c Marke, aber kurios ist die Auswirkung der Unterfärbung allemal.
petzlaff
09.09.2009, 16:55
Liebe Freunde,
das Thema VE ist natürlich nicht in Vergessenheit geraten.
Hier habe ich eine sehr ansehnliche Vorausentwertung mit einem sehr späten "dated SRC".
Keine Ahnung bzgl. der Seltenheit - wahrscheinlich eher Massenware (??) - aber auf einer 1$ Marke kommt das gut.
Vielleicht kann mir jemand aus der ARGE-Fraktion weiter helfen - bis wann wurden eigentlich "SRC dated" benutzt?
Hallo Stefan,
die SRC Aufdrucke gibt es bin in die später 1970er Jahren. Erst mit Einführung der Balkenaufdrucke ohne Orts- und Staatsname sind diese verschwunden. Eingeführt wurden Sie Anfang Juli 1938.
Mit schönen Grüßen
Heinz
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